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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

2 Schwestern - 2 Ziele

Das Hochzeitsversprechen
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Lottie heiratet Hals über Kopf ihren ehemaligen Freund Ben, den sie seit Jahren nicht gesehen hat. Anschließend fliegen sie direkt in die Flitterwochen nach Griechenland, wo sie sich damals kennen gelernt ...

Lottie heiratet Hals über Kopf ihren ehemaligen Freund Ben, den sie seit Jahren nicht gesehen hat. Anschließend fliegen sie direkt in die Flitterwochen nach Griechenland, wo sie sich damals kennen gelernt hatten. Fehlt nur noch die Hochzeitsnacht.....die möchten ihre Schwester Fliss und Bens Freund Lorcan aber mit allen Kräften verhindern.

Anders als man es von Sophie Kinsella kennt, wird diese Geschichte sowohl aus der Perspektive der Hauptfigur Lottie, als auch aus der Sicht von ihrer Schwester Fliss erzählt. Beide haben so ihre Eigenheiten, was ein unvergessliches Lesevergüngen verspricht. Urkomisch erzählt Sophie Kinsella von der einen Schwester, die nach unzähligen gescheiterten Beziehungen nun den erstbesten Mann heiratet und ihrer Schwester, die mit allen Mitteln versucht Lottie daran zu hindern einen Fehler zu begehen.
Zunächst dachte ich, Fliss' einzige Funktion in der Geschichte ist es, ihre Schwester vor einem großen Fehler zu bewahren. Ich wurde allerdings überrascht, dass auch Fliss, neben der eigentlichen Handlung in dem Roman, noch eine eigene Geschichte zu erzählen hat, die nicht weniger spannend und lustig ist, als die Haupthandlung.
Beide erleben auf ihrer Reise Herausforderungen, die sie meistern müssen, üm ihr Ziel zu erreichen. Doch wie man es von Sophie Kinsella kennt ist das alles nicht so einfach, was zu vielen lustigen und chaotischen Momenten führt.
Spannend bleibt es bis zur letzten Minute, da man als Leser bis dahin keine Ahnung hat, wie das ganze Chaos entwirrt werden soll und, ob Fliss es schaffen wird ihre Schwester vor einem großen Fehler zu bewahren.

Fazit: Lesen!

Veröffentlicht am 15.09.2016

eine urkomische Familie

Schau mir in die Augen, Audrey
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Audrey wächst in einer total chaotischen Familie auf. Auch Audrey hat ihr Päckchen zu tragen. Sie trägt eine Sonnenbrille, da sie aufgrund ihrer Angstattacken anderen Leuten nicht in die Augen sehen kann. ...

Audrey wächst in einer total chaotischen Familie auf. Auch Audrey hat ihr Päckchen zu tragen. Sie trägt eine Sonnenbrille, da sie aufgrund ihrer Angstattacken anderen Leuten nicht in die Augen sehen kann. Um sich ihrer Angst zu stellen, soll Audrey einen Film drehen. Plötzlich taucht dann auch noch der gut aussehende Freund ihres Bruders auf....

Dieser Roman ist meiner Meinung nach kein klassischer Sophie-Kinsella-Roman. Nicht nur, dass er aus der Perspektive eines 14-jährigen Mädchens geschrieben ist (anstatt sonst aus Sicht von erwachsenen Frauen), sondern er hat neben der typischen humorvollen Darstellungsweise auch eine ernste Komponente. Es wird Audreys Angststörung thematisiert und, wie Audrey versucht dagegen anzukämpfen, um ein normales Leben führen zu können.
Man hat dennoch viel zu schmunzeln, da die Familie von Audrey aus lauter verschiedenen, witzigen Charakteren besteht und Audrey die einzig normale zu sein scheint. Dazu kommt, dass Audrey eine sehr humorvolle Sicht auf Dinge hat.
Hinzu kommt eine spannende Komponente, da man darauf wartet zu erfahren, woher Audrey diese Angststörung hat und, ob sie es schafft diese zu überwinden.
Ich fand den Roman insgesamt sehr gelungen, wobei er mir an manchen Stellen, im Vergleich zu den anderen Kinsella-Romanen, etwas zu kindlich gehalten war, was natürlich an der Perspektive von Audrey lag. Ausschlaggebend dafür ist, dass Audrey direkt zu dem Leser spricht: "Nur damit ihr eine bildliche Vorstellung von mir habt: (...)"Außerdem ist man leider relativ schnell durch mit dem Roman, da an vielen Stellen das Skript von Audreys Film abgedruckt ist. Dies nimmt viel Platz weg und hat kaum Inhalt (viele Leerzeichen, wenige Sätze über eine ganze Seite usw. Beispiel:

Frank

Hey.

Linus

Hey.)

Der Roman war zwar anders als erwartet, aber trotzdem für Sophie-Kinsella-Fans sehr lesenswert.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Unglaublich komisch

Kein Kuss unter dieser Nummer
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Poppy verliert auf ihrer Verlobungsfeier ihren Verlobungsring und anschließend wird auch noch ihr Handy gestohlen. Da fischt sie aus einem Mülleimer ein Handy und behält es einfach. Allerdings gehört das ...

Poppy verliert auf ihrer Verlobungsfeier ihren Verlobungsring und anschließend wird auch noch ihr Handy gestohlen. Da fischt sie aus einem Mülleimer ein Handy und behält es einfach. Allerdings gehört das Handy dem Geschäftsmann Sam. Poppy weigert sich in ihrer Not das Handy herauszurücken und beginnt auch noch seine Nachrichten zu lesen.

Ein typischer Sophie-Kinsella-Roman der mal wieder zum Lachen einlädt.
Die etwas zerstreute aber liebenswerte Poppy hat es kurz vor ihrer Hochzeit nun wirklich nicht leicht. An jeder Ecke lauert ein neuer Stolperstein, der für sie zur reinsten Katastrophe wird, aber für den Leser einfach nur unglaublich unterhaltsam ist. Dadurch fragt mich sich häufig einfach nur lachend "Poppy, wieso tust du das?"
Die Geschichte ist so locker und leicht geschrieben, das es einfach Spaß macht sie zu lesen.


Ein wunderbar unterhaltsamer Roman, der im Sommer noch eine extra Portion gute Laune verspricht.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Leider eine Enttäuschung

Das Jahr, in dem ich dich traf
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Jasmine wird für ein ganzes Jahr von ihrer Arbeit freigstellt und weiß nun nicht, wie sie sich die Zeit vertreiben soll. Dann beginnt sie ihren Nachbarn Matt zu beobachten.

Bislang haben mir alle Romane ...

Jasmine wird für ein ganzes Jahr von ihrer Arbeit freigstellt und weiß nun nicht, wie sie sich die Zeit vertreiben soll. Dann beginnt sie ihren Nachbarn Matt zu beobachten.

Bislang haben mir alle Romane von Cecelia Ahern sehr gut gefallen. Dieses Tröpfelchen an Mysthischem haben ihre Bücher immer zu etwas besonderem gemacht.
Dementsprechend bin ich auch mit hohen Erwartungen an diesen Roman heran gegangen. Leider wurde ich sehr enttäuscht.
Gut die erste Hälfte habe ich mich zwingen müssen immer weiter zu lesen. Normal lese ich ein Buch und fange anschließend ein neues an. Bei diesem hier habe ich sogar zwischendurch einmal komplett aufgehört und noch ein anderes Buch gelesen. Ich fand "Das Jahr, in dem ich dich traf" sehr langatmig, wenn nicht sogar schon langweilig. Es ist zunächst fast gar nichts passiert, sondern es wurde nur das Leben der Hauptdarstellerin beschrieben. Irgendwann hatte ich sogar den Faden verloren, weil ich nicht mehr wusste, ob das gerade passiert oder mal wieder eine Anekdote aus der Vergangenheit von Jasmine war.
Als dann irgendwann einmal die eigentliche Handlung begonnen hatte, habe ich gerne weitergelesen. Aber es war dennoch nicht das, was man sonst so von Cecelia Ahern kennt. Mir hat die Leichtigkeit aus ihren anderen Romanen gefehlt. Die Stimmung in diesem Roman eher gedrückt und ernst.
Die Geschichte war letztendlich zwar ganz nett, aber ich würde mich deswegen nicht noch einmal durch den zähen Anfang quälen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Herzzereißend!

In Liebe, für immer
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Rachel ist tot. Doch auf unerklärliche Weise kann sie von ihrem Platz im Himmel auf ihren Mann und ihre Tochter hinabblicken und jeden ihrer Tage ohne sie miterleben. Dabei muss sie mitansehen, wie sie ...

Rachel ist tot. Doch auf unerklärliche Weise kann sie von ihrem Platz im Himmel auf ihren Mann und ihre Tochter hinabblicken und jeden ihrer Tage ohne sie miterleben. Dabei muss sie mitansehen, wie sie ihr Leben ohne sie weiterleben.

Es ist einfach unglaublich traurig zu lesen, wie Rachel versucht selbst damit klar zu kommen, wie ihr Mann und ihre Tochter versuchen ohne sie klar zu kommen und ihren Tod verarbeiten. Dabei wird Rachel vor die Herausforderung gestellt, selbst zu akzeptieren, dass das Leben ihrer Familie weitergeht.
Der Roman ist einfach mit so viel Liebe und Gefühl geschrieben, das es gar nicht möglich ist, beim Lesen nicht zu weinen. Die Trauer sowohl von Rachels Mann und ihrer Tochter als auch von Rachel selbst ist so unglaublich emotional und intensiv dargestellt, dass sie auf jeder Seite greifbar ist.
Die Autorin schafft es dabei dem Leser selbst einen Spiegel vor die Nase zu halten, indem der Leser dazu angehalten wird, sich selbst zu fragen: "Wie würde ich mich in Rachels Situation fühlen? Würde ich damit klar kommen, dass das Leben ohne mich weitergeht?" Ein Roman, den ich so noch nie gelesen habe. Viele beschäftigen sich mit den Gefühlen der Menschen, die jemanden verloren haben. Doch dieser beschäftigt sich mit den Gefühlen der Verstorbenen selbst und dem Leben nach dem Tod.
Dementsprechend bleibt der Roman noch lange nach der letzten Seite präsent, sodass man etwas Zeit braucht um auch als Leser das Dargestellte zu verarbeiten.