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Veröffentlicht am 04.11.2020

anders als erwartet – aber gerade das hat mir gut gefallen

Liebe wird aus Mut gemacht
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Inhalt
Nina wird nach ihrer Krebserkrankung endlich aus dem Krankenhaus entlassen. Sie kann endlich ihr Leben leben und genießen. Doch Nina hat Angst vor einem Rückfall und traut ihrem Körper nicht. Daher ...

Inhalt
Nina wird nach ihrer Krebserkrankung endlich aus dem Krankenhaus entlassen. Sie kann endlich ihr Leben leben und genießen. Doch Nina hat Angst vor einem Rückfall und traut ihrem Körper nicht. Daher packt sie ihre Kisten noch nicht aus, verbietet sich, sich zu sehr einzuleben und will sich auch auf keinen Fall verlieben. Doch dann trifft sie auf Erik, der alles verändert...

Meine Meinung
Ich muss sagen, dass ich zum einen nicht mit allzu großen Erwartungen an dieses Buch herangegangen bin und zum anderen, dass ich irgendwie etwas anderes erwartet hatte. Deshalb bin ich positiv überrascht von dem Buch und es konnte mich von sich überzeugen.

Die Handlung beginnt mit Ninas Entlassung aus dem Krankenhaus. Wir lernen Nina kennen und erfahren nach und nach mehr über sie und ihre Geschichte. Abwechselnd von Kapitel zu Kapitel wird die Geschichte aus der Gegenwart und der Vergangenheit erzählt, wo wir erfahren, wie Nina von ihrer Krankheit erfahren hat und, wie ihr Krankheitsverlauf samt Chemo-Therapien usw ausgesehen hat. Das hat einem die Geschichte sehr nahe gebracht und sie auch sehr spannend gemacht, weil man immer mehr wissen wollte und neugierig war, wie es Nina geht, was sie alles durchgemacht hat und wie sie damit umgegangen ist.
Außerdem erfährt man auch immer mehr, wie ihre Freunde und Familie mit Ninas Krankheit umgehen und, was das mit ihnen gemacht hat.
Das alles fand ich sehr spannend und interessant. Als dann Erik noch ins Spiel kam, war natürlich die Neugier geweckt, wie die Geschichte ausgehen wird.

Besonders toll fand ich aber auch den Schreibstil der Autorin. Nicht nur, dass sich das Buch einfach und flüssig lesen ließ, sondern vor allem der Humor, mit dem die Autorin die Geschichte erzählt, fand ich einfach nur klasse. Nina ist einfach eine einzigartige Protagonistin mit einem tollen Sinn für Humor (auch Galgenhumor), was die ganze Krankheit und ihre Situation irgendwie leichter wirken lässt. Sie zaubert einem in den schlimmsten Situationen ein Lächeln ins Gesicht, wobei aber der ernst der Lage nie in den Hintergrund gerät, sondern sogar teilweise noch deutlicher hervor tritt. Die Mischung hat mir hier wirklich gut gefallen und ich habe es geliebt, das Buch zu lesen.
Was man hier aber nicht erwarten sollte, sind große Emotionen und Gefühle, die gerade bei einem solchen Thema eigentlich zu erwarten wären. Ich persönlich fand das tatsächlich gar nicht so schlecht, weil das Thema hier einfach mal anders aufbereitet wurde und ihm eine Leichtigkeit verliehen hat, sodass man nicht mit einem bedrückenden Gefühl daraus hervorgegangen ist – und das obwohl die Ernsthaftigkeit der Krankheit in keinster Weise beschönigt wurde (ganz im Gegenteil, es wurde tatsächlich nur allzu deutlich, was die Erkrankung und Chemo-Therapien mit dem Körper und Geist machen).
Die Autorin schafft es einfach, einem das Thema mit all seinen Facetten auf eine ganz andere Art und Weise näher zu bringen, was mir einfach sehr gut gefallen hat.

Die Protagonisten des Buches sind mir alle samt ans Herz gewachsen. Besonders Nina als Hauptfigur fand ich einfach nur toll. Ihre Denkweise, ihre Schlagfertigkeit, ihre Ansichten und vor allem ihr Humor, aber auch ihre Ernsthaftigkeit lassen sie so lebendig und authentisch wirken, dass ich mich gut in sie hineinversetzen und mit ihr mitfiebern und mitfühlen konnte.

Insgesamt ein wirklich tolles Buch, mit einer tollen Protagonistin und einem ersten Thema, das aber wunderbar aufbereitet wurde.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.11.2020

berührend, emotional und spannend

Making Faces
4

Klappentext
Seit sie denken kann, ist Fern Taylor in Ambrose Young verliebt. Ambrose, der überall beliebt ist und so schön, dass ein unscheinbares Mädchen wie Fern niemals auch nur auf die Idee gekommen ...

Klappentext
Seit sie denken kann, ist Fern Taylor in Ambrose Young verliebt. Ambrose, der überall beliebt ist und so schön, dass ein unscheinbares Mädchen wie Fern niemals auch nur auf die Idee gekommen wäre, bei ihm eine Chance zu haben. Ihre Freizeit verbringt sie mit ihrem besten Freund Bailey, der an den Rollstuhl gefesselt ist, aber dennoch das Leben mit jeder Faser aufsaugen will. Eigentlich schien es ganz klar, was die Zukunft für sie bereithält. Bis zu dem Moment, als Ambrose Fern endlich »sieht«, aber so zerbrochen ist, dass sie nicht weiß, ob ihre Liebe genug sein wird ...

Meine Meinung
Mich konnte das Buch trotz eines kleineren Kritikpunktes, der aber im Gesamtbild des Buches für mich persönlich eigentlich keine Rolle mehr spielte, komplett überzeugen.

Die Handlung beginnt schon sehr interessant und weckte bei mir die Neugier auf den Fortgang der Geschichte. Mit Rückblicken in die Vergangenheit von Fern und Ambrose wird hier Ferns Geschichte erzählt. Doch die Geschichte ist noch so viel mehr als das. Wir erleben hier zwar, dass Fern in Ambrose verliebt ist, doch ebenso, ihre Freundschaft zu Bailey und Rita sowie deren einzelne Geschichten und Schicksale und wie diese Ferns Leben tangieren. Das klingt zwar nach einer sehr komplexen Geschichte, was sie auch irgendwie ist, aber die Autorin schafft es mit so viel Liebe, ein so tolles Gesamtbild zu erzeugen, dass einfach alles zusammen passt und auch wichtig für die Geschichte ist.
Die Handlung überzeugt durch viel Einfühlungsvermögen, wunderschönen Szenen, berührenden Momenten und auch spannenden Elementen, die mich an die Geschichte fesseln konnten.

Fern und Ambrose fand ich einfach nur toll. Ich habe sie direkt in mein Herz geschlossen, genauso wie Bailey. Sie hatten eine tolle Dynamik und haben wunderbar miteinander harmoniert.
Generell fand ich, dass die Figuren sehr detailliert dargestellt wurden und ihnen richtig Leben eingehaucht wurden. Sie wirkten so lebendig, dass man das Gefühl hatte, ihnen tatsächlich schon einmal begegnet zu sein. Dadurch konnte ich wunderbar mit ihnen mitfiebern, mich in sie einfühlen und in sie hineinversetzen.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig gehalten, sodass ich gut voran gekommen bin. Besonders schön fand ich aber auch die Aufmachung des Buches. Ich mochte die Kapitelüberschriften, denen noch eine besondere Bedeutung zukommt, wie sich im Laufe der Geschichte herausgestellt hat. Außerdem fand ich die Rückblicke wirklich gelungen. Sie haben einem besseren Verständnis der Figuren gedient und eine Parallele in die Gegenwart geschlagen, was mir sehr gut gefallen hat.
Auch die eingeschobenen Zitate und Gedichte fand ich einfach nur wunderschön und haben der Geschichte etwas besonderes verliehen.
Die Atmosphäre fand ich sehr ruhig und berührend. Das Kleinstadt-Feeling ist gut rüber gekommen und auch die Spur Tragik, die der Geschichte anhaftete, wurde wunderbar transportiert. Auch die Gefühle und Emotionen wurden greifbar gemacht, sodass mich die Geschichte berühren und emotional mitreißen konnte.
Ein kleiner Kritikpunkt meinerseits ist lediglich, dass im Laufe der Geschichte viele Zeitsprünge und Perspektivwechsel vorgenommen wurden und ich diese zunächst gar nicht so wahrnehmen konnte. Diese wurden teilweise nicht eingeleitet oder durch Absätze kenntlich gemacht, sodass bei einem Szenenwechsel erst nach und nach klar wurde, dass hier etwas Zeit vergangen sein musst. Das hat manchmal den Lesefluss etwas gestört.

Mir hat das Buch also sehr gut gefallen. Es konnte mich berühren, mitreißen und hatte auch spannende Elemente. Das Gesamtpaket hat hier also einfach gestimmt, sodass mich das Buch überzeugen konnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 22.10.2020

lustig und unterhaltsam – wunderbar für Zwischendurch

Zimt und weg
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Inhalt
Victoria, 15 Jahre alt, hat es wahrlich nicht leicht. Von einem auf den anderen Moment springt sie in eine Art Parallelwelt. Sobald sie den Zimtgeruch riecht, weiß sie, dass es wieder passieren ...

Inhalt
Victoria, 15 Jahre alt, hat es wahrlich nicht leicht. Von einem auf den anderen Moment springt sie in eine Art Parallelwelt. Sobald sie den Zimtgeruch riecht, weiß sie, dass es wieder passieren wird. Das alles wäre ja noch recht interessant, doch während sie sich in der Parallelwelt befindet, nimmt ihr anderes Ich, Tori, ihren Platz bei sich zu Hause ein. Während Vicky also Toris Platz einnimmt, stellt Tori Vicky Welt gehörig auf den Kopf...

Meine Meinung
Eine lockere und leichte Geschichte, die gute Laune macht, mich gut unterhalten hat und einfach perfekt für Zwischendurch ist. Natürlich richtet sich die Geschichte eher an jüngere LeserInnen, weswegen man auch nichts hochtrabendes erwarten kann, dennoch konnte mich die Geschichte unter den Gesichtspunkten überzeugen.

Die Handlung ist sehr unterhaltsam und versprüht eine Leichtigkeit, die einfach Spaß beim Hören gemacht hat. Vicky sorgt durch ihre Gedankengänge für eine ordentliche Portion Humor, die die Leichtigkeit der Geschichte noch einmal untermauert.
Trotz der ganzen Leichtigkeit ist die Geschichte aber auch spannend und fesselnd. Die Reise in die Parallelwelten und, was es damit auf sich hat, ist fesselnd und sehr geheimnisvoll. Das hat die Neugier geweckt und ich wollte wissen, was es damit auf sich hat. Dementsprechend konnte mich die Geschichte auch wirklich packen und mitreißen.
Trotzdem hat die Geschichte für meinen Geschmack noch Luft nach oben, da ich das Gefühl hatte, das es jetzt erst so richtig los geht. Vieles blieb noch unbeantwortet und man wurde so ein bisschen in der Schwebe gehalten, deshalb denke ich, dass die Nachfolgebände noch einen drauf setzen werden.

Vicky finde ich einfach nur herrlich. Sie hat eine tolle Art und war mir direkt sympathisch. Auch ihre beste Freundin konnte mich überzeugen. Ich mochte es, wie sie Vicky immer unterstützt hat und ihr bei ihren Reisen geholfen hat. Die zwei sind ein tolles Duo und ich bin schon gespannt, wie es mit ihnen weiter gehen wird.
Besonders spannend fand ich natürlich zu sehen, wie die Protagonisten so in der Parallelwelt sind. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht, das zusammen mit Vicky herauszufinden.

Dem Hörbuch konnte ich sehr gut folgen und die Handlung auch gut nachvollziehen. Die Sprecherin hat es geschafft, Vickys Gefühle gut rüber zu bringen und einen in wunderbar in die Geschichte eintauchen lassen. Sie hat außerdem den Witz und Charme der Geschichte gut transportiert, sodass ich beim Hören ein gutes Gefühl hatte und wunderbar mit Vicky mit fiebern konnte.

Insgesamt ein toller Auftakt der Reihe, der mich überzeugen konnte und perfekt für Zwischendurch ist, wenn man mal was lockeres und leichtes braucht.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.10.2020

das neue Meisterwerk von Sebastian Fitzek

Der Heimweg
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Inhalt
Jules Tannberg übernimmt für einen Freund eine Schicht am Begleittelefon. Es handelt sich dabei, um einen Telefonservice, den Frauen, die im Dunkeln alleine auf dem Weg nach Hause sind und dabei ...

Inhalt
Jules Tannberg übernimmt für einen Freund eine Schicht am Begleittelefon. Es handelt sich dabei, um einen Telefonservice, den Frauen, die im Dunkeln alleine auf dem Weg nach Hause sind und dabei Angst haben, nutzen können, um sich nicht alleine zu fühlen und jemanden dabei zu haben, der im Notfall Hilfe rufen kann. Gefährliche Situationen sind dabei eher die Seltenheit, bis Jules Klara am Apparat hat. Sie erzählt ihm, dass ein Mann ihren Todestag mit Blut an die Wand geschrieben hat – und dieser Tag beginnt in wenigen Stunden...

Meine Meinung
Und wieder mal ein Meisterwerk von Sebastian Fitzek. Ich habe das Buch einfach nur verschlungen – auch wenn ich dafür eine Nachtschicht einlegen musste, aber ich musste einfach wissen, wie es ausgehen wird.

Die Handlung beginnt schon sehr spannend und interessant und wird im weiteren Verlauf immer spannender. Sie nimmt nach und nach an Tempo zu und konnte mich bis zum Ende fesseln. Sie ist sehr geheimnisvoll und mysteriös, wirft viele Fragen auf und blieb bis zum fulminanten Ende undurchsichtig, sodass ich keine Ahnung hatte, wie sich das Ganze auflösen könnte. Auch unerwartete Wendungen und ein kleiner-großer Gruselfaktor können hier überzeugen und sorgen für das i-Tüpfelchen in Sachen Thrill.
Auch dieses Buch ist wieder nichts für schwache Nerven. Die Darstellungen von Gewalt in den verschiedensten Formen werden so gut dargestellt, dass ich zwischendurch einmal tief durchatmen musste. Es hat mich wirklich schockiert und ergriffen, was hier so alles thematisiert wurde.
Das Thema des Buches hat mir sehr gut gefallen. Ich möchte nicht verraten, worum es genau geht, da es zu viel verraten könnte.

Die Protagonisten fand ich ebenfalls sehr spannend. Nach und nach hat man mehr über sie erfahren, was zur Spannung beigetragen hat und die Geschichte immer interessanter werden ließ. Karla und Jules hatten eine tolle Dynamik und ich konnte wunderbar mit ihnen mitfiebern.
Auch die übrigen Protagonisten sind mal wieder perfekt für die Handlung gewesen. Mit nur wenigen Worten und Beschreibungen schafft es Fitzek, einem ein umfassendes Gefühl zu einer Person zu bescheren, sodass man das Gefühl hat, dass man die Person vor sich hat.

Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Jules und Karla geschrieben. Die meisten Passagen spielten in der Gegenwart, es gab aber auch Rückblicke in die Vergangenheit, wenn Karla Jules (oder umgekehrt) von sich erzählt hat.
Der Schreibstil ist, wie nicht anders zu erwarten, einfach und flüssig gehalten, sodass ich gut voran gekommen bin. Der Autor schafft es einfach wieder, eine unfassbar spannungsgeladene und gruselige Stimmung zu erzeugen, dass man danach am liebsten nie wieder das Haus verlassen möchte. Er schafft es, die Ängste der Protagonisten auf den Leser zu übertragen, wie kein anderer.
Ich konnte gut mit den Protagonisten mitfühlen und mitfiebern, sowie in die Geschichte eintauchen und mich von ihr fesseln lassen.

Wie in jedem Jahr ist auch dieses Jahr der neue Psychothriller von Sebastian Fitzek ein absolutes Jahreshighlight und sorgt für eine ordentliche Portion Spannung und Grusel so kurz vor Halloween.

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Veröffentlicht am 21.10.2020

hat mich leider enttäuscht

Rat der Neun - Gezeichnet
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Inhalt
Nachdem Akos und sein Bruder von dem Herrscher Ryzek entführt wurden, wachsen sie in einer brutalen Umgebung auf. Akos' Bruder soll Ryzek zu einem ganz bestimmten Zweck dienen und für Akos hat er ...

Inhalt
Nachdem Akos und sein Bruder von dem Herrscher Ryzek entführt wurden, wachsen sie in einer brutalen Umgebung auf. Akos' Bruder soll Ryzek zu einem ganz bestimmten Zweck dienen und für Akos hat er noch anderweitig Verwendung.
Gleichzeitig kämpft Cyra, Ryzeks Schwester mit ihrer Gabe: Cyra kann anderen Menschen mit einer Berührung Schmerzen zufügen, die sie dann sogar umbringen können. Doch Cyra verursacht ihre Gabe ebenfalls Schmerzen. Als Ryzek herausfindet, dass Akos ihr die Schmerzen nehmen kann, stellt er ihn an ihre Seite. Akos zielt es jedoch, seinen Bruder zu retten und er rechnet nicht damit, dass ihm Cyra helfen wird...

Meine Meinung
Leider muss ich sagen, dass mich das Buch etwas enttäuscht hat. Die Geschichte blieb für mich undurchsichtig und die Protagonisten unnahbar. Vielleicht waren meine Erwartungen etwas zu hoch gesteckt, nichtsdestotrotz konnte ich der Geschichte nicht folgen und habe sie teilweise auch gar nicht verstanden.

Die Handlung beginnt anfangs schon so verwirrend. Dass sie in einer anderen Welt, bzw einer Welt, die anders ist als unsere spielt, war sofort klar. Jedoch konnte ich mir diese überhaupt nicht vorstellen. Es wird nicht viel darüber gesagt, wie man sich diese Welt vorstellen soll, wie die dortigen Strukturen sind oder zu welcher Zeit die Geschichte spielt. Es wurden einem so ein paar Häppchen genannt, damit man zumindest grob weiß, wie man sich das vorzustellen hat, aber es hat leider lange nicht gereicht, damit ich mich in diese Welt hineindenken konnte und diese verstehen konnte. Noch dazu kamen die Namen der Protagonisten, der Orte, Gegenstände usw, die ich nicht aussprechen konnte und demnach ständig darüber gestolpert bin beim Lesen. Alles in allem konnte ich somit überhaupt kein Bezug zu der Geschichte, den Protagonisten und dieser Welt aufbauen, sodass es mir dadurch nicht viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen und ich auch mit dem Gedanken gespielt habe, es abzubrechen.
Ich habe aber weitergelesen, weil es Aspekte in der Handlung gab, die Spannung erzeugt und meine Neugier geweckt hatten. In der Hinsicht konnte mich das Buch dann doch fesseln, weswegen ich mich beim Lesen dann doch eher auf die Handlung fokussiert habe, als meine Vorstellungskraft zu bemühen. So richtig mitreißen konnte es mich dann aber doch nicht, weil ich eben keinen Bezug zu der Geschichte aufbauen konnte.

Die Protagonisten blieben für meinen Geschmack leider etwas oberflächlich und blass. Ich konnte keine Verbindung zu ihnen aufbauen und teilweise auch deren Handlungsabsichten und Denkweisen nicht nachvollziehen. Da das Buch aus der dritten Person geschrieben ist, gab es auch kaum Innenansichten der Protagonisten, sodass auch deren Gefühlswelt ein Geheimnis blieb. Ich konnte mich demnach weder in sie hineinversetzen, noch einfühlen.
Die Charaktere und deren Schicksale, um die es hier auch geht, fand ich zwar schon interessant und auch die Idee mit den Schicksalen und den damit einhergehenden Fähigkeiten haben mir gut gefallen. Nur leider blieb es eben sehr oberflächlich und unnahbar.

Wenn man mal von den schwierigen Wörtern absieht, ließ sich das Buch leicht lesen, sodass ich gut vorangekommen bin. Leider habe ich das Worldbuilding nicht verstehen können und eigentlich auch keine Ahnung, in was für einem Setting die Geschichte spielt, sodass ich nicht in die Geschichte eintauchen konnte. Daher blieb für mich auch die Atmosphäre etwas auf der Strecke.

Insgesamt war das Buch also leider nicht meins. Ich konnte leider nicht in die Geschichte eintauchen und mit den Protagonisten mitfiebern. Dadurch, dass es aber spannende Elemente gab, die mich auch ein stückweit fesseln konnten, vergebe ich noch zwei Sterne.

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