Leider eine Enttäuschung
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Griffin und die Band sind erfolgreicher denn je. Auch mit Anna läuft es wunderbar. Doch Griffin möchte auch einmal der große Star auf der Bühne sein und nicht nur im Hintergrund als Bassist spielen. ...
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Griffin und die Band sind erfolgreicher denn je. Auch mit Anna läuft es wunderbar. Doch Griffin möchte auch einmal der große Star auf der Bühne sein und nicht nur im Hintergrund als Bassist spielen. Daher trifft er eine folgenschwere Entscheidung…
Meine Meinung
Nachdem mir die Thoughtless-Reihe richtig gut gefallen hatte, war ich schon gespannt auf diesen Band aus Griffins Perspektive. Doch leider hat er mich fast komplett enttäuscht.
Ich habe Griffin schon immer als interessante Figur empfunden, wenn man ihn aus Kieras Perspektive erlebt hatte. Ich dachte hinter seiner Macho-Art, der komische Witze reißt und nur auf das eine fixiert ist, steckt viel mehr und, dass er diese übertriebene Art nur nach außen hin trägt und irgendwie scherzhaft meint. Er kam da für mich eher witzig und irgendwie liebenswert rüber. Zumindest hatte ich das so immer empfunden.
Daher konnte ich es fast schon nicht glauben, dass er sich nicht nur so gibt, sondern tatsächlich so ist. Er denkt nämlich auf die gleiche Art und Weise, wie er immer redet. Er meint, er wäre der Größte überhaupt und ist unfassbar selbstverliebt. Irgendwie hatte er eine richtig gestörte Selbstwahrnehmung. Mir ging dieses Gehabe tierisch auf die Nerven. Es war einfach zu viel von allem. Teilweise habe ich mich sogar richtig für ihn fremdgeschämt, weswegen ich einfach nicht verstehen konnte, was Anna an ihm findet. Normal hoffe ich ja immer, dass es sich bei Problemen für die Hauptfigur irgendwie noch zum Guten wendet. Hier habe ich die ganze Zeit gehofft, dass Griffin so richtig auf die Nase fällt. Durch die ersten Seiten musste ich mich daher auch wirklich durchquälen. Ab der zweiten Hälfte des Buches wurde es dann ein bisschen besser.
Die Handlung konnte das Ganze aber tatsächlich noch auffangen. Es hat zwar ein bisschen gedauert, bis das Ganze in Gang kam und zu dem eigentlich Thema kam, wurde das Buch auch spannend und konnte mich fesseln. Nichtsdestotrotz war es an einigen Stellen vorhersehbar, sodass es mit keiner großen Überraschung kommen konnte. Trotzdem konnte mich der Handlungsverlauf bis zum Ende hin überzeugen.
Überzeugen konnten mich auch die Einblicke, die man in die Musikbranche erhält. Es wird deutlich, wie hart es dort zugeht und, dass Künstler es nicht einfach haben. Das hat mir gut gefallen und es hat das ganze abwechslungsreich gemacht.
Schön fand ich auch zu sehen, wie es den ganzen anderen Figuren aus der Reihe in der letzten Zeit ergangen ist und, wie sie ihr Leben leben.
Der Schreibstil ist einfach und flüssig gehalten. Man ist gut im Buch vorangekommen und hat auch ein bisschen etwas von der Stimmung des Buches mitbekommen. Man merkte die Spannungen und Ängste, die in der Luft lagen. Berühren konnte es mich leider nicht, dafür stand ich in einem zu großen Zwiespalt mit Griffin als Hauptfigur.
Insgesamt konnte der Handlungsverlauf für mich einiges rausreißen, aber weil ich einfach mit der Hauptfigur nicht warm wurde, konnte das Buch mich nicht überzeugen.