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Veröffentlicht am 20.06.2018

Tolle und düstere Fortsetzung

Young Elites (Band 2) - Das Bündnis der Rosen
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Klappentext
Adelina hat nur ein Ziel vor Augen: Rache. An der Inquisition, den weißen Soldaten, die sie beinahe getötet hätten, und an der Gemeinschaft der Dolche, von der sie verraten und verstoßen wurde. ...

Klappentext
Adelina hat nur ein Ziel vor Augen: Rache. An der Inquisition, den weißen Soldaten, die sie beinahe getötet hätten, und an der Gemeinschaft der Dolche, von der sie verraten und verstoßen wurde. Unter dem Namen Weiße Wölfin sucht sie gemeinsam mit ihrer Schwester nach weiteren Begabten, um ein eigenes Bündnis zu schließen. Mit dessen Hilfe wollen sie der grausamen Verfolgung durch die Inquisition für immer ein Ende bereiten. Aber Adelina ist alles andere als eine Heldin. Ihre finsteren Kräfte entgleiten mehr und mehr ihrer Kontrolle. Verzweifelt kämpft sie gegen diese innere Dunkelheit an – und droht den Kampf zu verlieren.

Meine Meinung
Auch dieses Buch konnte mich wieder insbesondere aufgrund der Hauptfigur des Buches überzeugen.

Adelinas Charakter wird von Finsternis geprägt, was auch ihre Handlungen beeinflusst. Hier in diesem Band wird die Veränderung, die sie in Band 1 durchgemacht noch einmal richtig deutlich. Die vermeintliche Heldin des Buches scheint eher dem Bösen zugewandt zu sein, als dem Guten. Sie versucht alles irgendwie so zu rechtfertigen, dass es eben so klingt, als würde sie etwas Gutes tun, doch als Leser merkt man, dass sie eher „die Böse“ in dem Buch darstellt. Das hat mich gleichzeitig überrascht (da ich ein Buch aus der Perspektive des Gegners noch nicht gelesen habe) und fasziniert, da es wirklich spannend war, ein Buch mal aus dieser Perspektive zu lesen. Vor allem fand ich es spannend, Adelinas Gedankenkrieg zu verfolgen. Dieser hat auch einen auch als Leser zwiegespalten. Einerseits hofft man mit ihr, dass sie ihre Ziele erreicht, aber andererseits ist man dem auch abgeneigt, da man genau merkt, dass die Mittel, zu denen sie greift, durchweg böse sind. Sie ist einfach ein durch und durch interessanter Charakter, der das Buch prägt und interessant macht.

Die Handlung ist von der ersten Seite an wieder sehr fesselnd. Das Buch setzt genau da an, wo Band 1 aufgehört hatte. Es passiert sehr viel (auch viele überraschende Wendungen), sodass es nie langweilig wird. Genauso wie Band 1 ist auch die Handlung in diesem Band sehr von Action, Brutalität und Düsternis geprägt. Es ist also nichts für schwache Nerven. Ansonsten wird die Handlung auch sehr nachvollziehbar dargestellt. Insbesondere Adelinas Entscheidungen sowie die Art und Weise wie sie handelt, sind aufgrund ihrer Gedanken, die in der Ich-Perspektive dargestellt werden, sehr verständlich dargestellt, obwohl man diese teilweise nicht gutheißt bzw. von einer vermeintlichen Heldin in einem Buch etwas anderes erwartet.

Der Schreibstil ist flüssig und einfach gehalten. Man kann der Handlung sehr gut folgen und auch die düstere Stimmung des Buches wird sehr gut zum Leser transportiert. Gut hat mir auch hier wieder gefallen, dass einzelne Kapitel auch aus der Perspektive von Raffaele usw. geschrieben sind. Dadurch weiß man stets, was die Dolche oder die Inquisition plant und bekommt so einen Rundumblick, der die Geschichte noch spannender macht.

Insgesamt also ein toller zweiter Band, mit einem wahnsinnig spannend Ende, das Lust auf Band 3 macht.

Veröffentlicht am 18.06.2018

Toller Auftakt der neuen Reihe

Lady Midnight
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Klappentext
Niemals wird sie den Tag vergessen, an dem ihre Eltern starben. Die 17-jährige Emma Carstairs war noch ein Kind, als sie damals ermordet wurden, und es herrschte Krieg. Die Wesen der Unterwelt ...

Klappentext
Niemals wird sie den Tag vergessen, an dem ihre Eltern starben. Die 17-jährige Emma Carstairs war noch ein Kind, als sie damals ermordet wurden, und es herrschte Krieg. Die Wesen der Unterwelt kämpften bis aufs Blut gegeneinander, und die Schattenjäger, die Erzfeinde der Dämonen, wurden fast völlig ausgelöscht. Aber Emma glaubt bis heute nicht, dass ihre Eltern Opfer dieses dunklen Krieges wurden, sondern dass sie aus einem anderen rätselhaften Grund sterben mussten. Inzwischen sind fünf Jahre vergangen, und Emma hat Zuflucht im Institut der Schattenjäger in Los Angeles gefunden. Eine mysteriöse Mordserie sorgt für große Unruhe in der Unterwelt. Immer wieder werden Leichen gefunden, übersät mit alten Schriftzeichen, ähnliche Zeichen wie sie auch auf den Körpern von Emmas Eltern entdeckt worden waren. Emma muss dieser Spur nachgehen, selbst wenn sie dafür ihren engsten Vertrauten und Seelenverwandten Julian Blackthorn in große Gefahr bringt.

Meine Meinung
Nachdem ich von dem vierten Band der „Chroniken der Unterwelten“ überhaupt nicht begeistert war und deswegen auch nicht die beiden darauffolgenden Bände gelesen habe, war ich natürlich auch bei dieser neuen Reihe etwas skeptisch. Letztlich hatte aber die Neugier gesiegt und ich habe es – glücklicherweise – doch gelesen.

Man wird langsam an die Handlung und das Geschehen heran geführt, sodass man den Rahmen auch verstehen konnte, wenn man die eben die letzten Bände von „Chroniken der Unterwelt“ nicht kannte. Das fand ich gut, da es mir so sehr leicht gefallen ist, mich in der Geschichte zurecht zu finden.

Von Seite zu Seite wurde das Buch auch immer spannender und fesselnder. Ich hatte zuerst auch ein bisschen Angst, dass es irgendwie langatmig werden könnte, da es doch sehr viele Seiten hat. Aber das ist überhaupt nicht der Fall gewesen. Es passiert viel auf den Seiten und es gab auch viele Überraschungen.
Was mir aber auch besonders gut gefallen hatte, war, dass eben nicht auf jeder Seite nur Action war, sondern es auch viele ruhige Momente gab, die geprägt waren, von Freundschaft, dem Zusammenhalt in der Familie, und Liebe. Da ging es dann eher ein bisschen ruhiger und gefühlvoller zu, was aber trotzdem fesselnd und schön war.
Dementsprechend gab es auch viele Probleme, die in dem Buch behandelt wurden. Neben der Suche nach dem Mörder, waren es eben auch familiäre Probleme die thematisiert wurden, oder eben die Sache mit den Parabatai. Das fand ich wirklich gut, da das Buch so eben immer spannend blieb und viele Fragen offen waren, die man beantwortet haben möchte.

Emma ist eine tolle Heldin in dem Buch. Man kannte sie scheinbar schon aus „Chroniken der Unterwelt“, wobei ich es jetzt nicht schlimm fand, dass ich sie jetzt erst kennen gelernt habe. Ihre Handlungen und ihre Denkweise sind geprägt von dem Verlust ihrer Eltern und ihrem Streben nach Rache an dem Mörder. Sie ist dickköpfig, stur und zielgerichtet, was sie sehr stark macht und die Handlung gut voran bringt. Im Umgang mit den anderen Charakteren ist sie liebevoll und bemüht, das richtige zu tun und zu sagen. Das alles macht sie für einen sehr sympathisch und man kann sich gut in sie einfühlen und mit ihr mitfiebern.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig. Es gibt viele actionreiche Szenen, aber auch sehr viele emotionale und gefühlvolle Momente, die auch wunderbar zum Leser transportiert wurden, sodass man sehr gut in die Geschichte eintauchen konnte.
Das Buch ist in der dritten Person geschrieben, wobei größtenteils aus Emmas Perspektive berichtet wurde. Allerdings wechselte die Perspektive fließend auch mal während eines Abschnittes zu einer anderen Person (Julian, Kit, Christina usw.). Das war zuerst etwas verwirrend, da man etwas gebraucht hatte, um zu verstehen um wen es jetzt gerade geht, aber das legte sich dann auch nach den ersten Sätzen. Letztendlich hat mir auch das gut gefallen, da man so einen guten Rundumblick über die Absichten und Gefühle der Figuren bekommen hatte und trotzdem nie das Gefühl hatte, das etwas vorweg genommen wurde.

Besonders toll fand ich natürlich auch, dass man viel über Clary, Jace und Co. erfahren hat. Es sind scheinbar ein paar Jahre vergangen, sodass die Figuren aus „Chroniken der Unterwelt“ nun hier ein bisschen älter sind. Mir hat es aber wirklich gut gefallen zu sehen, wie sie sich entwickelt haben, was sie so machen und wie sie leben usw.

Insgesamt also ein fantastischer Auftakt der neuen Trilogie.

Veröffentlicht am 11.06.2018

düster, spannend, fesselnd

Young Elites (Band 1) - Die Gemeinschaft der Dolche
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Klappentext
Über Nacht verfärbten sich Adelinas wunderschöne schwarze Haare plötzlich silbern. Seit sie das mysteriöse Blutfieber überlebte, ist die Tochter eines reichen Kaufmanns gezeichnet und von der ...

Klappentext
Über Nacht verfärbten sich Adelinas wunderschöne schwarze Haare plötzlich silbern. Seit sie das mysteriöse Blutfieber überlebte, ist die Tochter eines reichen Kaufmanns gezeichnet und von der Gesellschaft verstoßen. Aber die Krankheit hat ihr nicht nur eine strahlende Zukunft genommen, sondern auch übernatürliche Kräfte verliehen. Und Adelina ist nicht die Einzige. Die Gemeinschaft der Dolche wird vom König gejagt und gefürchtet, denn mit ihren unerklärlichen Fähigkeiten sind sie imstande, ihn vom Thron zu stürzen. Doch dazu benötigen sie Adelinas Hilfe ...

Meine Meinung
Mir hat das Buch gut gefallen, obwohl es doch ein bisschen anders war, als ich zuerst gedacht hatte.

Die Handlung hatte einen tollen Verlauf. Sie beginnt mit einem Blick in die Vergangenheit von Adelina, damit man erfährt, worum es eigentlich geht und wie sie zu einem Malfetto geworden ist. Schon da fand ich die Darstellungsweise bzw. die Geschehnisse selbst sehr düster und brutal – was natürlich auch abschreckend wirken kann. Der weitere Verlauf ist sehr spannend und fesselnd gehalten. Man taucht nach und nach in die Geschichte ein und fiebert mit Adelina mit. Die Spannung wird stets aufrecht gehalten, da immer irgendetwas Neues passiert und die Gefahr, in der Adelina und die anderen Malfettos schweben, stets gegenwärtig und greifbar ist. Gut hat mir auch gefallen, dass der Handlungsverlauf sich anders entwickelt hat, als ich zunächst gedacht habe. Es passierten viele überraschende Dinge und es gab zahlreiche unerwartete Wendungen.

Adelina ist eine starke Persönlichkeit und durchweg von Dunkelheit geprägt. Das macht das Buch auch gerade so interessant. Sie ist eben nicht die Heldin, wie sie im Buche steht, sondern ganz im Gegenteil. Sie handelt impulsiv und lässt sich häufig von ihrer Dunkelheit leiten. Da der größte Teil des Buches aus ihrer Sicht geschrieben ist, weiß man ständig was in ihr vorgeht und kennt ihre düsteren Gedanken. Ich konnte mich deswegen zwar nicht mit ihr identifizieren und mich nicht in sie hineinversetzen, aber, da alles sehr nachvollziehbar und gut dargestellt wurde, konnte man ihr gut folgen und mit ihr mit fiebern.

Der Schreibstil war flüssig und einfach gehalten, sodass man gut vorangekommen ist. Die düstere Stimmung, die das Buch einfach prägt sowie die Gefühle von Adelina wurden einem gut und anschaulich vermittelt, weswegen man sehr gut in die Geschichte eintauchen konnte. Teilweise sind Kapitel auch aus der Perspektive von anderen Figuren geschrieben. Dadurch erfährt man die einen oder anderen Dinge, die Adelina nicht weiß, was das Buch für einen selbst als Leser noch fesselnder gemacht hat.

Insgesamt also ein sehr düsteres und brutales Buch, was aber sehr spannend und fesselnd ist. Ich freue mich schon auf die nächsten beiden Bände.

Veröffentlicht am 08.06.2018

Ein schwieriges Thema wunderbar näher gebracht

Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken
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Klappentext
Die 16-jährige Aza Holmes hatte ganz sicher nicht vor, sich an der Suche nach dem verschwundenen Milliardär Russell Pickett zu beteiligen. Sie hat genug mit ihren eigenen Sorgen und Ängsten ...

Klappentext
Die 16-jährige Aza Holmes hatte ganz sicher nicht vor, sich an der Suche nach dem verschwundenen Milliardär Russell Pickett zu beteiligen. Sie hat genug mit ihren eigenen Sorgen und Ängsten zu kämpfen, die ihre Gedankenwelt zwanghaft beherrschen. Doch als eine Hunderttausend-Dollar-Belohnung auf dem Spiel steht und ihre furchtlose beste Freundin Daisy es kaum erwarten kann, das Geheimnis um Pickett aufzuklären, macht Aza mit. Sie versucht Mut zu beweisen und überwindet durch Daisy nicht nur kleine Hindernisse, sondern auch große Gegensätze, die sie von anderen Menschen trennen. Für Aza wird es ein großes Abenteuer und eine Reise ins Zentrum ihrer Gedankenspirale, der sie zu entkommen versucht.

Meine Meinung
Und wieder hat John Green es geschafft, einem ein schwieriges und trauriges Thema näher zu bringen und einem dazu die Augen zu öffnen.

Die Handlung fand ich schön und nachvollziehbar beschrieben. Am Anfang hatte ich ein paar Schwierigkeiten in die Handlung einzusteigen, da man so plötzlich ins Geschehen geworfen wurde. Aber nach den ersten Seiten hat man sich auch wieder zurecht gefunden. Gut hat mir an der Handlung Gefallen, dass man einerseits das Thema rund um Azas Ängste hatte und wie diese ihr Leben beeinflussen und andererseits das Verschwinden des Milliardärs hatte. Das hat toll zusammen funktioniert und hat das Buch richtig spannend und fesselnd gemacht. Nebenbei gab es noch zahlreiche andere Themen (Freundschaft, Liebe, Familie), die aufgegriffen wurden, sodass manchmal dadurch die Suche nach dem Milliardär in den Hintergrund geraten ist, obwohl dies neben der Azas Ängsten das Hauptthema sein sollte. Das war ein bisschen Schade, aber die weiteren Geschehnisse konnten das gut auffangen.

Ich fand es sehr gut, wie John Green Azas Angstzustände beschrieben hat, was dabei in ihrem Kopf vorgeht und wie er die Probleme und ihre Gedanken dem Leser dargestellt hat. Man konnte das sehr gut nachvollziehen und hat auch verstanden, was Aza durchmachen muss. Es wirkte zwar auf den ersten Blick etwas kurios und abstrus, was in Aza vorgeht und wie sie handelt, aber man hat sich mit der Zeit so gut in sie hineinversetzen können, dass man mit ihr fühlt und ihre Handlungen nachvollziehen konnte.

Aza ist einem sehr sympathisch. Sie hat ihre Probleme und Ängste, versucht aber trotzdem so gut es geht und im Rahmen ihres möglichen für ihre Mitmenschen da zu sein. Das und wie sie mit ihrer Angststörung umgeht, lässt sie in meinen Augen auch sehr stark wirken, weswegen sie für mich eine sehr interessante Figur ist.

Der Schreibstil ist einfach gehalten und sehr emotional. Es werden viele Gefühle und Emotionen transportiert, sodass man sich sehr gut in dieses schwierige Thema einfühlen konnte und auch das Gefühl hatte, ein Teil davon zu sein.
Schön fand ich auch, dass viele SMS und Blogeinträge abgedruckt wurden. Nicht nur, dass die zahlreichen Zitate in den Blogeinträgen sowie der jeweilige Kommentar dazu wirklich schön waren und sehr tiefsinnig, sondern vor allem wirkte die Handlung dadurch lebendiger.

Klar, das Cover erregt sofort Aufmerksamkeit und ist auch sehr interessant gestaltet. Gleichzeitig hatte ich mich aber auch gefragt, was es damit auf sich hat. Das hat sich mir zunächst nicht erschlossen. Die Frage darauf wird aber im Laufe des Buches beantwortet, sodass es mir jetzt sogar noch besser gefällt, da es wirklich geschickt gemacht wurde. Vor allem der Titel passt einfach unfassbar gut zum Inhalt.

Obwohl ich vorher keine Berührungspunkte zum Thema Angststörung hatte, wurde das einem hier in diesem Buch auf eine sehr schöne Art und Weise nachvollziehbar, einfühlsam und emotional näher gebracht.

Insgesamt also ein wirkliches tolles Buch, das mich überzeugt hat.

Veröffentlicht am 06.06.2018

einfach magisch

So klingt dein Herz
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Klappentext
Die junge Laura lebt im Verborgenen im Westen Irlands. Niemand weiß, dass sie eine ganz besondere Fähigkeit besitzt: Sie kann jede menschliche Stimme, alle Tiere und jedes Geräusch der Welt ...

Klappentext
Die junge Laura lebt im Verborgenen im Westen Irlands. Niemand weiß, dass sie eine ganz besondere Fähigkeit besitzt: Sie kann jede menschliche Stimme, alle Tiere und jedes Geräusch der Welt nachahmen. Als der Toningenieur Solomon im Wald auf Laura trifft, fühlt er sich sofort magisch von ihr angezogen. Doch auch Solomons Lebensgefährtin, die Regisseurin Bo, ist fasziniert: Sie möchte einen Film über die geheimnisvolle Laura drehen. Über Nacht findet sich Laura in unserer lauten, modernen Welt wieder. Kann ihre Gabe ihr dabei helfen, das Glück zu finden – und die Liebe?

Meine Meinung
Wirklich ein wunderschönes Buch, das einen auf eine schöne Reise mitgenommen hatte und einem einfach ein paar schöne Lesestunden beschert hat.

Die Handlung ist leicht verständlich und sehr schön beschrieben. Sie steigt langsam ein, wird aber mit der Zeit sehr fesselnd. Es werden viele Fragen und Problematiken aufgeworfen, die man beantwortet haben möchte, weswegen die Spannung stets aufrecht gehalten wird.
Ich muss auch sagen, dass die Handlung mich, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, wirklich positiv überrascht hatte. Sie nahm einen Verlauf mit dem ich so nicht gerechnet hatte, der mich aber vollkommen überzeugt hatte.
Natürlich gibt es auch in diesem Buch von Cecelia Ahern diese leicht magische und fantastische Seite. Das hat auch hier wieder super in gepasst bzw. baut das Buch ja gerade darauf auf. Das hat mir sehr gut gefallen und war auch in sich stimmig. Vor allem fand ich gut, dass das alles sehr bodenständig und realistisch dargestellt wird, sodass man nie das Gefühl hatte, in einem Fantasyroman gelandet zu sein oder es übertrieben gewirkt hat.

Außerdem hat mir die Konstellation der einzelnen Figuren sehr gut gefallen. Solomon, Bo, Rachel und natürlich Laura sind alle grundverschieden und haben alle ihre Eigenheiten. Alle haben ihre Ecken und Kanten, was ich wirklich gut fand, da sie dadurch sehr real und lebendig rüber kamen.

Der Schreibstil ist wie gewohnt leicht und flüssig. Das Buch ist in der dritten Person geschrieben und hat keine der Figuren als Haupterzähler. Eher wechselt die Perspektive ständig und zwischendurch. Es gibt einem dadurch eher einen Überblick über die Gefühle und Absichten aller Personen ohne sich zu sehr auf eine zu fokussieren. Das war mal etwas anderes. Es hat den Lesefluss in keinster Weise gestört, allerdings hatte ich mir gerade am Anfang des Buches gewünscht, mehr aus Lauras Perspektive zu erfahren. Insbesondere, wie es ihr ging, als sie auf das Doku-Team getroffen ist. Da erfährt man das lediglich aus den Erlebnissen der Anderen. Das war ein bisschen Schade, aber hat das Ganze auch irgendwie interessant gemacht.
Ahern schafft es auch in diesem Fall die zahlreichen Gefühle und Emotionen zum Leser zu transportieren. Sie schafft eine einzigartige Atmosphäre in dem Roman, die einfach zu den Geschehnissen in dem Buch passt. Man konnte also trotz der mangelnden Perspektive von Laura (die erst relativ spät eingesetzt hatte) gut mit ihr mitfiebern und -fühlen.

Insgesamt also ein wirklich schöner, stimmungsgeladener Roman, der wieder ein Fünkchen Magie ins Leben gebracht hat.