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Veröffentlicht am 03.10.2025

Vollmond, Käfige und eine verrückte Buddyread-Nacht

Bite Risk – Kein Entkommen
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Mondlicht, Blutgeruch, eine Stadt voller Käfige – und mittendrin wir zwei: meine Tochter und ich, bewaffnet mit Knabberzeug und viel zu viel Fantasie. Dieses Buch hat uns komplett eingesogen wie ein Ripper, ...

Mondlicht, Blutgeruch, eine Stadt voller Käfige – und mittendrin wir zwei: meine Tochter und ich, bewaffnet mit Knabberzeug und viel zu viel Fantasie. Dieses Buch hat uns komplett eingesogen wie ein Ripper, der gerade den Vollmond feiert. Die Grundidee allein ist schon schräg genial: Erwachsene, die sich regelmäßig in Monster verwandeln, während die Kids den Laden schmeißen müssen. Da kommt Stimmung auf, sage ich dir!

Beim Buddyread war es richtig witzig. Wir haben uns teilweise gegenseitig vorgelesen und dabei dramatische Werwolf-Geräusche gemacht (die Nachbarn sind vermutlich kurz zusammengezuckt). Schon das Setting – ein kleines Städtchen, voller Sicherheitsprotokolle und Käfige – ist so bizarr, dass man sofort wissen will, was hinter all den seltsamen Vorkommnissen steckt. Und dann diese Tauben! Ich meine, hallo? Verrückte Vögel und abstürzende Drohnen – da guckten wir beide gleichzeitig so: „Ähm, was bitte geht hier ab?!“

Die Figuren fühlen sich echt an, vor allem Sel mit seiner Mischung aus Mut und Panik. Meine Tochter hat dauernd gegrinst und kommentiert, wie sie in bestimmten Situationen garantiert schneller abgehauen wäre als er. Ich dagegen habe mich mehr auf die cleveren Details gestürzt: kleine Hinweise, unterschwellige Andeutungen – alles, was den Nervenkitzel verstärkt.

Der Humor, die Spannung, die leicht morbide Atmosphäre: Es passt alles perfekt zusammen. Wir haben uns dabei erwischt, wie wir mitten in der Nacht noch ein Kapitel weitergeschmuggelt haben, obwohl eigentlich längst Schlafenszeit war. Tja, selbst schuld – Schlaf ist überbewertet, wenn man eine Story hat, die so packt.

Fazit: „Bite Risk“ ist kein gewöhnlicher Werwolf-Thriller, sondern ein wilder Mix aus Action, Mystery und schaurig-schönem Wahnsinn. Und für uns war’s eine ziemlich perfekte Buddyread-Erfahrung.

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Veröffentlicht am 03.10.2025

Suppenparty deluxe – Pia hat mich überzeugt!

Soup Season
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Suppen. Endlich mal jemand, der kapiert hat, dass die flüssige Küche nicht nur aus langweiligen Brühen besteht, sondern aus echten Glücksschüsseln. Pia – oder besser gesagt @piaundhalloumi – haut in ihrem ...

Suppen. Endlich mal jemand, der kapiert hat, dass die flüssige Küche nicht nur aus langweiligen Brühen besteht, sondern aus echten Glücksschüsseln. Pia – oder besser gesagt @piaundhalloumi – haut in ihrem Buch Soup Season eine Ladung Rezepte raus, bei der man sich ernsthaft fragt, warum man jemals Instantnudeln angerührt hat. Da steht man plötzlich in der Küche, schnippelt Gemüse, und fühlt sich wie der Typ aus einem Werbespot, nur ohne perfekt sitzende Schürze.

Die Struktur? Mega. Frühling, Sommer, Herbst, Winter – die Rezepte sind nach Jahreszeiten sortiert. Klingt harmlos, ist aber in der Praxis genial, weil man automatisch mit saisonalen Zutaten kocht. Keine Mango im November (außer man hat sie im Kühlschrank vergessen). Stattdessen Kürbis, Rote Bete, oder ein wärmender Eintopf, der dir beim ersten Löffel den Gedanken „Okay, Sommer, du darfst gehen“ ins Hirn schickt.

Die Highlights? Dumpling-Ramen, finnische Lachssuppe und Coq au Vin als Suppe – klingt wie ein schlechter Scherz, schmeckt aber wie eine Michelin-Stern-Erleuchtung. Vegetarisch, vegan, Fisch oder Fleisch – das Ding ist ein kulinarisches Überraschungsei. Jedes Kapitel hat Rezepte, die selbst meine Mutter (aka „Die Königin der Gulaschsuppe“) beeindruckt haben. Und glaubt mir: Das ist ungefähr so schwer wie ein Hund, der sein Futter freiwillig teilt.

Was dieses Buch von anderen Kochbüchern unterscheidet? Der Vibe. Keine staubtrockene Anleitung, sondern Rezepte, die Lust machen. Unkompliziert, lecker, voller Geschmack. Man merkt, dass Pia einfach Bock auf Suppen hat – und dieser Funke springt über. Es gibt Bücher, die stellt man ins Regal. Und es gibt Soup Season, das ständig offen in der Küche liegt, weil man dauernd wieder reinschaut.

Kurz gesagt: Wer dieses Buch hat, braucht keine Ausrede mehr, um Freunde einzuladen. Einfach eine Suppe aus „Soup Season“ auf den Tisch, Baguette dazu, und alle glauben, man hätte sein Leben im Griff.

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Mit Doris Dörrie im Souvenir-Karussell

Die Reisgöttin
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Mit Doris Dörrie zu verreisen ist ungefähr so, als würde man mit einer leicht chaotischen, aber unglaublich charmanten Tante im Flohmarkt verloren gehen – und plötzlich mit einer Plastikschildkröte, einem ...

Mit Doris Dörrie zu verreisen ist ungefähr so, als würde man mit einer leicht chaotischen, aber unglaublich charmanten Tante im Flohmarkt verloren gehen – und plötzlich mit einer Plastikschildkröte, einem Curry-Pulver in Tütchen und einer völlig überflüssigen, aber magisch bedeutungsvollen Figur im Rucksack wieder auftauchen. In „Die Reisgöttin“ sammelt sie Dinge, die auf den ersten Blick wie Krempel wirken, aber beim genaueren Hinsehen plötzlich Geschichten freisetzen. Ein Origami-Tierchen wird zur Tür in eine Erinnerung, ein Fleckenpulver zum Zaubermittel gegen das Unaussprechliche, und eine Reisgöttin? Nun ja, die steht halt da und grinst – und schon steckt man mitten in Dörries Kopfkino.

Die Texte sind wie Souvenirs selbst: manchmal glänzend, manchmal schief, manchmal ein bisschen kitschig – aber fast immer überraschend. Klar, nicht jede Anekdote ist ein Volltreffer, und ab und zu dachte ich mir: „Okay, das hätte man auch in einem Satz erledigen können.“ Aber dann haut sie wieder einen Gedanken raus, der sich zwischen Leber und Zwerchfell festkrallt. Und das schafft nicht jede.

Was mir gefällt: Dörrie nimmt sich selbst nicht so ernst. Sie erzählt, als würde sie neben dir im Flugzeug sitzen und statt über Turbulenzen lieber über eine lächerlich hässliche Maske aus Mexiko philosophieren. Das macht das Buch herrlich unprätentiös. Aber man muss schon Lust auf diese Art von „Souvenirs in Buchform“ haben – wer hier eine klassische Reiseliteratur mit Fakten und Landeskunde sucht, wird enttäuscht.

Unterm Strich: vier Sterne. Kein literarischer Himalaya, aber definitiv eine charmante Reisebegleitung fürs Sofa. Wer gern zwischen Schmunzeln, Augenrollen und echtem Staunen pendelt, ist hier goldrichtig.

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Ein Blick in den Sternenhimmel mit Licht und Schatten

Die Seele der Planeten
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Zwischen den Seiten entfaltet sich eine bunte Mischung aus bekannten astrologischen Konzepten und spannenden neuen Blickwinkeln. Besonders die Einbindung von Chiron, Lilith und den Mondknoten hat mich ...

Zwischen den Seiten entfaltet sich eine bunte Mischung aus bekannten astrologischen Konzepten und spannenden neuen Blickwinkeln. Besonders die Einbindung von Chiron, Lilith und den Mondknoten hat mich neugierig gemacht. Manche Passagen haben mich inspiriert und zum Nachdenken gebracht, fast so, als würden die Planeten leise Geschichten über meine eigenen Wunden und Sehnsüchte erzählen. Es war ein Gefühl, als könnte ich eine Art verborgene Landkarte in meinen Händen halten, die mein Leben ein Stück weit entschlüsselt.

Doch je weiter ich las, desto mehr fehlte mir die Tiefe. Es blieb oft an der Oberfläche, fast wie ein Sternenhimmel, der zwar funkelt, aber die Geheimnisse dahinter nicht preisgibt. Gerade die „Big Three“ – Sonne, Mond und Aszendent – hätten für mich ausführlicher und greifbarer erklärt werden dürfen. Manche Begriffe wurden angeschnitten, aber nicht so entfaltet, dass ich sie wirklich in meinem Alltag nutzen konnte.

Das Buch hat eine schöne Energie und vermittelt den Zauber, den Astrologie haben kann. Gleichzeitig wirkte es stellenweise wie ein bunter Blumenstrauß, bei dem ich nicht wusste, welche Blüte ich zuerst greifen soll. Ein Werk, das sicher Lust auf mehr macht, aber für mich eher ein Einstieg als ein tiefes Eintauchen in die Seele der Planeten geblieben ist.

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Zwei Welten, ein Funke, null Chance auf Langeweile

Iron Heart - Aylas Rache
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Manchmal stolpert man in eine Geschichte und merkt nach wenigen Seiten: Mist, das war’s – Schlaf ade, ich bleib bis 3 Uhr morgens dran. Genau so ging’s mir hier. Diese Mischung aus Rachefantasie, verbotener ...

Manchmal stolpert man in eine Geschichte und merkt nach wenigen Seiten: Mist, das war’s – Schlaf ade, ich bleib bis 3 Uhr morgens dran. Genau so ging’s mir hier. Diese Mischung aus Rachefantasie, verbotener Liebe und dystopischer Atmosphäre hat mich komplett weggebeamt. Ayla ist ein kleines Pulverfass auf zwei Beinen, voll Wut, Schmerz und diesem unbändigen Drang, es der ganzen Welt heimzuzahlen. Und dann trifft sie auf Lady Crier – die Automa-Erbin, makellos, schön, klug und eigentlich das perfekte Ziel für Aylas Dolch. Tja, blöd nur, wenn das Herz dazwischenfunkt und sich nicht an Pläne hält.

Die Chemie zwischen den beiden ist elektrisierend. Keine plumpe Insta-Lovestory, sondern ein langsames Herantasten, gespickt mit Funkenflug, messerscharfen Dialogen und jeder Menge innerem Chaos. Ich hab mehrmals gedacht: Leute, ihr wollt euch eigentlich gegenseitig killen, warum fühlt sich das gerade wie das heißeste Knistern der Welt an? Genau dieses Spannungsfeld macht den Reiz aus – verboten, gefährlich, absolut süchtig machend.

Dazu kommt die Welt: düster, bedrückend und gleichzeitig wunderschön beschrieben. Automae, die wie kalte Götter über den Menschen herrschen, Intrigen, Machtspiele, Zweifel – das Setting schreit förmlich nach epischem Kopfkino. Und während Ayla mit ihrem Hass kämpft, zerlegt Crier Stück für Stück das System, das sie selbst hervorgebracht hat.

Kurz gesagt: Dieses Buch ist wie eine Achterbahnfahrt, bei der man mit Herzrasen aussteigt und sofort wieder einsteigen will. Es ist bissig, romantisch, dramatisch und hat mich mit einer Mischung aus Lachflashs, Gänsehaut und wildem Herzklopfen zurückgelassen. Definitiv ein Highlight, das meine Fantasy-Leseliste ordentlich durchgeschüttelt hat.

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