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Veröffentlicht am 07.02.2021

Zeke & Gabrielle

Haven Brotherhood: Wild & Sweet
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„Wild & Sweet“ ist der zweite Band der „Haven Brotherhood“ Reihe von Rhenna Morgan. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Zeke Dugan und Gabrielle Parker. Zeke ist Arzt in der Notaufnahme und Teil einer ...

„Wild & Sweet“ ist der zweite Band der „Haven Brotherhood“ Reihe von Rhenna Morgan. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Zeke Dugan und Gabrielle Parker. Zeke ist Arzt in der Notaufnahme und Teil einer Bruderschaft. Gabrielle arbeitet als Mechanikerin und lebt im Gegensatz zu ihrem Bruder sehr zurückgezogen.

Gabrielle konnte mich leider zu keinem Zeitpunkt der Geschichte von sich überzeugen. Sie legt ein Verhalten an den Tag, dass ich zwar irgendwie nachvollziehen konnte, dass mich letzten Endes aber leider mehr abgestoßen als angezogen hat. Hinzu kamen ein paar Entscheidungen, bei denen ich nur mit dem Kopf schütteln konnte und dann gibt es relativ zum Schluss eine Situation, in der sie meiner Meinung nach so extrem überreagiert, dass es mir regelrecht die Sprache verschlagen hat. Sympathie ist da leider keine aufgekommen.

Zeke hingegen habe ich für sein überragendes Durchhaltevermögen bewundert, denn völlig egal was Gabe macht er gibt niemals auf. Genauso wie auch schon Jace ist er ein sehr faszinierender Mann, der alles für die Menschen tut, die ihm am Herzen liegen. Mir war er auf Anhieb sympathisch und spätestens nach seiner ersten Begegnung mit Gabe habe ich ihn restlos in mein Herz geschlossen. Am Ende fiel es mir richtig schwer ihn gehen zu lassen.

Natürlich wird auch der zweite Band von den grandiosen Nebencharakteren abgerundet. Die Geschichte von Jace und Vivienne wird am Rande weitererzählt und auch die anderen Brüder bekommen ihre Momente. Erneut konnte ich miterleben wie diese wundervollen Männer füreinander da sind und in einem besonderen Moment wurde ihr unerschütterlicher Zusammenhalt ganz besonders deutlich. Diese Szene gehört definitiv zu meinen Lieblingsmomenten.

Die Erzählung aus zwei Sichten hat mir auch an Band zwei besonders gut gefallen. Bei Liebesromanen werfe ich halt sehr gerne einen Blick in die Gedanken- und Gefühlswelt beider Protagonisten, das macht die Geschichte für mich irgendwie vollständiger. Die deutsche Übersetzung von Rhenna Morgans Schreibstil ließ wieder sehr angenehm lesen und die Wortwahl hat für mich perfekt zur Geschichte gepasst. Die Kapitel hatten eine gute Länge.

Fazit
Mit „Wild & Sweet“ ist Rhenna Morgan eine gute Fortsetzung gelungen, die mich zwar gut unterhalten konnte, die von der Umsetzung her aber leider nicht ganz an den ersten Band anschließen konnte. Von mir gibt es trotzdem eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 07.02.2021

Liebe heilt alle Wunden.

Perfect Players - Die Liebe gewinnt
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„Perfect Players - Die Liebe gewinnt“ ist ein Sports Romance Geschichte der US-amerikanischen Autorin R. C. Boldt. Sie erzählt die Liebesgeschichte von Ivy Hayes und Becket Jones. Ivy führt zusammen mit ...

„Perfect Players - Die Liebe gewinnt“ ist ein Sports Romance Geschichte der US-amerikanischen Autorin R. C. Boldt. Sie erzählt die Liebesgeschichte von Ivy Hayes und Becket Jones. Ivy führt zusammen mit ihrer Schwester ein Unternehmen der etwas anderen Art. Sie hilft anderen Menschen beim Schluss machen, ohne dass es in einen Krieg ausartet. Das funktioniert bestens, bis Becket in ihr Leben tritt und es gehörig auf den Kopf stellt. Becket ist ein gefeierter Football-Star, der an die große Liebe glaubt und die Frau fürs Leben sucht. Nur leider ist er da bei Ivy an der falschen Adresse.

Ivy war für mich eine Protagonistin, die mich von der ersten Seite an faszinieren konnte und die mir recht schnell sympathisch war. Leider verflog diese Sympathie genauso schnell, wie sie gekommen war. Was vor allem daran liegt, dass Ivy im Laufe der Geschichte einfach zu viele Entscheidungen trifft, die für mich absolut nicht nachvollziehbar waren. Das hat am Ende sogar mein Verständnis für ihre Vergangenheit stark geschmälert.

Becket habe ich von Anfang an in mein Herz geschlossen. Er ist ein absolut wundervoller Mann von dem ich gar nicht genug kriegen konnte. Für seinen Kampfgeist und seine Liebe gegenüber seinen Mitmenschen habe ich ihn bewundert und am Ende war ich sogar ein bisschen traurig, weil die Zeit mit ihm so wunderschön war.

Als ich beim Stöbern auf der Verlagsseite von LYX auf dieses Buch gestoßen bin hat mich auf Anhieb das Cover angesprochen. Ja ich weiß Männer mit nacktem Oberkörper sind jetzt keine Seltenheit bei Liebesromanen aber für mich passen sie irgendwie super zum Genre. Hinzu kam der Klappentext, der bereits nach dem ersten Satz meine Neugierde wecken konnte. Die Grundidee klang nach einer Menge Spaß und tatsächlich konnte mich dieses Buch bis auf ein paar wenige Ausnahmen super unterhalten.

Das Buch wird sowohl aus der Sicht von Ivy als auch aus der Sicht von Becket erzählt. Bei Liebesromanen liebe ich diese Erzählweise, weil sie mir die Chance gibt in die Gedanken- und Gefühlswelt beider Protagonisten einzutauchen. Die deutsche Übersetzung von R. C. Boldts Schreibstil ließ sich angenehm lesen und die Wortwahl war gut gewählt. Die Kapitel hatten eine gute Länge.

Fazit
R. C. Boldt hat mit „Perfect Players - Die Liebe gewinnt“ einen soliden Liebesroman für zwischendurch geschrieben, denn ich gerne weiterempfehle und der von mir 3,5 von 5 Sterne bekommt.

Veröffentlicht am 07.02.2021

Eine außergewöhnliche Geschichte

Royal Blue
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„Royal Blue“ ist das Autorendebüt der US-amerikanischen Journalistin und Autorin Casey McQuiston. Das Buch erzählt die Geschichte von Alex Claremont-Diaz und Henry. Alex ist der Sohn der ersten Präsidentin ...

„Royal Blue“ ist das Autorendebüt der US-amerikanischen Journalistin und Autorin Casey McQuiston. Das Buch erzählt die Geschichte von Alex Claremont-Diaz und Henry. Alex ist der Sohn der ersten Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika und der Liebling der Nation. Henry ist der britische Kronprinz und der junge Mann der Alex Welt am Ende komplett auf den Kopf stellt.

Zugegeben ich habe mir dieses Buch gekauft, weil mich der große Hype neugierig gemacht hat. Leider waren dadurch meine Erwartungen auch ziemlich hoch. Hinzu kam der Klappentext, der in meinem Kopf ein ganzes Kino erzeugt hat. Am Ende war ich dann hin- und hergerissen zwischen Begeisterung und Frustration, weil mich die Geschichte sowohl gefesselt als auch aufgeregt hat und ich absolut nicht wusste was ich von dem Buch halten soll.

Die beiden Protagonisten sind zwei ganz besondere Menschen und auch wenn ich zu Henry nur bedingt eine Bindung aufbauen konnte, weil sich mir ein paar seiner Entscheidungen nicht ganz erschlossen haben (liegt wahrscheinlich an seiner fehlenden Sichtweise), sind mir die zwei bereits nach wenigen Seite so sehr ans Herz gewachsen, dass ich mich am Ende nur schwer von ihnen verabschieden konnte. Hinzu kommen Nora, June und Percy, die mit ihren verschiedenen Persönlichkeiten der Geschichte das gewisse Etwas gegeben haben.

Der einzige Aspekt, der mich an diesem Buch so massiv gestört hat, dass ich ihn beim besten Willen nicht schönreden kann ist die Beschreibung der Sexszenen. Ein guter Liebesroman braucht für mich nicht zwingend Sexszenen, wenn er aber welche enthält, dann sollten sie mich auch berühren können. Bei „Royal Blue“ war das leider zu keinem Zeitpunkt der Fall. Ich weiß jetzt nicht, ob es an der Übersetzung und somit an der Wortwahl der deutschen Ausgabe liegt oder ob die Beschreibung bereits im englischen Original so gewöhnungsbedürftig ist. Die Sexszenen lesen sich wie eine Gebrauchsanleitung für ein hochtechnisches Gerät. Das ist in meinen Augen weder erotisch noch gefühlvoll. Ich glaube die Geschichte wäre deutlich besser gewesen, wenn die Autorin auf die Sexszenen verzichtet hätte.

Die deutsche Übersetzung von Casey McQuistons Schreibstil ließ sich bis auf die Sexszenen sehr angenehm lesen und die Wortwahl hat größtenteils zur Geschichte gepasst. Was mich bei der Erzählung ein bisschen gestört hat war das gänzliche Fehlen von Henrys Sichtweise. Die Geschichte wird ausschließlich aus der Sicht von Alex erzählt, was dem Leser zwar einerseits einen Einblick in seine Gedanken ermöglicht anderseits gab es für mich aber ein paar Szenen, in denen ich sehr neugierig auf die Gedanken von Henry war. Die Länge der einzelnen Kapitel war meiner Meinung nach viel zu lang.

Fazit
Casey McQuiston hat mit ihrem Debütroman eine außergewöhnliche Geschichte geschrieben, die mich bis auf ein paar kleinere Makel überzeugen konnte. Von mir bekommt das Buch daher eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 05.02.2021

Glück ist ...

Matching Night, Band 1: Küsst du den Feind? (Gewinner des Lovelybooks-Leserpreises 2021)
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..., wenn dich das Buch so sehr fesselt, dass du es keine Sekunde mehr aus der Hand legen kannst.

„Küsst du den Feind?“ ist der erste Band der „Matching Night“ Diologie von Stefanie Hasse, der im Januar ...

..., wenn dich das Buch so sehr fesselt, dass du es keine Sekunde mehr aus der Hand legen kannst.

„Küsst du den Feind?“ ist der erste Band der „Matching Night“ Diologie von Stefanie Hasse, der im Januar 2021 im Ravensburger Verlag erschienen ist. Die Geschichte handelt von der jungen Studentin Cara, die nach einer Menge Hürden einen Studienplatz am St. Joseph‘s College bekommen hat und nun alles dafür tut, um diesen nicht wieder zu verlieren. Da bekommt sie eine Einladung der Ravens einer mächtigen Studentenverbindung, die all ihre Probleme lösen könnte, wären da nicht die merkwürdigen Bedingungen, die zwischen Cara und einer erfolgreichen Aufnahme stehen.

Cara, aus deren Sicht das komplette Buch erzählt wird, war mir auf Anhieb sympathisch. Ich konnte mich problemlos in sie hineinversetzen und habe jede Sekunde, die ich mit ihr verbringen dürfte in vollen Zügen genossen. Die Geschichte aus der Sicht von Cara zu erleben war für mich wie eine spannende Achterbahnfahrt. Ich habe mich für Cara gefreut, wenn sie glücklich war und ihr die Daumen gedrückt, wenn sie eine schwierige Aufgabe lösen musst. Bei jeder Höhe und Tiefe habe ich mit Cara mitgefiebert und sie dabei ins Herz geschlossen.

Neben der Protagonistin Cara hat Stefanie Hasse eine ganze Reihe weiterer Charaktere erschaffen, die allesamt etwas Faszinierendes an sich haben. Hannah ist Caras beste Freundin, die lange Zeit ein großes Geheimnis vor Cara hat und damit fast ihre gemeinsame Freundschaft riskiert. Tyler ist der geheimnisvolle Typ, für den Cara trotz allem Sträuben Gefühle entwickelt, bis sie feststellen muss, dass er nicht ehrlich zu ihr war. Neben diesen beiden außenstehenden Personen gibt es noch die Mitglieder der beiden Studentenverbindungen und die anderen Anwärter. Zu denen auch Caras neue beste Freundin Dione und der Lion Anwärter Josh gehören. Dione ist für Cara wie ein Anker, wann immer sie das Gefühl hat zu ertrinken. Josh hingegen ist eine weitere Person, die Geheimnisse hat und Cara damit das Leben schwer macht.

Auf den Inhalt möchte ich nicht näher eingehen, weil das meiner Meinung nach unnötig spoilern würde. An dieser Stelle sei nur gesagt, dass Stefanie Hasse mich mit etlichen unerwarteten Wendungen in die Irre geführt hat und die Spannung so bis zum Ende kontinuierlich angestiegen ist. Die Geschichte endet schließlich mit einem wirklich fiesen Cliffhanger. Wer genauso wie ich kein Fan von solchen Cliffhangern ist, der sollte erst mit dem Lesen beginnen, wenn er beide Bücher besitzt. Das Ende lässt einen mit gefühlt tausend Fragen sitzen und die allerletzte Seite des Buchs macht es kein bisschen besser.

Der Schreibstil von Stefanie Hasse ließ sich gewohnt angenehm und flüssig lesen und die Wortwahl hat für mich hervorragend zur Geschichte gepasst. Jedes Kapitel beginnt mit einer Datumsangabe und einem Wochentag. Dieses kleine Extra hat mir die Orientierung innerhalb der Handlung erleichtert. Die Kapitel hatten mit durchschnittlich 10 Seiten eine gute Länge.

Fazit
Stefanie Hasse ist mit „Matching Night - Küsst du den Feind?“ eine grandioser Reihenauftakt gelungen, den ich innerhalb eines Tages regelrecht verschlungen habe. Von mir gibt es für dieses Highlight ein klare Leseempfehlung.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.01.2021

Kaum Gefühle und eine Menge verschenktes Potenzial

A Song For You
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„A Song For You“ stammt aus der Feder von C. M. Seabrook und ist als eBook im LYX-Verlag erschienen. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Ember und Ash. Ember ist alleinerziehende Mutter einer sechsjährigen ...

„A Song For You“ stammt aus der Feder von C. M. Seabrook und ist als eBook im LYX-Verlag erschienen. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Ember und Ash. Ember ist alleinerziehende Mutter einer sechsjährigen Tochter, mit der sie zusammen im Haus ihrer Großmutter lebt. Aus finanziellen Gründen ist sie gezwungen Teiles des Hauses an Gäste zu vermieten. Auf diesem Weg tritt Ash in ihr Leben. Ash ist der Frontmann einer Rockband, der dank eines Medienskandals eine Auszeit, von seinem bisherigen Leben im Rampenlicht, braucht.

Bei einem Liebesroman sind mir die Gefühle zwischen den beiden Protagonisten immer ganz besonders wichtig, weil sie für mich einen Großteil der Geschichte ausmachen. Leider musste ich bei diesem Buch sehr schnell feststellen, dass die für mich wichtigen Gefühle fast gänzlich fehlen. Statt einer glaubhaften und gefühlvollen Liebesbeziehung, die sich langsam entwickelt bekommt der Leser lediglich eine große Menge Sexszenen, die leider alles andere als gut beschrieben sind. Stellenweise gab es sogar Sexszenen, die für meinen Geschmack völlig unpassend waren.

Mal abgesehen von den nicht wirklich vorhandenen Gefühlen, ist es weder Ember noch Ash gelungen bei mir Sympathie zu wecken. Was meinen Lesegenuss weiter geschmälert hat. Hinzu kamen ein paar Entscheidungen, die die beiden im Laufe der Geschichte treffen, die ich absolut nicht nachvollziehen konnte.

Zum Glück haben mir die Nebencharaktere deutlich besser gefallen. Embers Tochter Cadence hat mir dabei am allerbesten gefallen. Mit ihr hat die Autorin einen wundervollen Charakter erschaffen, der mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte und den ich irgendwann ins Herz geschlossen habe. Eine wirklich gelungene Ergänzung zu Cadence waren die Bandkollegen von Ash. Die drei Männer, die der Leser leider nur am Rande kennenlernt, konnten mich regelmäßig zum Lachen bringen und ich kann mich absolut nicht entscheiden welchen ich am liebsten mag, weil sie alle großartig sind.

Ein guter Liebesroman wird erst durch die richtige Portion Drama perfekt. Der Autorin standen für dieses Drama etliche Möglichkeiten zur Verfügung leider hat sie keine davon wirklich genutzt. Stattdessen hat sie alles nur oberflächlich angekratzt und immer dann aufgehört, wenn es gerade unterhaltsam und spannend wurde. Für mich verschenkt die Geschichte an dieser Stelle ihr Potenzial. So konnte mich die Umsetzung der Grundidee leider nur mäßig überzeugen.

Als einer der wenigen positiven Aspekte möchte ich gerne die Erzählung aus zwei Sichten hervorheben. Der Leser bekommt so die Chance einen Blick in die Gedanken beider Protagonisten zu werfen. Die deutsche Übersetzung von C. M. Seabrook’s Schreibstil ließ sich angenehm lesen.

Fazit
Eigentlich kommt dieses Buch mit einer vielversprechenden Idee daher, die aber nur dürftig umgesetzt wurde und mich daher nicht in ihren Bann ziehen konnte. Für mich ist „A Song For You“ zwar eine nette Geschichte für zwischendurch, bei der man nicht viel nachdenken muss, dass große Lesehighlight ist sie aber definitiv nicht. Von mir gibt es keine Leseempfehlung und nur 2,5 von 5 Sternen.

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  • Cover