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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2019

Für die eine große Liebe muss man kämpfen

Not My Type
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Meine Meinung
„Not My Type“ ist ein Einzelband und für mich das erste Buch von Lucy Score. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Francesca, genannt Frankie und Aiden. Frankie ist die Trauzeugin ihrer besten ...

Meine Meinung
„Not My Type“ ist ein Einzelband und für mich das erste Buch von Lucy Score. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Francesca, genannt Frankie und Aiden. Frankie ist die Trauzeugin ihrer besten Freundin Pruitt. Pruitt ist die Verlobte von Chip und kommt aus einer Familie, die den oberen Zehntausend angehört. Frankie hingegen kommt aus der Mittelschicht und lebt in Brooklyn. Geld in rauen Mengen zum Fenster hinauszuwerfen gehört für sie definitiv nicht zum Alltag und wenn es eins gibt, dass sie mehr als alles andere hasst, dann ist es finanzielle Abhängigkeit. Aiden’s Familie gehört mehr oder weniger halb New York. Er schwimmt geradezu in Geld und gilt bei den New Yorker Single Frauen als beliebter Junggeselle. Als Trauzeuge seines besten Freundes Chip, lernt er auf der Verlobungsparty von Pruitt und Chip Frankie kennen. Schnell müssen beide feststellen, dass sie sich nicht wirklich ausstehen können.

Frankie konnte ich mir von der ersten Seite an richtig gut vorstellen. Für ihre beste Freundin würde sie durch die Hölle gehen und so ist es kaum verwunderlich, dass sie alles in ihrer Macht Stehende tut, um die Hochzeit problemlos über die Bühne zu bringen. Das ihr das nicht immer zu 100% gelingt war vorhersehbar. Gestört hat es mich aber nicht, weil die Autorin all die kleinen und größeren Hindernisse, die Frankie bewältigen muss herrlich witzig beschrieben hat. Frankie konnte mich also in regelmäßigen Abständen ordentlich zum Lachen bringen. Leider war Frankie nicht so perfekt, wie sie anfänglich auf mich gewirkt hat, denn im indirekten zweiten Abschnitt der Geschichte legt sie durchaus ein Verhalten an den Tag, dass für mich nicht nachvollziehbar war.

Aiden war für mich der fast perfekte männliche Protagonist. Ja er hat so seine Macken aber die haben mich nicht sonderlich gestört. Als ihm klar wird, dass Frankie die eine Frau ist, nach der er sein Leben lang gesucht hat, muss er das erste Mal für etwas wirklich kämpfen. Doch Frankie macht es ihm alles andere als leicht. Vielmehr wehrt sie sich mit Händen und Füßen gegen seine Anziehungskraft und seine immer stärker werdenden Bemühungen. Das sie sich dabei in eine eiskalte Hexe verwandelt fällt ihr gar nicht auf und so hat mir Aiden leidgetan, denn während er alles für Frankie tun würde stößt sie ihn permanent vor den Kopf. Zum Glück gibt Aiden niemals auf und so bekommen die beiden am Ende ihr Happy End.

Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Frankie und Aiden erzählt und ließ sich dank eines flüssigen Schreibstils gut lesen. Mit rund 450 Seiten gehört das Buch eher zu den umfangreicheren Exemplaren. Beim Lesen ist mir das aber gar nicht so intensiv aufgefallen, denn die Kapitel hatten alle eine kurze bis mittlere Länge.

Fazit
„Not My Type“ ist eine Liebesgeschichte, die mir sehr deutlich gemacht hat, dass man für die eine große Liebe kämpfen muss, denn Glück hat seinen Preis. Ich würde „Not My Type“ nicht als perfekt bezeichnen aber definitiv als lesenswert.

Veröffentlicht am 29.01.2019

Eine unglaublich fesselnde Fortsetzung

Dream Maker - Triumph (The Dream Maker 3)
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Meine Meinung
„Triumph“ ist der dritte Band der „Dream Maker“ Reihe. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen, wie auch schon in den beiden Vorgängerbänden, die drei Freunde Parker Ellis alias „Dream Maker“, ...

Meine Meinung
„Triumph“ ist der dritte Band der „Dream Maker“ Reihe. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen, wie auch schon in den beiden Vorgängerbänden, die drei Freunde Parker Ellis alias „Dream Maker“, Bogart ‚Bo‘ Montgomery alias „Love Maker“ und Royce Sterling alias „Money Maker“. Das Team hat im bisherigen Verlauf der Geschichte durch Wendy ein neues Mitglied bekommen.

Die drei Männer, die sich während ihres Studiums kennen gelernt haben, führen zusammen die Agentur „International Guy“. Für gut betuchte Frauen bieten sie einen Service an, der ganz auf die Bedürfnisse der jeweiligen Kundin zugeschnitten wird, denn egal um welches Problem es sich handelt die drei Männer von „International Guy“ finden für absolut alles die passende Lösung und seitdem Wendy für IG arbeitet hat das Team nicht nur eine talentierte Computerspezialistin an seiner Seite sondern auch eine Schwester die sie regelmäßig auf Trab hält.

Band drei schließt sich von der Handlung her nahtlos an Band zwei an. Dabei werden mit jedem Kapitel die Spannung und die Erotik gesteigert. Die turbulente Beziehung von Skyler und Parker geht in die nächste Runde und auch die Geschichten der anderen Charaktere werden weitererzählt. Zusätzlich tauchen neue Charaktere auf, die neuen Schwung in die Geschichte bringen und so für noch mehr Unterhaltung gesorgt haben. Schön fand ich das bei so gut wie allen Charakteren eine sichtbare Entwicklung stattgefunden hat. Die ging für meinen Geschmack nur leider nicht immer in die richtige Richtung aber Band drei ist ja zum Glück noch nicht der letzte Band der Reihe und so kann ich sagen, dass ich mich schon sehr auf das große Finale freue. Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gefallen, bis auf einen Kritikpunkt, der sich leider hartnäckig durch die gesamte Geschichte zieht. Die Beziehung von Parker und Skyler steht für mich zu sehr im Vordergrund, so dass die Aufträge von IG dadurch fast schon in Vergessenheit geraten.

London
In London sollen Parker und Skyler Geneva James helfen. Einer Autorin, die mit einer schweren Schreibblockade zu kämpfen hat und daher an ihrem aktuellen Roman nicht weiterschreiben kann. IG wurde von Geneva's Literaturagentin Amy Tannenbaum engagiert, die die Hoffnung hat das Parker noch mal das gelingt, was im Einst bei Skyler gelungen ist.
Geneva war mir von der ersten Seite an sympathisch, denn obwohl sie anfänglich eine eher schüchterne Person ist taut sie im Verlauf der Geschichte immer mehr auf und bekommt so immer mehr Selbstbewusstsein. Mich hat es glücklich gemacht zu lesen wie Geneva die Freude am Schreiben zurückerlangt und so endlich wieder ihren Träumen folgen kann.

Berlin
In Berlin helfen IG Monika Schmidt. Die Unternehmerin will in Berlin mehrere neue Hybrid Autos auf den Markt bringen und braucht dafür in sehr kurzer Zeit eine funktionierendes Werbekonzept. Parker beschließt darauf hin Wendy's Freund Michael mit ins Boot zu holen. Michael gehört eine große und international erfolgreiche Werbeagentur. Nur leider haben Monika und Michael eine gemeinsame Vergangenheit. Monika war für mich eine Person, mit der ich absolut nicht warm geworden bin. Was wohl zum größten Teil daran lag, dass sie als Charakter unglaublich flach war und leider überhaupt keinen Tiefgang hatte. Aber auch ihre Vergangenheit hat mich regelrecht abgeschreckt.

Washington D.C.
In Washington D.C. helfen Parker und Kendra Banks die neue Anwältin von IG Vivica Preston. Sie ist die Geschäftsführerin von „Pure Beauty Pharmaceuticals“. Einem großen Kosmetikkonzern, der gerade dabei ist im Senat Stimmen für einen neuen Gesetzentwurf zu rekrutieren. Parker und Kendra sollen dem Kosmetikkonzern beim Umstimmen von zwei Senatorinnen helfen.
Bis auf wenige Stelle ist der letzte Abschnitt absolut nichts für schwache Nerven und die Autorin weißt auf genau diese Tatsache bereits in einem Vorwort hin, das man definitiv gelesen haben sollte, bevor man mit dem eigentlichen Abschnitt beginnt. Ja bei der „Dream Maker“ Reihe handelt es sich um eine Erotik Reihe aber in diesem Abschnitt hatte ich manchmal das Gefühl einen Thriller zu lesen. Es wird eine ganze Reihe von kritischen Themen behandelt und die teilweise sehr detaillierten Beschreibungen haben mich tief getroffen.

Ein Großteil des Buches wird aus der Sicht von Parker erzählt was ich einerseits gut finde, weil er so für mich greifbarer ist, anderseits waren mir seine Gedanken irgendwann ein bisschen zu viel. Das jeweils letztes und erste Kapitel eines Abschnittes wird aus der Sicht von Skyler erzählt, was mir sehr gut gefallen hat, denn so lernt der Leser diesen wichtigen Charakter noch besser kennen.

Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Die Länge der Kapitel hat eine sehr angenehme Dimension und ist für meinen Geschmack genau richtig. Dank der Städte ist das Buch in drei Unterteile gegliedert, was mir beim Lesen sehr gelegen kam.

Fazit
Mit „Triumph“ hat Audrey Carlan eine Fortsetzung geschrieben, die zwar nicht perfekt ist mich aber trotzdem gut unterhalten konnte. Von daher empfehle ich dieses Buch gerne weiter.

Veröffentlicht am 16.01.2019

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle

Bad Girls don't love
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Meine Meinung
"Bad Girls don't love - Hallie & Chris" ist der erste Teil der neuen Reihe von Daniela Felbermayr. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Hallie & Chris. Hallie wurde vor vielen Jahren von ...

Meine Meinung
"Bad Girls don't love - Hallie & Chris" ist der erste Teil der neuen Reihe von Daniela Felbermayr. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Hallie & Chris. Hallie wurde vor vielen Jahren von ihrem Verlobten sitzen gelassen und schwor sich nach diesem Schicksalsschlag nie wieder einem Mann die Möglichkeit zu geben ihr das Herz zu brechen. Chris arbeitet als Arzt und begegnet Hallie zum ersten Mal bei einem One-Night-Stand. Durch einen Verrückten Zufall begegnen sich die beiden wenige Tage später im Krankenhaus wieder und so nimmt das Chaos seinen Lauf.

Hallie war mir von der ersten Seite an sympathisch und ich konnte ihr Verhalten Männern gegenüber sehr gut nachvollziehen, denn wem so weh getan wurde, der legt sich ein verdammt dickes Fell zu. Jedes Mal, wenn ihr erneut Leid zugefügt wurde habe ich mit ihr gelitten und wollte sie am liebsten Trösten. Zum Glück hat sie ja ihre beste Freundin und Mitbewohnerin Rebecca, die ihr in schweren Zeiten zur Seite steht und sie wiederaufbaut. Gut gefallen hat mir das Ende denn egal wie viel Hürden Hallie überwinden musste zum Schluss bekommt sie ihr Happy End das sie mehr als nur verdient hat.

Mit Chris hatte ich leider so meine Probleme. Er baut im Verlaufe der Geschichte aber auch eine Menge Sch***e, die er sich echt hätte sparen können und für die ich absolut kein Verständnis habe. Und so hätte ich ihn jedes Mal erwürgen können, wenn er Hallie erneut weh getan hat und diese Fehltritte sind im nicht gerade selten passiert. Ein kleiner Lichtblick ist sein Eingeständnis zum Ende der Geschichte bei dem er endlich merkt das er einen riesigen Fehler gemacht hat. Für meinen Geschmack kam diese Erkenntnis allerdings ein bisschen zu spät.

Das Buch wird Größtenteils aus der Sicht von Hallie erzählt wenige Abschnitte bzw. Kapitel sind aus der Sicht von Chris. Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar und mit 265 Seiten ist das Buch eine gute Unterhaltung für einen entspannten Tag auf dem Sofa. Insgesamt habe ich mal gerade einen Tag für dieses Buch gebraucht und war dabei noch nicht mal sonderlich schnell.

Fazit
Mit "Bad Girls don't love - Hallie & Chris" ist Daniela Felbermayr ein unterhaltsamer Reihenauftakt gelungen, der mich definitiv neugierig auf den zweiten Band gemacht hat und den ich gerne weiterempfehle.

Veröffentlicht am 26.12.2018

Kumpel oder doch mehr?

The Hardest Fall
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Meine Meinung
„The Hardest Fall“ habe ich im Rahmen einer Leserunde auf LovelyBooks gelesen. Dies ist mein erstes Buch von Ella Maise und definitiv nicht mein letztes. Im Mittelpunkt des Buches stehen ...

Meine Meinung
„The Hardest Fall“ habe ich im Rahmen einer Leserunde auf LovelyBooks gelesen. Dies ist mein erstes Buch von Ella Maise und definitiv nicht mein letztes. Im Mittelpunkt des Buches stehen Zoe und Dylan. Zoe, die eher der schüchterne Typ ist begegnet Dylan zweimal, bevor Sie ihn richtig kennen lernt und beide Mal sind äußerst peinlich für Zoe. Dylan ist der Star Wide Receiver seines Football Teams, der von einer Profikarriere träumt und der Zoe seit ihrem ersten Aufeinandertreffen nicht mehr vergessen kann.

Mit Zoe bin ich leider nicht so richtig warm geworden. Das liegt wohl am ehesten an ihrem ständigen Gequassel, das bis zum Schluss ein fester Bestandteil von ihrer ziemlich verrückten Persönlichkeit ist und das mir irgendwann gehörig auf die Nerven ging. Leider hat diese, wie ich finde negative Eigenschaft, dafür gesorgt, dass ich das Buch stellenweise quergelesen habe. Ich mach sowas eigentlich nicht gerne aber bei Zoe ging es irgendwann einfach nicht mehr anders. Auch ihr restliches Verhalten konnte mich nicht so ganz ansprechen. Sei es ihre merkwürdige Art Essen zuhörten nur um es sich anzusehen oder ihre völlig übertriebene Sucht nach Pizza aber auch ihr Verhältnis zu Mark war mir ein Dorn im Auge. Viel zu lange lässt sie ihm sein mieses Verhalten durchgehen und jedes Mal schluckt sie seine Grausamkeiten einfach runter. Es gab wirklich Momente, in denen hätte ich sie gern kräftig geschüttelt, auf die Hoffnung das sie vielleicht endlich merkt das dieser Widerling ihre Zeit nicht wert ist. Zum Glück trifft sie am Ende die richtige Entscheidung aber für meinen Geschmack hat das einfach viel zu lange gedauert.

Dylan hingegen war von der ersten Seite an sympathisch und mit jedem weiteren Kapitel habe ich ihn mehr gemocht. Für mich war er ein Charakter dessen Entwicklung ich gerne mitverfolgt habe und als er am Ende sein Happy End bekommt war ich einfach nur mega glücklich. Was mir gut gefallen hat waren die Beschreibungen seiner Gefühle, die im Verlaufe der Geschichte immer intensiver und greifbarer wurden. So konnte ich seine Eifersucht gut nachempfinden und in gewisser Weise sogar seine Gefühle, die in jedes Mal überflutet haben, wenn er Zoe und Mark zusammen gesehen hat.

Das Buch wird aus der Sicht von Zoe und Dylan erzählt, wobei mir Dylans Kapitel besser gefallen haben. Der Schreibstil ist flüssig. Die Kapitellänge war mir stellenweise ein bisschen zu lang und dank der ein oder anderen Länge hatte ich so meine Probleme das Buch in einem Rutsch zu lesen. Trotz dieser kleinen Makel habe ich mich gut unterhalten gefüllt.
Fazit
„The Hardest Fall“ ist theoretisch eine Liebesgeschichte, die aber so ihre Zeit braucht bis sie endlich Fahrt aufnimmt. Sobald das aber geschehen ist kann man sich von ihr fesseln lassen, denn die Chemie zwischen Zoe und Dylan ist durchaus unterhaltsam. Von mir gibt es daher eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 26.12.2018

Vor deiner Vergangenheit kannst du nicht davonlaufen!

Die Wahrheit über Alice
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Meine Meinung
„Die Wahrheit über Alice“ ist ein Thriller der völlig ohne Blutvergießen auskommt, dabei aber stellenweise so furchteinflößend sein kann, dass es einem regelrecht das Blut in den Adern gefriert. ...

Meine Meinung
„Die Wahrheit über Alice“ ist ein Thriller der völlig ohne Blutvergießen auskommt, dabei aber stellenweise so furchteinflößend sein kann, dass es einem regelrecht das Blut in den Adern gefriert. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Katherine, die versucht ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen und zu Beginn des Buches an einer neuen Schule von vorne anfängt. Das sie mit dieser Entscheidung ihrer Vergangenheit direkt in die Arme läuft ahnt sie dabei nicht.

Katherine ist für mich ein Charakter, mit dem ich erst im Laufe der Geschichte warm geworden bin, denn zu Beginn trifft sie eine Menge Entscheidungen, die ich weder gut finde noch nachvollziehen kann. Sie ist viel zu naiv und verzeiht Alice ohne darüber nachzudenken, was diese ihr eigentlich angetan hat. Ja ich kann durchaus verstehen das Katherine sich nach dem was mit ihrer kleinen Schwerster Rachel passiert ist einsam fühlt aber das ist noch lange kein Grund sich als Fußabtreter benutzen zu lassen. Von daher kann ich absolut nicht verstehen warum Katherine Alice immer wieder aufs Neue verteidigt. Schade fand ich, dass es eine Menge sehr einschneidender Ereignisse gebraucht hat, bis Katherine endlich ihre Augen öffnet und feststellt das sich etwas ändern muss. Von da an entwickelt sie sich in eine Richtung, die mir besser gefallen hat und die sie mir wenigsten ein bisschen sympathisch gemacht hat.

Alice ist die absolute Verkörperung des Bösen. Denn hinter all dem Schauspiel, mit dem sie ihre Mitmenschen täuscht, verbirgt sich eine Person, die voller Grausamkeit und Zerstörung ist. Was Alice ihren Mitmenschen antut hat mich fassungslos gemacht. Denn wenn Alice ihr wahres Gesicht zeigt, dann stürzt sie alles und jeden in einen tiefen schwarzen Abgrund. Was ich am schlimmsten fand sie ist sich zu keinem Zeitpunkt auch nur im entferntesten Sinne irgendeiner Schuld bewusst. Reue oder so etwas wie Einsicht einen Fehler begangen zu haben existieren in ihrem Universum nicht. Die Welt dreht sich nur um sie und wehe das zweifelt irgendjemand an. Alice ist die geborene Narzisstin und das kriegt ihr gesamtes Umfeld zu spüren. Als ich erfahren habe warum sie so ist und vor allem warum sie Katherine terrorisiert war ich sprachlos, denn mit solch einer Auflösung hätte ich niemals gerechnet.

Neben Alice und Katherine gibt es noch ein paar Nebencharaktere die mir gut gefallen haben. Im Gegensatz zu Alice ist Robbie ein herzensguter Mensch, der mir mit jedem weiteren Kapitel immer mehr ans Herz gewachsen ist. Er ist für Katherine da, wenn es ihr schlecht geht und das obwohl er selber leidet, denn seine Liebe zu Alice zerstört in fast. Ich habe mit ihm mitgelitten und mir bis zum Schluss gewünscht, dass er ein Happy End bekommt. Philippa war die einzige Person, mit der ich tatsächlich warm geworden bin. Sie ist wie ein Rettungsanker für Katherine und während alle anderen für Alice psychische Probleme blind sind merkt sie sofort das was nicht stimmt. Schade fand ich das Katherine nicht auf sie gehört hat. Mick ist Philippas kleiner Bruder, dem es doch tatsächlich gelingt Katherine zurück ins Leben zu holen. Für mich ist er ein faszinierender Charakter, der mich von seinem ersten Auftreten an fesseln konnte. Was die Autorin seinem Charakter schlussendlich antut hat mich richtig geschockt und das Buch für mich irgendwie ein bisschen kaputt gemacht.

Das Buch wird ausschließlich aus der Sicht von Katherine erzählt. Die Kapitel spielen in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft. Der Leser erfährt so was mit Rachel passiert ist und wie Katherines Leben fünf Jahre nach Alices auftauchen aussieht. Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar.

Fazit
„Die Wahrheit über Alice“ ist ein Thriller, der unglaublich realitätsnah ist und dadurch zu einem Beispiel wird wie gefährlich Vertrauen und Freundschaft sein kann. Ich empfehle dieses Buch jedem, der gerne Thriller liest, die ohne Blutvergießen auskommen.