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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2025

Warum musste Pablo sterben?

Mordseemusik
1

Auf Borkum herrscht eine ungewöhnliche Hitzewelle. Die Luft im Musikpavillon auf der Promenade ist stickig als sich Caro Falk mit dem Inselchor auf ihren Auftritt vorbereitet. Sie sollen heute den Schlagerstar ...

Auf Borkum herrscht eine ungewöhnliche Hitzewelle. Die Luft im Musikpavillon auf der Promenade ist stickig als sich Caro Falk mit dem Inselchor auf ihren Auftritt vorbereitet. Sie sollen heute den Schlagerstar Pablo Lavega musikalisch begleiten, aber daraus wird es nichts, denn der Sänger bricht plötzlich zusammen. Klar, dass Caro sofort einen Mord wittert und sich mit Jan auf Ermittlungstour begibt.

Für mich ist jeder Krimi dieser Reihe wie nach Hause kommen und das nicht nur, weil ich die Protagonisten inzwischen ins Herz geschlossen habe, sondern weil sie auf meiner deutschen Lieblingsinsel spielen und mir viele Schauplätze bekannt sind.

Emmi Johannsen schreibt flüssig und legt gekonnt Spuren, auch falsche. So auch hier, so dass ich mich sehr lange auf der falschen Fährte befanf. Was mich allerdings zusehends nervt, ist das Herumgeeiere zwischen Caro und Jan. Jeder sieht und merkt es, aber die zwei kommen auch dieses Mal nicht zusammen.

Ein unterhaltsamer Krimi mit sympathischen Protagonisten, Insel-Flair und Nordseefeeling.

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Veröffentlicht am 06.05.2025

Magische Abenteuer über den Wolken

Artemis – Abenteuer auf dem Meer der Wünsche
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Die Autorin Fabiola Turan nimmt in ihrer Geschichte nicht nur die junge Artemis hoch über die Wolken auf das Schiff Dreamcatcher mit, sondern auch mich. Die Kinder auf dem Schiff erleben Abenteuer und ...

Die Autorin Fabiola Turan nimmt in ihrer Geschichte nicht nur die junge Artemis hoch über die Wolken auf das Schiff Dreamcatcher mit, sondern auch mich. Die Kinder auf dem Schiff erleben Abenteuer und versuchen mit ihrer spezifischen Wolkenmagie das Meer der Wünsche vor dem gefährlichen und machthungrigen Baron zu retten.

Die Autorin schreibt so bildhaft und fesselnd, dass ich die Abenteuer von Artemis und ihren Freunden wie einen Film vor meinem inneren Auge vorbeiziehen sah und meine Umgebung völlig vergessen hatte. Die Fantasie und der Einfallsreichtum, die ich bewunderte, sorgten stets für Spannung und auch für Überraschungen. Ein toller Mix aus Abenteuer und Magie, aber auch Gefühlen.

Ein bis zum Schluss fesselnder Fantasy-Roman für Kinder ab 10 Jahre, der wichtige Botschaften enthält wie z. B. Freundschaft, Zusammenhalt und an sich selbst und die eigenen Fähigkeiten zu glauben und auf sie zu vertrauen. Schade, dass nicht jedes Kind eine Zeitlang auf der Dreamcatcher mitreisen kann.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Ein Buch, das Zeit braucht

Das Bücherschiff des Monsieur Perdu
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Mir hat Das Lavendelzimmer sehr gut gefallen und daher war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung und habe das Buch voller Vorfreude aufgeschlagen. Es beginnt genau an der Stelle, an der der Vorgänger endet.

Leider ...

Mir hat Das Lavendelzimmer sehr gut gefallen und daher war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung und habe das Buch voller Vorfreude aufgeschlagen. Es beginnt genau an der Stelle, an der der Vorgänger endet.

Leider hat mich die Geschichte irgendwo mittendrin verloren. Ich habe das Buch eine Weile zur Seite legen müssen und es dann erneut probiert und auch beendet, aber so richtig gefallen hat es mir nicht. Ich fand die Geschichten einiger Protagonisten bewegend und auch spannend, aber insgesamt waren es mir zu viele Personen und ich hatte Mühe den Überblick zu behalten.

Die teilweise philosophischen Exkursionen der Großen Enzyklopädie der kleinen Gefühle fand ich manchmal interessant, aber manchmal waren sie mir auch zu ausschweifend und für meinen Geschmack zu abgehoben.

Schön finde ich den Gedanken, dass Bücher nicht nur zur Unterhaltung dienen, sondern auch die Seele heilen können. Allerdings wurden mir die hier vorkommenden Probleme zu einfach und zu schnell gelöst.

Insgesamt ein ruhiges Buch, für das man sich Zeit nehmen muss, das aber leider nicht ganz meinen Erwartungen entsprochen hat.

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Veröffentlicht am 30.04.2025

Edwina Teufel mischt sich ein

Die Schlange von Sirmione
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Der österreichischen Chefinspektorin Edwina Teufel wurde eine Auszeit verordnet, die sie mit ihrem Lebensgefährten am Gardasee verbringt. Aus Langeweile hilft sie im Fundbüro aus. Mit der Untätigkeit ist ...

Der österreichischen Chefinspektorin Edwina Teufel wurde eine Auszeit verordnet, die sie mit ihrem Lebensgefährten am Gardasee verbringt. Aus Langeweile hilft sie im Fundbüro aus. Mit der Untätigkeit ist es endgültig vorbei als eine Schlange abgegeben wird, deren Überbringer kurz darauf tot aufgefunden wird.

Edwina Teufel ist ein Charakter mit sehr vielen Ecken und Kanten. Sie trägt ihren Spitznamen „Zornnatter“ zurecht. Obwohl ich eigentlich Ermittler mit speziellem Charakter mag, war mir Edwina von Beginn an nicht sonderlich sympathisch und wurde es bis zum Ende auch nicht mehr. Ihre Art sich in die Ermittlungen einzumischen und ihren Lebenspartner ein ums andere Mal vor den Kopf zu stoßen, ging mir nach einer Weile auf die Nerven.

Der Fall selbst ist wenig spannungsgeladen und war für mich hier eher Beiwerk. Mich haben die Beschreibungen der landschaftlichen Schönheiten und Sehenswürdigkeiten in ihren Bann gezogen und begeistert. Ich fühlte mich direkt an den Gardasee versetzt und bin Eis schleckend mit Edwina durch die Gassen von Sirmione geschlendert. Am liebsten wäre ich sofort in den Zug gestiegen, um dort Urlaub zu machen.

Ein Italienkrimi, der sich flott lesen lässt und gut für einen Tag am Meer oder im Liegestuhl geeignet ist.

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Veröffentlicht am 24.04.2025

Tischler in Not

Prost, auf Brunngries
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Für diesen Jubiläumsband hat sich Friedrich Kalpenstein etwas Besonderes ausgedacht, denn Kommissar Tischler gerät dieses Mal selbst in Erklärungsnot und wird vorübergehend vom Dienst suspendiert. Aber ...

Für diesen Jubiläumsband hat sich Friedrich Kalpenstein etwas Besonderes ausgedacht, denn Kommissar Tischler gerät dieses Mal selbst in Erklärungsnot und wird vorübergehend vom Dienst suspendiert. Aber nicht nur sein frisch beförderter Kollege Fink glaubt an seine Unschuld und steht ihm in dieser schweren Zeit zur Seite. Natürlich will Tischler sich nicht allein auf die Ermittlungsergebnisse von Fink und Polizeioberrat Schwenk verlassen und so mischt er kräftig mit.

Inzwischen sind mir Tischler, Fink und Co. schon ans Herz gewachsen und selbstverständlich habe ich nicht eine Sekunde an der Unschuld des Kommissars gezweifelt. Aber zu Beginn habe ich doch einige Bedenken gehabt, was die Fähigkeiten von Fink und Schwenk angehen. Aber Fink beweist nicht nur was für ein guter Ermittler er inzwischen geworden ist, sondern zeigt auch Haltung gegenüber dem Polizeioberrat.

Wie gewohnt schreibt Friedrich Kalpenstein flüssig und weiß Spannung zu erzeugen und auch zu halten. Humorvolle Dialoge und Frotzeleien unter den Kollegen lockeren die Geschichte immer wieder auf. Mein Herz aber geht jedes Mal auf, wenn die Dackelhündin Resi in Erscheinung tritt. Ein Krimi der Prost-Reihe ohne diese Dackeldame ist einfach undenkbar.

Mich hat auch der 10. Band dieser Reihe sehr gut unterhalten und ich hoffe, dass dem Autor noch lange nicht die Ideen ausgehen.

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