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Veröffentlicht am 23.03.2026

Teneriffa mal anders

Wenn das Leben dir eine Orange gibt, mach Sangria daraus
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Nach der Trennung von ihrem Freund bricht plötzlich ein Shitstorm der besonderen Art über Mia herein. Sie braucht eine Pause und Abstand, da hört sich das Angebot, mehrere Wochen Housesitting auf Teneriffa ...

Nach der Trennung von ihrem Freund bricht plötzlich ein Shitstorm der besonderen Art über Mia herein. Sie braucht eine Pause und Abstand, da hört sich das Angebot, mehrere Wochen Housesitting auf Teneriffa doch perfekt an. Aber von Mitbewohnern war in der Anzeige keine Rede gewesen.

Jana Portas ist mit dieser Geschichte ein wunderschöner Wohlfühlroman aus der Feder geflossen. Ihre Charaktere sind so unterschiedlich wie das Leben sie eben hervorbringt, teils skurril, teils liebenswürdig und hilfsbereit, aber auch voller Neid oder Missgunst. Manche Personen kämpfen mit ihren Problemen und Traumata. Aber trotz allem verliert die Geschichte nicht ihre Leichtigkeit und wird immer wieder durch humorvolle Szenen aufgelockert.

Was mir besonders gefallen hat, ist dass ich Teneriffa fernab des Massentourismus erleben durfte. Ich habe nicht nur sehr viel über die schützenswerte Flora und Fauna der Insel erfahren, sondern auch etwas über ihre Geschichte und Legenden.

Der Tourismus ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits leben die Insulaner davon, aber andererseits geht er zu Lasten der Ursprünglichkeit und der Natur. Außerdem treibt er die Lebenshaltungskosten in die Höhe. Ein Problem mit dem Teneriffa nicht alleine dasteht.

Wenn das Leben dir eine Orange gibt, mach Sangria daraus ist nicht nur ein Liebesroman, sondern eine tolle Mischung aus bildreicher und bildhafter Landschaftsbeschreibung, charakterstarker Personen, dabei voller Humor und auch Spannung.

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Das Geheimnis

Das kalte Moor
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Dies ist der 2. Band der Polarkreis-Trilogie. Für mich war es die erste Begegnung mit Polizeichef Wiking Stromberg. Zu Beginn war mir nicht sofort klar in welcher Beziehung die auftretenden Personen zueinander ...

Dies ist der 2. Band der Polarkreis-Trilogie. Für mich war es die erste Begegnung mit Polizeichef Wiking Stromberg. Zu Beginn war mir nicht sofort klar in welcher Beziehung die auftretenden Personen zueinander standen, aber das hat sich schnell geklärt.

Ich mochte Wiking und seine meist ruhige und strukturierte Vorgehensweise. Obwohl er gerade emotional doppelt belastet wird. Zum einen erhält er eine schlimme Diagnose und zum anderen versetzt ihn ein Brief an seinen Sohn in Alarmbereitschaft. Diese Fortsetzung ist für ihn aus mehreren Gründen sehr persönlich.

Der sachliche Schreibstil ohne viel Drumherum von Liza Marklund gefiel mir gut. Die Beschreibung der teils unwirtlichen und mystischen Landschaft im Norden ließ Bilder vor meinem geistigen Auge entstehen. Sie scheint auch auf die Charaktere der Bewohner abgefärbt zu haben. Und so abgeschieden wie ich geglaubt habe, ist die Gegend gar nicht. Sie wird z. B. von der Automobilindustrie zu Testzwecken genutzt. Mir gefielen auch die Rückblicke sehr gut, so konnte ich mir von den Protagonisten ein viel besseres Bild machen und manches wurde dadurch für mich klarer.

Teilweise ist die Geschichte mehr ein Spionageroman als ein Krimi, was an der Verbindung zu den Zeiten des Kalten Krieges liegt.

Obwohl ich den ersten Band nicht kenne, hatte ich keine Verständnisprobleme. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Nicolaus von Verdun und sein Schrein

Der Schrein der Könige
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Nach dem Tod seiner Ehefrau und zwei seiner Söhne versinkt der über die Grenzen hinaus bekannte Goldschmied Nicolaus von Verdun in seinem Kummer. Erst als ihm die Errichtung eines Schreins für die Heiligen ...

Nach dem Tod seiner Ehefrau und zwei seiner Söhne versinkt der über die Grenzen hinaus bekannte Goldschmied Nicolaus von Verdun in seinem Kummer. Erst als ihm die Errichtung eines Schreins für die Heiligen Drei Könige in Köln angeboten wird, erwacht er aus seiner Lethargie. Aber der Umzug nach Köln bringt auch Ängste, Herausforderungen und Anfeindungen besonders durch die ansässigen Goldschmiede mit sich.

Sabine Weiss schildert bildhaft und lebendig die Entstehung dieser wichtigen Reliquiare, das als Meisterstück der Goldschmiedekunst gilt und auch heute noch Millionen Betrachter anzieht und in Erstaunen versetzt. Dabei verbindet sie sehr gekonnt Fakten und Fiktion. Da es über das Leben und Schaffen des Nicolaus von Verdun keine Überlieferungen gibt, konnte die Autorin bei seiner Familiengeschichte ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Anders sah es bei der Politik des Reiches und den Kreuzzügen Ende des 12. und Anfang des 13. Jahrhunderts aus. Davon konnte ich mir beim Lesen aufgrund der guten Recherche der Autorin ein gutes Bild machen.

Ein sehr unterhaltsamer Roman mit einer guten Mischung aus historischen Fakten und Fiktion, bei dem ich einen guten Einblick in die aufwändige und detaillierte Arbeit der Goldschmiede bei der Erschaffung des Schreins der Könige bekam. Da mir der letzte Teil zu sehr im Zeitraffer erschien und der Schrein etwas aus dem Fokus geriet, vergebe ich nur vier Sterne.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Feige Lehrer

Nightmore - Das gruseligste Internat der Welt (Band 2) - Zombie gesucht
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Nightmore ist das gruseligste Internat der Welt. Hier leben Vampire, Zombies, Dämonen, Werwölfe und ähnliche gruselige Wesen. Unterricht und Sportveranstaltungen sind auch nicht mit den uns bekannten zu ...

Nightmore ist das gruseligste Internat der Welt. Hier leben Vampire, Zombies, Dämonen, Werwölfe und ähnliche gruselige Wesen. Unterricht und Sportveranstaltungen sind auch nicht mit den uns bekannten zu vergleichen, zum Zeitvertreib wird z. B. Blutball gespielt. Es geht auch gleich gruselig los, denn Fynn sitzt gefesselt im Kerker der Schule und hat nur noch ein paar Minuten, um sich zu befreien.

Bis auf ein Auge fehlt von dem Mitschüler Edgar jede Spur … vorerst. Im Gegensatz zu den feigen Lehrern begibt sich Fynn auf die gefährliche Mission, ihn zu suchen und zu befreien. Irrlicht und Moor-Monster können ihn nicht stoppen, aber dann trifft er auf die furchtbarsten Kreaturen überhaupt. Ihr möchtet wissen wer das wohl ist? Seid gespannt, aber von mir erfahrt ihr das nicht.

Ich mag diese skurrilen Figuren, die mich mit ihren Charaktereigenschaften immer wieder überraschen können. Besonders ist mir neben Fynn natürlich die Dämonin Sinista ans Herz gewachsen. Sie ist einfach nur cool und eine wahre Freundin.

Der Schreibstil von Vanessa Walder ist einfach nur toll. Ich wüsste gerne wo sie ihre genialen Einfälle immer hernimmt. Diese Einfälle sind teils zwar gruselig, aber es gibt so viele witzige Dialoge und Szenen, bei denen man lachen muss, dass der Spaß beim Lesen eindeutig überwiegt. Man braucht also keine Angst haben, dass man nachts nicht ruhig schlafen kann.

Ein weiteres Highlight sind die vielen schwarzweiß Illustrationen von Philipp Ach, auf denen es so viel zu entdecken gibt und die sehr gut zum Geschehen passen.

Auch der zweite Band der Nightmore-Reihe ist das reinste Lesevergnügen, und zwar nicht nur für Kinder.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Heimatgefühle und Familie

Und das Glück duftet nach Wolken und Meer
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Die 33-jährige Kayla hat ihrer Heimat vor einigen Jahren den Rücken gekehrt und ist nach Berlin gezogen. Nun ist ihr Vater gestorben und mit den schmerzvollen Gedanken an den großen Streit mit ihrem Bruder ...

Die 33-jährige Kayla hat ihrer Heimat vor einigen Jahren den Rücken gekehrt und ist nach Berlin gezogen. Nun ist ihr Vater gestorben und mit den schmerzvollen Gedanken an den großen Streit mit ihrem Bruder und dem Verlust der Mutter in Kindheitstagen, weil diese von jetzt auf gleich verschwand, kehrt Kayla zurück nach Irland in das kleine Dorf Old Quay.

Zum Glück stehen ihr ihre Gran und ihre Sandkastenfreundin Maeve zur Seite. Aber nach und nach kehren auch schöne Erinnerungen an ihre Zeit in Irland zurück und sie merkt wie sehr sie ihre Heimat vermisst hat. Ehrlich gesagt hätte ich sie gerne mal geschüttelt. Für ihr Alter fand ich sie teilweise ziemlich naiv. Es hat auch gedauert bis Verständnis für die Sichtweise und das Handeln anderer Personen in ihrem Umfeld erkannt hat, aber besser spät als nie.

Mir gefiel der bildhafte Schreibstil gut. Und ich mochte diese Mischung aus problembehafteter Familiengeschichte, Freundschaft, Romantik und Landschaftsbeschreibungen. Letztere haben mich auch zurück an Irlands Küste kolportiert.

Insgesamt ein unterhaltsamer Roman vor einem wunderschönen Setting.

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