Alles für die Kunst - sehr spannend
Fleischmaler„Der Fleischmaler“ von Jo Machedanz ist ein Taschenbuch mit 309 Seiten. Die Kapitel sind mit Datum, Uhrzeit und Ort überschrieben. Im Anhang befindet sich ein Verzeichnis der handelnden Personen.
Die Geschichte ...
„Der Fleischmaler“ von Jo Machedanz ist ein Taschenbuch mit 309 Seiten. Die Kapitel sind mit Datum, Uhrzeit und Ort überschrieben. Im Anhang befindet sich ein Verzeichnis der handelnden Personen.
Die Geschichte wird in mehreren Handlungssträngen erzählt. Zum einen gibt es den Aussteiger Paul, der in einem heruntergekommen Haus mit mehreren suspekten und kriminellen Personen wohnt. Sein Buch will kein Verlag veröffentlichen und nun recherchiert er für einen grausamen, blutigen Thriller. Dabei will er den echten Fall einer verbrannten Leiche im Auto als Grundgedanken nehmen.
Die Polizei findet ein abgebranntes Auto mit einer verbrannten Leiche darin. Und das soll nicht die einzige verbrannte Leiche bleiben. Hauptkommissar Grossmann ermittelt mit seinem Team.
Privatdetektiv Adam Peppercorn ist im Auftrag eines sehr reichen Amerikaners in Deutschland unterwegs, um Nazi-Gemälde eines bekannten Malers zu akquirieren.
Und die taube Kiki, die nur mit ihren Hörimplantaten hören kann, vermisst ihre Mitbewohnerin Lena. Die Polizei nimmt sie nicht ernst und sie sucht nun selber nach ihr.
Im weiteren Verlauf des Buches kann man die Zusammenhänge erkennen und die Handlungsstränge führen langsam zusammen.
Der Schreibstil ist meistens sehr gut. Etwas Probleme hatte ich bei den Abschnitten mit Peppercorn, da ist mir das Lesen nicht so leicht gefallen.
Die einzelnen Kapitel bzw. Tagesabschnitte sind meist sehr kurz, sodass man immer mittendrin in der Handlung steckt, die sehr komplex ist und man schon etwas aufpassen muss beim Lesen.
Die handelnden Personen sind alle sehr unterschiedlich, nicht nur durch ihre sozialen Stellungen. Am besten haben mir die Abschnitte im Haus Wilhelminenhofstraße 20a Gefallen, auch wenn sie doch recht dramatisch waren. Der Berliner Dialekt ist, denke ich, hervorragend getroffen und man kann ganz gut die Klientel erkennen.
Das Cover, welches sich auf der Rückseite fortsetzt, erinnert an alte Fliesen in einem alten Badezimmer und ist gut getroffen.