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Veröffentlicht am 31.03.2020

Must-Have für Beagle-Fans

Das Beagle-Berufe-Buch
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Welcher Beagle-Besitzer kennt es nicht: Da schaut man mal einen Moment nicht hin, und schon hat unser kleiner vierbeiniger Freund wieder irgendeine Dummheit angestellt. Ob er nun auf dem Tisch oder in ...

Welcher Beagle-Besitzer kennt es nicht: Da schaut man mal einen Moment nicht hin, und schon hat unser kleiner vierbeiniger Freund wieder irgendeine Dummheit angestellt. Ob er nun auf dem Tisch oder in der Spülmaschine sitzt oder wieder etwas Neues zum Anknabbern gefunden hat, langweilig wird es mit ihm garantiert nie! In 188 Bildern zeigt dieses Buch, dass auch das Berufsleben eines ehemaligen Laborbeagles noch einiges zu bieten hat. So versuchen sie sich denn als Quereinsteiger zum Beispiel als Fensterputzer, Erntehelfer, Schuhputzer und Tischdeko, als Produktprüfer und Lebensmittelkontrolleur oder sogar als ...was? Gartenzwerg? Brückentroll? Na, es kann eben nicht jeder gleich Feldwebel oder verdeckter Ermittler sein!

Ich bin mir sicher, dass jeder Beagle-Besitzer seinen Hund hier mehr als einmal wiedererkennen wird. Denn sie alle haben eines gemeinsam: Sie sind einfach herzensgute Tiere, die unweigerlich mit ihrem Charme bestechen. Wirklich böse kann man ihnen niemals sein, auch wenn sie vielleicht gerade das neugelieferte Päckchen zerlegt oder einen liebgewonnenen Gegenstand kaputtgebissen haben.

Gebt diesen Hunden eine zweite Chance, gebt ihnen die Möglichkeit, ein Leben zu leben, welches nicht nur aus einem Zwinger im Labor und Angst und Schmerzen und Stress besteht. Wer schon einen Laborbeagle aufgenommen hat, weiß, dass es manchmal sehr hart sein kann, denn oft sind diese Tiere zutiefst traumatisiert und manchmal scheinbar urplötzlich und grundlos zu Tode geängstigt, doch es macht so viel Freude, ihre Entwicklung zu beobachten und zu sehen, wie sie mit jedem Tag lernen und Schritt für Schritt freier und immer mehr sie selbst werden. Gebt diesen Hunden eine Chance auf ein neues und besseres Leben, denn dass das sehr gut gelingen kann, zeigt dieses Buch in allen Facetten. Wer sich darauf einlässt, wird viel Arbeit haben, aber auch einen treuen, dankbaren und lebensfrohen Freund finden.

Und wer sich nicht gleich an die ganz große Aufgabe herantraut, einen Hund bei sich aufzunehmen, kann trotzdem helfen - zum Beispiel mit diesem Buch, dessen Einnahmen alle der Laborbeaglehilfe e.V. zugute kommen.


Fazit: Ein tolles Fotobuch, das im Regal keines Beagle-Fans fehlen sollte!

Veröffentlicht am 21.03.2020

Auf der Spur des Lächelnden Drachen

Das Lächeln des Drachen
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Nach dem Tod ihres Vaters reist Olivia im Jahre 1859 auf dessen letzten Wunsch hin nach England, um dort ihre Patentante zu treffen. Als sie dort ankommt, muss sie jedoch erfahren, dass diese bereits verstorben ...

Nach dem Tod ihres Vaters reist Olivia im Jahre 1859 auf dessen letzten Wunsch hin nach England, um dort ihre Patentante zu treffen. Als sie dort ankommt, muss sie jedoch erfahren, dass diese bereits verstorben ist. Da draußen ein Unwetter tobt, bleibt Olivia auf Drängen des Butlers hin dennoch eine Nacht auf dem Anwesen in Devonshire, welches inzwischen von Simon, dem Sohn von Olivias Patentante, alleine geführt wird. Bei Simon lässt der Aufenthalt Olivias längst vergessen geglaubte Erinnerungen und Gefühle aus Kindheitstagen auferstehen, doch nicht jeder scheint erfreut zu sein über den Besuch der jungen Lady...

Mehr als 150 Jahre später, im Jahr 2013: Nachdem vor vielen Jahren bereits ihre Eltern kaltblütig vor ihren Augen ermordet wurden, entgeht die Studentin Junia nur knapp wiederholten Entführungsversuchen. Sie flieht nach Sable Island, einer kleinen Insel vor der Küste Kanadas, wo sie bei Forschern unterkommt. Diese rufen ihren Sohn Falk zur Hilfe, um Junia zu beschützen und das Geheimnis um den Tod ihrer Eltern zu lüften. Es beginnt eine Suche voller Gefahren, die Junia, Falk und dessen Freunde schließlich bis ins England des 19. Jahrhunderts führt...


Die Geschichte ist zweigeteilt: Der erste, etwas längere Teil handelt von Olivia und Simon, der zweite von Junia und Falk. Dadurch, dass beide Geschichten nacheinander erzählt werden, kann man jeweils sehr gut darin eintauchen, da nicht ständig Ort und Zeit gewechselt werden. Beide Geschichten könnten zudem theoretisch unabhängig voneinander gelesen werden, sind hier jedoch auch wunderbar miteinander verknüpft worden! Der Wechsel fiel mir dabei relativ leicht, nach ein paar Seiten konnte ich mich bereits gut auf die neue Situation umstellen. Besonders gelungen finde ich auch, dass sich ganz klar eine Veränderung im Schreibstil feststellen lässt, sodass die Sprache jeweils sehr gut zu den Geschichten passt und beide Male auch wirklich angenehm und flüssig zu lesen ist.

Die Charaktere sind durchweg sehr gut gezeichnet, tiefgründig, individuell. Das wird auch toll an der jeweiligen sprachlichen Ausgestaltung deutlich: Wo beispielsweise Simon seinen Zweifeln, Ängsten und zurückgehaltenen Gefühlen mittels innerer Monologe Ausdruck verleiht, lässt Falk entsprechend seiner sehr offenen Art seine Freunde und den Leser ungefiltert an allen Emotionen teilhaben, indem er - man muss es einfach so sagen - wirklich sehr viel spricht. Damit gelingt es ihm mehr als einmal, angespannte Situationen zu lösen und neuen Mut zu machen. Und auch abgesehen von Falk und Simon fällt es nicht schwer, Sympathie für die verschiedenen Figuren zu verspüren.

An Spannung fehlt es in keiner der beiden Geschichten, und so lässt sich das Buch wirklich sehr gut lesen. Ich hatte eine wirklich sehr schöne Lesezeit, daher gibt es von mir 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 17.03.2020

Vorfreude auf die nächste Reise inklusive

Nach Süden
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5 Monate Südamerika, nur mit dem, was in den Rucksack passt, auf einer mehr oder weniger festgelegten Route - das ist Marius´ Plan. Auf seine Reise, die ursprünglich eigentlich gar keine Reise allein, ...

5 Monate Südamerika, nur mit dem, was in den Rucksack passt, auf einer mehr oder weniger festgelegten Route - das ist Marius´ Plan. Auf seine Reise, die ursprünglich eigentlich gar keine Reise allein, sondern zu zweit werden sollte, nimmt er den Leser mit und lässt ihn teilhaben sowohl an schönen Erlebnissen als auch an Momenten voller Trauer und Verlusten. Aus der Ich-Perspektive geschrieben bekommt man das Gefühl, selbst mit dabei zu sein, eine Art Mischung aus Tagebuch und Roman. Die Landschaften werden wunderbar beschrieben, die Eigenarten der Einwohner verschiedenster Länder festgehalten. Ehrlich und ungeschönt wird neben vielen tollen Bekanntschaften auch von den eher merkwürdigen berichtet, die Augen nicht verschlossen vor Armut, Korruption und Ausbeutung.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, es transportiert sehr gut die verschiedenen Gefühle, die wohl jeder Rucksackreisende auf seinem Weg durchlebt. Gleichzeitig fühlt man sich dank des Schreibstils so "vor Ort", als stünde man selber gerade in der Salzwüste Boliviens, warte seit Stunden in strömendem Regen auf eine Mitfahrgelegenheit, erklimme einen nicht enden wollenden Canyon oder verbringe einen ausgelassenen Abend mit neuen Hostel-Bekanntschaften.

Wer selbst schonmal in Südamerika war oder neugierig auf einen Kontinent voller Kontraste ist, der ist mit diesem Buch gut beraten - es weckt garantiert Reiselust!

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Veröffentlicht am 08.03.2020

Mitreißender Fantasy-Krimi

Die Elfe vom Veitner Moor
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Das Leben in Abilacht ist nicht gerade das, was Ayla sich erhofft hatte. Eigentlich hatte sie große Pläne, doch nun sitzt sie seit Jahren als Hauptfrau der Stadtwache in diesem kleinen, verregneten Nest ...

Das Leben in Abilacht ist nicht gerade das, was Ayla sich erhofft hatte. Eigentlich hatte sie große Pläne, doch nun sitzt sie seit Jahren als Hauptfrau der Stadtwache in diesem kleinen, verregneten Nest fest, in dem nichts, aber auch wirklich gar nichts Spannendes passiert. Bis eines Tages eine Leiche im nahegelegenen Moor gefunden wird. Und zwar nicht nur einfach eine Leiche, sondern eine tote Elfe, deren Wunden auf Mord hinweisen. Ayla ist zunächst begeistert - endlich tut sich einmal etwas! Doch ihre Freude verfliegt schnell, als klar wird, dass jemand sie mit allen Mitteln daran zu hindern versucht, Nachforschungen im Fall der Elfe anzustellen. Was ist da los? Gemeinsam mit Saliniome, einer Elfe, die in der Tatnacht wichtige Beobachtungen gemacht hat, begibt sich Ayla auf die Suche nach dem Mörder und gerät immer mehr selbst in Gefahr - das, was die beiden schließlich entdecken, hätte niemand von ihnen erwartet...


Ganz wunderbar gelingt es der Autorin, den Leser nach Aventurien mitzunehmen und so auch komplett DSA-Unerfahrenen wie mir diese fremde Welt näherzubringen. Die Tristesse, die Ayla zu Beginn des Buches in Abilacht verspürt, wird für den Leser absolut nachempfindbar dargestellt, und so wird man auch schnell von Aylas Aufregung beim Fund der Toten angesteckt. Die Spannung, die dabei aufgebaut wird, kann bis zur letzten Seite aufrechterhalten werden und lässt den Leser mit den Protagonisten mitfiebern. Denn die Suche nach dem Mörder bleibt längst nicht so ungefährlich wie anfangs gedacht, und nicht jeder ist so vertrauenswürdig wie es scheint. Neben einer spannenden Mordgeschichte entwickelt sich im Laufe der Zeit aus zunächst sehr behutsamen Gefühlen eine zaghafte, sanfte Liebesgeschichte, die nochmal einen ganz anderen, sehr schönen Aspekt zu der Geschichte beisteuert.


Mir hat das Buch von Anfang an sehr gut gefallen, und es fiel schwer, es wieder aus der Hand zu legen - eine sehr interessante Mischung aus Fantasy und Krimi, mit der es beim Lesen definitiv nicht langweilig wird!

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Veröffentlicht am 07.03.2020

Ein wunderbar gelungener Auftakt

Das Grand Hotel - Die nach den Sternen greifen
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Bernadette von Plesow ist Besitzerin des Grand Hotel, eines sehr angesehenen Hotels in Binz auf Rügen. Während sie dieses gemeinsam mit Sohn Alexander führt, hat sich der zweite Sohn, Constantin, ein eigenes ...

Bernadette von Plesow ist Besitzerin des Grand Hotel, eines sehr angesehenen Hotels in Binz auf Rügen. Während sie dieses gemeinsam mit Sohn Alexander führt, hat sich der zweite Sohn, Constantin, ein eigenes Hotel in Berlin aufgebaut, und es herrscht eine rege Zusammenarbeit beider Hotels. Als jedoch eines Tages am Strand vor Binz ein Mann tot aufgefunden wird, bröckelt die Fassade der Harmonie und Idylle, und so manch einer geht - wortwörtlich - über mehr als eine Leiche, um an Erfolg und Karriere festhalten zu können.

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht vieler verschiedener Personen, wobei die unterschiedlichen Perspektiven jedoch keinesfalls für Verwirrung, sondern vielmehr für wunderbar erfrischende Abwechslung sorgen. Es gibt gleich mehrere Nebenhandlungen, welche alle gekonnt mit der Haupthandlung verflochten werden, und fast jede beteiligte Person darf einen Teil ihrer eigenen Geschichte zum großen Ganzen beitragen. Da wären zum Beispiel Tochter Josephine, die noch auf der Suche nach sich selbst ist und gerade lernt, ihren innersten Gedanken und Gefühlen durch die Malerei Ausdruck zu verleihen; das Zimmermädchen Marie, welches Erfahrungen macht, die sie über sich selbst hinauswachsen lassen; oder Klaus Denker, der seine Familie auf grausamste Weise verloren hat und nun nach Rache sinnt. Auch Bernadette selbst wird eingeholt von der Macht der Vergangenheit, außerdem muss sie feststellen, dass nicht alle Menschen um sie herum wirklich die sind, für die sie sie gehalten hat.

"Das Grand Hotel" ist eine groß angelegte, komplexe Geschichte, die immer wieder überrascht. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und entführt den Leser problemlos in die 1920er Jahre, betont den Kontrast zwischen ruhigem, idyllischem Inselleben und der Metropole Berlin. Die Protagonisten zeugen von Individualität und viele durchlaufen eine große Entwicklung während des Romans. Morde, geheime Bündnisse, Drogen und Prostitution - all das kommt hier ebenfalls nicht zu kurz und wird all jene eines Besseren belehren, die ein seichtes Familiendrama erwartet haben.

Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung - ich bin schon gespannt auf Band 2!

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