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Veröffentlicht am 24.02.2024

Brutal und unbarmherzig - auf die gute Weise!

Fourth Wing – Flammengeküsst
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Fourth Wing wurde mir von meinem Freund in die Hand gedrückt mit den Worten „Ich war bei Thalia, das sah hübsch aus und klang wie etwas, was du lesen und mögen würdest“ … Tja, er hatte mit Allem recht ...

Fourth Wing wurde mir von meinem Freund in die Hand gedrückt mit den Worten „Ich war bei Thalia, das sah hübsch aus und klang wie etwas, was du lesen und mögen würdest“ … Tja, er hatte mit Allem recht 😂
Ich fühle mich ja etwas schlecht, wenn ich das so schreibe, aber ich freue mich über diese Brutalität hinter Fourth Wing. Dieses Unbarmherzige, wie ich es zB von Panem kenne. Bis auf unsere Prota ist keiner wirklich sicher, das wird schon auf den ersten Seiten klar.

Das World Building hat mir recht gut gefallen. Wir sehen sehr viel von der Schule und noch recht wenig von der Außenwelt, aber ich denke das kommt noch. Außerdem gibt es viele Kämpfe und spannende Szenen, dafür fehlten mir bis zum Ende richtige Intrigen und Mysterien. Das Ende hat mir dahingehend schon sehr gut gefallen. Wir erfinden das Rad hier zwar nicht neu, überrascht hat es mich aber tatsächlich!

Die Charaktere sind schon etwas klischeehaft. Wir haben den besten Freund, den dunklen „Feind“ mit der krassen Anziehungskraft und die Special snowflake Protagonistin. Im Gegensatz zu anderen Büchern muss Violet sich aber alles selbst verdienen, ihr fällt nichts einfach so zu. Sie wirkt auch sehr menschlich und greifbarer, vor Allem wenn es um die Themen Tod und Töten geht. Die Verbindung mit ihren Drachen fand ich sehr spannend!

Obwohl das Buch schon ein kleiner Klopper ist, ist es mir fast zu kurz. Manche Szenen wirkten auf mich tatsächlich nicht ganz auserzählt und ich hätte mir da mehr Tiefe gewünscht. Dafür hätte der Spice am Ende gern etwas weniger sein dürfen … und vielleicht auch weniger unrealistisch und romantisiert 😅

Alles in Allem? Ich verstehe den Hype und bin mehr als gespannt auf Band 2 😍

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Veröffentlicht am 30.01.2024

Das Leben der Evelyn Hugo

Die sieben Männer der Evelyn Hugo
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Nach Malibu rising also mein zweites Buch der Autorin und, was soll ich sagen, nicht mein Letztes!
Anfangs war ich extrem skeptisch. Husband Nr 1 wird ja extrem schnell und oberflächlich abgehandelt und ...

Nach Malibu rising also mein zweites Buch der Autorin und, was soll ich sagen, nicht mein Letztes!
Anfangs war ich extrem skeptisch. Husband Nr 1 wird ja extrem schnell und oberflächlich abgehandelt und ich hatte sehr große Angst, dass das so bleibt. Schnell wird aber klar: es geht nicht wirklich um die Ehemänner. Und während einige das Buch als zu oberflächlich abstempeln, war es für mich weit tiefgründiger als gedacht.
Ich rechnete mit einer sprunghaften Frau, die vergeblich die große Liebe sucht und sie zu oft verliert. Dabei gehts viel mehr um diese Liebe, die nie geht und immer bleibt ganz egal wie viele Hürden und Probleme sich in den Weg stellen. Und natürlich um das wichtige Hauptthema, das ich hier nicht Spoilern mag ☺️ und selbstverständlich geht es auch um Fame und Erfolg, Hollywood,Baby!
Mit Evelyn haben wir eine sehr ehrgeizige Frau. So geradlinig sie ist, so kompliziert wird sie dann auch oft. Letzten Endes kann ich aber nichtmal sagen ob ich sie mag. Moniques Geschichte ist eher nebensächlich, aber ergänzt Schön.
Wer Riesen Plot Twists erwartet ist hier jedoch falsch. Wir lesen ja quasi eine Biografie, die Spannung bleibt also für den Erzählstil manchmal etwas auf der Strecke. Und für ein ganzes Leben hat das Buch dann eben doch recht wenig Seiten.
Trotzdem war ich irgendwann voll drin, hab nachgedacht und mitgefühlt und es klingt noch immer etwas nach.

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Veröffentlicht am 21.01.2024

Eine magische Geschichte

Die Verzauberung der Schatten
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Ich hab Band 2 jetzt ewig vor mir hergeschoben, weil ich mit dem Anfang der Reihe irgendwie nicht so recht warm werden wollte. Umso überraschender, dass ich hier wirklich super schnell in der Welt angekommen ...

Ich hab Band 2 jetzt ewig vor mir hergeschoben, weil ich mit dem Anfang der Reihe irgendwie nicht so recht warm werden wollte. Umso überraschender, dass ich hier wirklich super schnell in der Welt angekommen bin.
Die Handlung hat ein wenig das Mittelteil-Syndrom. Wenn wir mal ganz ehrlich sind: Nur wenige Stellen im Buch sind vermutlich im Detail wichtig für das große Ganze, aber es ich mochte das Thema, die einzelnen Stränge und Geschichten. Das alles hat mich ziemlich gut unterhalten, auch wenn mir manchmal die Überraschungen gefehlt haben.
Von den Charakteren hab ich natürlich Kell trotz der launischen Art sehr ins Herz geschlossen. Wenn ich mich nicht ganz irre soll ja eine Serie kommen und ich sag nur einen Namen: Eddie Redmayne, bitte danke! Lila mag ich persönlich überhaupt nicht. Das ist ok, weil sie gut geschrieben ist und nachvollziehbar handelt, aber ich mag ihre Art einfach nicht und hab tatsächlich das ein oder andere mal gehofft, dass ihr Hochmut sie endlich zu Fall bringt. Deshalb war mir dieses Special snowflake Trope auch etwas zu viel, wenn auch begründet.
Ich bin total gespannt auf band 3 und hoffe, dass ich davon ebenso gut unterhalten werde wie vom Band 2!

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Veröffentlicht am 12.01.2024

Das Biest in ihm

Die Gabe des Winters
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Puh schwierige Message mit Stockholm-Syndrom ganz nach “Die Schöne und das Biest”. Nuria beginnt als kämpferische, eigensinnige und etwas rebellische Frau und gibt am Ende wortwörtlich ihre Identität auf ...

Puh schwierige Message mit Stockholm-Syndrom ganz nach “Die Schöne und das Biest”. Nuria beginnt als kämpferische, eigensinnige und etwas rebellische Frau und gibt am Ende wortwörtlich ihre Identität auf für den Mann, der ihr Volk hungern und Menschen von dort entführen ließ, sie beschimpfte, ihrem Vater das Augenlicht nahm, seinem Pferd mal eben das Ohr abschneidet… wir können das noch stundenlang machen, richtiger Traumtyp oder? Aber: “Er ist so nett und beinah fein, doch er war grob und er war schlecht und sehr gemein! Jetzt ist er lieb…”

Normalerweise bin ich weniger zynisch , aber ich bin echt extrem enttäuscht. Die Werte die dort vermittelt werden, sind einfach gruselig und die Beziehung die Definition von toxisch. Dabei hätte diese Geschichte auch so wunderbar ohne Liebesgeschichte funktioniert. Meine zwei Sterne gibt es nämlich für den Schreibstil und für den Plot rund um Miriams Geschichte, die Nuria mit ihrer Gabe aufdeckt. Dafür hätte Nuria aber mit Lord Grausam nicht das Bett teilen müssen. Wie cool wäre es gewesen, hätte Nuria alles aufgedeckt und Miriam wäre als Herrscherin wiedergekommen? Da steckt so viel Potenzial!

Diese Liebesgeschichte fühlt sich falsch und erzwungen an, folgt damit aber auch einen sehr beliebten Muster, das ich nicht mehr lesen mag.
Ich kann mich dafür leider gar nicht erwärmen und mich lässt die Geschichte eher kalt (haha, wegen Gabe des Winters, ihr versteht?)

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Veröffentlicht am 31.08.2023

Tolle Ideen, Umsetzung teils langatmig

Seasons of the Storm – Gaias Gefangene
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Was hab ich mich auf dieses Buch gefreut! Die Grundidee finde ich nach wie vor unheimlich gut und ich mag auch, dass es neben den Fantasy-Elementen auch Sci-Fi-Elemente gibt. Die erklären zwar eine Menge, ...

Was hab ich mich auf dieses Buch gefreut! Die Grundidee finde ich nach wie vor unheimlich gut und ich mag auch, dass es neben den Fantasy-Elementen auch Sci-Fi-Elemente gibt. Die erklären zwar eine Menge, trotzdem wirkte auf mich auch einiges undurchsichtig und damit auch teils nicht logisch, was bereits mein erstes Problem mit dem Buch war.

Dazu kommt, dass ich mit den Figuren einfach nicht warm wurde, obwohl wir so verschiedene Charaktere haben. Dabei hat man in den einzelnen Personen auch die Charakterzüge gesehen, die typisch für ihre Jahreszeit gelten. Also ein hitziger Sommer mit Julio, eher kalter und distanzierter Winter mit Jack etc.. Gegensätze bieten natürlich auch immer Stoff für Streit und gerade in der Situation, in der sich alle befinden, wäre Friede und Freude wohl zu viel verlangt. Aber der Zusammenhalt, die Freundschaft, das Durchbeißen, das kam mir alles etwas zu spät. Dadurch haben mich die ständigen Streitereien und damit auch Streitschlichtereien einfach genervt.

Ebenso genervt war ich vom ständen Weglaufen und Fliehen. Versteht mich nicht falsch, das macht alles Sinn, aber leider zieht es sich so. Da hätte ich lieber mehr von den Anfängen von Fleurs und Jacks Liebesgeschichte gelesen, das kam nämlich etwas zu kurz.

Fazit: Das klingt jetzt alles erstmal so negativ, aber da ich den Anfang, das Ende und die Ideen wirklich mochte, ist das Buch für mich kein Reinfall. Es hat mich unterhalten und auch zum Grübeln gebracht. Allerdings sehe ich einen zweiten Teil aktuell nicht bzw. Die Notwendigkeit davon.

P.S.: Der Schreibstil ist ja grundsätzlich angenehm aber die Übersetzung ist nicht so der Hit, kann das sein?

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