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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2020

Verbotene Liebe

Hope Again
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Nolan ist charmant, witzig, einfühlsam und zieht Everly auf magische Weise an. Es gibt jedoch zwei Probleme. 1.) Everly wollte sich nicht verlieben. 2.) Schon gar nicht in Nolan, denn er ist ihr Dozent. ...

Nolan ist charmant, witzig, einfühlsam und zieht Everly auf magische Weise an. Es gibt jedoch zwei Probleme. 1.) Everly wollte sich nicht verlieben. 2.) Schon gar nicht in Nolan, denn er ist ihr Dozent. Trotzdem nähern sich die beiden immer weiter an. Doch da steht so viel mehr zwischen ihnen, als nur die Tatsache, dass sie Studentin und Dozent sind.

Auf diesen Teil war ich wohl am neugierigsten und eigentlich ist er auch schuld daran, dass ich mit der Reihe begonnen habe. Denn irgendwie fand ich dieses Studenten-Dozenten-Ding richtig interessant und ich wollte wissen, was ich davon halte.

Nolan ist jedenfalls nicht der typische Dozent, den ich mir erstmal so vorgestellt habe. Er ist locker und freundlich, sodass die Seminare immer eine sehr entspannte Atmosphäre haben. Everly ist eigentlich herzensgut, gibt sich aber oft kühl. Das passiert zumeist dann, wenn sie ihre wahren Gefühle runterschlucken will. Beide werden Abends immer wieder von ihren Dämonen heimgesucht und kämpfen mit ihrer Vergangenheit. Leider konnte ich zu beiden nicht so eine Bindung aufbauen wie zum Beispiel zu Sawyer und Isaac.

Der Plot ist sehr typisch für die Reihe. Annähern und Distanzieren immer im Wechsel bis zum furiosen Finale. Nolans Beweggründe habe ich dabei nicht immer nachvollziehen können. Was ich bei der Again-Reihe aber so liebe sind die Nebenfiguren und Nebenhandlungen. Die Situation zu Hause und die Freundschaften werden ebenfalls behandelt, was mir immer sehr gefällt. Die Freundschaft zwischen Blake und Everly finde ich wirklich besonders und wie immer freue ich mich schon auf den nächsten Band. Allerdings hoffe ich, dass ich dann wieder mehr von der „Basis-Clique“ lesen darf, die haben mir etwas gefehlt.

Fazit

Obwohl Hope again für mich bisher der schwächte Teil der Reihe ist, kann man ihn trotzdem nicht wirklich schwach nennen. Er macht Freunde beim Lesen und vor Allem Lust auf mehr. Diese Reihe macht definitiv zu süchtig.

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Veröffentlicht am 28.04.2020

Fiktion und Realität

Die unglaubliche Flucht des Uriah Heep
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Charley war schon immer besonders. Er ist ein Beschwörer, der Dinge und Figuren aus Bücher hinaus lesen kann, sodass sie real werden. Als Charley aber seinen Bruder Rob anruft und ihm eröffnet, dass er ...

Charley war schon immer besonders. Er ist ein Beschwörer, der Dinge und Figuren aus Bücher hinaus lesen kann, sodass sie real werden. Als Charley aber seinen Bruder Rob anruft und ihm eröffnet, dass er gerade Uriah Heep, den Schurken aus Dickens David Copperfield, in ihre Realität gelesen hat, ahnt Rob Schlimmes. Denn Heep redet vom Ende ihrer und dem Kommen der neuen Welt…

Erzählt wird diese magische Geschichte hauptsächlich von Rob, obwohl es auch Tagebucheinträge und Kapitel aus anderen Sichtweisen gibt. Mich hat das zunächst etwas überrascht. Irgendwie ist man es als Leser ja schon gewohnt, dass es entweder den allwissenden Erzähler gibt oder der Held seinen Weg selbst erzählt. Ich mag es aber sehr, dass man die Story dieses Mal aus anderer Sicht liest.

Denn Rob hat keine Fähigkeiten wie sein Bruder. Er ist ein ganz normaler Anwalt, der seinen Bruder genauso liebt wie er genervt von ihm ist. Außerdem ist er recht sarkastisch, was mich häufiger zum Schmunzeln gebracht hat. Durch ihn bekommt man auch einen ganz anderen Blick auf den Helden Charley und man fühlt auch mehr mit Rob mit. Schließlich ist die Welt einem als Leser auch völlig unbekannt und so begibt man sich gemeinsam auf Entdeckungstour.

Charley ist ein sehr chaotischer, aber wirklich liebenswerter Charakter. Er ist stärker und mutiger als er zunächst wirkt. Vor Allem aber ist er sehr intelligent. Dass er so besonders ist sorgt immer wieder für Konflikte zwischen ihm und Rob. Mir gefällt die Beziehung sehr gut, denn sie ist nicht nur schwarz oder weiß. Rob hat Fehler gemacht und muss dabei immer wieder gegen seine eigenen Dämonen kämpfen.

Der Schreibstil ist sarkastisch, aber manchmal etwas trocken. Das Buch hat natürlich mehr als nur kleine Anspielungen auf diverse Literaturwerke, was mich richtig neugierig gemacht hat. Die Figuren sind sehr gut eingebunden und umgesetzt. Es macht wirklich Spaß zu lesen, einige Stellen sind aber leider etwas langatmig. Die Auflösung hat mir sehr gefallen, auch wenn sie mich echt gewurmt hat. Ich bin jedes Mal erst hinter die Geheimnisse gekommen, ganz kurz bevor das Buch sie dann selbst geöffnet hat 😀

Fazit

Eine Reise durch verschiedene literarische Werk, durch die man wirklich Lust hat, selbst mal nach einem Klassiker zu greifen. Außerdem gibt es sehr viele tolle Charaktere, die man trotz oder vielleicht auch gerade dank ihrer Schrulligkeit sofort ins Herz schließt.

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Veröffentlicht am 15.04.2020

Mehr als nur ein Projekt...

Feel Again
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Sawyer ist eine taffe Draufgängerin, Isaac der schüchterne Nerd. Für Sawyers Abschlussarbeit im Fotografiekurs gehen die zwei einen Deal ein. Sawyer macht aus dem Nerd einen Bad Boy und hilft ihm, Mädchen ...

Sawyer ist eine taffe Draufgängerin, Isaac der schüchterne Nerd. Für Sawyers Abschlussarbeit im Fotografiekurs gehen die zwei einen Deal ein. Sawyer macht aus dem Nerd einen Bad Boy und hilft ihm, Mädchen anzusprechen und mit ihnen zu flirten. Dafür darf sie alles dokumentieren. Doch das Projekt wird schnell zu mehr…

Sawyer lernt man bereits in Begin again kennen un da konnte ich mir noch nicht vorstellen, dass sie mir als Protagonistin so gut gefallen könnte. In Trust again habe ich dann angefangen sie zu mögen und konnte mich richtig auf Feel again freuen. Zu Recht.

Sawyer ist ganz anders als Dawn und Allie. Auch sie hat eine schwierige Vergangenheit und ihre Mauern hochgezogen, aber sie zeigt das ganz anders. Sie rettet sich in One Night Stands und möchte auch keine Beziehung. Sie ist der festen Überzeugung, dass sie niemanden braucht. Doch im Laufe ihrer Projekts bauen sie und Isaac eine Freundschaft zueinander auf. Er ist das genaue Gegenteil: Unsicher, aber familien- und pflichtbewusst. Natürlich hat auch er eine nicht so rosige Vergangenheit, wobei die Geschichte genauso gut mit einer nicht ganz so dramatischen Vergangenheit funktioniert hätte. Seine Probleme sind aber deutlich näher und alltäglicher, was mir sehr gefällt.

Für mich ist die Geschichte der beiden die bisher schönste. Sawyer ist eine erfrischende Abwechslung und Isaac hat sich sowieso einen Platz in meinem Bücherwurmherz geschaffen. Er ist lieb, etwas nerdig, lustig und auch ein wenig trottelig. Ich bin nun mal mehr der Good Guy-Typ und dieser gutherzige Kerl hat es mir so richtig angetan.

Die Geschichte ist zwischen den beiden Protagonisten weniger dramatisch im Vergleich zu Begin again und Trust again. Die Beziehung beginnt mit einer Freundschaft und steigert sich langsam. Saywer entdeckt ihre Gefühle noch und das Tempo finde ich sehr angenehm und nicht zu überstürzt. Auch den Höhepunkt der Geschichte, der große Streit, der ja immer kommen muss, ist für mich in diesem Buch nachvollziehbarer. Ich verstehe dieses Mal beide Seiten. Natürlich hätte die Versöhnung mal wieder deutlich schneller gehen können, aber dafür wirkte das Drama auf mich greifbarer und nicht künstlich.

Fazit

Feel again ist bisher mein liebster Teil der Reihe. Ich habe die Protagonisten lieben gelernt und mit ihnen gelitten und gelacht. Monas Schreibstil ist einfach fantastisch und so fliegt man nur durch die Seiten. Die ganze Reihe ist für mich eine totale Überraschung und ich lege sie euch nur zu gern ans Herz.

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Veröffentlicht am 09.04.2020

Die besten Freunde

Trust Again
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„Wir unterhielten uns über unsere Vergangenheit, als wäre sie genau das. Vergangen.“

Spencer und Dawn sind beste Freunde. Doch keiner von beiden kann leugnen, dass da ein gewisser Funken ist. Spencer ...

„Wir unterhielten uns über unsere Vergangenheit, als wäre sie genau das. Vergangen.“

Spencer und Dawn sind beste Freunde. Doch keiner von beiden kann leugnen, dass da ein gewisser Funken ist. Spencer lädt Dawn immer wieder auf ein Date ein – und Dawn lehnt immer wieder ab. Zu groß ist der Schmerz, den Exfreund Nate ihr zugefügt hat. Ob sie es schafft, wieder zu vertrauen?

Ich habe mich unendlich auf dieses Buch gefreut! Nachdem ich Begin again verschlungen habe, habe ich mir direkt Trust again geschnappt. Denn Spencer und Dawn gefielen mir bereits in Band 1 wahnsinnig gut. Und eins kann ich vorab direkt wieder sagen: Der Schreibstil, das Gefühl und den Humor der Reihe finde ich nach wie vor grandios.

Dawn ist ein sehr humorvoller, aufgeweckter Charakter. Außerdem ist sie nicht auf den Mund gefallen und sagt gerade heraus, was sie denkt. Das mag ich wirklich sehr an ihr und es wird mit ihr auch nie langweilig. Die Szenen mit ihrem Dad finde ich besonders herzerwärmend. Spencer ist ein intelligenter, fröhlicher aber auch tiefgründiger Charakter. Nach außen hin gibt er sich sehr locker, ist immer gut drauf und hat immer einen Spruch auf den Lippen. Er hat so etwas jungenhaftes, was mir sehr gefällt, mich manchmal aber auch etwas genervt hat. Beim Tippen merke ich aber, wie leicht es mir fällt, die Charakterzüge der Figuren auszumachen, und das geht mir mit allen Charakteren so. Die Autorin hat wirklich fein ausgearbeitete Persönlichkeiten geschaffen, die man nur gern haben kann.

Das ist auch bei den Nebenfiguren der Fall. Vor Allem Kaden mag ich seit diesem Band sehr gern und auch Sawyer, die ich in Begin again gar nicht ausstehen konnte, fange ich wirklich an zu mögen. Ich freue mich sogar richtig auf ihren Teil Feel again. Kein Charakter wirkt blass und die Protagonisten dadurch nur noch kräftiger.

Was mir an diesem Teil sehr gefällt, ist, das man mehr von dem Universitätsleben mitbekommt. Man begleitet Dawn auch mal zu ihren Kursen. Natürlich gibt es auch nicht zu wenige Partys 😉 Langsam wird das Bild von Woodshill immer klarer, als würde man sich die Stadt zusammenpuzzeln. Und ich wette: Mit jedem neuen Buch kommt man wieder nach Hause.

Trotzdem gefällt mir Trust again nicht ganz so gut wie Begin again. Zum Einen, weil es dem Schema seines Vorgängers zu sehr folgt. Ich wusste bei einem Blick auf die Seitenzahl oft, was als nächstes passieren musste. Es ist mir von der Handlung und der Struktur zu ähnlich, obwohl die Protagonisten und ihre Geschichten ja doch ganz anders sind. Gegen Ende wirkt ihr Verhalten dann manchmal gar nicht echt, sondern so, als brauchte man eben noch etwas, das Drama erzeugt. Das hatte ich bei diesen zwei Figuren anders erwartet. Es gab einige Momente, in denen ich lieber länger verweilt wäre, und wiederum andere, die mir dann zu lang vorkamen.

Fazit

Auch Trust again konnte mich überzeugen, auch wenn ich Begin again ein bisschen mehr liebe 🙂 Ich mag Spencer und Dawn zwar sehr, aber ich hatte erwartet, dass mich ihre Geschichte mehr umhaut. Und vielleicht war genau das mein Problem.

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Veröffentlicht am 02.04.2020

Auftakt in Woodshill

Begin Again
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„Ich werde das alles wiedergutmachen. Bis wir beide wieder heil sind.“

Nochmal neu anfangen in einer neuen Stadt mit einem neuen Namen. Allie hat sich getraut und ist für ihr Studium nach Woodshill gezogen. ...

„Ich werde das alles wiedergutmachen. Bis wir beide wieder heil sind.“

Nochmal neu anfangen in einer neuen Stadt mit einem neuen Namen. Allie hat sich getraut und ist für ihr Studium nach Woodshill gezogen. Allerdings ist sie ausgerechnet in einer WG mit Kaden White gelandet. Der Bad Boy mit seiner unverschämten Art ist nur leider auch unverschämt attraktiv. Doch er stellt Regeln auf. Die wichtigste: Allie und Kaden fangen nichts miteinander an. Schwieriger als gedachte, denn bei Allie bröckelt Kadens Fassade und die Funken zwischen ihnen können sie nicht lange abstreiten…

Was macht für dich ein gutes NA-Buch aus? Ich für meinen Teil brauche einen lockerleichten Schreibstil, eine kleine Portion Drama (aber bitte nicht zu viel), liebenswerte Protagonisten mit vorzugsweise tollen Freunden und ein traumhaftes Setting. Und genau das hat Begin Again alles zu bieten.

Beginnen wir doch gleich mal beim Schreibstil. Der ist flüssig und schlichtweg so gut zu lesen, dass man gar nicht bemerkt, wie die Seiten dahin fliegen. Stellenweise konnte ich das Buch nur mit einem fetten Grummeln aus der Hand legen. Außerdem gibt es wirklich schöne Passagen und Zitate ohne, dass das Buch zu kitschig oder voll wirkt. Zudem ist es auch humorvoll, was ich sehr genossen habe. Die Handlung ist natürlich etwas dramatisch (sonst wäre eine Liebesgeschichte ja auch weniger erzählenswert), aber meist plausibel. Das Ende war mir etwas too much, aber der restliche Anteil Drama hat für mich perfekt gepasst. Ein bisschen Aufregen will ich mich ja vielleicht sogar 😉

Die Protagonisten Allie und Kaden passen für mich wirklich gut zusammen. Allie ist eine wirklich tolle Figur mit Stärken und Schwäche. Sie ist einfühlsam und stark (obwohl sie echt nah am Wasser gebaut ist 😀 ), zeigt aber auch Gefühle, macht Fehler und ist keineswegs perfekt. Aber ich konnte sie durchweg verstehen und sie hatte eine gute Mischung: Sie hat um schon um Kaden gekämpft, ist ihm aber auch nicht immer hinterhergelaufen. Kaden ist nun mal anfangs ein grummeliger Vollidiot und mit denen kann ich eben nicht viel anfangen 😀 Für mich ist er auch nicht wirklich ein Bad Boy und am Ende kamen wir dann auch ganz gut miteinander aus. Insgesamt mag ich die gesamte Clique aber auch sehr. Diese Momente mit den Freunden machen für mich auch ganz viel aus.

Woodshill selbst bleibt mir fast noch ein wenig zu blass. Ich hätte gern noch mehr vom Campus und vom Unileben gelesen. Trotzdem wirkt das kleine Städtchen in Oregon herrlich heimelig und hat den gewissen Wohlfühlfaktor. Ich bin mir auch sicher, dass es die nächsten Teile wie ein Nach-Hause-Kommen sein wird 🙂

Fazit

Begin again hat es geschafft, mich bei NA wirklich kritischen kleinen Leser zu begeistern und mitzunehmen. Ich bin nur so dadurch geflogen, habe geschmunzelt und mich aufgeregt. Ich hab auch direkt mal mit Trust again angefangen. Denn Spence und Dawn haben es mir bereits jetzt angetan.

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