Profilbild von Anna_Schwpps

Anna_Schwpps

Lesejury Star
offline

Anna_Schwpps ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Anna_Schwpps über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.08.2019

Der Drache in ihr

Lady Trents Memoiren 1
0

„Ich wollte die Flügel meines Verstandes ausbreiten und sehen, wie weit ich fliegen konnte.“

Lady Trent ist eine begabte und intelligente Drachenforscherin. Schon als junges Mädchen entdeckt Isabella ...

„Ich wollte die Flügel meines Verstandes ausbreiten und sehen, wie weit ich fliegen konnte.

Lady Trent ist eine begabte und intelligente Drachenforscherin. Schon als junges Mädchen entdeckt Isabella ihre Passion für die geflügelten Riesen, verbringt ihre Zeit am liebsten mit Büchern und Funklingen. Im ersten Teil ihrer Memoiren erzählt sie von ihrer ersten Expedition nach Vystrana mit all den Gefahren und Entdeckungen.

Isabella ist ein stures, aber wissbegieriges und sympathisches Mädchen. Der Unterschied zwischen ihr und der späteren Geschichtenschreiberin und erfahrenen Drachenkundlerin ist allerding groß. Die Autorin schreibt sehr humorvoll, es gibt immer wieder kleine Einschübe, die mich zum Schmunzeln brachten. Der Schreibstil ist zwischendurch etwas verworren, aber trotzdem gut zu verstehen und flüssig.
Neben dem Cover ist das Buch auch innen wirklich schön gestaltet. Jeder Teil und jedes Kapitel beginnen mit Stichworten, was im Folgenden grob passiert. Außerdem gibt es immer mal wieder kunstvolle Zeichnungen und eine Karte der Welt zu bestaunen.
Die Geschichte fängt grandios an, wird meiner Meinung nach aber leider etwas langatmig zum Ende hin. Dabei geht es nicht nur um die Drachen, sondern hauptsächlich um Isabellas Reise und Forschung selbst. Trotzdem finde ich die naturwissenschaftlichen Aspekte wirklich spannend, auch wenn es sich natürlich um einen Fantasy-Roman handelt :D Die Charaktere sind vielseitig, manchmal kam ich jedoch etwas durcheinander. Am meisten angetan hat es mir der liebevolle Jacob.

Fazit
Ich mag die Protagonistin unheimlich gern (was eventuell daran liegt, dass ich als Kind wohl ein wenig so getickt habe wie sie wenn es um Tiere ging :D ) und ich fühle mich jetzt schon wirklich wohl in der Reihe. Auch wenn mir das Buch teils zu langatmig war, bin ich schon sehr gespannt auf die weiteren Abenteuer und Forschungsreisen von Isabella. 

Veröffentlicht am 15.08.2019

Die gefährliche Tradition der New Yorker Elite

Secret Game. Brichst du die Regeln, brech ich dein Herz (Romantic Suspense meets Dark Academia)
0

Geld, Einfluss, Partys und Shopping – Darum dreht sich das Leben der New Yorker Elite an der Privatschule St. Mitchell. Auch Ivory ist nun dort Schülerin, nachdem es ihren Vater zurück in seine Heimat ...

Geld, Einfluss, Partys und Shopping – Darum dreht sich das Leben der New Yorker Elite an der Privatschule St. Mitchell. Auch Ivory ist nun dort Schülerin, nachdem es ihren Vater zurück in seine Heimat verschlagen hat. Doch Ivorys erste Wochen dort werden von einer langjährigen Tradition, dem Spiel, überschattet. Niemand weiß, wer in diesem Jahr Spielleiter ist und die Macht über die Aufgaben hat, doch das Spiel scheint in diesem Jahr keine Grenzen zu kennen. Ivory vermutet bereits, dass ihr neuer Freund Heath sich deswegen so seltsam benimmt und von ihr abwendet. Deshalb heißt es auch bald schon für sie: Wahl, Wahrheit oder Pflicht?

Secret Game wirkt wie eine Mischung aus Pretty little liars, One of us is lying, Nerve und Elite? Ist es wohl irgendwie auch, aber trotzdem ist die Story dahinter wirklich gut und spannend erzählt. Der Schreibstil ist sehr angenehm, auch wenn ich ihn an manchen Stellen als etwas „zu weit weg“ empfand, was aber wohl auch an der Erzählweise in der dritten Person liegt, mit der ich mich ab und an etwas schwer tue. Trotzdem habe ich das Buch innerhalb von zwei Tagen regelrecht weggeatmet, weil ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen wollte… oder konnte :D Besonders gefallen haben mit die Textnachrichten. Herrlich dramatisch und mit genügend Spannung lädt die Geschichte zum Mitfiebern und Miträtseln ein.

Die Charaktere sind teilweise sehr stereotypisch, aber gerade diese Starallüren von Daphne und Pen haben mir unheimlich viel Spaß bereitet. Ivy ist sehr gutmütig, verantwortungsbewusst und versucht immer richtig zu handeln. Leider bleibt Heath für mich noch immer sehr blass und ich hätte mir zwischen den zweien mehr Szenen mit weniger Drama gewünscht. Man lernt aber auch sehr schnell, dass nicht alle Charaktere auch wirklich so ticken, wie es zunächst scheint. Die eine oder andere Figur ist auf meiner Sympathiepunkteliste auch mal von ganz unten nach ganz oben gerutscht und umgekehrt.

Fazit
Es hat wirklich Spaß gemacht Secret Game zu lesen, auch wenn die Beweggründe einiger Charaktere für mich noch immer im leichten Nebel liegen. Ivy ist eine großartige Protagonistin, bei der ich fast immer sagen konnte „Ja, kann ich nachvollziehen!“. Es lohnt sich also wirklich, dem Buch einen Platz im Regal freizuräumen :)

Veröffentlicht am 08.08.2019

Die Abenteuer einer Chaotentruppe

Nachtschwärmer
0

Helena kann es nicht fassen. Nach 17 Jahren findet sie heraus, dass sie einen Halbbruder hat. Doch ihr und Lukas bleiben nur 3 Wochen mit Telefonaten und Nachrichten bevor er tödlich verunglückt. Als Helena ...

Helena kann es nicht fassen. Nach 17 Jahren findet sie heraus, dass sie einen Halbbruder hat. Doch ihr und Lukas bleiben nur 3 Wochen mit Telefonaten und Nachrichten bevor er tödlich verunglückt. Als Helena umkippt rät ihre Ärztin dem Mädchen zu einer Kur und so fährt sie mit ihrem Freund Ole campen – in die Heimat ihres verstorbenen Bruders. Dort lernt sie seine Freunde kennen und erlebt einen ganz anderen Ausflug als geplant…

Ich war unheimlich gespannt und habe mich tierisch auf das Buch gefreut. Das Cover ist wirklich wunderschön und der Klappentext klingt tiefgründig und gefühlvoll. Dann habe ich einige Meinungen gelesen und wurde kritischer. Meine Meinung liegt jetzt irgendwo dazwischen.
Der Schreibstil ist leider oft etwas holprig. Kleine Gedankensprünge machten mich häufig stutzig und ich stolperte mehr als einmal über einen abgehackten Satz. Manchmal sind die Sätze sehr künstlerisch und malerisch, dann wieder folgt ein Abschnitt in „Jugendsprache“, was irgendwie unausgewogen wirkt. Außerdem gibt es sehr fragwürdige Aussagen in dem Buch. Ich persönlich habe mich zwar nicht angegriffen gefühlt, kann mir aber durchaus vorstellen, warum viele Leser das Buch bereits früh abgebrochen haben. Ich wollte das Buch allein schon zu Ende lesen um zu gucken, ob diese Aussagen in einem größeren, sinnvollen Kontext stehen. Doch jetzt muss ich sagen, dass ich sie einfach überflüssig finde, da sie nichts zur Handlung beitragen, nicht genug aufgeklärt werden und eher provozieren.
Die Geschichte nimmt recht langsam Fahrt auf und ist mir bis zum Ende nicht tiefgründig genug. Auch mit den Charakteren wurde ich nicht wirklich warm. Helena ist zwar eine normale und authentische Protagonistin (und Mutti für Alle), aber die Freunde ihres Bruders - Viktor, Mike und Clara – sind mir weder besonders sympathisch noch unsympathisch. Wie diese Menschen mit denen man zwar Small Talk hält aber keine nähere Beziehung zu braucht. Die jugendliche Sprache, in der sie reden, wirkt leider oft erzwungen statt echt. Natürlich fallen bei einem Streit Beleidigungen und Freunde sticheln einander auch mal mit Worten, aber das war mir häufig eine Spur zu viel und dadurch lästig.

Fazit


Ich musste mich nicht durch das Buch quälen, aber richtig eingefunden in die Geschichte habe ich mich auch nicht – es wirkt einfach nicht rund. Die meisten Charaktere sind für mich uninteressant oder ich kann sie schlichtweg nicht leiden. Auch die Sprache ist mir oft zu derb.

Veröffentlicht am 02.08.2019

Ein ungleiches Duo auf Verbrecherjagd

Der Metropolist
0

Henry Thompson ist Beamter beim Bundesamt für kommunale Infrastruktur in Suitland und lebt für seinen Job. Als es zu einem Anschlag auf das BKI kommt, soll Henry nach Metropolis reisen und den Leiter des ...

Henry Thompson ist Beamter beim Bundesamt für kommunale Infrastruktur in Suitland und lebt für seinen Job. Als es zu einem Anschlag auf das BKI kommt, soll Henry nach Metropolis reisen und den Leiter des dortigen BKI beobachten um herzausfinden, inwiefern er mit dem Anschlag zusammen hängt. Dabei steht ihm die künstliche Intelligenz OWEN zur Seite. Doch OWEN ist das genaue Gegenteil vom spießigen Henry und die Mission viel gefährlicher als erwartet…

„Der Metropolist“ ist ein amüsanter, aber cleverer Science-Fiction Roman. Anfangs wirkte die Geschichte eher wie eine Historie zu Metropolis, sobald OWEN dazu kommt nimmt die Story aber richtig schön Fahrt auf. Eine spannende Hetzjagd quer durch die Stadt beginnt. Dabei ist das Buch meiner Meinung nach nicht immer ganz leicht zu lesen, gerade auch weil die Kapitel recht lang sind, dafür aber unheimlich humoristisch. Außerdem behandelt es wichtige Themen und regt zum Nachdenken an. Das Ende hatte sogar seine herzergreifenden Stellen. :)

Henry ist ein eher untypischer Held. Ein langweiliger Eisenbahnfreund ohne viel Humor oder Freude- dafür mit viel Hingabe für Regeln und seinen Job. Ihm gegenüber steht OWEN, meine neue Lieblings-KI <3 OWEN ist alles was Henry nicht ist: Emotional, witzig, risikofreudig und er hat eine Schwäche für Alkohol. Es ist wirklich unterhaltend zu beobachten, wie Henry und OWEN nach und nach zusammenfinden.

„Der Metropolist“ hat mich wirklich überrascht und ich wollte das Buch gar nicht so recht weglegen. Mein Highlight ist aber einfach OWEN, mit dem ich nur zu gern selbst mal einen Film gucken würde :)

Veröffentlicht am 30.07.2019

Zwischen Licht und Dunkelheit

Golden Darkness. Stadt aus Licht & Schatten
0

Das New York der Zukunft ist zwiegespalten, aufgeteilt in die Licht- und die Dunkelstadt. Die Lichtmagierin Lucie kennt beide Seiten, wuchs in der Dunkelstadt auf und lebt nun in der Lichtstadt, wo sie ...

Das New York der Zukunft ist zwiegespalten, aufgeteilt in die Licht- und die Dunkelstadt. Die Lichtmagierin Lucie kennt beide Seiten, wuchs in der Dunkelstadt auf und lebt nun in der Lichtstadt, wo sie sich in Ethan verliebt hat, dem Sprössling der mächtigsten Familie der goldenen Stadt. Doch Ethan wird bei einem Ausflug beschuldigt, mit den Rebellen, den Sans-Merci, zusammenzuarbeiten. Und ausgerechnet sein Doppelgänger Carwyn rettet ihn. Aber Doppelgänger haben doch keine Seele…oder?

Von „Golden Darkness“ erhoffte ich mir eine spannende Story, eine magische Welt, heldenhafte Protagonisten und eine komplexe Dreiecksbeziehung. Leider hat sich für mich nichts davon bestätigt. :(

Die Grundidee gefällt mir nach wie vor, leider wurde meiner Meinung nach zu viel Potenzial verschenkt. Es ergab sich kein wirklicher Spannungsbogen, mir fehlten mitreißende Momente und selbst beim Finale konnte ich das Buch noch aus der Hand legen.

Der Schreibstil war in Ordnung, mir kam er aber oft zu gewollt rüber. Der draufgängerische Doppelgänger war für mich nicht sarkastisch und witzig sondern einfach nur drüber, dramatische Floskeln wirkten eher wie dunkle Prophezeiungen. Trotzdem habe ich mir aber auch einige wirklich schöne Zitate rausgeschrieben.

Weder die Welt noch die Figuren waren mir tief genug. Zwar wurde in jedem Satz beschrieben, wie golden doch alles in der Lichtstadt ist, aber mir fehlten nähere Erklärungen. Das, was mir an Informationen gegeben wurde, reichte mir leider nicht, war mir zu oberflächlich. Ich hatte nie das Gefühl ich wäre wirklich „da“. Lucie ist für mich leider eine der nervigsten Protagonistinnen seit Langem. Sehr naiv und rückratslos ist sie eher der Spielball der beiden Seiten und kapiert selbst rein gar nicht. Ethan blieb für mich unheimlich blass. Sein Doppelgänger Carwyn hat mich mit seinen übertrieben Sprüchen mehr genervt als unterhalten.

Leider konnte mich „Golden Darkness – Zwischen Licht und Schatten“ nicht abholen. Die Grundidee ist wirklich gut, aber mit den Protagonisten wurde ich leider nicht warm und auch in der Welt konnte ich mich nicht zurechtfinden.