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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.05.2026

Bilder des Grauens

Schlafenszeit – Albträume erwachen, wenn diese Tür sich schließt
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Mallory ist die neue Babysitterin des 5-jährigen Teddy, der mittlerweile das Malen für sich entdeckt hat. Täglich zeichnet er etwas, doch seine Zeichnungen werden immer düsterer und beunruhigen Mallory. ...

Mallory ist die neue Babysitterin des 5-jährigen Teddy, der mittlerweile das Malen für sich entdeckt hat. Täglich zeichnet er etwas, doch seine Zeichnungen werden immer düsterer und beunruhigen Mallory. Teddys Eltern denken, dass die Zeichnungen von Morden nur eine Phase sei, aber Mallory bleibt weiterhin beunruhigt und versucht mehr über die Zeichnungen herauszufinden. Dabei bringt Mallory auch sich in Gefahr.

Nach Beenden von Dein letztes Fest musste ich mir auch unbedingt Schlafenszeit von Jason Rekulak kaufen und ich war auf vielen Ebenen wieder begeistert. Rekulak hat ein Talent für seine Perspektiven, auch Mallory wirkte von der ersten bis zur letzten Seite unfassbar authentisch und ich konnte mir sehr gut vorstellen, dass ich in der Gedankenwelt einer jungen Frau mit diesem Background bin!

Doch neben einer erneut authentischen Protagonistin, schafft Rekulak mit Schlafenszeit auch einen extrem spannenden Plot. Ich hatte immer wieder Ideen, wie sich alles Auflösen würde, aber war mir doch nie sicher, dass ich auf der richtigen Spur bin, das hat die Spannung über weite Strecken unglaublich hoch gehalten. Lediglich im Mittelteil hatte ich das Gefühl, dass sich die Geschichte etwas im Kreis dreht und eher repetitiv wirkte. Auch die Atmosphäre war erdrückend und hat einen durch die Seiten gepeitscht, die Zeichnungen waren eine klasse Ideen und haben die Geschichte regelrecht zum Leben erweckt. Die übernatürlichen Elemente waren leider weniger meins, dennoch war ich über weite Strecken begeistert von Schlafenszeit und kann es jedem empfehlen, der auf atmosphärisch, psychologische Thriller steht.

Veröffentlicht am 21.05.2026

Geheimnisvolle Hochzeit

Dein letztes Fest
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Nach drei Jahren ohne Kontakt zu seiner Tochter Maggie, wird Frank von ihr zur Hochzeit eingeladen. Maggies Verlobter Aiden Gardner ist der Sohn eines reichen Unternehmers und die Hochzeit soll im ganz ...

Nach drei Jahren ohne Kontakt zu seiner Tochter Maggie, wird Frank von ihr zur Hochzeit eingeladen. Maggies Verlobter Aiden Gardner ist der Sohn eines reichen Unternehmers und die Hochzeit soll im ganz großen Stil auf dem Luxusanwesen der Familie stattfinden. Alles klingt perfekt, doch Franks Zweifel an den Gardners steigen.

Dein letztes Fest von Jason Rekulak war das erste Buch des Autors für mich und ich war direkt begeistert von seiner Schreibweise. Schon nach wenigen Seiten kann man mit dem Protagonisten Frank Szatowski unglaublich gut mitfiebern. Rekulak erschafft eine Hauptfigur, die absolut authentisch wirkt und meine Sympathien schnell für sich gewinnen konnte. Diese Nähe zu Frank sorgte für eine unfassbare Sogwirkung, obwohl ich das Buch inhaltlich leider etwas schwächer empfand. Der Plot klang zwar vielversprechend, hat sich für mich aber doch eher ziemlich offensichtlich angefühlt, sodass große Überraschungen ausblieben. Auch die Nebencharaktere waren eher anstrengend, allen voran Franks Schwester.

Und dennoch hat mir Dein letztes Fest gezeigt, dass ich vom Autor unbedingt mehr lesen möchte, denn seine tiefgründige Charakterzeichnung und der Aufbau einer packenden Atmosphäre, haben mich komplett überzeugt!

Veröffentlicht am 20.05.2026

Besondere Freundschaft

Der Schacherzähler
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„Oldman“ lebt in seinen Erinnerungen und hat seit dem Tod seiner Frau kaum noch Kontakt zu anderen. Bis ein 9-Jähriger ihn im Park anspricht und mehr über Schach wissen möchte. Janne lernt unglaublich ...

„Oldman“ lebt in seinen Erinnerungen und hat seit dem Tod seiner Frau kaum noch Kontakt zu anderen. Bis ein 9-Jähriger ihn im Park anspricht und mehr über Schach wissen möchte. Janne lernt unglaublich schnell und Oldman findet einen neuen Zweck in seinem Leben. Die beiden freunden sich an, bis Oldman eines Tages nicht mehr zuhause ist und Jannes Sorgen ihn auf die Suche nach seinem Freund schicken.

Der Schacherzähler von Judith Pinnow ist eine herzerwärmende Geschichte über Freundschaft, Alleinsein, falsche Entscheidungen und dem Sinn des Lebens. Wir erleben die Geschichte aus Jannes, Oldmans und Malus (Jannes Mutter) Perspektive, dabei werden unterschiedliche Sehnsüchte und Geheimnisse gezeichnet und doch Gemeinsamkeiten gefunden. Die weiteren Nebencharaktere bringen zusätzlich ihre eigenen kleinen Geschichten mit, die teilweise eine ordentliche Portion Humor beitragen, aber auch zum Nachdenken anregen.

Besonders gefallen hat mir die Perspektive auf das Leben, Dinge die bereut werden, aber auch dass manches vielleicht nicht so ist, wie es uns immer erscheint. Nur das Ende hat mich leider etwas ziemlich enttäuscht und mein Lesegefühl etwas abgemildert, weswegen es am Ende kein Highlight wurde.

Veröffentlicht am 20.05.2026

Einnehmend!

Die Therapie
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Der Psychiater Viktor Larenz hat auch Jahre später noch Probleme mit dem Verschwinden seiner damaligen 12-jährigen Tochter Josephine, deswegen zieht er sich in sein Ferienhaus zurück. Dort sucht ihn Anna ...

Der Psychiater Viktor Larenz hat auch Jahre später noch Probleme mit dem Verschwinden seiner damaligen 12-jährigen Tochter Josephine, deswegen zieht er sich in sein Ferienhaus zurück. Dort sucht ihn Anna auf. Anna leidet unter Wahnvorstellungen, die von einem verschwundenen Mädchen handeln. Handelt es sich dabei um Josephine und wer ist Anna überhaupt?

Die Therapie von Sebastian Fitzek ist das erste Buch des Autors, das mich fast ausnahmslos begeistern konnte. Der Einstieg war deutlich komplexer als die Neuerscheinungen und es hat einige Momente gedauert, um sich in der Geschichte wiederzufinden, aber genau dieser komplexere Schreibstil konnte mich begeistern. Ich mochte die Perspektive Viktor Larenz’, die mich nie sicher sein ließ, dass alles so ist, wie es scheint. Das hat zu einer sehr starken Atmosphäre und einer unheimlichen Sogwirkung geführt. Auch das Ende konnte mich komplett überzeugen, ohne viel Effekthascherei und etlichen Wendungen, ganz schlicht, aber sehr stark!

Veröffentlicht am 18.05.2026

Gleiches Universum - anderes Lesegefühl

Mate – Die unzumutbare Unmöglichkeit von Liebe
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Serena Paris ist die einzige ihrer Art, ein Mensch-Werwolf-Hybrid und mit diesem Wissen möchte sie die Kluft zwischen den Menschen und den Werwölfen versiegen. Doch stattdessen wird Serena zur Zielscheibe ...

Serena Paris ist die einzige ihrer Art, ein Mensch-Werwolf-Hybrid und mit diesem Wissen möchte sie die Kluft zwischen den Menschen und den Werwölfen versiegen. Doch stattdessen wird Serena zur Zielscheibe und gerät zwischen Menschen, Wölfen und Vampiren. Jeder möchte die wertvolle Hybriden in seinen Reihen haben, weswegen Serena sich vor ihren Feinden verstecken muss.

Koen Alexander ist der Alpha des Nordrudels und als solcher möchte er Serena schützen, dafür nimmt er sie auch als Gefährtin, selbst wenn Serena keinerlei Gefühle für ihn hegt.

Mate - Die unzumutbare Unmöglichkeit von Liebe ist der zweite Teil aus dem Vampir-Werwolf-Universum von Ali Hazelwood und hat mir ein ganz anderes Lesegefühl als Bride verpasst. Während Bride wie gewohnt humorvoll war, empfand ich Mate ungewohnt ernst und die ‚lustigen‘ Dialoge seitens Serena wirkten auf mich nicht wirklich authentisch zu ihrer Gefühlswelt. Zwar kann man Ansätze erkennen, woher der Humor kommt und dennoch hat sich das in meinem Lesegefühl eher gebissen, weswegen ich damit meine Probleme hatte.

Generell empfand ich Serena eher eine anstrengende Protagonistin, die sich ihr Leben ungewohnt schwer gemacht hat. Im Gegensatz dazu gefiel mir Koen ausgesprochen gut und auch die Erkenntnis, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint.

Der größte Pluspunkt im Vergleich zu Bride ist das Spice-Level, bei Bride fand ich diesen fast schon unerträglich und vor allem im Bezug auf Werwölfe wirklich schrecklich, deswegen hat mir der geringe Anteil hier deutlich besser gefallen und hat die Ernsthaftigkeit der Geschichte untermauert.

Die Annäherung zwischen Serena und Koen hat mir sehr gut gefallen, auch ihre gemeinsame Geschichte war tiefgründig, wenn auch nicht sehr innovativ, aber doch toll herausgestellt. Am Ende empfand ich Mate etwas besser als Bride, auch wenn mir Misery als Protagonistin besser gefiel, doch die Geschichte und die Ernsthaftigkeit von Mate konnte mich insgesamt mehr überzeugen.