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Veröffentlicht am 08.01.2025

Odins Zorn

Racheritual
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Ravenkiller hinter Ginter bringt, bringt ihn der Fall an seine Grenzen und er quittiert bald den Polizeidienst. Baxter möchte sich zukünftig an seine eigenen Regeln halten und arbeitet nun mit einem kleinen ...

Ravenkiller hinter Ginter bringt, bringt ihn der Fall an seine Grenzen und er quittiert bald den Polizeidienst. Baxter möchte sich zukünftig an seine eigenen Regeln halten und arbeitet nun mit einem kleinen Team, um den Menschen in seiner Umgebung zu helfen und immer wieder wird er auch vom Police Department als Berater eingesetzt. Doch neun Jahre nachdem Baxter den Ravenkiller geschnappt hat, tauchen plötzlich neue Hinweise auf.

Racheritual von Ethan Cross ist der erste Band der Reihe um den neuen Ermittler Baxter Kincaid. Wie bereits vom Autoren gewohnt, ist auch dieser Reihenauftakt durch einen beständigen Perspektivwechsel und kurze Kapitel geprägt, was einen unheimlich gut durch die Seiten kommen lässt. Dennoch war vor allem das erste Drittel sehr zäh zu lesen, was unter anderem an den sehr detailliert Beschreibungen der nordischen Mythologie lag. Das Thema fand ich zwar durchaus interessant, dennoch hat es der Geschichte etwas an Tempo genommen.

Baxter Kincaid stehe ich aktuell noch zweigespalten gegenüber, er ist mir durchaus sympathisch, aber mir fehlten bisher die Kanten. Hingegen fand ich es Klasse, dass Cross mit Corin Campell eine Verbindung zu der Ackermann Reihe geschaffen hat und Corin war genau der Charakter den ich mir gewünscht habe. Corin Campell und Baxter Kincaid zusammen, haben für mich auf jeden Fall ein gutes Potenzial und Modi Hagen war der Charakter, den ich in diesem Fall am spannendsten fand und der eine gute Verbindung zwischen die einzelnen Stränge gebracht hat.

Der Fall selbst hat wenig Potenzial zum Miträtseln gehabt und dementsprechend wenige Twists, auf der Basis der nordischen Mythologie war es durchaus interessant, aber auch mit einigen Längen. Dennoch waren die einzelnen Charaktere, die Cross’ in dieser Gemeinde geschaffen hat, sehr spannend dargestellt.

Insgesamt war Racheritual ein guter Anfang, der jedoch vor allem beim Thema Spannung noch Luft nach oben hat. Gegen Ende konnte das Buch dennoch nochmal Tempo aufnehmen und es kam zu einem Twist, bei einem sehr kleinen Nebenstrang, mit dem ich null gerechnet habe und der mich so gut unterhalten konnte, dass ich letztendlich die 3,5 Sterne aufrunde.

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Veröffentlicht am 02.01.2025

Untergang des roten Fadens

Leuchten am Meeresgrund
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Brad Fox schreibt mit Leuchten am Meeresgrund über den Tiefseeforscher Charles William Beebe und seine ersten Tiefseeforschungen. Man merkt, dass der Autor sich ausführlich mit etlichen Quellen auseinandergesetzt ...

Brad Fox schreibt mit Leuchten am Meeresgrund über den Tiefseeforscher Charles William Beebe und seine ersten Tiefseeforschungen. Man merkt, dass der Autor sich ausführlich mit etlichen Quellen auseinandergesetzt hat, was überaus beeindruckend ist und viele interessante Aspekte anführen konnte. Dennoch war es am Ende mitunter die Masse an Informationen, die sich nicht mit dem Thema Tiefseeforschung vereinbaren ließen, die mir zu viel waren und keinen roten Faden erahnen ließen.

Der Schreibstil hat den Lesefluss erschwert, da er sehr poetisch und weniger ‚griffig‘ war. Die kurzen Kapitel fand ich hingegen positiv, auch wenn sie in diesem Fall nicht für einen schnelleren Lesefluss sorgen konnten, aber für benötigte Pausen, da das Gelesene verarbeitet werden musste und ich auch inhaltlich meinen Abstand zum Buch brauchte. Denn wie bereits erwähnt, gab es immer wieder Einwürfe, die für mich nicht in meine Erwartungen zum Buch (die Beschreibung einer Tiefsee-Expedition) gepasst haben.

Gut gefallen haben mir sämtliche Abbildungen, die das Gelesene verdeutlichen konnten und teilweise wirklich faszinierend waren. Doch als Gesamtwerk konnte Leuchten am Meeresgrund leider nicht meine Erwartungen erfüllen.

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Veröffentlicht am 31.12.2024

Tristes New York

Ein Winter in New York
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Iris möchte ihre Vergangenheit hinter sich lassen und zieht von England nach New York, dorthin wo ihre verstorbene Mutter einst die größten Träume hatte. Während Iris ein Straßenfest besucht, fällt ihre ...

Iris möchte ihre Vergangenheit hinter sich lassen und zieht von England nach New York, dorthin wo ihre verstorbene Mutter einst die größten Träume hatte. Während Iris ein Straßenfest besucht, fällt ihre eine außergewöhnliche Tür ins Auge, die ihr sehr bekannt vorkommt. Iris tritt in die Eisdiele ein, dort trifft sie auf Gio und seinem ganz besonderen Vanilleeis, denn auch das ist Iris sehr vertraut. Gios Familienbetrieb steht jedoch kurz vor dem Aus, bis Iris ihm ihre Hilfe anbietet und zwischen den Stühlen steht. Kann sie das Familiengeheimnis wahren und Gios Betrieb retten?

Ein Winter in New York von Josie Silver klang nach einem tollen Roman für die Winterzeit, mit viel Schnee und einer wunderschönen Stadt. Nur leider wurden bereits die Erwartungen des winterlichen New Yorks nicht erfüllt. Erst gegen Ende konnte die winterliche Stimmung etwas rüberkommen, das war aber zu wenig um die Erwartungen (die bereits der Titel schürt) zu erfüllen.

Doch die fehlende winterliche Stimmung ist nicht mein einziger Kritikpunkt, der größte und für mich schwerwiegendste ist die Protagonistin Iris. Iris hatte keine einfache Vergangenheit und muss einen schweren Verlust verkraften, aber ihre Gedankenwelt bezieht sich vorwiegend genau darauf, dass sie es im Leben so schlecht hat und es anderen doch viel besser geht. Ob man das wirklich behaupten kann, wenn ein Mann die Mutter seiner Tochter verliert?

Außerdem baut sich die ganze Geschichte auf einer Lüge auf, die man eigentlich schnell aus der Welt schaffen kann, wenn man denn mal den Mund aufmacht. Da das nicht passiert ist und diese Lüge zu einem immer größeren Kartenhaus gewachsen ist, konnte mich die Geschichte leider emotional gar nicht abholen, denn mit ihrem Verhalten fand ich Iris lediglich nervig.


Gio und seine Familie waren ein kleiner Lichtblick, doch diesem fehlte es an Tiefe. Weswegen Ein Winter in New York leider eine Enttäuschung wurde, dem das faustdicke Ende noch sein Krönchen aufsetzte. Einzig der angenehme Schreibstil lässt sich positiv hervorheben und Iris’ Freund Bobby, der eine treue Seele ist und der ein bisschen Humor in die Geschichte bringen konnte.

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Veröffentlicht am 31.12.2024

Eine verhängnisvolle Party

Allein gegen die Lüge
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Matt Pines Leben gerät in Trümmern als er von der FBI Ermittlerin Sarah Keller erfährt, dass seine Familie während ihres Urlaubs in Mexiko ums Leben gekommen ist. Die örtlichen Ermittlern gehen von einem ...

Matt Pines Leben gerät in Trümmern als er von der FBI Ermittlerin Sarah Keller erfährt, dass seine Familie während ihres Urlaubs in Mexiko ums Leben gekommen ist. Die örtlichen Ermittlern gehen von einem tragischen Unfall aus, doch das FBI ist sich dessen nicht sicher, denn alles könnte auch mit Matts älterem Bruder Danny zusammenhängen, der seit sieben Jahren im Gefängnis sitzt. Danny wurde zu einer lebenslangen Haft verurteilt, weil er seine Jugendfreundin umgebracht haben soll, doch Dannys Familie hat stets an seine Unschuld geglaubt und eng mit zwei True-Crime-Filmemachern zusammengearbeitet, um seine Unschuld eine Tages beweisen zu können. Ist Matts Familie dem wahren Mörder näher gekommen und mussten sie deswegen sterben? Matt ist fest entschlossen, das Rätsel zu lösen, auch wenn er sich dabei selbst in Gefahr bringt.

Allein gegen die Lüge von Alex Finlay ist ein atmosphärischer Thriller mit vielen Perspektiven, Orten und Zeitebenen, die ein umfassendes Konstrukt erstellen und zum Miträtseln animieren. Finlays Schreibstil ist fesselnd und trotz aller Tragödien, gibt es auch Szenen, die einen das Herz erwärmen. Die Auflösung konnte mich nicht überraschen, dennoch gefiel mir das Konstrukt, das zu dieser Lösung führte sehr gut.

Besonders gut gefallen hat mir auch, dass sämtliche Perspektiven auf ihre Weise sympathisch waren. Bis auf Tommy, den Jüngsten der Familie Pine, dürfen wir jede Perspektive der sechsköpfigen Familie einnehmen und obwohl die Konstellation auch ihre Ecken und Kanten hat, hat jeder Charakter sympathische Eigenschaften, weswegen ich mit ihnen mitfühlen konnte. Neben der Familie Pine, können wir außerdem Sarah Keller, die FBI-Ermittlerin, besser kennenlernen und mit ihr die Ermittlungen rund um den Fall. Außerdem erhalten wir Regieausschnitte aus der True-Crime-Doku „A Violent Nature“ die Dannys Unschuld beweisen wollte.

Als Leser kann man zwar schnell eine Ahnung bekommen, in welche Richtung die Geschichte gehen wird, dennoch hat mir die Umsetzung sehr gut gefallen und vor allem gegen Ende hat das Buch nochmal ordentlich an Spannung und Tempo zugenommen. Lediglich im Mittelteil hatte ich etwas das Gefühl, dass die Story nicht vorankommt, dennoch war Allein gegen die Lüge ein toller Thriller zum Jahresabschluss.

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Veröffentlicht am 25.12.2024

24 (+1) Tage in New York

Mistletoe Moments. Ein Adventskalender. Lovestorys für 24 Tage plus Silvester-Special
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Mistletoe Moments verspricht winterlich, (vor-)weihnachtliche Kurzgeschichten aus New York, die ans Herz gehen. Sechzehn Autor:innen haben sich am buchigen Adventskalender beteiligt und 16 verschiedene ...

Mistletoe Moments verspricht winterlich, (vor-)weihnachtliche Kurzgeschichten aus New York, die ans Herz gehen. Sechzehn Autor:innen haben sich am buchigen Adventskalender beteiligt und 16 verschiedene Kurzgeschichten erschaffen. Jeden Tag lässt sich ein Kapitel lesen, viele Geschichten sind jedoch auf zwei Kapitel aufgeteilt. Neben dem 24. Türchen gibt es zum Schluss noch das Silvester-Special.

Das Buch zu bewerten ist natürlich schwierig, denn sechzehn verschiedene Autor:innen sorgen natürlich dafür, dass man die jeweiligen Schreibstile anders wahrnimmt und nicht mit jedem Türchen warm werden kann. Die Grundidee von Mistletoe Moments finde ich aber wunderschön, denn es hat unglaublich Spaß gemacht, sich jeden Tag in eine neue Geschichte zu stürzen und vor allem neue Autor:innen kennenzulernen. Die Idee selbst bekommt von mir daher die volle Punktzahl.

Die Umsetzung hat mich häufig jedoch enttäuscht. Ich habe mich auf winterlich und (vor-)weihnachtliche Geschichten aus New York gefreut, die mir das Gefühl der amerikanischen Weihnachtsfilme übermitteln. Doch leider konnten bei mir nur wenige Geschichten diese Atmosphäre wirklich rüberbringen und an dem Punkt rede ich noch nicht davon, ob mir diese Geschichten inhaltlich oder im Bezug auf den Schreibstil gefallen haben. Das finde ich schade, denn die wenigen, die es konnten, haben das Potenzial dieser Idee überragend übermitteln können und mich nach New York transportiert.

Auch war ich mir bezüglich des Konzepts zwischenzeitlich unsicher, Charaktere der Vorgeschichte wurden meistens eingebaut - was super gelingen kann, manchmal aber auch zwanghaft und dadurch unauthentisch wirkt -, aber in wenigen fehlen diese - aufgrund der Erwartungen die man durch die anderen Geschichten erlangt hat, wirken diese dann leider als würden sie nicht „dazugehören“. Dann hatte ich das Gefühl, dass das jeweilige Türchen das Ende der Geschichte darstellt, eine Tür hat dies aber komplett über Bord geworfen und damit auch für eine „Fehlnote“ bei mir gesorgt.

Doch bei aller Kritik bleibe ich dabei, dass die Buchidee hervorragend ist. Es gibt jeden Tag ein Kapitel auf das man sich freuen kann, die Kurzgeschichten, die einen nach New York transportieren, sorgen für ein kurzweiliges Lesevergnügen und eine Menge Schneechaos. Durch die verschiedenen Autor:innen hat man dann auch noch das Vergnügen neue Schreibstile zu entdecken.

In meinem Fall konnten Saskia Louis und Sabine Schoder (mit ihren erschaffenen Charakteren, ihren Schreibstilen und dem Erfüllen meiner Erwartungen) mich am meisten überzeugen und damit habe ich direkt zwei Autorinnen entdeckt, deren Bücher ich bisher (noch) nicht auf den Schirm hatte.

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