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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2017

Liebe und Turbulenzen auf Sylt

Meer Liebe auf Sylt
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Alexandra will ihre Ehe retten und fliegt nach New York. Ihre Mutter Henrietta sowie Schwiegermutter Ulla passen derweil auf der Insel Sylt auf die kleine Emma auf. Deren Geburtstag steht auch an. Die ...

Alexandra will ihre Ehe retten und fliegt nach New York. Ihre Mutter Henrietta sowie Schwiegermutter Ulla passen derweil auf der Insel Sylt auf die kleine Emma auf. Deren Geburtstag steht auch an. Die ersten Schwierigkeiten beginnen schon sehr bald, weil die jungen Großeltern sich nicht grün sind. Wie vertragen sich eine Esotherikerin und eine Geschäftsfrau miteinander? Eine Detoxkur für das leibliche Wohl passt so gar nicht zu Henrietta. Es gibt viele Meinungsverschiedenheiten und Turbulenzen, es geht rauf und runter mit den Omas, die Geschichte ist etwas vorhersehbar. Allerdings die Zeit mit ihrer kleinen Enkelin bringt die Frauen näher zusammen, es geht so weit, dass sie ihr Dasein neu überdenken.

Die Insel wird auch schön beschrieben, das Nordseegefühl liest man richtig raus. Ich bin früher oft nach Westerland auf Sylt gefahren um Urlaub zu machen. Ich mag die Strandkörbe ,den schönen Sandstrand , die frische Brise der Seeluft, das Buch hat mich begeistert.

Ein humorvoller erfrischender Schreibstil von Frau Thesenfitz, der mir schöne Lesestunden beschert hat. Liebe ist eben manchmal unberechenbar, wie man in diesem Buch erfährt. Ein Roman perfekt auf das weibliche Gschlecht geschrieben, ich hab viel gelacht, aber an manchen Stellen auch tief nachdenken müssen, vor allem bei dem Spruch " Das Leben ist kurz, brich die Regeln" da fiel mir meine eigenes Leben ein. Vom Buchcover bin ich begeistert, die Möwen und der Leuchtturm, das passt zu Sylt.

Veröffentlicht am 06.05.2017

sehr unterhaltsam

Anfang 40 - Ende offen
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Die 46 jährige erfolgreiche Projektmanagerin Vera ist auf dem Weg zum Gericht um sich scheiden zu lassen. In einem Rückblick erinnert sie sich an den Heiratsantrag ihres noch Ehemannes in Venedig auf ...

Die 46 jährige erfolgreiche Projektmanagerin Vera ist auf dem Weg zum Gericht um sich scheiden zu lassen. In einem Rückblick erinnert sie sich an den Heiratsantrag ihres noch Ehemannes in Venedig auf dem Markusplatz. Das nach der Geburt ihrer Tochter sich fast alles nur noch um das Kind und ums Geld drehte, das passte Vera überhaupt nicht. Sie will wieder eigene Entscheidungen treffen und auf niemanden mehr Rücksicht nehmen. Der Sex wurde dadurch ersetzt im Leben nichts mehr falsch zu machen. Aber Sven der untreue Gatte wollte alles haben und auf nichts verzichten und holt sich eine jüngere an Bord. ihre Tochter Greta ist schon 18, die möchte aber vorerst nicht zu Hause ausziehen. Sven will sich nicht scheiden lassen.

Das ist Vera einfach zu viel, sie will die Scheidung, sie wird dieses Mal keinen Rückzieher machen. Sie will ihr freies Leben zurück, mit neu gewonnener Freiheit wieder durchstarten. Sie fängt eine Affäre mit dem 15 Jahre jüngeren Paul an, aber geht in leicht benebeltem Zustand mit ihrem noch Gatten Sven ins Bett. Das Ergebnis ist nach einigen Monaten ein rundliches Bäuchlein. Wer ist jetzt der Vater? Und warum ist Veras Tochter plötzlich auch schwanger?

Ein Roman bei dem ich viel lachen musste, die Autorin hat mich mit ihrem witzigen flüssigen Schreibstil sehr gut unterhalten. Ach im wirklichen Leben läuft nicht alles so wie man es gerne hätte. Damit meine ich besonders uns Frauen, die wir ab einem gewissen Alter gerne aufs Abstellgleis gestellt werden. Die Auseinandersetzungen mit Mutter und Tochter hat die Autorin so amüsant geschildert, ich hab oft herzlich gelacht. Das Ende hat mich etwas überrascht, aber bitte selbst lesen. Ich kann nur sagen, es lohnt sich wirklich.


Das Cover finde ich sehr gelungen in der farblichen Gestaltung und den roten Schuhen.

Veröffentlicht am 06.05.2017

charmant und kriminell

Eine Diebin zum Verlieben
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Wir haben hier zwei ganz unterschiedliche Protagonistinnen. Robin, eine Hotdog Verkäuferin als moderner Robin Hood in Gestalt einer Frau. Sie klaut Diebesgut und verteilt es um an Bedürftige. Sie klaut ...

Wir haben hier zwei ganz unterschiedliche Protagonistinnen. Robin, eine Hotdog Verkäuferin als moderner Robin Hood in Gestalt einer Frau. Sie klaut Diebesgut und verteilt es um an Bedürftige. Sie klaut auch schon mal einen Hund, wenn dieser schlecht von seinem Besitzer behandelt wird.

Hanna, eine liebenswerte Spurensucherin steht vor dem Abschluss ihrer Ausbildung in der Kriminaltechnik. Als Neuling muss sie sich vor allen Dingen bei ihrer Chefin (in die sie heimlich verliebt ist) profilieren. Das schafft sie mit Wortwitz und Charme.

Das Zueinanderfinden der beiden - Robin und Hannah - ist nicht einfach, denn keine traut der anderen. Als Robin ihrer Mutter vorlügt, sie habe eine Freundin hat sie ein Problem. Wird Hannah ihr helfen? Robin kann sich niemand wirklich anvertrauen. Sie lügt weiter, während Hannah auf Spurensuche geht. Ein Hundehaar bringt sie schließlich auf die richtige Fährte. Und doch kommt es am Abend vor der Festnahme zu Intimitäten zwischen den beiden. Wie wird Hannah reagieren? Wie verhält sich Robin?

Die Geschichte wird nicht nur vom Sex dominiert, was in diesem Genre ja üblich ist. Die Sexszene wird sehr gefühlvoll dargestellt. Robin war mir sehr sympathisch, vor allem als sie im Gerichtssaal ihre Gefühle für Hannah ausspricht. Das fand ich sehr stark.

Eine unterhaltsame Fiktion mit witzigem Schreibstil. Man darf nicht alles so ernst nehmen, die Realität sieht eher anders aus. Ein paar Stunden träumen auf der Couch darf ja erlaubt sein. Die Recherche der Autorin was die Arbeit in der Kriminaltechnik betrifft, ist sehr lobenswert.

Es war mein erstes Buch von Frau Steg, ich fühlte mich gut unterhalten.

Veröffentlicht am 03.05.2017

Sind Vampire real

Ein Vampir fürs Leben
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Alexandra Simon bewirbt sich im bekanntesten Nachtklub der Stadt Moonlight auf Drängen ihrer Freundin Sarah. Vom Besitzer, Thomas Terrin ist sie fasziniert besonders von seinen gletscherblauen Augen. Sie ...

Alexandra Simon bewirbt sich im bekanntesten Nachtklub der Stadt Moonlight auf Drängen ihrer Freundin Sarah. Vom Besitzer, Thomas Terrin ist sie fasziniert besonders von seinen gletscherblauen Augen. Sie beginnt auch direkt ihre Arbeit als Bedienung. Arbeitszeit 19:00 – 02:00 morgens. Am ersten Abend gibt es bereits eine dunkle Gestalt in der Tiefgarage und später wird ihre Freundin Sarah nachts von einer düsteren Gestalt angegriffen und gewürgt.

Dann ist auch Alexa in Gefahr und Thomas beauftragt einen Sicherheitsmann für ihren Schutz. Erst amüsiert sie sich darüber noch. Ein Stalker aus Alexas Vergangenheit taucht auf. Plötzlich sind ihre Freunde und auch ihr Thomas in höchster Gefahr. Thomas erhält eine Warnung auf einem Zettel. Der Stalker weiß nicht, dass er sich mit einem fast 400 Jahre altem Vampir anlegt. Und Alexa ist urplötzlich mittendrin in der Welt der Vampire und des Bluts.

Vampire in einem ganz normalen Leben mit Arbeit und Sorgen – mit Liebe und Schmerz – romantische Szenen bringt Frau Georgia ganz gut rüber, leider geht es ein bisschen zu flott. So ist es auch mit »Ich liebe Dich » und in allem ist man sich sofort einig. Das Buch hat mir dennoch gut gefallen, die Autorin hat mich mit ihrem Schreibstil überzeugt auch andere Bücher von ihr einmal zu lesen.

Ich danke dem Fuchs Verlag für die Übersendung des Buches bei einem Preisauschreiben

Veröffentlicht am 12.04.2017

Liebe überwindet die Angst vor dem coming out

Frischer Wind am Wolfgangsee
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Am idyllischen Wolfgangsee lebt die junge Vanessa im Hause ihrer Eltern, die einen Gasthof betreiben. Den soll die einzige Tochter später übernehmen und weiterführen. Die Eltern wünschen sich einen Mann ...

Am idyllischen Wolfgangsee lebt die junge Vanessa im Hause ihrer Eltern, die einen Gasthof betreiben. Den soll die einzige Tochter später übernehmen und weiterführen. Die Eltern wünschen sich einen Mann für sie am liebsten auch aus der Gastronomie. Nur die Tochter will keinen Ehemann, sie fühlt sich zum weiblichen Geschlecht hingezogen. Niemand weiß etwas davon.

In einem schwachen Moment erzählt sie es ihren Freundinnen an ihrem 27. Geburtstag. Sie hat auch schon eine Auserwählte Louise Stern, eine sehr erfolgreiche Unternehmensberaterin 11 Jahre älter als Vanessa. Mit einem Trick verschafft Vanessas Freundin Nellie ihr ein Date. Ein bisschen viel Kitsch, denn so einfach ist es nun wirklich nicht seine Traumfrau zu bekommen. Was eigentlich nur mal als lesbischer Sex zu schnuppern gedacht war geht weiter. Eine Fernbeziehung die Louise irgendwann nicht mehr so will. Vanessa kann sich einfach ihren Eltern nicht öffnen. Zu groß ist die Angst, die Eltern zu enttäuschen. Die Angst vor dem coming-out verschwindet als Louise schwer krank wird.

Die Eltern reagieren sehr schroff auf die Nachricht, dass ihre einzige Tochter lesbisch ist. Das kann doch nicht wahr sein. Von der Enterbung ist die Rede und man wirft sie auch aus der elterlichen Wohnung. Ehrlich gesagt ist mir das auch etwas übertrieben im Buch, man hat nur ein Kind. Vanessa bleibt trotz allem bei ihrer Entscheidung zu Louise zu stehen. Ob sie am Ende glücklich damit ist, das bitte selber lesen.

Frau Schairer hat wieder ein gutes unterhaltsames Buch geschrieben. Ich kritisiere zwar am Anfang den Kitsch wie einfach es ist eine Traumfrau zu bekommen, im weiteren Verlauf der Geschichte wird es - bis auf ganz wenige Momente - immer realistischer. Ich kann die Eltern für ihre Reaktion zu Anfang nicht verurteilen, weil das oft auch wirklich so ist. Man bedenke, es ist ein kleiner Ort wo sich jeder kennt. Die Welt ist offener geworden, das ist gut so, ich wage trotzdem zu behaupten, dass es auch in 10 Jahren noch immer Eltern geben wird die ähnlich reagieren wie in diesem Buch. Nicht immer geht es dann für beide Seiten so aus das beide Seiten zufrieden zufrieden sind.

Dieses Buch macht Mut einmal über coming-out nachzudenken, die Autorin hat mir wirklich schöne Lesestunden beschert. Sie hat eine Art zu schreiben, die mich immer wieder begeistert. Danke für die gemütlichen Lesestunden auf der Couch. Leider war der Schluss etwas kurz gehalten. Das ging mir etwas zu schnell auch mit den Eltern. Hier hätte ich mir die eine oder andere Seite noch gewünscht.

Ich bedanke mich beim Helmer Verlag für das Leseexemplar.