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Veröffentlicht am 08.09.2021

Solider Krimi mit Extras

Die Kuh gräbt nicht nach Gold
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In ihrem dritten Fall im Hohenloher Land finden Kommissar Paul Eichert und seine Freundin Milka Mayr erst bei einer Kanutour eine rätselhafte Wasserleiche ohne Hände und dann wird Milkas ersehnte Oldtimer-Rallye ...

In ihrem dritten Fall im Hohenloher Land finden Kommissar Paul Eichert und seine Freundin Milka Mayr erst bei einer Kanutour eine rätselhafte Wasserleiche ohne Hände und dann wird Milkas ersehnte Oldtimer-Rallye durch einen Mordanschlag gestört, als Zugabe wird die Tochter des Opfers entführt. Verdächtige gibt es reichlich, es gilt, die vielen losen Enden richtig zu verbinden und die fehlenden Informationen zu sammeln.

Der solide flüssig geschriebene Krimi besticht durch zwei sehr unterschiedliche Hauptfiguren mit Reibungspunkten, Paul, den ruhigen Kommissar, und Milka, die neugierige umtriebige Hofverwalterin. alle Personen sind sorgfältig gezeichnet, die Beschreibung der Umgebung und der Schauplätze zieht den Leser in das Geschehen und die umfangreichen Hintergrundinformationen zu Land und Leuten, Historie, Archäologie, Landwirtschaft und Sprichwörtern machen einfach Lust auf die Geschichte. Diese beiläufig eingeflochtenen interessanten Informationen allein machen das Buch schon lesenswert :) Beeindruckend wird die Begeisterung einzelner Charaktere für ihre Themen transportiert, bei Milka springt die Vorfreude auf die Rallye förmlich aus dem Buch, beim Professor die Faszination für die Kelten, auf dem Mayr-Hof generell die Landwirtschaft sowie die Gemütlichkeit und Liebe zu regionalen Speisen und Weinen.

Durch diese Besonderheiten hebt sich dieses Buch von den sonstigen Krimis mit regionalen Hintergrund deutlich ab.

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Veröffentlicht am 05.09.2021

Brutale Hinrichtungen mit mittelalterlichem Bezug

Angstrichter (Ein Grall-und-Wyler-Thriller 4)
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Lars Schütz gelingt mit dem vierten Fall seiner Fallanalytiker Grall und Wyler ein rasanter Thriller, mit dem umfangreiche Informationen über Foltermethoden des Mittelalters vermittelt werden. In Nürnberg ...

Lars Schütz gelingt mit dem vierten Fall seiner Fallanalytiker Grall und Wyler ein rasanter Thriller, mit dem umfangreiche Informationen über Foltermethoden des Mittelalters vermittelt werden. In Nürnberg geht der Angstrichter mit seinem Richtschwert um, nach einer stilechten Vierteilung mit Pferden und der Veröffentlichung des Mitschnitte droht eine Pfählung. Mit sachkundiger Hilfe der Professorin Dr. Grafenberg gelingt es den Ermittlern neben der Lösung ihrer privaten Fragen auch nach und nach Licht in den Fall zu bringen.

Die Hinrichtungen werden brutal und blutig ausgeführt, sind aber nicht unnötig grausam beschrieben. Die Schauplätze und alle Protagonisten werden sehr anschaulich beschrieben, allein durch seinen Stil vermag der Autor auch unglaublich intensive Stimmungen und Eindrücke zu schaffen. Allein dies hebt das Buch aus der Masse heraus.

Die Geschichte bleibt immer spannend, es tauchen permanent Hinweise auf, die nicht ins bisherige Bild passen, bis zum überraschenden aber sehr durchdachten Ende kann munter mitgerätselt werden. Das Finale ist ein grandioser Showdown mit einer ganz eigenen Atmosphäre, einfach großartig.

Ein rundum gelungener blutiger Thriller, eine unbedingte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 05.09.2021

Beängstigende Entführung per Handy

Eskalation
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Nora Benrath gelingt mit "Eskalation" ein atemloser Thriller, der sich einreiht neben Strobel und Fitzek. Dina Martin wird nachts auf der Heimfahrt im Auto per Handy aufgefordert den Anweisungen zu folgen, ...

Nora Benrath gelingt mit "Eskalation" ein atemloser Thriller, der sich einreiht neben Strobel und Fitzek. Dina Martin wird nachts auf der Heimfahrt im Auto per Handy aufgefordert den Anweisungen zu folgen, der Fahrer hinter ihr bedroht sie und ihre Familie, schreckt vor Waffengewalt nicht zurück und entführt sie. Für die Polizei ist sie nur vermisst, ihr Mann erhält ein Handy mit Fotos einer Leiche... Eine atemlose Suche nach dem Mörder beginnt, Nora Benrath vermag die beklemmende Atmosphäre durch ihre Erzählweise zu erzeugen, die haarsträubenden Situationen lassen sofort eine Gänsehaut entstehen, der Leser wird in die Situation gezogen. Jeder erscheint verdächtig, die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt, der Leser erhält Andeutungen zu den weiteren grausamen Plänen des Täters, die Geschichte verliert nie an Tempo.

Ein gelungener spannender Thriller mit cleverer Entführungsmethode! Unbedingte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 05.09.2021

Beklemmende Schilderung des Kinderalltags

Das Jahr, in dem wir verschwanden
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In den Jahren 1979 bis 1981 werden in Atlanta über 20 afroamerikanische Kinder Opfer eines Serienmörders, die Autorin hat dies als Kind selbst miterlebt und sagt: "Es war an der Zeit, dass jemand aus meiner ...

In den Jahren 1979 bis 1981 werden in Atlanta über 20 afroamerikanische Kinder Opfer eines Serienmörders, die Autorin hat dies als Kind selbst miterlebt und sagt: "Es war an der Zeit, dass jemand aus meiner Generation diese unfassbare Geschichte aus der Sicht der Kinder erzählt."

Die Autorin beschreibt in ihrem Buch aus Sicht der Klassenkameraden Tasha, Rodney und Octavia deren Alltag in der Schule und in der Familie und wie sie in der fünften Klasse das Verschwinden der ersten Opfer, die Pressemitteilungen, das Verhalten der Eltern und der Lehrer erleben. Ihr Alltag ist geprägt von Rassismus, Gewalt, Armut, familiären Problemen und Mobbing und den typischen pubertären Problemen.

Die Autorin fängt über die Beschreibung der Kinder die verschiedenen Stimmungen ein, die jeweilige familiäre Atmosphäre, den dortigen Umgang miteinander und die unterschiedlich ausgeprägte Sorge der Eltern angesichts der lauernden Bedrohung.

Drei beispielhafte Schlaglichter auf drei Klassenkameraden vor dem Hintergrund der Mordserie

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Veröffentlicht am 05.09.2021

Perfider Racheplan eines hochintelligenten Psychopathen

Herzschlag des Bösen
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Matthias Soeder gelingt mit "Herzschlag des Bösen" ein unglaublich intensiver packender Psychothriller mit einer intelligent konstruierten Geschichte, einem faszinierenden Killer und interessanten technischen ...

Matthias Soeder gelingt mit "Herzschlag des Bösen" ein unglaublich intensiver packender Psychothriller mit einer intelligent konstruierten Geschichte, einem faszinierenden Killer und interessanten technischen Einblicken in die Tätigkeit des Piloten.

Der Titel "Herzschlag des Bösen" ist Programm, alles Wesentliche verrät der Klappentext, der hochintelligente Psychopath Igor Poljakov sinnt auf Rache. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive der drei Hauptprotagonisten erzählt, neben Igor Poljakov sind das die zielstrebige und etwas naive Journalistin Hanna Engels, die sich von ihrer Geiselhaft bei den Boko Haram in Nigeria erholt, und der erfahrene Frachtpilot und Sicherheitsspezialist Jens Bachmann mit Harley Davidson und Haus am Wald.

Die Geschichte verwebt die Handlungsstränge der drei Protagonisten und der Leser sieht Hanna immer weiter in das Netz des Psychopathen rutschen. Faszinierend zu lesen sind dessen Planungen und penible Vorbereitungen sowie sein Kampf mit seinen Erinnerungen und Zwängen, denen er hilflos ausgeliefert ist, ein "schockierender Blick in die dunkle Seele des Wahnsinns".

Die Geschichte wird abgerundet durch gut gezeichnete Nebencharaktere und durch erstaunlich interessante technische Ausführungen und ist angenehm flüssig zu lesen.

Blutiger und packender Psychothriller mit faszinierendem Killer und vorläufigem Ende, Fortsetzung folgt im Januar 2022.

Unbedingte Leseempfehlung!

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