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Veröffentlicht am 29.05.2019

Das Ende der Zeit...

Augenschön Das Ende der Zeit (Band 1)
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Kurzbeschreibung

"Es ist unsere Heimat und nun auch deine, Lucy, denn du bist eine von uns. Du bist eine Augenschöne. Eine junge Göttin."

Lucy de Mintrus kann nicht glauben, was sie von den Fremden erfährt, ...

Kurzbeschreibung

"Es ist unsere Heimat und nun auch deine, Lucy, denn du bist eine von uns. Du bist eine Augenschöne. Eine junge Göttin."

Lucy de Mintrus kann nicht glauben, was sie von den Fremden erfährt, nachdem sie ihre Familie zurücklassen musste. Doch ihr bleibt keine Wahl. Die Siebzehnjährige muss lernen, zu kämpfen und ihre magischen Fähigkeiten zu kontrollieren, um in den Inneren Zeitschleifen zu überleben, denn unheimliche Nächtliche Geschöpfe bedrohen die Augenschönen. Als Lucy für ihren ersten Auftrag durch die Zeit reisen muss, begleitet sie Atlas, der unter einem düsteren Geheimnis aus seiner Vergangenheit leidet. Obwohl er alles andere als ein Prinz Charming ist, löst er verwirrende Gefühle in Lucy aus. Während sie noch dabei ist, sich über ihre Empfindungen klar zu werden, nimmt ihre Reise eine unerwartete und gefährliche Wendung …

Meinung

"Augenschön - Das Ende der Zeit" ist der erste Band der göttlichen Zeitreise - Trilogie von Judith Kilnar. Das Buch ist am 20. November 2018 im Tomfloor Verlag erschienen, umfasst 444 Seiten, ist als ebook oder als Taschenbuch erhältlich und ab 14 Jahren empfohlen. Judith Kilnar ist das Pseudonym einer jungen deutschen Autorin. Mittels der Relativitätstheorie sind Beispiele beschreibbar, in denen durch den Effekt der Zeitdilatation das "Reisen" in die Zukunft stattfindet. Die Gleichungen der Relativitätstheorie besitzen sogar Lösungen, die Zeitschleifen zulassen. Für mich war Zeitreisen schon immer ein faszinierendes Thema. Immer wieder gerne greife ich zu Büchern, die sich dieser komplexen Thematik annehmen. Die Kurzbeschreibung des Buches von Frau Kilnar, läßt einen Zugang zur Materie erahnen, der vom Üblichen abweicht. Cover sind immer eine Geschmacksfrage. Augen auf Titelbildern sprechen mich persönlich oft an. Hier passt das Coverbild wunderbar zum Titel, allerdings hatte ich auf den ersten Blick so gar keine Ahnung, welche Art von Geschichte sich hinter diesem Titelbild verbergen könnte. Interessiert habe ich das Buch zur Hand genommen und neugierig zu lesen begonnen.


Den Leser erwartet ein Prolog, indem er einen ersten Eindruck vom Wort Augenschön erhält - der überraschte mich ein wenig. Die zweite Überraschung folgte sogleich, denn weiter befinden wir uns nicht in der Gegenwart, sondern im Jahr 1603. Ohne großartiges Vorgeplänkel kommt es recht schnell zu den Ereignissen, die Lucy in eine Zeitschleife katapultieren und die Geschichte ihren Lauf nehmen lassen. Im Zeitschleifensystem angekommen erhält Lucy nicht nur endlich Informationen über sich, ihre Andersartigkeit und ihre Fähigkeiten, sie wird ausserdem von "Liebe auf den ersten Blick" überrascht und von "Beste Freundin mit dem ersten Wort" überrumpelt. Beide Tatsachen wirkten auf mich ein wenig aufgesetzt und auf haltlosen Säulen erbaut. Wo verlieben vielleicht noch zu verstehen ist, begründet sich die Freundschaft auf der unerfüllten Sehnsucht, eben eine solche zu haben. Im Verlauf der Erzählung besserte sich dieser Eindruck. Mit dem Wissen das Lucy erhält, taucht auch der Bücherliebhaber tiefer in Frau Kilnar erdachtes Weltbild ein. Hier gibt es durchaus innovative Ideen und ansprechende Aspekte zu entdecken. Manches war für mich recht verwirrend und ich fühlte mich, so wie Lucy, ein wenig überfordert.


Wenn auch so manches Klischee erfüllt wird, hat die Autorin doch vieles Neues eingebracht. Dabei waren sehr interessante Ansätze und gute Einfälle. Trotzdem sind mir einige Parallelen zu einer anderen Zeitreisegeschichte aufgefallen. Ich brauchte eine Weile um mit Lucy als Hauptprotagonistin klarzukommen. Ihre Gedanken und ihr Tun waren für mich nicht immer im Reinen. Ihre Gefühle für Atlas kamen für mich wie aus dem Nichts. Hier hätte ich mir eine subtilere Herangehensweise gewünscht. Dies ist aber vermutlich eine Geschmackssache. Insgesamt blieben mir die meisten Charaktere eher fremd. Ich konnte nur wenige Sympathien und Antipahien aufbauen. Dieser erste Band beinhaltet die Vorbereitung auf das eigentliche Abenteuer. Es passieren zwar ein paar ungeplante Dinge, dennoch ist es eher eine Einleitung, die die Ereignisse des Nachfolgebandes einläutet. Der Epilog lässt auf Verrat und Intrigen schließen und deutet auf Spannung in der Fortsetzung hin. Hier blieb die Spannung niedrig. Es wird eher Neugierde hervorgerufen den Weltaufbau zu erkunden. Ich fand die Geschichte nett zu lesen, doch sie wies für mich auch Schwachpunkte auf.


Erzählt wird aus der Sicht von Lucy. Mit dem Schreibstil der Autorin kam ich gut zurecht. Leicht, klar, flüssig und eher einfach führt sie durch die Zeilen. Die Sprache fand ich großteils zur Geschichte passend und das Erzähltempo eher ruhig. Zwischen den einzelnen Kapiteln finden sich Aussagen von Augenschönen und verschiedene Textauszüge z.B. aus den Lexika der Augenschönen, aus den alten Berichtaufzeichnungen, aus den Chroniken der Schleifen.


Fazit: "Augenschön - Das Ende der Zeit" ist der erste Band der göttlichen Zeitreise - Trilogie von Judith Kilnar. In dem Buch finden sich verschiedene innovative Ideen, interessante Ansätze und ansprechende Aspekte. Trotzdem wies die Geschichte Schwachpunkte auf die mein Lesevergnügen schmälerten. Von mir gibt es gute *** Sterne.

Zitat

"Mein gellender Schrei hallte durch die Gänge, bevor alles schwarz wurde, und ich fiel. Immer tiefer. Doch gleichzeitig schien ich in Millionen Stücke zerrissen zu werden und meine Schreie konnten die gefühlte Qual nicht mehr ausreichend ausdrücken. Ich spürte und roch warmes Blut, das mir die Wangen hinunterlief. Es tropfte aus meinen Augen und verklebte meine Wangen, wie Tränen. Dann war alles schwarz."
( Seite 41 )

Reihe

Band 1: Augenschön - Das Ende der Zeit
Band 2: Augenschön - Das Labyrinth der Zeit
Band 3:

Veröffentlicht am 22.05.2019

Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr.

Dry
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Kurzbeschreibung 


Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr.


Niemand glaubte, dass es soweit kommen würde. Doch als Alyssa an einem heißen Junitag den Wasserhahn aufdreht, passiert ...

Kurzbeschreibung 


Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr.


Niemand glaubte, dass es soweit kommen würde. Doch als Alyssa an einem heißen Junitag den Wasserhahn aufdreht, passiert nichts. Es kommt nicht ein Tropfen. Auch nicht bei den Nachbarn. In den Nachrichten heißt es nur, die Bewohner Kaliforniens sollen sich gedulden. Aber als das Problem nicht nur mehrere Stunden, sondern Tage bestehen bleibt, geduldet sich niemand mehr. Die Supermärkte und Tankstellen sind auf der Jagd nach Wasser längst leer gekauft, selbst die letzten Eisvorräte sind aufgebraucht. Jetzt geht es ums Überleben. 

Meinung

"Dry" ist eine dystopische Geschichte von Neal und Jarrod Shusterman. Das Buch ist am 22. Mai 2019 im FISCHER Sauerländer Verlag erschienen, umfasst 448 Seiten, ist als ebook oder als Broschur erhältlich und ab 14 Jahren empfohlen. Sowohl die Vollendet als auch die Scythe Serie von Neal Shusterman habe ich begonnen. Beide Reihen behandeln interessant erdachte als auch beunruhigende Themen. Die Thematik die der Autor in seinem neuesten Werk gemeinsam mit seinem Sohn angepackt hat, verspricht ebenso beängstigende und spannungsgeladene Leseunterhaltung. Die Worte "Neal und Jarrod Shusterman zeigen auf beängstigende Weise, wie schnell jegliche Form von Zivilisation auf der Strecke bleibt, wenn Menschen wie du und ich von heute auf morgen gezwungen werden, um den nächsten Schluck Wasser zu kämpfen" haben mich sehr neugierig gemacht. Klimawandel, Bevölkerungswachstum, steigender Konsum... Fast die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Gebieten, in denen es mindestens in einem Monat pro Jahr zu wenig Wasser gibt. Die Autoren haben also eine durchaus aktuelle Problematik gewählt und ein unheilvolles Zukunftsszenario erschaffen. Hier treten die Prioritäten der Menschen in den Vordergrund, ihre Umkehrung wenn es um den Überlebenskampf geht. Wie weit Menschen gehen um essentielle Grundbedürfnisse zu sichern wenn es zum Zusammenbruch der Gesellschaft kommt. 


Alyssa Morrow ist 16 Jahre alt, geht zur Highschool und lebt mit ihrem kleinen Bruder Garrett in einer gut funktionierenden Familie. Sie hat die Alltagssorgen eines Teenagers, blickt aber zuversichtlich in die Zukunft. Sie besitzt Gerechtigkeitssinn, Mut und gesundes Erkenntnisvermögen. Alyssa ist vertrauenserweckend, einnehmend und sympathisch. Kelton McCracken ist Alyssas Nachbar und geht mit ihr zur Schule. Sie findet ihn seltsam. Viele halten ihn und seine Eltern für Spinner. Schon seit Jahren bereitet sich die Familie McCracken auf einen möglichen Zusammenbruch der Gesellschaft vor. In dieser Zeit hat sich Kelton viel Wissen und Praxis angeeignet, doch es machte ihn zu einem einsamen Einzelgänger. Jacqui Costa ist von zu Hause abgehauen und schlägt sich seit mehreren Jahren ohne festen Wohnsitz durch. Die Neunzehnjährige lebt am Rande der Gesellschaft. Jacqui will Unschuldigen meist keinen Schade zufügen, nimmt aber von denen die es sich leisten können. Sie liebt und braucht den Nervenkitzel, wirkt ein wenig verrückt, ist frech und berechnend. Henry Roycroft schlägt Profit aus der Wasserkrise. Seit das lebensnotwendige Gut so knapp ist, floriert sein Hydrationsgeschäft. Als Sohn reicher Eltern denkt er nur an sich und ist auf seinen Vorteil bedacht. Henry ist von sich selbst überzeugt. Er ist ein guter Beobachter. Er entwickelt Strategien und wartet auf den richtigen Zeitpunkt um sie umzusetzen. Garrett Morrow ist der kleine Bruder von Alyssa. Mit seinen 10 Jahren ist er das Nesthäkchen der Familie und wird von allen umsorgt. Er ist ein pfiffiger Junge.


Was sich lange angebahnt hat, wird zur Gewissheit. Die Wasserkrise hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Tap - Out. Die Ressourcen werden an Einrichtungen der kritischen Infrastruktur umgeleitet. Die Wasserhähne der gemeinen Bevölkerung bleiben trocken. Die Supermärkte erleben einen riesigen Ansturm, doch bald gibt es nirgends mehr Wasser zu kaufen. Angst. Panik. Unruhen. Der Kampf ums Überleben beginnt. Es herrscht eine beklemmende und bedrohliche Atmosphäre. Nach und nach spitzt sich die Lage zu, sowie sich auch das Verhalten der Menschen verändert. Die Menschlichkeit bleibt auf der Strecke. Man erhält das Gefühl in einem Blockbuster mit Endzeitcharakter gefangen zu sein. Ich finde das Autorenduo hat diese Weltuntergangsstimmung gut eingebracht. Ein solches Szenario ist meiner Meinung nach weder unrealistisch noch realitätsfern. Das macht es um so erschreckender. Die Autoren haben sehr unterschiedliche Protagonisten ins Rennen geschickt. Eigentlich las ich alle Perspektiven gerne, doch bei manchen brauchte ich eine Weile um mich einzufinden. Wenn es ums Überleben geht, tun Menschen sehr unschöne Dinge. Das ist hier nicht anders, obwohl es jugendlich bleibt. Das Ende lässt mich zwiegespalten zurück. Einerseits für ein Jugendbuch passend, andererseits fehlte mir doch etwas.


Erzählt wird aus der Sicht fünf verschiedener Protagonisten. Der Leser erhält so Einblick auf das Geschehen von charakterlich sehr unterschiedlichen Personen. Mit dem Schreibstil der Autoren kam ich gut zurecht. Leicht überspitzt, drakonisch, klar und flüssig wird die Geschichte dargeboten. Die Sprache fand ich zur Erzählung passend und das Tempo angenehm. Das Buch ist in sechs Teile aufgesplittet. In jedem Teil kommen abwechselnd die verschiedenen Protagonisten zu Wort. Dazwischen gibt es immer wieder kurze Snapshots. Dort erfährt der Bücherliebhaber von Situationen, die sich meist fernab der eigentlichen Handlung abspielen.


Fazit: "Dry" ist ein Jugendbuch von Neal und Jarrod Shusterman. Ein beklemmendes und erschreckendes Zukunftsszenario, gleich einem Blockbuster mit Endzeitcharakter in jugendbuchgerechter Form. Einzig mit dem Ende war ich nicht ganz zufrieden. Von mir gibt es gute **** Sterne.

Zitat

"Der Wasserhahn in der Küche gibt sehr bizarre Geräusche von sich. Er keucht und hustet, als hätte er einen Asthmaanfall. Er gurgelt wie ein Ertrinkender, spuckt einmal und verstummt dann ganz."

Veröffentlicht am 14.05.2019

Wie der Phönix aus der Asche…

Durch Magie erwacht (Die Magie-Reihe 1)
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Kurzbeschreibung

Wie der Phönix aus der Asche…

Die 23-jährige Magiestudentin Mel hat es bis jetzt erfolgreich vermieden, den für sie zuständigen Hexenmeister aufzusuchen. Denn Ash Bradak gilt als unnachgiebig ...

Kurzbeschreibung

Wie der Phönix aus der Asche…

Die 23-jährige Magiestudentin Mel hat es bis jetzt erfolgreich vermieden, den für sie zuständigen Hexenmeister aufzusuchen. Denn Ash Bradak gilt als unnachgiebig und unnahbar. Nun aber muss sie ihm beichten, dass sich das Drachenei, das sie für ihre Prüfung pflegen sollte, in Flammen aufgelöst hat. Der rothaarige Hexenmeister mit den Augen einer Raubkatze scheint wenig begeistert, als er erfährt, dass stattdessen eine Phönixkönigin aus der Asche auferstanden ist und in der Stadt ihre Spuren hinterlässt. Notgedrungen begeben sich Mel und Ash schließlich zusammen auf die Suche nach dem Feuerwesen. Dabei lernt Mel ganz andere Seiten des Hexenmeisters kennen und kann sich seiner gefährlichen Anziehungskraft bald nur schwer entziehen…

Meinung

"Durch Magie erwacht" ist der erste Band der Magie - Reihe von Christina M. Fischer. Das Buch ist am 22. Februar 2018 bei bei Dark Diamonds, einem Imprint des Carlsen Verlags, erschienen, umfasst 332 Seiten, ist als ebook oder als Taschenbuch erhältlich und ab 16 Jahren empfohlen. Dark Diamonds steht für fantastische und mitreißende Geschichten aus dem Genre New Adult Fantasy. Christine M. Fischer hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht. Für mich war dies das erste Buch von ihr. Der Phönix ist ein mythischer Vogel, der am Ende seines Lebenszyklus verbrennt und aus seiner Asche wieder neu aufersteht. Ein solcher Feuervogel ist es, der aus Mels vermeindlichem Drachenei schlüpft, ihrer Obhut entkommt und zur Bedrohung wird. Mel muss ihrem Hexenmeister beichten was passiert ist. Dieser ist aber wenig priesterhaft und erteilt auch keine Absolution. Er ist eher höllisch respekteinflössend und teuflisch nervenaufreibend. Gemeinsam mit ihm und seinen Hexerfreunden geht Mel auf Phönixjagd. Bald stellt sich heraus, dass weit mehr dahintersteckt als nur ein verwechseltes Ei, und das das drohende Unheil vielfach größer ist.


Die 23 jährige Mel Roomy ist die älteste Magiestudentin ihres Jahrganges. Als klar wurde das Mel eine Hexe ist, wollte sie ihre Zukunftspläne nicht aufgeben und widmete sich nicht sofort ihrer magischen Ausbildung. Dafür ist sie nun mit eifer und ernst dabei. Ihr bester Freund ist ihr Mitbewohner. Das ist eher untypisch, denn Percy ist ein Elf. Für gewöhnlich kommen Menschen und Elfen nicht besonders gut miteinander aus und begegnen einander mit Misstrauen. Mel ist eine selbstbewusste junge Frau. Sie ist nicht auf den Mund gefallen und lässt sich nicht unterkriegen. Mel ist humorvoll, kann sich für Dinge begeistern und gesteht sich ihre Schwächen ein. Sie ist eine sympathische Protagonistin. Ich habe sie gerne auf ihrem Weg begleitet und ihre Entwicklung beobachtest. Ash Bradak ist ein einflussreicher Hexenmeister. Einschüchternd. Überheblich. Selbstbewusst. Reserviert. Für seine Hexer würde er durchs Feuer gehen. Sie verbindet eine tiefe Freundschaft und eine gemeinsame Vergangenheit. Seine Pflichten und seine Verantwortung nimmt er ernst. Sie sind es die Ash wirklich kennen und die wissen wie es in ihm aussieht. Es gibt noch weitere interessante Protagonisten. Viele davon lernt der Leser leider nur oberflächlich kennen.


Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht. Der Leser lernt Mel zu dem Zeitpunkt kennen, als das magische Wesen schlüpft und ihr entwischt. Bald darauf steht Mel auf der Schwelle ihres Hexenmeisters und kurze Zeit später geht die Jagd los. Es gibt kein großartiges Vorgeplänkel, aber der Leser erhält doch grundsätzliche Informationen zur Welt sowie zu Mel und zu ihrem Leben. Die Hexen haben sich den Menschen offenbart und leben offen Seite an Seite. Außerdem kamen Elfen durch ein Portal aus der alten Welt. Eine nicht neue aber immer interessante Grundsituation. Mel als Protagonistin ist einnehmend. Ihre Kräfte sind nicht klar definiert und geben Rätsel auf. Aber auch rund um Ash und seine Hexer scheint es Geheimnisse zu geben. Es macht Spaß diese zu ergründen. Unterhaltsam ist auch die humorvolle Note. Ein wenig Sarkasmus. Ein wenig Ironie. Ein paar mehrdeutige Dialoge. Das hat mir gut gefallen. Die Autorin hat ein anregendes Konstrukt erstellt, dass von verschiedenen Seiten aufgebaut wird und zum Finale hinarbeitet. Der Endspurt selbst war für meinen Geschmack ein wenig zu schnell und zu einfach abgehandelt. Man kann die Story als Einzelband lesen, da sie in sich abgeschlossen ist. Der Bücherliebhaber erkennt aber die Fäden, die Richtung Fortsetzung ziehen.


Erzählt wird hauptsächlich von Mel in der Ich Perspektive. Dazwischen gibt es andere Sichtweisen wie die vom Hexenmeister, vom Mitbewohner und weiteren Protagonisten. Mit dem Schreibstil der Autorin kam ich gut zurecht. Leicht, klar, zumeist flüssig und manchmal ein wenig einfach führt sie durch die Zeilen. Die Sprache fand ich zur Geschichte passend und das Erzähltempo angenehm.


Fazit: "Durch Magie erwacht" ist der erste Band der Magie - Reihe von Christina M. Fischer. Eine Geschichte rund um Hexen, Elfen, Magie, mystische Wesen und einer alten Welt voller Geheimnisse. Die erste Hälfte des Buches hat mir ausgezeichnet gefallen. In der zweiten fand ich Kleinigkeiten noch ausbaubar. Insgesamt eine durchaus unterhaltsame und ansprechende Erzählung mit Witz, Charme und Zauberkraft. Von mir gibt es **** Sterne.

Zitat

"Danach war ich um zwei Dinge schlauer: Erstens, was auch immer in dem Ei gewesen war, war definitiv kein Drache, und zweitens, was kein Drache gewesen war, war mir soeben entwischt und befand sich in der Menschenwelt auf freiem Fuß, was deutlich gegen die Hexengesetze verstieß. Kein Fabelwesen durfte in der Menschenwelt frei herumstreunen."

Reihe

Band 1: Durch Magie erwacht
Band 2: Vom Fluch entzweit
Band 3: Im Zauber vereint

Veröffentlicht am 07.05.2019

Wenn die Welt in Flammen steht ...

Hidden Legacy - Wilde Schatten
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!!! ACHTUNG !!! Band 3 einer Reihe

Kurzbeschreibung

Wenn die Welt in Flammen steht ...

Es fällt Nevada Baylor schwer, sich zu entscheiden: Ist es tatsächlich härter, ihre Talente als Wahrheitssucherin ...

!!! ACHTUNG !!! Band 3 einer Reihe

Kurzbeschreibung

Wenn die Welt in Flammen steht ...

Es fällt Nevada Baylor schwer, sich zu entscheiden: Ist es tatsächlich härter, ihre Talente als Wahrheitssucherin zu schärfen oder mit der frisch erblühten Beziehung zu Mad Rogan zu jonglieren? Harte Entscheidung! Denn bald schon wird Nevada eine wichtige Akteurin auf der magischen Bühne sein, während Rogan ihr dabei hilft, all die Gefahren zu umschiffen, die es mit sich bringt, ein eigenes Haus zu gründen. Doch all das ist ein Kinderspiel verglichen mit all den Gefühlen füreinander, die die beiden zu kontrollieren versuchen. Als dann eine neue Bedrohung auftaucht, müssen Nevada und der Primemagier abermals die Kräfte vereinen, ehe ihre Welt in Flammen aufgeht ...

Meinung

"Hidden Legacy - Wilde Schatten" ist der dritte Band einer fantastischen Reihe von Ilona Andrews. Das Buch ist am 1. Mai 2019 im LYX Verlag erschienen, umfasst 417 Seiten und ist als ebook erhältlich. Bereits so einige Bücher wurden unter diesem Autorennamen veröffentlicht, für mich ist dies die erste Reihe die ich von Ilona Andrews, was ein Pseudonym eines gemeinsam schreibenden amerikanischen Ehepaars ist, lese. In einer Welt, die der unseren äußerst ähnlich ist, wurde 1863 ein Serum entdeckt, das schlummernde magische Begabungen erweckt. Schon nach kurzer Zeit begriffen die Menschen, zu welchen Konsequenzen es kam, wenn einfache Leute gottgleiche Fähigkeiten zur Verfügung hatten. Der Verlauf der menschlichen Geschichte wurde geändert und die Gliederung ganzer Nationen neu ausgerichtet. Magische Familiendynastien haben sich gebildet und sie buhlen um Macht, Reichtum und Berühmtheit. Mit arrangierten Ehen wird Magie gesammelt und mächtiger Nachwuchs gezeugt. Ihre Talente sind vielfältig und das Leben der Hochbegabten hat seine eigenen Regeln und Gesetze. Zudem ist eine Verschwörung im Gange, die die Weltordnung auseinandernehmen und neu zusammensetzen soll.


Mit überschaubaren Fällen und kalkuliertem Risiko hält die 25 Jahre alte Nevada Baylor ihre Familiendetektei am laufen. Alles ändert sich als sie auf den gefürchtete Hochbegabte Mad Rogan trifft. Nevada lässt sich auf eine Zusammenarbeit mit ihm ein und bringt damit ihre Liebsten, sich und ihr Herz in Gefahr. Nevada lebt zusammen mit ihrer Mutter, ihrer Großmutter, ihren jüngeren Geschwistern und ihren Cousins in einer Lagerhalle. Diese ist sowohl ihr Arbeitsplatz als auch ihr zu Hause. Nevada hält die Familie über Wasser und fühlt sich für alle verantwortlich. Ihre Begabung ist nützlich für ihren Job. Nevada ist bodenständig, verantwortungsbewusst, mutig, realistisch und vernünftig. Ihr Talent wurde bislang sorgsam vor Fremden verborgen. Nun ist Nevada gezwungen dieses öffentlich zu machen und ein eigenes Haus zu gründen. Conner Rogan hat sich im Krieg den Namen Mad Rogan verdient. Der Schlächter von Merida. Die Geisel Mexikos. Ein Massenmörder. Mit Kräften jenseits von gut und böse, die niemand wirklich einschätzen kann. Gnadenlos. Mächtig. Skrupellos. Hart. Gefährlich. Animalisch. Nevada weiß mit ihm umzugehen und stellt eine ebenbürtige Partnerin dar.


Ich habe mich schon sehr auf diesen Fortsetzungsband gefreut und ich bin auch sofort wieder gut in der Geschichte gelandet. Ich hatte keine Probleme wieder in die Welt zu finden und dennoch gibt es immer wieder neue Informationen zu verinnerlichen. Nevada ist eine absolut sympathische Protagonistin. Sie tut was getan werden muss und braucht niemanden der ihre Schwierigkeiten für sie löst. Mad Rogan erscheint zielstrebig, kühl, drohend, mächtig und teils skrupellos, aber nicht wie der irrer Massenmörder als welcher er anfänglich dargestellt wurde. Trotz allem hat er eine weichere Seite. Er akzeptiert Nevada. Mehr noch. Aber er lässt ihr ihre Freiheit und ihre Entscheidungen. Die Handlung hat mir in ihrer Gesamtheit gesehen sehr gut gefallen. Die Geschehnisse von Band 1 und 2 ziehen Konsequenzen nach sich, die hier weiter verfolgt werden. Es gibt wieder Nachforschungen und ausreichend Kämpfe ... mit Magie, mit roher Gewalt, mit vollem Waffenarsenal. Aber es kommen auch romantische Gefühle und ein, zwei erotische Szenen. Es ist humorvoll. Ich musste oft schmunzeln. Es ist unterhaltsam. Es ist spannend. Nevadas Familie ist eine tolle Truppe. Die einzelnen Charaktere lernen wir langsam besser kennen. Der Epilog lässt erahnen, dass die Gefahr noch nicht gebannt ist, und das sowohl privat als auch beruflich Herausforderungen warten.


Erzählt wird aus der Sicht von Nevada. Ich mag den Schreibstil des Autorenduos. Gut beschreibend, lebendig, flüssig und humorvoll geht es dahin. Die Sprache war für mich zur Geschichte passend und das Erzähltempo angenehm.


Fazit: "Hidden Legacy - Wilde Schatten" ist der dritte Band der fantastischen Nevada - Baylor - Serie von Ilona Andrews. Eine spannende Erzählung mit Action, Humor, Charme und einer Art Superhelden - Superschurken - Weltdarstellung. Eine Reihe wie für mich geschrieben. Von mir gibt es ***** Sterne.

Zitat

"Wenn dir das Leben einen Tiefschlag verpasst, dann kommt er immer unerwartet. Du bemerkst es nicht, bis es dich erwischt. Eben bist du noch munter durch die Welt spaziert, hast dir Gedanken über deine kleinen Probleme gemacht, Pläne geschmiedet, und im nächsten Moment liegst du hilflos weinend auf dem Boden und versuchst dich gegen die Panik und die Schmerzen zu schützen, während in deinem Kopf ein heilloses Durcheinander herrscht."

Reihe

Band 1: Hidden Legacy - Das Erbe der Magie
Band 2: Hidden Legacy - Tanz des Feuers
Band 3: Hidden Legacy - Wilde Schatten

Veröffentlicht am 01.05.2019

Kaum jemand kennt die Wahrheit über Hexen...

Der Fluch der Hexen
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Kurzbeschreibung

Hexen vereinen die schlechtesten Eigenschaften in sich: Sie sind selbstsüchtig, verlogen, hinterlistig und immer darauf bedacht, Unheil anzurichten. Eine einfache Handbewegung genügt, ...

Kurzbeschreibung

Hexen vereinen die schlechtesten Eigenschaften in sich: Sie sind selbstsüchtig, verlogen, hinterlistig und immer darauf bedacht, Unheil anzurichten. Eine einfache Handbewegung genügt, um einen Menschen zu verfluchen. Doch was kaum jemand weiß – der eigentliche Fluch liegt auf den Hexen selbst. Jahrelang hat Katelyn es geschafft, diesen Fluch zu umgehen, bis sie Dimitri begegnet und einen schwerwiegenden Fehler begeht. Fortan ist die junge Hexe gezwungen, aufzugeben, was sie sich mehr als alles andere wünscht: Ihre Freiheit.

Meinung

"Der Fluch der Hexen" ist ein High Fantasy Abenteuer von Anna - Lena Strauß. Das Buch ist am 22. April 2019 im Eisermann Verlag erschienen, umfasst 450 Seiten und ist als ebook oder als Taschenbuch erhältlich. Hierbei handelt es sich um das Debüt der Autorin. Als Hexe wird im Volksglauben eine mit außergewöhnlichen Kräften ausgestattete Frau bezeichnet. In Geschichten brauen Hexen oft Kräutertränke, fliegen auf dem Besen, treffen sich bei Vollmond mit anderen im Wald und halten Rituale ab. Der Begriff wird aber auch als abwertende Bezeichnung für eine bösartige, zänkische, hinterlistige oder hässliche weibliche Person genutzt. Da ist es nicht verwunderlich, dass sie als böse, selbstsüchtig, niederträchtig und nur auf den eigenen Vorteil bedacht gelten... so ist auch der Ruf den die Hexen in Katelyns Welt haben. Niemand weiß wie viele unschuldige Frauen die Hexenjäger auf den Scheiterhaufen zerren, um Exempel zu statuieren und Sicherheit zu vermitteln. Kaum jemand kennt die Wahrheit über Hexen, über die Bürde die sie tragen und den Fluch der auf ihnen liegt. Katelyn ist auf der Flucht vor diesem Schicksal, doch ein unbedachter Moment zwingt sie an die Seite eines Mannes, der den Hexenfluch kennt und diesen Umstand nutzt um Katelyn bei sich zu behalten.


Freiheit hält Katelyn für ihr oberstes Gut. Das ist auch der Grund warum sie ihre Familie verließ um sich alleine durchzuschlagen. Sie zieht von Dorf zu Dorf, hält sich nirgends lange auf, knüpft keine Kontakte und bleibt unauffällig. Obwohl es kein einfaches Leben ist und ebenso einsam, zieht sie es der Alternative vor. Sie vertraut nur sich selbst und ist misstrauisch und skeptisch. So fällt es ihr schwer, Dimitri an ihrer Seite zu akzeptieren. Er nimmt ihr das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung. Dimitri verdient sich seinen Lebensunterhalt als Führer. Seine Ausbildung und das Kämpfen im Krieg machen ihn zudem zu einem guten Beschützer. Dimitri kennt Geschichten über Hexen und auch über den Fluch. Als sich ihm die Gelegenheit bietet, packt er sie beim Schopf. Doch Katelyn bei sich zu haben, bringt auch Probleme mit sich. Die junge Frau will ihre Freiheit zurück erlangen. Dimitri will mehr über die Hexen herausfinden. Ist Katelyn tatsächlich nur darauf aus Schaden anzurichten und Unheil über die Menschen zu bringen? Er scheint dieses Rätsel lösen zu wollen. Katelyn war für mich eine sympathische Protagonistin. Sie ist stark, aber auch irgendwie schwach. Ihr Denken und ihr Tun kann man großteils gut nachvollziehen. Dimitri ist zu Anfang etwas undurchsichtig. Man weiß nicht so recht was man von ihm halten soll und man fragt sich, was er mit Katelyn vorhat. Erst mit der Zeit gewinnt man hier einen besseren Einblick.


Der Einstieg in die Geschichte fiel leicht. Die Autorin entführt den Leser in eine mittelalterlich anmutende Welt. Dabei legt sie weniger wert darauf dem Leser das Setting detailliert näherzubringen, als die Charaktere ihre Entwicklung und ihr Abenteuer in den Vordergrund zu stellen. Trotzdem gibt es immer wieder häppchenweise Informationen zum Weltenentwurf. Die beiden Hauptprotagonisten, die zu Anfang charakterlich und von der Gesinnung her sehr unterschiedlich erscheinen, entwickeln sich weiter und nähern sich einander an. Obwohl es auch romantische Gefühle gibt, meine ich hier ein Entgegenkommen zwischen Mensch und Hexe. Trotz zwischenmenschlicher Veränderungen bleibt Katelyns Freiheitsdrang bestehen. Dies wirkt zumeist rational und glaubhaft. Die Handlung ansich hat mir gut gefallen. Inhaltliche Ansätze und gelegte Schwerpunkte mochte ich gerne. Ein paar kleine Szenen fand ich nicht ganz so realistisch und nachvollziehbar, aber das trübte den Lesespass kaum ein. Manches wurde von der Autorin schnell abgehandelt wo ich vielleicht gerne länger verweilt wäre. Eine neugierig machende Grundspannung ist stets vorhanden. Die Geschichte wird passend und ansprechend ans Ende geführt und ist abgeschlossen.


Erzählt wird abwechselnd von Katelyn und Dimitri. Trotz des Perspektivenwechsels gelingt es der Autorin, Dimitris Absichten zu Anfang zu verschleiern. Mit dem Schreibstil von Frau Strauß kam ich gut zurecht. Leicht, klar, jugendlich und flüssig führt sie durch die Zeilen. Die Sprache fand ich großteils zur Geschichte passend und das Erzähltempo angenehm.


Fazit: " Der Fluch der Hexen" ist ein High Fantasy Roman von Anna - Lena Strauß. Mit der Geschichte rund um Katelyn und Dimitri ist der Autorin ein sehr ansprechendes Debüt gelungen. Ein reizvolles Hexenabenteuer mit interessanten Charakteren und lesenswerter Handlung. Von mir gibt es **** Sterne.

Zitat

"Sie wehrte sich nicht. Weder dagegen, dass ihr nun auch die übrige Kleidung abgenommen wurde, noch gegen die Männer, die sie auf den sorgfältig aufgeschichteten Scheiterhaufen zerrten und an den rauen Holzpfahl fesselten. Ihre Augen waren glasig. Ich hoffte, dass sie einen Weg gefunden hatte, ihre Seele an einen anderen Ort zu bringen."