Wunderschönes Buch
Making FacesHey ihr Lieben,
heute kommt meine Rezension zu „Making Faces“ von Amy Harmon.
In Making Faces geht es um Fern Taylor, ein unscheinbares Mädchen dass sich liebevoll und bedingungslos um ihren Cousin Bailey ...
Hey ihr Lieben,
heute kommt meine Rezension zu „Making Faces“ von Amy Harmon.
In Making Faces geht es um Fern Taylor, ein unscheinbares Mädchen dass sich liebevoll und bedingungslos um ihren Cousin Bailey Sheen kümmert, der aufgrund einer Krankheit im Rollstuhl sitzt und sich nicht bewegen kann. Außerdem ist Fern schon seit ihrer Kindheit in den Jungen und später jungen Mann, Ambrose Young verliebt, sie hat allerdings keine Chance bei ihm bzw. denkt, dass sie keine Chance bei ihm hat, weil sie sich nicht schön genug für ihn findet.
Auch wenn Fern in Ambrose verliebt ist, hilft sie ihrer Freundin Rita mit ihm zusammen zu kommen. Sie schreibt im Namen von Rita Liebesbriefe an ihn, aber irgendwann fliegt die ganze Sache auf und Ambrose ist ziemlich wütend auf die beiden.
Nachdem die Schüler eines Tages in der Schule den Terrorangriff auf das World Trade Center am 11.Septemmber gesehen haben, beschließt Ambrose sich eines Tages in der Armee einzuschreiben und überzeugt auch seine Freunde ihn zu begleiten. Nach einem Terrorangriff in dem Irak, bei dem Ambrose Freunde ums Leben gekommen sind, kehrt Ambrose nach Hause. Er hat sich verändert, er sieht sich als eine Art Monster. Narben zieren sein Gesicht, er hat ein Auge verloren und hört auf einer Seite schlechter.
Eines Tages begegnet er Fern im dunkeln und kurze Zeit später merkt er, dass für Fern nicht nur die optische Schönheit von Bedeutung ist, sondern Fern ihn im Allgemeinen als schön empfindet und ihn immer noch liebt.
Es entsteht eine Freundschaft zwischen Fern, Bailey und Ambrose. Sie unternehmen Dinge zusammen und vertrauen sich Dinge an, wie es Freunde so tun. Ambrose Gesicht schreckt die beiden nicht ab, ganz im Gegenteil, Bailey findet es sogar faszinierend.
In der Zwischenzeit hat Ferns und Baileys Freundin Rita einen Mann, Becker, geheiratet, der ihr nicht gut tut. An einem Abend, in dem Bailey Fern und Ambrose besuchen wollte, hört er ein Kind weinen. Bailey fuhr zu dem Ort an dem das Kind war und entdeckt Rita, die bewusstlos im Auto sitzt und hinten ihr Kind weint. Bailey ruft das Kind zu sich, ruft den Notruf und fährt fort, weil er Angst hat Becker zu begegnen. Kurze Zeit später hört er Becker hinter sich und nachdem Becker voller Wut Bailey von der Straße gedrängt hat, rutscht Bailey einen Hügel hinunter und fällt mit dem Kopf ins Wasser. Da sich Bailey nicht bewegen konnte, ist er gestorben.
Als Fern dies erfährt, bricht eine Welt für sie zusammen, denn Bailey war nicht nur ihr Cousin, sondern auch ihr bester Freund. Ambrose hilft Fern bei ihrer Trauer und steht ihr bei, denn in der Zwischenzeit sind sich die beiden nähergekommen und haben sich ineinander verliebt. Und weil Fern für Ambrose Alles ist, möchte er sie heiraten.
Jahre später sind Fern und Ambrose verheiratet und haben einen sechsjährigen Sohn, den die beiden Bailey genannt haben.
„Making Faces“ ist ein einzelner Teil von Amy Harmon.
Zu allererst zum Cover. Das Cover von „Making Faces“ ist einfach nur wunderschön und so elegant, dass man allein schon das Cover in seinem Bücherregal haben muss. Es versprüht so eine Leichtigkeit und Harmonie, dass man sich das Cover einfach nur stundenlang anschauen könnte, ohne dass es an Schönheit verliert oder man sich an dem Cover sattsieht. Außerdem bin ich ein Fan von verschiedenen Lila- und Blau-Tönen.
Auch der Schreibstil gefällt mir sehr gut, nachdem ich die Leseprobe gelesen habe. Das Buch liest sich super angenehm und sehr flüssig, denn der Schreibstil ist wirklich leicht und locker, sodass man sehr gut durch die Seiten kommt. Kaum hat man das Buch angefangen, schon ist es auch zu Ende gewesen.
Ich muss sagen, dass Buch verkörpert verschiedene Themen, was mir wirklich sehr gut gefällt, denn es sind zum Teil Themen, die sehr Besonders sind und worüber viele Bücher auch gar nicht handeln, weil es Themen sind die nicht wirklich schön bzw. schwer zu ertragen sind.
Ich mochte es sehr, dass das Buch mit Griechischen Mythen und Sagen begonnen hat und dass sich dies auch später immer wieder im Buch wiedergefunden hat.
Was mir auch noch besonders gut gefällt ist, dass die Kapitel nicht nur nach Zahlen geordnet sind, sondern auch jeweils eine Überschrift besitzen (Kapitel 1 – Superstar oder Superheld, Kapitel 2 Mutig sein, Kapitel 3 Eine Tarnung erfinden, …). Das macht das Buch schon ein kleines bisschen individueller und man kann vorher raten, was in dem Kapitel geschehen könnte.
Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat ist, dass sich die Geschichte nicht nur in der Gegenwart, sondern auch jeweils Rückblickend in der Vergangen abspielt, um gewisse Dinge besser zu verstehen. Man erfährt mehr über die Charaktere und warum sie so handeln wie sie handeln, weil sie in ihrer Kindheit dementsprechend damals geprägt wurden.
Bailey Sheen ist für mich persönlich ein sehr starker Charakter. Man kann vieles von ihm lernen, denn Bailey thematisiert mit seinem Charakter ein z.T. sehr trauriges Thema – Krankheit und Tod und wie ich damit umgehe.
Bailey hat zwar nur eine begrenzte Lebenszeit, aber die hat er als Kind sehr gut nutzen können, bevor er an den Rollstuhl gebunden war. Aber auch die Idee mit der Liste, mit Dingen die er noch unbedingt machen will, zeigt, dass er sein Leben in vollen Zügen genießen will, bevor er stirbt, denn das Leben ist einfach viel zu kurz.
Bailey ist aber an sich auch ein sehr positiver Mensch, er lässt sich nicht unterkriegen und bringt seine Mitmenschen zum Lachen, egal in welcher Situation sich jemand befindet. Außerdem ist er immer für seine Freunde da und hilft ihnen in jeder erdenklichen Situation, auch wenn es ihn das Leben gekostet hat…
Fern Taylor hingegen ist ein Charakter der kaum Selbstbewusstsein hat, sich aber für ihre Freunde aufopfert. Fern fühlt sich nicht hübsch und bleibt auch sonst lieber unbemerkt. Dass sie kein Selbstbewusstsein hat, könnte vermutlich daran liegen, dass sie damals als Kind mitbekommen hat, wie ihre Mutter und ihre Tante über sie gesprochen haben, dass sie einfach kein hübsches Kind ist, im Gegensatz zu ihrer Freundin Rita. Außerdem ist sie in Ambrose Young verliebt, doch aufgrund ihres mangelnden Selbstbewusstseins, hilft sie eher ihrer Freundin Rita, als selbst um Ambrose und ihr Glück zu kämpfen.
Baileys Tod hat Fern sehr getroffen, ein sehr großer Teil und ihr wichtigster Verbündeter ist plötzlich nicht mehr da, doch mit Ambrose Hilfe hat sie die Kraft bekommen, wieder nach vorne zu blicken, denn Bailey hätte es so gewollt.
Fern lernt in der Geschichte sich schön zu finden, egal wie sie denkt sie aussieht und dass man, egal wie man aussieht, immer die wahre Liebe finden wird.
Ambrose Young ist in der Schulzeit ein sehr beliebter Schüler gewesen. Er war ein Star im Ringen, hat allerdings sein Stipendium nicht angenommen und ist stattdessen in die Armee gegangen. In seiner Schulzeit hat sich Ambrose von Rita und Fern gedemütigt gefühlt, denn Ambrose ist mit Rita zusammengekommen, Fern hat allerdings die Liebesbriefe an Ambrose geschrieben und auch seine von Rita erhalten. Im Irak, musste Ambrose oft an Fern denken und nach einem Bombenangriff, bei dem seine Freunde ums Leben gekommen sind und er entstellt war, zieht er sich zurück und geht nur abends nach draußen.
Als Fern Ambrose begegnet zeigt sie ihm langsam, wie schön er trotz seiner Narben ist und dass es sich lohnt zu leben.
Ambrose lernt, dass Schönheit nicht nur das Äußere ist, sondern auch die Innere Werte zählen und dass diese die wahre Schönheit sind.
Ich muss gestehen, das erste Drittel des Buches hat mir nicht so gut gefallen, es hat sich die ganze Zeit darum gedreht, dass Fern und Bailey Außenseiter sind und dass sich Fern einfach nicht schön findet.
Erst nachdem Ambrose aus dem Irak zurückgekehrt ist, hat die Geschichte an Tiefe bekommen und ab da, konnte man auch als Leser etwas lernen, nämlich, dass wahre Schönheit von innen kommt und dass es sich lohnt um die Liebe zu kämpfen.
Man hat in dem Buch viel Lachen können (dank Bailey und seinem Humor), man hat aber auch eine Menge geweint und mitgefiebert.
Es ist eine sehr wundervolle und gefühlvolle Geschichte, die man definitiv gelesen haben muss.