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Bisco

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2020

Geht in Rauch auf und ist leider nicht der Rede wert

Smoke
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„Smoke“ stand schon recht lange bei mir im Schrank, wobei ich es schon so lange lesen wollte. Dieses Jahr habe ich es mir dann als Bettbuch fest vorgenommen, dies zu lesen. Jeden Abend meine 20 Seiten ...

„Smoke“ stand schon recht lange bei mir im Schrank, wobei ich es schon so lange lesen wollte. Dieses Jahr habe ich es mir dann als Bettbuch fest vorgenommen, dies zu lesen. Jeden Abend meine 20 Seiten zu lesen, so sind die 600 Seiten ja schnell weg.

Der Einstieg ist mir gut gelungen. Der Start, wo wir erfahren das die Jungen Thomas und Charlie an einem Eliteinternat für Jungen sind. Sprachen, Politik, Etikette aber auch Züchtigung gehören zum Alltag. So wie der Schultyrann, der leider von den Lehrern noch gefördert wird.

Wer raucht, der büßt. Dies ist die Welt in denen die Jungs aufwachsen. Ziel ist es, im Erwachsenenalter sog gut wie gar nicht mehr zu rauchen. Die Lehrer machen es immerhin vor. In diesem England, Ende des 19. Jahrhundert, ist es ähnlich unserer Zeitgeschichte, wenn man vom Rauch absieht.

Die Politik ist ein großer Bestandteil der Geschichte und die Änderungen die damit einhergehen.

Die Jungs erfahren das es spezielle Bonbons gibt, die dafür sorgen das jemand nicht raucht, wenn er diese lutscht. Sie reisen über die Ferien zu Verwandten von Thomas aufs Land und werden in politische Machenschaften hineingezogen. Sie beiden verlieben sich das erste Mal und kommen den Geheimnissen des Rauches immer mehr auf die Schliche.

Leider aber, bleibt das große Warum bis zum Ende ungeklärt. Man erfährt lediglich in welchem Teil der Rauch gebildet wird.

Leider ist das Buch nur die ersten 100 Seiten gut und wird dann zu einer großen Flucht mit viel Gerede und wenig Inhalt. Ich habe die letzten Zweihundert Seiten nur noch überflogen, weil die Thematik Rauch dann irgendwann auch nur noch zweitrangig wurde und einem anderen Thema mit Platz gemacht hat.

Alles in allem lohnt es sich nicht dieses Buch zu lesen.

Veröffentlicht am 03.09.2020

Mehr Drama als Liebesgeschichte

Never Doubt
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In „Never doubt“ treffen zwei junge Menschen mit unterschiedlichen Schicksalen und Familienverhältnissen aufeinander.

Die 17-Jährige Willow kommt aus einer gut betuchten Familie. Der Vater Teil eines ...

In „Never doubt“ treffen zwei junge Menschen mit unterschiedlichen Schicksalen und Familienverhältnissen aufeinander.

Die 17-Jährige Willow kommt aus einer gut betuchten Familie. Der Vater Teil eines Millionen schweren Unternehmens und dort in den oberen Etagen am arbeiten. Die Mutter als Hausfrau unzufrieden trinkt ihren Frust weg und ist für Willow keine Ansprechpartnerin.

Willow war mal ein begeistertes Mädchen mit Freundinnen und guten Noten. Bis zu dem Tag wo sie eine Geburtstagsparty hatte und alle anderen ausgelogen waren. Von diesem Tag hat sie ein schwarzes Loch in sich und schwarze X´e auf ihrer Haut. X für Xavier, der sie an diesem Tag vergewaltigt hat. Eine Wahrheit, welche nur sie und er von weiß. Für ihre Familie ist sie einfach nur eine Blamage und lässt sich hängen.

Nur sie kann mit niemanden drüber reden. Denn es handelt sich um den Sohn von dem Vorgesetzten ihres Vaters. Und dieser ist darauf bedacht die Karriere voran zu treiben. So ist es für Willow ganz gut aus New York weg zu kommen und in dem kleinen beschaulichen Städtchen Harmony zu landen.

Dort lernt sie schnell den örtlichen Tratsch kennen. Hierzu gehört der Stadtversager und Alkoholiker Nummer eins Mr. Pearce, der mit seinem Sohn Isaac in einem Trailer wohnt. Die Mutter des jungen ist gestorben wie er 11 Jahre alt war, nun ist er 19. Durch den Schock damals, hat er ein Jahr lange die Schule nicht besucht und hängt nun in der Abschlussklasse.

Ihm wird so viel Negatives wie seinen dauerhaft besoffenen Vater nachgesagt. Nur das Talent zum Schauspiel wird ihm positiv zugedacht. Denn er tritt auf der örtlichen Bühne auf und hält mit seinen Auftritten das heruntergekommene Theater am Leben.

So soll es Willow und Isaac genau da treffen. An der Stelle die ihm Grund zum leben gibt und ihr helfen wird aus ihrem Zustand heraus zu helfen. Er hat das Ziel der Stadt und seinem Vater zu entfliehen und sie will die Vorgänge vergessen.

Die Geschichte ist an sich mehr ein Drama als eine Liebesgeschichte. Klar verlieben die beiden sich, es läuft nicht alles rund, die Familien stehen dem ganzen wie in Hamlets Aufführung dazwischen.

Aber da ist mehr. Die Vergewaltigung von Willow ist bei ihr jeden Tag präsent und als Leserin habe ich echt mit ihr gelitten. So realistisch kamen ihre Ängste und ihre Erinnerungen an diese Nacht rüber. Die Schweißausbrüche, die Panikattacken und den Wunsch alles zu vergessen. Aber auch seine Not mit dem aggressiven und cholerischen Vater, den Misshandlungen die auf Gewalt basieren. Diese beiden Themen sind so stark präsent, dass es für mich weniger um die Liebe geht, sondern das zu sich selbst finden und einen Ausweg für sich zu finden.

Die Geschichte ist alles andere als schlecht, aber niemand darf hier eine klassische Liebesgeschichte erwarten. Die Themen gehen weiter, tiefer und sind sehr emotional. Ich würde Menschen mit diesen Erfahrungen, seis von Willow oder Isaac eher abraten, da diese sehr viel aufwühlen können. Ansonsten ist die Geschichte nicht schlecht, aber für mich etwas zu belastend gewesen.

Veröffentlicht am 02.09.2020

Das Puzzle gab kein schönes Gesamtbild ab

Jigsaw Man - Im Zeichen des Killers
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Ich danke an dieser Stelle NetGalley und dem Bastei Lübbe Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

So sehr ich Thriller gerne lese und gerade die Thematik des Puzzles und einem Mörder, der ...

Ich danke an dieser Stelle NetGalley und dem Bastei Lübbe Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

So sehr ich Thriller gerne lese und gerade die Thematik des Puzzles und einem Mörder, der es nicht sein kann, weil er im Gefängnis sitzt, find ich super. Leider war für mich die Umsetzung des Buches nicht ganz gelungen.

Wir erfahren das Detective Inspector Anjelica Henley vor einem Jahr Opfer von dem Serienmörder Peter Olivier wurde. Dieser sitzt seitdem man ihn erwischt hat im Gefängnis. Zurückgeblieben sind Narben und ein Trauma was Henley verdrängt. Sie sitzt seit dem Vorfall nur noch im Büro. Aber auch privat läuft es bei ihr nicht gut. Ihre Ehe mit Ehemann Rob ist tot. Nur die kleine Tochter hält sie noch zusammen. Er setzt sie zudem unter Druck, sie solle ihren Job aufgeben. Was ist der Ehemann unsympathisch und versucht gar nicht auf ihre Probleme einzugehen.

So bekommt sie frisch mit ihrem ersten Außeneinsatz seit einem Jahr den jungen Detective-Azubi Ramouter. Auch er hat privat seine Baustellen, aber es gelingt ihm sich in der neuen Arbeit schnell einzufinden und sein Gespür und seine Erfahrung helfen Henley sehr weiter.

Es werden immer neue zerstückelte Leichen gefunden, welche eine Markierung haben, welche den ersten Täter Olivier gleichen. Ein Detail welches niemals der Presse bekannt war.

Wer ist der Nachahmungstäter und woher bekommt er die Medikamente um die Opfer zu betäuben?

Eine Geschichte die so spannend sein könnte, mich aber leider nicht überzeugt hat. Es begann für mich damit, dass der Schreibstil viel zu holprig ist. Er wirkt abgehackt, unüberlegt und zu krampfhaft geschrieben.

Dann stehen die privaten Probleme mehr im Mittelpunkt als die Morde, wenn Henley Ärger mit Ehemann und Vater daheim hat.

Zwei Personen welche ich zumindest noch zuordnen konnte, denn dann kamen so viele Familiennamen hinzu. Von Kollegen der Polizei, über Gerichtsmedizin, über Verdächtige, über die Toten. Ich habe die Übersicht verloren. So gerne ich mir Notizen mache, da war ich dann nicht mehr gewollt noch eine Übersicht zu schreiben.

Aber leider fehlte mir auch die Spannungskurve. So dass ich ab 60 % einen größeren Sprung im Buch gemacht habe, und dennoch nichts verpasst habe und die Auflösung gab mir dann alles was dazwischen gewesen ist.

Mir tut es leid, aber so gerne ich das Buch besser bewertet hätte, so war es nicht mein Geschmack.

Veröffentlicht am 28.08.2020

Super nervige Liv contra sympathischer Mack

The Secret Book Club – Die Liebesroman-Mission
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Im zweiten Teil vom „The Secret Book Club“ stellen wir recht früh fest, dass der Club nicht mehr so geheim ist und es bereits ein neues Mitglied gibt. Vorweg möchte ich an dieser Stelle sagen, dass dieser ...

Im zweiten Teil vom „The Secret Book Club“ stellen wir recht früh fest, dass der Club nicht mehr so geheim ist und es bereits ein neues Mitglied gibt. Vorweg möchte ich an dieser Stelle sagen, dass dieser zweite Teil sogar eigenständig und ohne Vorkenntnis des ersten gelesen werden könnte.

Aus dem ersten Buch kennen wir als Nebenfiguren bereits Liv und Braden fucking Mack, meistens nur Mack, genannt. Liv, als Schwester von Thea, die im ersten Buch mit Ehemann Gavin an ihrer Ehe arbeitete. Er suchte damals Hilfe über den Club und mit einem Buch welches er las. Aus diesem kennen wir bereits Liv, die als sehr zickige, eigenwillige, Männerhassende Frau alles kastrierte was sich nur wagte sie anzusehen. Der Grund dafür wurde im ersten Buch ebenfalls erwähnt und liegt in der negativ prägenden Geschichte um ihren Vater. In diesem Buch hat sie erneut die Möglichkeit zu zeigen, wie anstrengend sie sein kann.

Mack ist der Besitzer mehrerer Clubs und dafür bekannt, dass seine Liebschaften alle nicht lange halten. Dabei beschwört er, dass er was Längerfristiges sucht. Immerhin ist er der einzige Mann des Clubs ohne Frau.

Schnell lernen wir von beiden eine andere Seite kennen.

Klar ist Liv gegenüber Männern und vor allem gegenüber dem armen Mack extrem aggressiv und abweisend, was soweit geht das man sie am liebsten Ohrfeigen will. Die Begründung der Enttäuschungen aus der Kindheit lass ich da nicht gelten. Immerhin hat ihr Vater ihr direkt kein Leid zugefügt. Aber sie hat auch eine andere Seite. Wir erfahren das sie seit einem Jahr als Konditorin in einem Nobelrestaurant arbeitet. Der Chef dort ist ein Arschloch wie es im Buche steht. Es kommt zu einem kleinen Desaster, wo Mack mit eingebunden ist. Kurze Zeit später muss Liv erfahren, dass ihr Chef Royce die weibliche Belegschaft sexuell bis zum unfreiwilligen Sex hin nötigt.

Dies führt dazu das in Liv der Beschützer-Instinkt geweckt wird und diese einer Kollegin helfen will und Royce stürzen will. Dies ist auch die Hauptgeschichte.

Mack hat dadurch die Möglichkeit zu zeigen, dass er nicht der berühmtberüchtigte Playboy ist und muss später mit Liv sein größtes Geheimnis teilen, was selbst seine Freunde nicht wissen.

Absolutes Plus für mich war es, dass Mack einfach mega cool und sympathisch rüberkam. Von Liv kann ich das leider nicht behaupten. Ich finde es gut wie sie für die anderen Frauen einsteht und Freundschaft ihr wichtig ist, aber das Männerhassende Miststück was sie gibt, mit dem Frust aus ihrer Kindheit zu begründen nervt und sie wirkt wie ne untervögelte 12-Jährige auf nem schlechten Trip. Eine Konstellation die man meint es nicht geben zu können, aber sie verkörpert diese.

Sehr gut finde ich ebenfalls, dass der ganze Männer-Buch-Club ganz klar sagt, das sexuelle Übergriffe ein absolutes NO-GO sind. Eine Massage die man stärker in den Medien einbringen müsste.

Aber nun kommt mein großes ABER. Es fehlt mir die Grundsubstanz, welche schon im ersten zu kurz kam. Viel zu kurz. Der Buchclub. Wo im ersten Teil noch Abschnitte aus dem Buch, welches Gavin gelesen hat, vorkamen, wurde hier nur erwähnt was Mack liest, die Bücher und der Club sonst aber schwer an zweiter Stelle standen. So waren seine Kumpels mehr Detektiv und Polizei bzw. die Biertrinkende Männerrunde. Die Idee des Clubs ist daher mehr Schein als Sein und tritt im Vergleich zum ersten Buch leider noch mehr in den Hintergrund.

Alles in allem war mir die Geschichte zu lang, zu sehr auf dem Thema des Problems mit den Übergriffen am laufen und zu wenig bei dem was sich zwischen den beiden entwickelte. Vor allem auch wegen dem ständigen blocken von Liv. Ich kann leider mit ihr genauso wenig was anfangen wie mit Thea. Beide Frauen sind mir als Charaktere so oberflächlich, zu zickig und zu rechthaberisch dargestellt.

Trotzdem werde ich den dritten Teil lesen. Aber anders als der erste Teil der seine 5 Sterne, hatte kann ich diesem viel schlechteren Buch nur 3 geben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.08.2020

Was zum Lesen wenn sonst nichts da ist

An Ocean Between Us
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Avery hat einen großen Traum. Das Ballett tanzen. Dies macht sie seit ihrer Kindheit. Bis zu dem Tag wo alles vorbei ist. Ein Autounfall zerstört ihren Lebenstraum und hinterlässt ein schwarzes Loch und ...

Avery hat einen großen Traum. Das Ballett tanzen. Dies macht sie seit ihrer Kindheit. Bis zu dem Tag wo alles vorbei ist. Ein Autounfall zerstört ihren Lebenstraum und hinterlässt ein schwarzes Loch und das nicht wissen wie es im Leben weiter gehen soll. Nun ist sie am LaGuardia Community College.

Theo, der gefeierte Schwimmprofi der Universität. Dazu natürlich einer der hübschesten Männer, mit dem klassischen Ruf eine Frau nach der anderen abzuschleppen. Er ist bekannt für seine arrogante, zynische und recht bösen Charakterzüge. Diese bekommt auch Avery recht früh zu spüren.

Wir erfahren ganz zu Anfang das Avery einen Autounfall hat, welcher ihren Rücken so schlimm verletzt, dass sie niemals mehr tanzen wird. Es ist kein Geheimnis das Theo im Unfallauto saß, welches Avery von der Straße befördert hat. Nur das er und sein Cousin dachten es wäre nichts weiter passiert. Seit Montan plagen ihn Alpträume. Diese sollten das erste Mal besser werden, als er Avery auf dem College trifft. Doch er soll die Wahrheit erfahren und wie soll er ihr in die Augen schauen nachdem er weiß das er mir schuld ist?

Es ist recht früh erkennbar, dass die Geschichte in einer emotionalen Bredouille bei Theo endet. Wird er ihr die Wahrheit erzählen oder nicht?

Leide ist das Ganze von vorne rein so sehr vorhersehbar, dass es im Buch keine Überraschung gab und auch das Ende war recht vorhersehbar.

Schön fand ich die Nebencharaktere und die Geschichten wie die Entstehung der Band, wo ich fast schon mehr von lesen wollte. Ansonsten lesen wir halt viel vom Schwimmen, dem Verlust ihres Traumes von Avery und dem emotionalen Dilemma von Theo.

Alles in allem war die Geschichte gut zu lesen, aber es handelt sich nicht um ein Preisverdächtiges Buch.