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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.10.2018

Nicht ganz so gut wie der Vorgänger

Gläsernes Schwert (Die Farben des Blutes 2)
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Mare und ihre Leute werden gesucht unf müssen sich vor dem neuen König verstecken. Ihre einzige Hoffnung sind die anderen Roten, die Gaben besitzen wie Silberne es tun. Und somit machen sie sich auf die ...

Mare und ihre Leute werden gesucht unf müssen sich vor dem neuen König verstecken. Ihre einzige Hoffnung sind die anderen Roten, die Gaben besitzen wie Silberne es tun. Und somit machen sie sich auf die Suche nach ihnen.

Das Buch hat sehr vielversprechend angefangen. Voller rasanter Action, in die man schon auf der ersten Seite reingeworfen wird. Doch nach einer Weile scheint sich die Handlung im Kreis zu drehen und es passiert fast nichts Bedeutendes. Zwischendurch musste ich mich echt durch das Buch quälen, weil es einfach langweilig war. Hin und wieder kommen zwar immer mal wieder sehr gute Actionszenen vor und gegen Ende wird es auch wieder richtig gut, aber der größte Teil der Geschichte hat mich etwas enttäuscht.

Vorallem haben mich die Charaktere verwundert, die einfach ganz anders als im ersten Teil waren. Die sich aufgebauten Beziehungen waren hier überhaupt nicht zu spüren und die Personen haben sich die meiste Zeit nur misstraut und gestritten bzw. gegenseitit runtergemacht.
Das Misstrauen konnte ich wenigstens ein bisschen verstehen, auch wenn es an einem bestimmten Punkt einfach nur genervt hat. Dennoch konnte man so als Leser mitraten wem nun zu trauen war und wem nicht. Das hat die Sache etwas interessanter gemacht und für einige unerwartete Wendungen gesorgt.
Was ich auch etwas vermisst habe, war die Romantik, die in diesem Teil anscheinend vergessen wurde und, bis auf ein paar kleine Stellen, kaum vorkam.

Zusammengefasst bin ich etwas enttäuscht von dem zweiten Band, da ihm viel fehlt, was den ersten Teil so wahnsinnig gut gemacht hat. Ich hoffe der dritte Teil wird besser, denn das Ende verspricht trotz allem eine sehr spannende Fortsetzung.

Veröffentlicht am 14.10.2018

Verliebt in einen Mörder

Narbensohn
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Helena möchte ein Buch über die Beweggründe von Mördern schreiben und besucht deshalb ein paar von ihnen in einer Anstalt. Der gutaussehende Liam fällt ihr dabei besonders auf. Doch als sie ihn nach seiner ...

Helena möchte ein Buch über die Beweggründe von Mördern schreiben und besucht deshalb ein paar von ihnen in einer Anstalt. Der gutaussehende Liam fällt ihr dabei besonders auf. Doch als sie ihn nach seiner Freilassung bei einem Mord beobachtet, entführt er sie. Jedoch entwickelt sich zwischen den Beiden mehr als nur eine Täter-Opfer-Beziehung.

Ehrlich gesagt hatte ich bei diesem romantischen Thriller etwas anderes erwartet. Eine dunkle Geschichte über einen kaputten Menschen und einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte. Jedoch tendiert das Buch eher zu einer süßen Teenieromanze.

Ich kann jedoch dazu sagen, dass mir der Mörder Liam sehr sympathisch vorkam. Er ist überhaupt kein Badboy, auch wenn er in manchen Situtionen etwas austickt, und seine mitfühlende und liebe Art hat mich total verwundert. Einen Menschen, der ein Kindheitdtrauma hat und bereit ist Menschen zu töten, hätte ich mir anders vorgestellt.

Helena dagegen kam mir sehr naiv und kindisch vor. Ich glaube sie hat nicht wirklich verstanden, dass sie entführt wurde. Wobei ich sagen muss, wenn sie nicht so wäre, dann hätte die Geschichte wahrscheinlich nicht funktioniert, weil jeder andere Mensch es nicht gerade positiv aufnehmen würde entführt zu werden.
Dazu gab es viele Stellen, die meiner Meinung nach, nicht realistisch waren und auch etwas gestellt wirkten. Die leichtfertigen Handlungen der Protagonistin haben wohl auch etwas dazu beigetragen.

Wenn man jedoch ignoriert, dass es ein Thriller sein soll und es als Drama und Liebesgeschichte sieht, so ist die Geschichte richtig gut. Es wird gefühlvoll und romantisch beschrieben wie sich die Beziehung der Beiden aufbaut, wobei es auch hier manchmal etwas zu schnell ging. Trotzdem war es wirklich zum Schmelzen niedlich zu lesen wie lieb die Protagonisten sich umeinander gekümmert und herumgealbert haben. Ebenfalls hat es mir gut gefallen, dass alles immer wieder durch einen gewissen Humor aufgelockert wurde und dadurch sogar witzig war und es Spaß gemacht hat das Flirten mitzuverfolgen.

Was die Spannung angeht so steigt sie im Laufe des Buches und wird gegen Ende richtig gut. Da konnte ich schon eher mitfiebern und wollte wissen wie es zuende geht.

Zusammenfassend ist dieses Buch nicht über ein ernstes, tiefsinniges Thema, wie ich erst gedacht habe. Zwar kommen hier auch harte Situation vor, die jedoch irgendwie durch Humor runtergespielt werden. Dadurch kommt es fast garnicht zu einer Thrilleratmosphäre und bleibt eher lockerer. Die Liebesgeschichte dagegen ist wirklich zuckersüß und gut ausgearbeitet.
Daher würde ich abschließend sagen: als Thriller ein Flop, als Lovestory top!

Veröffentlicht am 13.10.2018

Mehr als nur eine Fantasygeschichte

Das Herz der Kämpferin
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Als stolze Kämpferin ihres Clans, zieht Eelyn jede paar Jahre mit den anderen Mitgliedern in den Kampf gegen einen feindlichen Clan. Als sie plötzlich ihren totgeglaubten Bruder auf der Seite des Feindes ...

Als stolze Kämpferin ihres Clans, zieht Eelyn jede paar Jahre mit den anderen Mitgliedern in den Kampf gegen einen feindlichen Clan. Als sie plötzlich ihren totgeglaubten Bruder auf der Seite des Feindes sieht, wird ihr Leben auf den Kopf gestellt.

Ich brauchte erst einmal ein paar Seiten um in die Geschichte zu kommen, da es viele Begriffe gibt, die erst im Laufe der Geschichte erklärt werden. Außerdem sieht man we viel Mühe sich die Autorin mit dieser Welt gemacht hat. Es gibt viele Dinge, die an Wikinger erinnern, wie Götter, Rituale und ähnliche Dinge. Dennoch wurden nicht alle Dinge so übernommen und die Autorin hat viel neues erfunden und damit eine ganz neue und detaillierte Welt erschaffen, die mich sehr fasziniert hat.
Außerdem legt die Geschichte einen großen Wert auf die Themen Familie, Zugehörigkeit und Gesellschaften an sich. Man kann viel in unserer heutigen Gesellschaft wiederfinden, weshalb es oft Stellen gibt, die mich zum Nachdenken gebracht haben.

Die Handlung an sich ist zwar spannend, dennoch gibt es Stellen, bei denen nicht viel passiert ist und die etwas ruhiger waren. Dafür sind die Kampfszenen wirklich sehr gut beschrieben. Man kann richtig die Dynamik und Kraft spüren beim Lesen. Langweilig wurde mir beim Lesen trotzdem nicht, denn vieles hatte auch einen sehr tiefgründigen und bildhaften Hintergrund. Viele Stellen wurden sehr atmosphärisch und gefühlvoll beschrieben. Dadurch bekommt man ein gewissen Gänsehautgefühl beim lesen und wird richtig mitgerissen.

Und auch die Personen haben mir gut gefallen. Die Beziehungen entwickeln sich langsam und sehr realistisch. Außerdem konnte ich immer mit den Charakteren mitfühlen und sie verstehen, da sie sehr echt und klug gehandelt haben. Besonders die Protagonistin ist eine shr faszinierende und starke Persönlichkeit über die ich sehr gerne gelesen habe.

Allgemein hat mir das Buch sehr gut gefallen, auch wenn es manchmal sehr stille Stellen gab, in denen nicht viel passiert ist. Man merkt, dass das Buch mit einem Hintergedanken geschrieben wurde und es nicht nur ein nichtssagendes Jugendbuch ist. Dazu hat mich das Worldbuilding sehr beeindruckt und ich würde die Geschichte nicht nur Fantasyfans empfehlen.

Veröffentlicht am 11.10.2018

Die neue Welt

Schöne Neue Welt
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Die Geschichte spielt in einer Zukunft, in der Babys in Laboren herangezüchtet werden und Menschen Drogen nehmen, um glücklich zu sein. Bernard ist anders als die anderen und damit unglücklich. Nach eine ...

Die Geschichte spielt in einer Zukunft, in der Babys in Laboren herangezüchtet werden und Menschen Drogen nehmen, um glücklich zu sein. Bernard ist anders als die anderen und damit unglücklich. Nach eine Besuch außerhalb der Zivilisation, lernt er einen Wilden kennen, der sein Leben verändern wird.

Der Anfang des Buche ist etwas zäh und ich brauchte etwas um wirklich in die Geschichte reinzukommen. Aber dann war ich sehr positiv überrascht davon, denn sie lässt sich flüssig und einfach lesen und die Idee einer solchen Zukunft ist wirklich faszinierend.
Der Autor hat mit Elementen gearbeitet, die von unserer heutigen Welt garnicht mal so sehr abweichen und bestimmte Dinge einfach extremer beschrieben. Und auch wenn das Buch schon etwas älter ist, so treffen seine Ideen immer noch auf die heutige Zeit zu. Ich konnte mir gut vorstellen, dass einige Dinge irgendwann tatsächlich so ausehen könnten.

Was mir auch besonders gefallen hat war, dass  man nicht nur einen Blickwinkel mitverfolgen konnte, sondern mehrere Personen mit ganz untetschiedlichen Lebenssituationen hat. So sieht man nicht nur eine Sicht auf diese Dystopie, sondern auch dass es vielleicht eine Utopie sein könnte. Auf jeden Fall bringt dies und noch viele andere tiefgründige Aspekte einen zum Nachdenken.

Was die Personen an sich angeht, so fand ich sie auf ihre Art und weise sympathisch. Manche Dinge waren zwar befremdlich, aber dennoch konnte ich mit ihnen mitfühlen und sie verstehen, da sie gut beschrieben wurden.

Alles in allem ist dies einfach ein Klassiker, den jeder einmal gelesen haben sollte. Der Autor schreibt hier über ein sehr interessantes Thema, das sowohl fantasievoll, als auch sehr tiefgründig und philosophisch ist. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht eine so ungewöhnliche Welt kennenzulernen und mit dabei selbst Gedanken über die Zukunft machen zu können.
Ein großartiges Buch!

Veröffentlicht am 08.10.2018

Jeder kann jeden betrügen

Die rote Königin (Die Farben des Blutes 1)
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Die Menschen sind in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Arbeiter mit rotem Blut und die Reichen, die silbernes Blut besitzen und damit unterschiedliche Gaben. Mare ist eine der Roten, doch als sie eines Tages ...

Die Menschen sind in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Arbeiter mit rotem Blut und die Reichen, die silbernes Blut besitzen und damit unterschiedliche Gaben. Mare ist eine der Roten, doch als sie eines Tages herausfindet, dass sie ebenfalls eine Gabe besitzt, wird sie gezwungen den Prinzen zu heiraten, um ihr Anderssein zu verstecken. Damit gerät sie jedoch in verstrickte Intrigen, die sie und die Leute um sich herum in Gefahr bringen.

Ohne große Vorrede wird man sofort in die Geschichte geworfen und lernt so erst nach und nach diese Welt kennen. Die Idee mit den zwei Blutarten hat mir gut gefallen und ist mal eine ganz andere Idee für eine Dystopie. Wobei es hier größtenteils um die Intrigen und Machtkämpfe geht, in die Mare verwickelt wird. Die sorgt für viele überraschende Wendungen und ich wollte ständig wissen wie es weitergeht.
 Die Spannung an sich flaut hin und wieder jedoch etwas ab, da für meinen Geschmack, manche Stellen zu lange beschrieben werden. Trotzdem war es interessant mitzuverfolgen wie sich Mares Leben als plötzliche Prinzessin verändert. Auch wenn manche Situationen gestellt wirkten und nicht immer ganz logisch oder nachvollziehbar waren.
Dazu habe ich mir bei Dreiecksbeziehung zwischen der Protagonistin und zwei Prinzen mehr Romantik erhofft. Dreiecksbeziehungen (oder Viereck-) sind an sich schon eher eine Geschmackssache, die mich in diesem Buch nicht besonders gestört hat. Aber mir kam es fast schon so vor, als ob es garkeine wirkliche Romantik gab, da sie wirklich nur sehr minimal beschrieben wurde. Außerdem konnte ich nicht ganz nachvollziehen, wieso alle Kerle auf Mare stehen.

Die Charaktere dagegen haben mir wiederum richtig gut gefallen. Sie waren nicht perfekt, wie es oft in Jugendbüchern ist, sondern haben alle gewisse charackterliche Schwächen durch die sie manchmal auch Fehler machen. Dadurch wirken sie realistischer und ihrem Alter entsprechender. Mare ist dabei eine sehr starke Persönlichkeit, was sehr angenehm zu lesen ist, da sie nicht auf die Hilfe anderer angewiesen ist und auch selbst oft die Initiative ergreift und dabei nicht unterkriegen lässt.

Zusammengefasst hatte ich viel Spaß beim Lesen, auch wenn es einige Längen und Mängel gab. Dennoch ist dies ein toller Auftakt einer Reihe mit dystopischen Elementen, die etwas an die Selection-Reihe erinnert und Lust auf mehr macht. Ich hoffe der zweite Teil wird besser als dieser hier, denn ich bin gespannt wie es weitergeht.