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Veröffentlicht am 21.09.2018

Das Mädchen, das in die Schlacht zog

Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie
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Das Buch erzählt die Geschichte der berühmten Jean d'arc, welche ein einfaches Bauernmädchen ist und doch durch die Kraft Gottes ein ganzes Heer anführt und damit Frankreich zum Sieg gegen die Engländer ...

Das Buch erzählt die Geschichte der berühmten Jean d'arc, welche ein einfaches Bauernmädchen ist und doch durch die Kraft Gottes ein ganzes Heer anführt und damit Frankreich zum Sieg gegen die Engländer führt. Goethe hat dabei noch eine dramatische Liebesgeschichte einfebaut, indem sich Johanna in den Feind verliebt.

Anders als bei anderen Autoren dieser Zeit ist Goethes Schreibstil sehr leicht und angenehm zu lesen, was unter anderen auch an den Reimschemata liegt. So kommt man gut in die Geschichte rein und versteht auch immer worum es gerade geht und kann auch die Emotionen nachempfinden.

Was die Personen angeht, so gab es so viele mit verschiedenen, manchmal sogar etwas komplizierten Namen, dass ich durcheinander gekommen bin. Die Hauptpersonen konnte ich jedoch auseinanderhalten.
Johanna an sich ist eine faszinierende Persönlichkeit. Sie stellt ein sehr starkes und gläubiges Frauenbild dar, wodurch sie alles schafft. Was Gefühle angeht so hat sie aber Schwierigkeiten, was aber auch an dem Weltbild der damaligen Zeit liegen kann wie sich eine Frau zu verhalten hat.

Durch die Liebe in der Geschichte, wird alles sehr dramatisch, was ich etwas zu übertrieben finde. Zumal die eigentliche Liebe garnicht so sehr im Mittelpunkt steht, wie ich es erwartet hatte. Hauptsächlich geht es darum, dass Johanna dich nach Gottes Fügung richtet um ihrem Land zu helfen, was durchaus sehr interessant war. Ich konnte sogar richtig mitfiebern.

Zusammengefasst ist dieses Buch etwas zu dramatisch für meinen Geschmack, trotzdem hatte ich Spaß mitzuerleben wie die Geschichte weitergeht und was für ein Ende Johannas Liebe haben wird. Es ist wohl eher etwas für Literaturliebhaber, da ich mir vorstellen kann, dass andere Leser nicht ganz so viel Spaß damit hätten.

Veröffentlicht am 21.09.2018

Wenn eine Maschine zu lieben lernt

Constellation - Gegen alle Sterne
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Die Erde hat menschenähnliche Roboter geschaffen mit denen sie gegen andere Planeten wie Genesis Krieg führen kann. Noemi ist einer der Bewohner von Genesis und muss schon in einem jungen Alter in Schlachten ...

Die Erde hat menschenähnliche Roboter geschaffen mit denen sie gegen andere Planeten wie Genesis Krieg führen kann. Noemi ist einer der Bewohner von Genesis und muss schon in einem jungen Alter in Schlachten ziehen. Als sie eines Tages auf einen Mech stößt, der ihr eine Lösung zeigt, die den Krieg beenden könnte, beschließt sie diesen Plan durchzuführen. Doch der Mech ist ein Einzelstück und schon bald merkt sie, dass mehr als nur eine Maschine in ihm steckt.

Die Idee von künstlicher Intelligenz und Maschinen, die fühlen können, hat mich schon immer fasziniert, weshalb ich sehr gespannt auf dieses Buch war. Ich hätte dabei aber nie gedacht, dass es so großartig ist.

Es wird abwechselt aus der Sicht von Noemi und Abel erzählt, sodass man sowohl Noemis Gedanken und Gefühle mitverfolgen kann als auch die Denkweisen des Mechs Abel. Und genau das hat mich so begeistert, denn Abel ist eine Maschine, die nach und nach bemerkt, dass er Gefühle empfinden kann. Die Autorin hat es so gut geschafft diese Entwicklung darzustellen und die wachsende Erkenntnis Noemis, dass einem die Charaktere im Laufe der Geschichte einfach ans Herz wachsen. Ich finde beide Protagonisten nicht nur sympathisch, sondern ich liebe sie!
Vorrallem die knisternden Momente, in denen man merkt, dass beide füreinander empfinden, obwohl es erst unmöglich erscheint, ist total niedlich und romantisch und dabei kein bisschen kitschig.

Aber neben der tiefgründigen Beziehung der beiden gibt es auch eine absolut tolle Welt, die aus verschiedenen Planeten und Menschenarten besteht. Hier wurde viele Details eingebaut, sodass man am Anfang zwar etwas braucht um wirklich zu verstehen wie die ganzen technischen Dinge funktionieren, aber genau daran sieht man wie viel Mühe die Autorin sich mit dem Buch gemacht hat.
Außerdem ist die Geschichte die ganze Zeit über spannend. Neben Actionszenen, Szenen, in denen man aufgeregt die Luft anhält und solchen, bei denen man einfach über die fremden Planeten staunen kann, ist alles dabei.

Zusammengefasst bin ich schwer begeistert von dieser tiefgründigen und detaillierten Geschichte. Sie ist intelligent, romantisch und einfach nur wundervoll und damit Highlight für Science-Fiction-Fans.

Veröffentlicht am 19.09.2018

Eine Liebe an der Ostssee

Ostseeliebe - Trilogie / Kaffeeduft und Meeresluft
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Stine führt ein kleine Café und soll bald ihren Freund Arthur heiraten. Doch irgendwie hat sie Zweifel an dieser Entscheidung und dann taucht plötzlich noch ihre große Liebe Ben auf, der ihre Gefühle total ...

Stine führt ein kleine Café und soll bald ihren Freund Arthur heiraten. Doch irgendwie hat sie Zweifel an dieser Entscheidung und dann taucht plötzlich noch ihre große Liebe Ben auf, der ihre Gefühle total durcheinander bringt.

Der Schreibstil ist locker und einfach zu lesen. Jedoch schweift die Autorin beim Erzählen sehr gerne ab und erzählt oft um den eigentlichen Punkt herum, sodass man sich selbst denken muss worum es geht bis es endlich erklärt wird. Dadurch hat die Geschichte leider keinen richtigen roten Faden bzw. man verliert ihn oft.

Es gibt viele Personen, die man erst einmal kennenlernen muss. Doch dies ist nicht schwer, da sich die meisten von ihnen relativ klischeehaft verhalten. Der ständige Perspektivwechsel ist da wohl eine Geschmackssache. Ich hätte die Geschichte jedoch lieber aus einer oder zwei Sichten gelesen. Dennoch ist es interessant die Dinge aus verschiedenen Sichten zu betrachten, man kann sich so gut in die einzelnen Personen hineinversetzten und das Gesamtbild besser sehen.
Die Romantik kommt gut rüber, ist jedoch an manchen Stellen etwas kitschig und dramatisch. Was das angeht, so ist es wohl wieder eine Geschmackssache.

Zusammengefasst konnte mich die Geschichte leider nicht wirklich überzeugen. Zwar ist die Idee wirklich gut, aber die Umsetzung ist nur mäßig spannend und die Autorin erzählt zuviel darum herum, weshalb sich das Buch etwas zieht. Außerdem sind die Charaktere nicht besonders originell und doch sehr oberflächig. Man merkt, dass es hier Potenzial gibt, was jedoch noch am Anfang steht. Vielleicht werden die zukünftigen Bücher etwas besser. Dazu muss ich sagen, dass es meinen Geschmack nicht getroffen hat, es anderen aber vielleicht ganz gut gefallen könnte.

Veröffentlicht am 17.09.2018

Ein sehr gutes Finale

Geborgen. In unendlicher Weite
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Die Aetherstürme werden immer schlimmer und schon bald wird klar, dass sie etwas unternehmen müssen, wenn sie ihren Stamm retten wollen. Die Blaue Stille scheint die einzige Rettung zu sein. Doch Aria ...

Die Aetherstürme werden immer schlimmer und schon bald wird klar, dass sie etwas unternehmen müssen, wenn sie ihren Stamm retten wollen. Die Blaue Stille scheint die einzige Rettung zu sein. Doch Aria und Perry scheinen nicht die Einzigen zu sein, die ihre Leute dorthin bringen möchten und schonbald beginnt ein Krieg um die Passage zu dem einzigen Ort, an dem sie sicher sein können.

Dies ist das Finale der Trilogie und durch die geladene Spannung und die unglaublichen Actionszenen merkt man das auch. Diese Geschichte ist wirklich atemberaubend. Ich habe bis zum Ende mitgefiebert und war an manchen Stellen sogar über die Handlung geschockt, da ich sie nicht vorhersehen konnte. Man konnte die dystopische Weltuntergangsstimmung beim Lesen sehr gut gespürt und wusste so unter welchen Stress die Personen stehen.
Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten mich mit den Protagonisten anzufreunden, da sie so übertrieben und anders reagiert haben, als in den anderen Bänden. Doch im Laufe des Buches war die Freundschaft und Liebe zwischen ihnen wieder da und auch richtig spürbar.
Allgemein ist es toll zu sehen wie die Charaktere sich vom ersten Teil bis zum letzten weiterentwickelt haben. Dies ist der Autorin gut gelungen, sodass die Personen echt und lebendig wirken.

Letztendlich ist diese dystopische Reihe einer der Besten und, meiner Meinung nach, viel zu unterschätzt. Sie ist mindestens so gut wie die Hungerspiele oder ähnliche Dystopien und hat eine Menge Spannung, Action und Romantik.

Veröffentlicht am 13.09.2018

Der Kampf gegen den Aether

Getrieben. Durch ewige Nacht
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Nachdem Aria und Perry zurück bei seinem Stamm sind, müssen sich beide dort erst einmal zurechtfinden. Perry ist nun ihr neuer Anführer, was sich für ihn jedoch schwerer ist als erwartet. Während Aria ...

Nachdem Aria und Perry zurück bei seinem Stamm sind, müssen sich beide dort erst einmal zurechtfinden. Perry ist nun ihr neuer Anführer, was sich für ihn jedoch schwerer ist als erwartet. Während Aria bei seinen Leuten nicht akzeptiert wird. Nach einer Eskalation macht sie sich deswegen, zusammen mit Roar, auf die Suche nach der blauen Stille.

Genau wie der erste Teil wird die Geschichte abwechselnd aus Arias und Perrys Sicht beschrieben. So erfährt man viel über die Charaktere und sieht auch welche Veränderungen sie im Laufe der Geschichte durchmachen. Aber auch die Beziehung der Beiden entwickelt sich weiter und ist dabei noch genauso romantisch, ohne kitschig zu werden, was ich sehr gut finde.
Sie passt auch perfekt in die dystopische Stimmung, in der nicht immer alles glatt läuft, wodurch es realistisch wirkt und durchgehend spannend bleibt. Denn es gibt genug Momente, in denen man mit den Protagonisten mitfiebern und nicht vorhersehen kann wie es weitergeht.
Die Actionszenen kommen dabei nicht zu kurz und ich konnte mir beim Lesen alles wie in einem Film vorstellen, da die Autorin sehr gut darin ist alles bildlich und voller Bewegung zu beschreiben.

Was die Handlung angeht, so ist sie sehr typisch für eine Jugenddystopie und nicht wirklich etwas Neues. Dennoch gefällt sie mir richtig gut und ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und bin regelrecht in die Geschichte abgetaucht, auch wenn es hier auch mal kleine Längen gab. Für Dystopiefans ist der zweite Teil der Reihe ebenso perfekt wie der erste.