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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.03.2025

Ein richtig toller Auftakt

The Serpent and the Wolf
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Die Königstochter Vaasa ist nicht als gefügige Frau erzogen worden, sondern verfügt über eine spitze Zunge, tödliche Waffen und einen eiskalten Charakter.

Als sie von ihrem Bruder nach dem Tod ihrer Eltern ...

Die Königstochter Vaasa ist nicht als gefügige Frau erzogen worden, sondern verfügt über eine spitze Zunge, tödliche Waffen und einen eiskalten Charakter.

Als sie von ihrem Bruder nach dem Tod ihrer Eltern in eine arrangierte Ehe gezwungen wird, schwört sie sich, dass ihr Ehemann die Hochzeitsnacht nicht überleben wird. Doch der scheinbar so grobschlächtige Reid überrascht sie mit seinem Charme und sie lässt sich widerwillig auf einen Handel ein, denn nur Reid kann ihr helfen, ihre zerstörerische Magie zu kontrollieren. Von nun an beginnt ein gefährliches Spiel zwischen zwei verfeindeten Königreichen und Königstochter Vaasa muss schnell feststellen, dass nichts ist wie es scheint ...

Nachdem ich einmal mit "The Serpent and the Wolf" angefangen habe, konnte ich es kaum wieder aus der Hand legen. Die Tropes Fake Dating und Arranged Marriage haben mich sowieso schon angesprochen, ganz besonders im Fantasysetting.

Hier haben wir nicht nur eine starke, durchsetzungsfähige Protagonistin, sondern auch ein spannendes Worldbuilding und eine Romance, die uns die Tension zwischen den Figuren ab der Hochzeitsnacht spüren lässt - und die ist auf den ersten Seiten.

Deswegen empfehle ich das Buch allen Fans von Romantasy und insbesondere denen, die die Tropes Slow Burn, Arranged Marriage, Fake Dating und Enemies-to-Lovers gerne mögen!

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Slow-Burn-Romantasy

The Stars are Dying
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Wie schön kann ein Buch nur aussehen?

Das Cover, der Farbschnitt, die illustrierten Innenklappen und die kleinen Illustrationen an den Kapitelanfängen - ich habe mich sofort in die Gestaltung verliebt! ...

Wie schön kann ein Buch nur aussehen?

Das Cover, der Farbschnitt, die illustrierten Innenklappen und die kleinen Illustrationen an den Kapitelanfängen - ich habe mich sofort in die Gestaltung verliebt!

Astraeas Welt besteht aus lauter Geheimnissen, Magie und Verrat. Vampire durchstreifen die verschiedenen Reiche auf der Suche nach Blut oder um den Opfern ihre Seelen zu nehmen.

An ihre Vergangenheit kann Astraea sich nicht erinnern. Nur über die letzten fünf Jahre weiß sie noch bruchstückhaft Bescheid. Ihre einzige Gewissheit besteht darin, dass sie bei Hektor in Sicherheit ist. Er hat sich ihrer angenommen, als sie verwirrt und verletzlich war und hält sie nun in seinem goldenen Käfig gefangen.

Astraea versucht sich in ihr Schicksal einzufügen und schleicht sich nur gelegentlich hinaus, um eine Freundin zu besuchen.

Ihre Welt wird eines Abends völlig auf den Kopf gestellt, als sie Nyte begegnet.
Er ist geheimnisvoll, mächtig und ein Vampir. Von nun weicht sein Schatten nicht mehr von ihrer Seite und begleitet sie auf ihrer Suche nach Freiheit.

Ausgerechnet beim Libertatem, einer Reihe tödlicher Prüfungen, könnte Astraea die Antworten zu ihrer Vergangenheit finden, nach denen sie sich schon so lange sehnt. Doch es gibt so vieles, dass sie noch nicht weiß und ihre Konkurrenten trachten nach ihrem Leben, um selbst zu gewinnen ...

Astraea ist als Figur angelegt, die oft verletzlich wirkt, in gefährlichen Situationen aber ihre innere Stärke findet. Sie ist gezeichnet von den letzten fünf Jahren in Hektors Gegenwart und spürt seine bedrohliche Präsenz auch dann, wenn er nicht in ihrer Nähe ist. Zu sehr hat er sie von sich abhängig gemacht, als dass sie sich nun einfach so von ihm lösen könnte.

Auch sonst weiß sie nicht, wem sie trauen soll. Nyte gibt nicht viel von sich Preis, doch sie spürt eine Anziehung zu ihm, die oftmals jegliche Zweifel in den Hintergrund treten lassen.

Über die Handlung hinweg möchte Astraea auf keinen Fall jemals wieder von jemandem abhängig sein oder sich hilflos fühlen. Leider ist sie jedoch häufig der Spielball der anderen Figuren und kann sich mit ihrem unzureichenden Wissen über ihr eigenes Schicksal auch nur unzureichend aus ihrer unglücklichen Lage befreien oder davon emanzipieren.

Zum Ende des Buches blieben sowohl für Astraea als auch für uns LeserInnen viele Fragen offen, die hoffentlich im nächsten Band beantwortet werden.

Die von der Autorin beschriebene Welt hat mir ansonsten richtig gut gefallen und hatte wirklich viele spannende Ansätze und Figuren, die ich gerne durch die Geschichte begleitet habe! Einzig von Astraea hätte ich mir gewünscht, dass sie entschlossener ihr eigenes Schicksal in dieser gefährlichen und faszinierenden Welt in die Hand nimmt.



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Veröffentlicht am 08.03.2025

Märchen-Retelling mit guten Ansätzen und teilweise schwieriger Umsetzung

Never
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Daphne ist die Enkelin von Wendy Darling und deswegen von klein auf mit dem Wissen aufgewachsen, dass Peter Pan sie eines Tages besuchen und ins magische Neverland holen wird.

Tag für Tag lassen ihre ...

Daphne ist die Enkelin von Wendy Darling und deswegen von klein auf mit dem Wissen aufgewachsen, dass Peter Pan sie eines Tages besuchen und ins magische Neverland holen wird.

Tag für Tag lassen ihre Urgroßmutter Mary oder ihre Großmutter Wendy das Fenster offen, damit Peter hineinschlüpfen und Daphne mitnehmen kann. Doch er kommt nicht - bis zu ihrem 17. Geburtstag.
Es ist dann auch kein Junge, der ihr nachts in ihrem Zimmer entgegenblickt, sondern ein junger Mann. Daphne ist gleichermaßen erschrocken und fasziniert und begleitet Peter Pan schließlich in sein Reich hinter den Sternen. Doch dort ist nichts so, wie Daphne es sich vorgestellt hat ...

Peter Pan wird als Charakter beschrieben, der nun dem Aussehen nach in der Altersspanne eines 18- bis 20-Jährigem liegt. Sein Verhalten ist jedoch häufig noch das des 13-Jährigen Jungen, der er über die Jahrhunderte war.
Laut diesem Buch eine bewusste Entscheidung, da der Jungbrunnen zwar das Aussehen einfriert, jedoch nicht an emotionalem Wachstum hindert.

Auch ansonsten lässt die Handlung Peter selten gut dastehen: Er ist naiv und egozentrisch bis zu dem Punkt, dass jeder Mensch, jedes Tier und jede Pflanze nur existiert, um seinem Leben dienlich zu sein oder seinen Zwecken zu nutzen.

Im direkten Umgang beschreibt Daphne dennoch, welchen Charme Peter ausstrahlen kann, wenn er denn möchte.

Peter Pan ist jedoch nicht der einzige Mann, der um Daphnes Herz buhlt: Auch zu Jameson Cook, dem Sohn des berüchtigten Piraten James Cook, verspürt Daphne eine Anziehung.

Er macht sie darauf aufmerksam, dass es nicht normal ist, dass sie in Neverland ständig alles vergisst oder dass Peters Verhalten von Egozentrik getrieben wird.

Und auch wenn die Chemie an sich zwischen Daphne und Jameson so stimmt, wie es zwischen ihr und Peter nie der Fall war, so endet doch fast jedes ihrer Treffen in einem Streit.

Während der Handlung geht es wie in einem Ping-Pong Spiel hin und her: Wenn einer der beiden Männer sie verletzt, flüchtet sie zu dem anderen.

Gefallen hat mir der Schreibstil von Jessa Hastings, der Neverland als magisches Abenteuerparadies erscheinen lässt, in dem mehr dunkle Geheimnisse lauern, als man für möglich gehalten hätte.
Zudem ist Daphne durchaus zur Reflexion der gesellschaftlichen Umstände und ihrer eigenen Situation in der Lage: Sie gibt Peters sexistischem Weltbild "nur ein Mädchen zu sein" Kontra und beschreibt, dass ihre Berufswahl als Geologin in ihrem konservativem Umfeld im London der 1960er auf wenig Verständnis stößt.

Doch letztendlich gibt es wenig Emanzipation von ihrer Situation - was auch dadurch bedingt ist, dass es für Daphne in Neverland eher ein Überleben als ein Leben ist.

Ich habe mich so auf dieses Buch gefreut, weil ich auch einfach die Magnolia Parks-Reihe der Autorin sehr liebe.

Leider hat mich dann doch sehr gestört, dass dieses Märchen-Retelling so düster ist und zudem schwierige Werte oder Verhaltensweisen vermittelt, die nicht richtig erklärt oder aufgearbeitet werden.

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Veröffentlicht am 27.02.2025

Magie und Intrigen

The Courting of Bristol Keats
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Bristol Keats führt mit ihren beiden Schwestern ein bescheidenes Leben im kleinen Städtchen Bowskeep.

Ihre Eltern sind verstorben und das Geld ist stets knapp.
Als mysteriöse, an Bristol adressierte ...

Bristol Keats führt mit ihren beiden Schwestern ein bescheidenes Leben im kleinen Städtchen Bowskeep.

Ihre Eltern sind verstorben und das Geld ist stets knapp.
Als mysteriöse, an Bristol adressierte Briefe auftauchen, versprechen diese eine Lösung der Geldprobleme: Eine unbekannte Tante möchte sich mit ihr treffen und ihr ein seltenes Kunstwerk zum Geschenk machen.

Bristol ignoriert jeden dieser Briefe, geht aus Verzweiflung jedoch schließlich auf ein Treffen in einem Gasthaus ein. Dort wird ihre komplette Weltsicht auf den Kopf gestellt: Es existiert ein ganzes, für die meisten Menschen unbekanntes Reich, das von Feenwesen bevölkert und beherrscht wird. Elfenkönig Tyghan sucht in der Menschenwelt nach Rekrutinnen mit einer verborgenen magischen Gabe, die zur Rettung der Reiche von Elfheim benötigt wird.

Bristol weigert sich zunächst, mit nach Elfheim zu kommen. Doch dann erfährt sie, dass ihr Vater vielleicht noch lebt und sich in Elfheim befinden könnte. Also reist sie zum Hof der Tuatha De Danann, um sich auf die Suche nach ihm zu machen und gleichzeitig dort in verschiedenen Fertigkeiten trainiert und auf ihre mögliche Mission vorbereitet zu werden.

Doch der Hof der Tuatha De Danann ist voller Intrigen, Dramen und Geheimnisse - einige dieser Geheimnisse reichen bis weit vor Bristols Geburt zurück, holen sie aber von Tag zu Tag schneller ein. Und während Bristol nichtssahnend in ein Netz aus Intrigen gerät, hadert sie zudem mit ihren fehlenden magischen Fertigkeiten. Und dann ist da auch noch Elfenkönig Tyghan, für den Bristol bald ganz andere Gefühle hegt als die ursprüngliche Abneigung ...

Mary E. Pearson entführt uns mit "The Courting of Bristol Keats" ein weiteres Mal in eine magische Welt voller Intrigen.

Bristol ist ein starker Charakter. Zwar ist sie die mittlere der drei Schwestern, hat sich aber am meisten Verantwortung aufgebürdet und hat einen starken Beschützerinstinkt ihren beiden Schwestern gegenüber.

Die Welt in Elfheim wurde anschaulich von der Autorin beschrieben. Zu gerne würde ich die verschiedenen Feenwesen mit eigenen Augen sehen und diese bunte Welt erkunden.

Im Großteil der Geschichte liegt der Fokus auf den Figuren. Der Plot wird stets vorangetrieben, ist zuweilen aber recht spannungsarm, auch wenn Bristol mit beständigen Herausforderungen kämpft und bald alles in Frage stellen muss, was sie je zu wissen glaubte.

Die Liebesgeschichte mit Tyghan ist Slow Burn - beide bemühen sich, die gegenseitige Anziehung nicht weiter zu befeuern oder sogar zu verdrängen, finden sich aber schließlich immer wieder in der Nähe des anderen wieder. Das war wunderbar während des Lesens zu verfolgen.

"The Courting of Bristol Keats" ist eine Geschichte, die ihren Zauber durch eine magische Atmosphäre und liebenswerte Figuren entfaltet. 100 Seiten weniger hätten der Handlung einige Längen genommen. Ansonsten hat es mir wirklich Freude bereitet, Bristol Keats durch Elfheim zu begleiten.

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Kurzweilige und süße Unterhaltung

The Unexpected Meet-Cute
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"The Unexpected Meet-Cute" ist eine Sammlung aus sechs Kurzgeschichten, die alle ihren Handlungsmittelpunkt um den Valentinstag liegen haben.

Das Autorinnenduo unter dem Pseudonym Christina Lauren kannte ...

"The Unexpected Meet-Cute" ist eine Sammlung aus sechs Kurzgeschichten, die alle ihren Handlungsmittelpunkt um den Valentinstag liegen haben.

Das Autorinnenduo unter dem Pseudonym Christina Lauren kannte ich bereits durch Bücher wie "The Unhoneymooners" oder "Soulmate Equation", in denen die Figuren mit viel Witz und Charme durch ihre Liebesgeschichte führen und dabei auch das ein oder andere Fettnäpfchen nicht auslassen.

"Die Ausnahme von der Regel" von Christina Lauren macht in dieser Kurzgeschichtensammlung nun auch den Anfang mit einem Pärchen, das sich über Email kennenlernt. Sie leben zwar in der gleichen Stadt, ziehen jedoch für das College um oder müssen wegen Corona ihre Pläne über Bord werfen. Trotzdem schreiben sie sich jahrelang weiter - immer pünktlich zu Valentinstag. Werden sie ihr Happy End finden?

Die Geschichte war kurzweilig und zuckersüß. Eine ganze Weile lernen wir die beiden nur über den Mailaustausch kennen, bevor es tiefere Charaktereinsichten gibt. Für einen langwierigen Handlungsaufbau ist in einer Kurzgeschichte naturgegeben kein Platz - für mich haben Länge und Plot aber gut miteinander harmoniert.

Auch die nächsten Geschichten erzählten alle ihre jeweils eigene, kleine Lovestory. Bei "Der schlechteste Wingman aller Zeiten" von Abby Jimenez gab es einige Szenen, die ich total witzig fand (etwa der Ratschlag, dass man auf Männersuche im Baumarkt auf diejenigen mit rotem Werkzeug achten solle). Andererseits werden aber auch durchaus traurige Themen behandelt, genauso wie bei Christina Lauren übrigens auch.

In der Kurzgeschichte von Jasmine Guillory kommt es in San Francisco zu einem Erdbeben - was dazu führt, dass Daisy in ihrer Lieblingsbäckerei mit dem Chefbäcker eingeschlossen ist und die Enemies eventuell zu Lovers werden.

Auch die anderen drei Geschichten waren sowohl unterhaltsam, als auch süß.

Alle Geschichten sind zudem durch kleine Easter Eggs miteinander verbunden.

Wer ein paar süße, leichte Liebesgeschichten lesen und dabei noch neue Autorinnen entdecken möchte (ich muss unbedingt bald ein Buch von Abby Jimenez lesen!), dem lege ich "The Unexpected Meet-Cute" gerne ans Herz.

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