Schön
So federleicht wie meine TräumeAuf " So federleicht wie meine Träume" von Mariko Turk war ich sehr gespannt. Das Cover ist gelungen, passt zur Geschichte und ist schön anzusehen.
Was mich aber besonders angesprochen hat, ist, dass Ballett ...
Auf " So federleicht wie meine Träume" von Mariko Turk war ich sehr gespannt. Das Cover ist gelungen, passt zur Geschichte und ist schön anzusehen.
Was mich aber besonders angesprochen hat, ist, dass Ballett eine große Rolle im Leben der Protagonistin und damit auch in dem Buch spielt.
Alina ist begnadete Ballerina, träumt von einer Karriere an der American Ballett School und ist zutiefst verzweifelt, als ein Unfall diesen Traum beendet.
Ihre Freundin Margot bittet sie einige Zeit nach dem Unfall sich beim Schulmusical für eine Rolle zu bewerben, diese bekommt sie auch. Obwohl Alina die Chance wahrnimmt, hat sie noch sehr mit dem plötzlichen Ende ihrer Ballett-Karriere zu kämpfen.
Ich habe selbst jahrelang Ballett getanzt, Alinas Welt ist mir also nicht fremd. Die meisten Balletttänzerinnen, die den Tanz professionell ausüben wollen, machen dies mit einer Leidenschaft, die sie sämtliche Entbehrungen und Verletzungen überstehen und akzeptieren lassen.
Auch der Druck auf den perfekten schlanken Körper ist nicht zu unterschätzen. Meine eigene Ballettlehrerin meinte, dass Ballerinas nicht über 60 kg wiegen sollten, sonst wären sie zu schwer für Hebefiguren. Da wir eine Gruppe waren, die Ballett als Hobby betrachtete, blieb uns die Diät erspart.
Bei Alina kommt noch ein weiterer negativer Aspekt hinzu: Sie wurde öfter wegen ihrer japanischen Wurzeln diskriminiert, kann sich dies aber erst mit Abstand und der Hilfe ihrer kleinen Schwester eingestehen.
Der Schreibstil ist locker und leicht, dadurch ist es nicht schwer, die Handlung zu verfolgen.
Alina leidet, stößt leider aber auch immer wieder Familie und Freunde vor den Kopf- oftmals in Momenten, in denen in Alina die "Neidbombe" explodiert, weil andere Menschen ihre (tänzerischen) Ziele noch erreichen können, sie jedoch nicht mehr.
Sie bricht zudem den Kontakt zu ihrer besten Freundin Colleen ab, als Leser möchte man ihr nach einigen von ihr unbeantworteten Nachrichten sehr ans Herz legen, Colleen doch zu schreiben.
Gelegentlich kommt bei Alina aber auch der Sarkasmus durch- diese Stellen im Buch haben mir gut gefallen.
Ich habe es sehr gerne gelesen.