Zwischen Zynismus und Sehnsucht
Geht soMeine Meinung und Inhalt
Mich hat bei diesem Buch Klappentext und Cover neugierig gemacht. Und nun nach dem Lesen möchte ich sagen - Es gibt Bücher, bei denen man das Gefühl hat Ja - Das spricht mir aus ...
Meine Meinung und Inhalt
Mich hat bei diesem Buch Klappentext und Cover neugierig gemacht. Und nun nach dem Lesen möchte ich sagen - Es gibt Bücher, bei denen man das Gefühl hat Ja - Das spricht mir aus der Seele. "Geht so" von Beatriz Serrano war für mich genau so eines. Ich habe es nicht gelesen, um mich zu motivieren, sondern eher, um mich verstanden zu fühlen. Und das hat funktioniert. Serrano beschreibt mit viel schwarzem Humor und einer ordentlichen Portion Selbstironie das Lebensgefühl einer Generation, die in einer Leistungsgesellschaft feststeckt, obwohl sie längst innerlich gekündigt hat. Die Hauptfigur Marisa – unzufrieden im Job, erschöpft vom Alltag, innerlich leer – ist keine Heldin, sondern ein Mensch, der irgendwie „mitläuft“, ohne genau zu wissen, warum. Ich habe mich in vielem wiedergefunden: die Meetings, in denen nichts gesagt wird; das Gefühl, einen sinnlosen Job zu machen; die Frage, ob das wirklich alles ist. Das Buch ist kein Selbsthilferatgeber – und genau deshalb ist es so ehrlich. Serrano versucht gar nicht erst, Lösungen zu bieten. Stattdessen beschreibt sie messerscharf das diffuse Unbehagen, das so viele von uns kennen.
Fazit -> "Geht so" ist für mich ein Buch über das Leben zwischen Zynismus und Sehnsucht. Nicht spektakulär. Nicht heldenhaft. Aber ehrlich.
Klappentext
Marisa ist mit den Nerven am Ende. Ihr Bullshit-Job in einer Madrider Werbeagentur, in dem sie nur durch Zufall gelandet ist, langweilt sie zu Tode, und das tägliche Hamsterrad des Angestelltendaseins erträgt sie nur noch, indem sie ihre Sinne mit einer Mischung aus bizarren YouTube- Videos und Beruhigungsmitteln betäubt. Als ein Teambuilding-Wochenende ansteht, gerät Marisas Angststörung völlig außer Kontrolle. Allmählich zeigen sich Risse in ihrer sorgsam aufrechterhaltenen Fassade - und die Idee, auf den Firmenausflug diverse Drogen mitzunehmen, trägt vielleicht nicht unbedingt dazu bei, ihr Leben wieder in geordnetere Bahnen zu lenken.
Über die Autorin
Beatriz Serrano, geboren 1989, studierte Journalismus an der Complutense Universität in Madrid und schrieb für Medien wie BuzzFeed, Vanity Fair, GQ, Harper's Bazaar oder Vogue. Derzeit arbeitet sie für El País. Zusammen mit dem Schriftsteller Guillermo Alonso ist sie Host des Podcasts Arsénico Caviar, der 2023 mit dem Ondas-Preis als bester Gesprächspodcast ausgezeichnet wurde. Beatriz Serrano lebt in Madrid.