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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.01.2026

Spannend und überraschend bis zum Schluss

Ruf der Leere
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Meine Meinung


"....Ein Raum, sieben Menschen, manche mehr, manche weniger befreundet, nur einer darf überleben..." (ZITAT)
Dies war mein erstes Buch im Jahre 2026 und es war für mich ein wirklich extrem ...

Meine Meinung


"....Ein Raum, sieben Menschen, manche mehr, manche weniger befreundet, nur einer darf überleben..." (ZITAT)
Dies war mein erstes Buch im Jahre 2026 und es war für mich ein wirklich extrem fesselnder Roman. Der Schreibstil war einfach und klar verständlich. Die Atmosphäre beginnt sofort mit dem Prolog beklemmend, mysteriös und angsteinflößend.

Die Ausgangssituation – ein Wochenende in einer abgelegenen Waldhütte, eine angespannte Freundesgruppe und schließlich ein Fremder, der eine grausame Entscheidung fordert – klingt zunächst wie ein klassisches Thriller‑Setup. Doch Alvarenga nutzt diese Prämisse weniger für oberflächliche Spannung, sondern vielmehr als Bühne für ein intensives psychologisches Kammerspiel. Er hat es geschafft mich bis zur letzten Seite zu fesseln und das Ende war einfach großartig!

Die Dynamik zwischen Felix, Ben und Laura wirkt von Anfang an brüchig, und die eingeschobenen Rückblicke verstärken das Gefühl, dass hier alte Wunden und unausgesprochene Konflikte längst unter der Oberfläche brodeln. Als der alte Mann auftaucht und die Gruppe zwingt, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, kippt die Stimmung endgültig. Die Figuren reagieren nicht überzeichnet, sondern komplett authentisch, einige werden egoistisch, verletzlich, irrational, überheblich etc. dargestellt. Genau das macht die Geschichte so glaubwürdig und gleichzeitig so verstörend.

Am Ende blieb bei mir ein Gefühl von Unbehagen zurück, aber auch die Erkenntnis, dass genau das die Absicht des Autors ist: uns mit der Frage zu konfrontieren, wie wir selbst handeln würden, wenn alle Masken fallen.

Für mich ist „Ruf der Leere“ ein spannungsgeladener Roman, den ich auf jeden Fall weiterempfehlen möchte!



Über den Autor

Daniel Alvarenga wurde 1986 in Berlin geboren, wuchs aber in Bayern auf, wo er auch heute noch mit seiner Familie lebt.Seine Leidenschaft fürs Schreiben hat er schon zu Schulzeiten entdeckt, diese hat sich bis zu seinem Debütroman Hundswut aber vor allem auf das Verfassen und Verfilmen von Drehbüchern konzentriert.

Quelle: Verlag / vlb

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Dunkle Akademie, leise Romantik, viel Atmosphäre

Where the Night Falls (School of Darkness 1)
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Meine Meinung

Dies ist der erste Band der magischen Dilogie »School of Darkness« von Beril Kehribar.

-- School of Darkness 1: Where The Night Falls
-- School of Darkness ...

Meine Meinung

Dies ist der erste Band der magischen Dilogie »School of Darkness« von Beril Kehribar.

-- School of Darkness 1: Where The Night Falls
-- School of Darkness 2: A Light Will Spark

Es befindet sich eine Playlist zu Beginn des Buches, die wirklich toll ist!


Ich bin zuerst auf das wunderschöne Cover mit Farbschnitt von "Where the Nigth Falls" auf das Buch aufmerksam geworden. Und auch inhaltlich konnte mich das Buch absolut überzeugen.

Das Buch lebt vor allem von seiner dichten Atmosphäre und dem Dark-Academia-Gefühl, das sich von Anfang an durch die Geschichte zieht. Das Internatssetting wirkt geheimnisvoll und stellenweise bedrohlich. Menschen und Nachtwesen, die gemeinsam ausgebildet werden, eine elitäre Schwesternschaft, die Aurelia ausschließt, und eine Atmosphäre, die gleichzeitig elegant und bedrohlich wirkt. Ich liebe solche Settings, in denen man das Gefühl hat, dass hinter jeder Tür ein Geheimnis lauert. Aurelia ist für mich eine Figur, die vor allem durch ihre Unsicherheit und ihre innere Zerrissenheit wirkt. Gerade dieses Gefühl des Nicht-Dazugehörens fand ich glaubwürdig und gut umgesetzt.

Gut gefallen hat mir die Stimmung, die sich ruhig, düster und konstant aufbaut. Das Buch nimmt sich Zeit (manche Abschnitte könnten etwas kürzer gefasst sein), seine Welt zu etablieren.Statt sofort auf Action zu setzen, konzentriert sich die Geschichte auf Atmosphäre, innere Spannungen.

Auch die Beziehung zwischen Aurelia und Nathanael hat für mich funktioniert. Die romantische Ebene unterstützt die Geschichte, ohne sie komplett zu dominieren.

Zwar bleibt noch einiges offen, weiteres werden dann in Teil 2 der Dilogie erfahren.

Insgesamt habe ich "Where the Night Falls" als atmosphärisch starken Einstieg in eine düstere Fantasy-Reihe wahrgenommen. Für mich ist es ein gelungener Auftakt, der Lust darauf macht, tiefer in diese Welt einzutauchen und zu sehen, wie sich Geschichte und Figuren weiterentwickeln. Ich freue mich jetzt schon auf Teil 2.


Klappentext

Als Lehrertochter kennt Aurelia Grey die Hill Cove Boarding School von Kindesbeinen an. Dennoch ist sie in dem altehrwürdigen Internat, wo Menschen und Nachtwesen gemeinsam ausgebildet werden, die Einzige, die ihre Magie nicht unter Kontrolle hat – und damit eine geächtete Außenseiterin. Die elitäre Schwesternschaft, die ihr Dilemma lösen könnte, lässt sie immer wieder abblitzen. Als nach und nach Schülerinnen verschwinden, keimt in Aurelia der Verdacht, dass unter den Gemäuern Düsteres vor sich geht. Ausgerechnet der distanzierte Alpha Nathanael, zu dem sie sich unwiderstehlich hingezogen fühlt, deckt mit ihr eine schockierende Wahrheit auf. Nichts ist, wie es scheint, und letztendlich gerät Aurelia selbst mit ihrer Magie ins Zentrum der Bedrohung ...


Über den Autor

Beril Kehribar, geboren 1991, zählt als Platz-1-SPIEGEL-Bestsellerautorin zu den bekanntesten Namen in der deutschen Fantasy. Ihre Romane leben von einer düsteren Atmosphäre und dunkel schattierten Figuren. Sie alle eroberten auf Anhieb die Spitzen der Bestsellerlisten. Auf Instagram und TikTok ist die Autorin unter @beril.kehribar zu finden, wo sie Eindrücke aus ihrem Schreiballtag mit ihren zwei Katzen zeigt.

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Veröffentlicht am 25.12.2025

bewegendes Werk

Die Stunde des Herzens
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Meine Meinung

Ich habe "Die Stunde des Herzens" gelesen, weil mich Irvin D. Yalom schon mit anderen Werken und seinem Schreibstil begeistern konnte. Sein nun neustes Werk hat mich sofort berührt, weil ...

Meine Meinung

Ich habe "Die Stunde des Herzens" gelesen, weil mich Irvin D. Yalom schon mit anderen Werken und seinem Schreibstil begeistern konnte. Sein nun neustes Werk hat mich sofort berührt, weil es Yalom in einer Lebensphase zeigt, in der er selbst verletzlich ist. Er ist alt geworden, sein Gedächtnis lässt nach und er trägt die Trauer um seine verstorbene Frau in sich. Genau diese Offenheit macht das Buch für mich so besonders.

Die kurzen Sitzungen, die er beschreibt, wirken zunächst ungewohnt. Es sind einzelne Stunden mit Menschen, die er nur einmal sieht. Trotzdem entsteht in diesen Momenten eine Tiefe, die mich überrascht hat. Jede Begegnung fühlt sich wirklich besonders an. Aber ich möchte hier nicht zu viel verraten.

Das Buh strahlt eine beeindruckende Ruhe aus und viel Menschlichkeit.

Für mich ist "Die Stunde des Herzens" ein stilles und berührendes Werk, über das man sicher gerne nochmal nachdenken wird. Es erinnert daran, wie kostbar Zeit ist und wie viel Bedeutung eine einzige Stunde haben kann.


Über den Autor

Irvin D. Yalom wird 1931 als Sohn russisch-jüdischer Einwanderer geboren. Seine Familie wanderte kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs von Celtz in die USA aus. Yalom studiert in Washington, D.C. und Boston. 1956 wird ihm der Doktorgrad der Medizin verliehen. Als Autor veröffentlichte er verschiedene psychotherapeutische Standardwerke, Geschichten und Romane. Er gilt als bedeutendster lebender Vertreter der existentiellen Psychotherapie und unterrichtete als Professor für Psychiatrie an der Stanford Universität. 2009 erhält er den Internationalen Sigmund-Freud-Preis für Psychotherapie. Mit seiner Frau, der Autorin und Wissenschaftlerin Marilyn Yalom, hat er vier Kinder. Yalom lebt in Palo Alto, Kalifornien.

Quelle Lovelybooks

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Veröffentlicht am 25.12.2025

Wettlauf gegen die Zeit

Deadline
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Meine Meinung

Ich liebe Thriller, besonders solche, die mit einer starken Ausgangssituation beginnen und mich sofort in ihren Bann ziehen. Genau das hat "Deadline" von Alex Lake bei mir geschafft. Die ...

Meine Meinung

Ich liebe Thriller, besonders solche, die mit einer starken Ausgangssituation beginnen und mich sofort in ihren Bann ziehen. Genau das hat "Deadline" von Alex Lake bei mir geschafft. Die Idee, dass ein Routineflug plötzlich zum Albtraum wird, weil die Pilotin einen völlig anderen Kurs einschlägt und behauptet, ein Mörder sei an Bord, hat mich sofort neugierig gemacht. Ich mag Geschichten, die in einem abgeschlossenen Raum spielen und in denen die Figuren unter Druck geraten, und dieses Setting im Flugzeug funktioniert dafür perfekt.

Alex Lake Schreibstil ist spannungsgeladen und lässt sich flüssig lesen Die kurzen Kapitel, der psychologischer Druck, ein stetig steigender Puls (den man selbst bei Lesen verspürt hat) sowie der Wettlauf gegen die Zeit und das Miträtseln hat der Autor geschickt kombiniert und umgesetzt. Die klaustrophobische Atmosphäre über dem Atlantik, kombiniert mit der Frage, wem man an Bord überhaupt trauen kann, hatte für mich auch sofort einen starken Reiz.

Als Fazit kann ich sagen, dass mich "Deadline" wirklich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln konnte — auch wenn das wie eine abgedroschene Floskel klingt. Für mich war es genau die Art von Thriller, die ich gerne lese: temporeich, beklemmend und mit einer Idee, die mich nicht losgelassen hat.



Klappentext

In freudiger Erwartung besteigen Jill und ihre Kollegen nach einer Vorstandssitzung den Privatjet ihrer Firma, um nach Hause zu ihren Familien in Portland zu fliegen. Das Wetter ist gut, die Sicht klar, Turbulenzen sind nicht zu erwarten. Doch kurz nach dem Abflug meldet sich die Pilotin über die Lautsprecher. Anstatt Jill und ihre Kollegen zu begrüßen, hat sie den Jet aufs offene Meer hinausgesteuert und stellt den Passagieren ein schockierendes Ultimatum: An Bord befindet sich ein Mörder, und sie wird die Maschine erst wieder auf Kurs bringen, wenn derjenige gesteht. Der Schuldige hat dreißig Minuten Zeit, um die Wahrheit zu sagen – sonst stürzt das Flugzeug in den Atlantik …


Über den Autor

Alex Lake ist ein britischer Romanautor, geboren in Nordwestengland. Sein Debüt »After Anna« ist der erste unter diesem Pseudonym verfasste Roman des Autors und wurde auf Anhieb ein Sunday-Times-Bestseller. Der Autor lebt heute im Nordosten der USA.

(Quelle Penguin)

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Veröffentlicht am 18.12.2025

Düstere Fantasy in der magischen Unterwelt von Lynchaven

House of Bane and Blood (Order and Chaos, Band 1) – Packende Rivals to Lovers Romantasy
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Meine Meinung

"House of Bane and Blood" hat mich vor allem wegen des Klappentextes (und des wunderschönen düsteren Covers) angesprochen.

Ich muss ganz klar sagen, dass die größte Stärke des Buches in ...

Meine Meinung

"House of Bane and Blood" hat mich vor allem wegen des Klappentextes (und des wunderschönen düsteren Covers) angesprochen.

Ich muss ganz klar sagen, dass die größte Stärke des Buches in der Atmosphäre liegt. Lynchaven wirkt kalt hart und von Machtkämpfen geprägt. Die Stadt ist nicht nur Kulisse, sondern beeinflusst die Figuren und ihre Entscheidungen deutlich, was ich super spannend fand.

Die Handlung dreht sich um Protagonistin Camilla, die Erbin eines Familienbetriebs, der durch Gewalt und Intrigen bedroht ist. Um ihre Ziele zu erreichen, geht sie einen Handel mit Nicolai Attano ein, dem mächtigen Kopf eines rivalisierenden Clans. Gleichzeitig gibt es einen Spannungsbogen um einen Entführer, der die Handlung weiter vorantreibt.

Die Beziehung zwischen Milla und Nicolai fand ich besonders interessant. Ihre Verbindung ist von Anfang an komplex und geprägt von Misstrauen und Machtfragen.

Das Buch behandelt konsequent dunkle Themen wie Gewalt, Machtmissbrauch und moralische Grauzonen. Diese Szenen wirken für mich ehrlich und tragen zur Stimmung des Romans bei, auch wenn sie das Lesen stellenweise schwerer machen.

Insgesamt hat mir "House of Bane and Blood" sehr gut gefallen. Das Tempo war stellenweise etwas zu langsam, aber das hat der Tiefe der Geschichte nicht geschadet. Ich würde das Buch weiterempfehlen an alle, die dunkle Fantasy mit intensiver Atmosphäre mögen.


Über die Autorin

Alexis ist Krankenschwester in Louisiana, wo sie mit ihrem Mann, ihrem Kleinkind und zwei übergroßen Hunden lebt. Sie genießt lange Spaziergänge über Mittelaltermärkte, liest bis in die Nacht hinein Romane, in denen aus Feinden Liebende werden, und genießt Weinabende mit ihrem „Finer Things Club“. Sie hofft, das Leben ihrer Leser*innen mit Welten zu bereichern, in die sie sich wegträumen und die sie noch lange nach dem letzten Kapitel mitnehmen können.

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