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Veröffentlicht am 18.07.2022

Nett für Zwischendurch

Boston College - Nothing but Now
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Inhalt:

Nachdem ihr das Herz gebrochen wurde, hat Lindsay Rivera die Nase gestrichen voll von Eishockspielern. Von jetzt an zählt nur noch ihr Job bei der Collegezeitung … gäbe es da nicht diesen Mathekurs, ...

Inhalt:

Nachdem ihr das Herz gebrochen wurde, hat Lindsay Rivera die Nase gestrichen voll von Eishockspielern. Von jetzt an zählt nur noch ihr Job bei der Collegezeitung … gäbe es da nicht diesen Mathekurs, den sie unbedingt bestehen muss. Die einzige Lösung? Nachhilfeunterricht mit Eishockeyspitzenspieler Ryder „Ox“ Maddox. Doch je mehr Zeit Lindsay mit Ryder verbringt, desto mehr gerät ihr Entschluss ins Wanken …
Quelle: luebbe.com

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Erster Satz: Das Folgende ist ein wahrer Bericht darüber, was passiert, wenn ein ehemaliges Puck Bunny auf einen entschlossenen, sexy Eishockey-Spieler trifft und vom Weg abkommt.

Das Cover ist wieder passend zum Rest der Reihe gestaltet. Ich mag es, dass am Rand alles recht verschwommen ist, das gefällt mir.

Der Schreibstil der Autorin war wieder sehr gut und einfach zu lesen. Geschrieben ist das Buch abwechselnd aus Sicht von Lindsay und Ryder, wodurch man beide Protagonisten besser kennen lernen kann.

Zu Beginn lernt man Lindsay kennen, die ihrem Leben als Puck Bunny abgeschworen hat. Blöd nur, dass der Eishockey-Spieler Ryder gerne mit ihr ausgehen möchte und nichts unversucht lässt.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, was sicherlich auch dem tollen Schreibstil geschuldet ist. Es war schon einige Zeit her, dass ich ein Buch der Reihe gelesen habe, daher konnte ich mit vielen Charakteren zuerst nichts anfangen, aber da man die Bücher unabhängig voneinander lesen kann macht das gar nichts.

Lindsay war mir irgendwie unsampathisch, nicht die ganze Zeit, aber doch recht oft. Vor allem wenns um Eishockey ging. Ich weiß nicht, ob es in der Realität auch so schlimm ist und Puck Bunnys fast schon wie Süchtige sind, aber Lindsay hat sich oft so benommen, als wäre sie auf einem argen Entzug und für mich war das nicht immer ganz verständlich. Ansonsten war sie ok und ist mit der Zeit auch anderen Leuten gegenüber aufgetaut.

Ryder hingegen mochte ich richtig gerne. Er erfüllt ein paar Klischees von Eishockey-Spielern, aber insgesamt wirkte er immer wie ein ganz normaler Kerl, der einfach sehr gut in Mathe ist. Ryder ist allen gegenüber nett und gibt sich bei Lindsay richtig Mühe. Ich fands echt süß, wie hartnäckig er war und wie er sich nicht von ihrer harten Schale und ihrer Abweisung abschrecken hat lassen. Er war definitiv mein Liebling in dem Buch.

Ich muss sagen, dass die Geschichte zwar nett für Zwischendurch war, aber keinen richtigen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Es ist erst drei Tage her, dass ich es beendet habe und schon weiß ich gar nicht mehr, was da alles passiert ist. Trotzdem hat mir die Geschichte beim Lesen ganz gut gefallen, auch wenn ich Lindsays Verhalten oft als übertrieben empfunden habe. Wie ich schon sagte verstand ich einfach nicht, wieso sie immer so tat, als wäre es das Schlimmste für sie mit Eishockey in Berührung zu kommen.

Die Geschichte dreht sich also darum, dass Ryder sich bemüht Lindsay von sich zu überzeugen, er ihr bei Mathe hilft und sie sich langsam wieder dem Thema Eishockey annähert. An sicht hört sich das doch recht gut an. Der Teil mit der Mathe Nachhilfe hat mir super gefallen. Da gab es viele Möglichkeiten, wie sich die beiden näher kommen können und dadurch war die Uni nicht nur irgendwie im Hintergrund da, sondern man hatte wirklich das Gefühl, dass die beiden wirklich studieren. Oft ist es bei Uni-Büchern so, dass die Uni keine Rolle spielt und die Protas genauso gut arbeiten könnten, es würde keinen Unterschied machen. Hier ist das nicht so und das fand ich klasse.

Eishockey kommt natürlich auch nicht zu kurz, ich bin ein totaler Fan von Büchern, in denen der Sport vorkommt und so habe ich mich auch hier darauf gefreut. Ich wurde auch nicht enttäuscht. Man besucht zusammen mit den Protagonisten Spiele, steht mit Ryder auf dem Eis und fiebert mit Lindsay mit. Das Feeling in dem Buch hat auf jeden Fall gestimmt.

Leider gab es mir einfach zu viel hin und her zwischen den beiden. Im Mittelteil des Buch empfand ich es schon als zu viel und war leicht genervt davon, dass Lindsay sich einfach nicht festlegen kann. Das war für mich einfach zu viel. Am Ende gabs dann auch noch richtig viel Drama, was zwar verständlich war, aber mir persönlich ebenfalls zu viel gekünstelt war. So viel Zufall kanns gar nicht geben. Diese Hindernisse wurden dann recht schnell gelöst, was ich aber sagen möchte ist, dass das größte Problem der beiden, dass sie bald mit dem Studium fertig ist, einen wirklich guten Ausgang hatte. Die Lösung, die die beiden da gefunden haben hat mir echt gut gefallen.

Fazit:

Für Zwischendurch ist es wieder ein tolles Buch, aber hinterlässt, zumindest bei mir, keinen bleibenden Eindruck. Außerdem war mit im Mittelteil das hin und her zwischen den beiden einfach schon zu viel und auch das Drama wirkte etwas zu gekünstelt. Dennoch hat es beim Lesen meist Spaß gemacht und wenn man eine leichte College-Romanze sucht ist man hier richtig.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.07.2022

Süße Geschichte

Falling in love was not the plan
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Inhalt:

Fight Like a Girl – Eliza ist auf alles vorbereitet, nur mit der Liebe hat sie nicht gerechnet

Eliza ist talentiert und fleißig. Keine Frage, sie sollte die Chefredakteurin der Schülerzeitung ...

Inhalt:

Fight Like a Girl – Eliza ist auf alles vorbereitet, nur mit der Liebe hat sie nicht gerechnet

Eliza ist talentiert und fleißig. Keine Frage, sie sollte die Chefredakteurin der Schülerzeitung werden. Doch dann stellt sich Len, neu im Team, ebenfalls zur Wahl und gewinnt. Eliza ist fassungslos. Ist es auf einmal egal, dass sie viel qualifizierter ist, nur weil Len gutaussehend und männlich ist? Eliza macht ihrer Wut in einem Artikel Luft, den sie niemals veröffentlichen will. Am nächsten Tag ziert er jedoch die Titelseite der Zeitung, und Eliza wird zum Kopf der feministischen Bewegung an ihrer Highschool.

Um den Streit zu beenden, verlangt die Schulleitung von Eliza und Len, zusammenzuarbeiten. Auf einmal merkt Eliza, dass es nicht immer leicht ist, für das zu kämpfen, woran man glaubt. Vor allem dann nicht, wenn man Gefühle für den Feind entwickelt …
Quelle: forever.ullstein.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Ich teile mir ein Zimmer mit meiner großen Schwester Kim, was eigentlich kein Problem wäre, sie hat nur leider die Angewohnheit, jedes Mal eine Grimass zu ziehen, wenn ich zur Tür hereinkomme.

Das Cover finde ich ganz niedlich und man sieht sofort um welches Genre es sich handelt. Eliza habe ich mir auch genau so vorgestellt wie auf dem Cover. Es ist nicht mein liebstes Cover, aber ganz süß.

Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm zu lesen, ich kam in dem Buch wirklich rasch voran. Geschrieben ist es aus Sicht von Eliza in der Ich-Perspektive, wodurch man sich wirklich gut in sie hineinversetzen kann.

Zu Beginn lernt man Eliza kennen, die unbedingt Chefredakteurin der Schülerzeitung werden will. Als aber Len gewählt wird schreibt sie einen aufgebrachten Post, der nie für die Öffentlichkeit bestimmt war, aber am nächsten Tag online ist. Len zeigt sich verständnisvoll und vielleicht ist er ja gar kein Idiot?

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Man bekommt gleich einmal einen guten Einblick in das Leben von Eliza und weiß, wie es bei ihr zu Hause zugeht. Es gibt abgesehen davon keine ellenlange Einleitung, sondern das Hauptthema, die Wahl, wird sehr schnell durchgeführt, wdurch die Story rasch voran schreitet. Ich mochte die Geschwindigkeit von dem Buch echt gerne.

Bei Eliza habe ich sehr gemischte Gefühle. Sie versucht mit aller Gewalt eine Feministin zu sein, aber ich habe es ihr nicht immer abgekauft. Als dann auch noch Gedanken dazu kamen, dass sie eigentlich nichts mit Len anfangen darf, weil sie ja Feministin ist, konnte ich sie gar nicht mehr verstehen. Klar, sie hat das ganze Thema losgetreten und steht öffentlich für Feminismus ein, aber nur darum keine Beziehung einzugehen finde ich doch etwas doof. Zuerst, als sie den Post geschrieben hat, kannte sie Len gar nicht gut, da ist es doch klar, dass sich die Meinung über eine Person ändern kann. So ganz sympathisch fand ich Eliza nicht, aber sie hatte doch eine gewisse Tiefe.

Len hingegen mochte ich richtig gerne. Aus seiner Sicht zu lesen wäre sicher sehr interessant gewesen, denn manchmal wirkte er schon fast zu perfekt. Er weiß immer das Richtige zu sagen und hält ELiza ihre schlechten Entscheidungen auch nicht vor. Len ist verständnisvoll und nett und dadurch auch mein Liebling. Er hat bewiesen, dass er pro Feminismus ist, tut was er kann und dabei nicht gezwungen rüber kommt.

Die Geschichte dreht sich eigentlich nur um den Posten des Chefredakteurs. Damit hat alles begonnen und damit soll es enden, denn Eliza will den Posten. Gefallen hat mir, dass Len und Eliza sozusagen gezwungen werden zusammen zu arbeiten, sei es nun durch schulische Aufgaben oder bei der Zeitung, dem Bugle. Dadurch müssen sie Zeit zusammen verbringen und kommen sich näher. Dass die Liebesgeschichte sich nur langsam entwickelt und nicht sofort Gefühle da waren hat mir gefallen, denn so lernen sie sich zuerst freundschaftlich und dann auf einer tieferen Ebene kennen.

An sich finde ich das Feminismus Thema echt wichtig und toll, aber hier wirkte es auf mich manchmal zu erzwungen und zu unecht. Wie sich Serena plötzlich für das Thema interessiert, nur weil es grad modern ist und wie alle plötzlich auf den Zug aufspringen war mir doch zu viel. Allerdings werden auch die Schattenseiten beleuchtet, wie etwa als vermeindliche Feministen über Eliza lästern und sie als Schlampe beschimpfen, nur weil sie einen Jungen küsst. Gesamt gesehen bin ich mit der Umsetzung also nicht ganz zufrieden, auch wenn es gute Ansätze gab.

Für mich gingen die Nebencharaktere etwas verloren, obwohl diese sehr interessante Geschichten hatten, wie etwa Winona die an einem Filmwettbewerb teilnimmt. Oder auch Elizas Schwester Kim, die ihre Karriere aufgrund von den früheren Wünschen ihrer Mutter wählen möchte, oder allgemein Elizas Familie. Ich hätte so gerne mehr über diese Charaktere erfahren, denn es gab immer wieder Brocken, die mich neugierig gemacht haben, aber das wars dann leider schon wieder.

Das Ende fand ich gelungen, alles hat einen runden Abschluss bekommen und die größten Fragen wurden geklärt. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Buch und es hat mir Spaß gemacht es zu lesen.

Fazit:

Das Feminismus-Thema wurde hier oftmals erzwungen, zumindest hat es für mich den Anschein und mit Eliza wurde ich auch nicht richtig war. Es gab aber sehr interessante Nebencharaktere, die leider etwas wenige Aufmerksamkeit bekommen haben. Trotzdem hat mir das Buch Spaß gemacht und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Von mir gibts 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.07.2022

Einfach grandios

Der letzte Garten der Hoffnung
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Inhalt:

Ein magischer Garten kurz vor dem Untergang. Eine einsame Zauberin ohne Ausbildung. Ein Krieger mit letzter Hoffnung auf Rettung. „Ich hatte etwa zwanzig Sekunden Zeit, um die Entscheidung meines ...

Inhalt:

Ein magischer Garten kurz vor dem Untergang. Eine einsame Zauberin ohne Ausbildung. Ein Krieger mit letzter Hoffnung auf Rettung. „Ich hatte etwa zwanzig Sekunden Zeit, um die Entscheidung meines Lebens zu treffen. Verließ ich den Zaubergarten und rettete ein Kind? Oder bewachte ich meine Welt und blieb versteckt, wie man es von mir erwartete? Fünfzehn Sekunden. Ich atmete ein. Öffne niemals diese Tür, hatte mir meine Tante eingeschärft. Niemals! Noch drei Sekunden. Tu. Es. Nicht. Die Zeit war um – und ich reagierte …“
Quelle: drachenmond.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Ich hatte etwa zwanzig Sekunden, um die Entscheidung meines Lebens zu treffen.

Das Cover ist schlicht und doch sehr schön. Durch die einzelnen Elemente sieht es echt toll aus und außerdem spielen die Tiere auf dem Cover auch eine Rolle.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut und flüssig zu lesen. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Tally, die in dem magischen Garten lebt. Ich hätte den Garten selber gerne besucht, so aber musste ich mich mit den wirklich bildlichen Beschreibungen begnügen.

Zu Beginn lernt man Tallyana kennen, die in ihrem magischen Garten wohnt. Als vor ihrem Gartentor Fremde auftauchen, die Hilfe brauchen, muss sie sich entscheiden, ob sie sie herein lässt und den Garten damit gefährdet oder nicht.

Der Einstieg in das Buch war abrupt. Man weiß zuerst gar nicht, was da eigentlich passiert, was es mit dem Garten auf sich hat und wer die ganzen Personen sind. Trotzdem war ich sofort richtig gefesselt von dem Buch, da hier so viele neue Ideen drinnen stecken. Ich war also sehr gespannt, wie es weiter gehen würde.

Tallyana, oder kurz Tally, ist die Gärtnerin. Sie lebt in dem Garten und kümmert sich um diesen. Obwohl sie wenig Ahnung von Magie hat und so gar keine Ahnung davon hat, was es wirklich mit dem Garten auf sich hat, war sie mir sofort sympathisch. Zwar behält sie die Fremden aus etwas egoistischen Gründen bei sich, aber ansonsten kümmert sie sich aufopferungsvoll um den Garten, seine Bewohner und ihre Gäste.

Samuel und Aiona sind Geschwister, die zusammen mit Avi in den Garten kommen. Von diesem dreien war mir zuerst gar keiner sympathisch, da sie nichts von sich preisgeben und auch nicht allzu freundlich waren. Mit Avi konnte ich mich im Laufe der Geschichte anfreunden und ich stellte so einige Vermutungen zu ihm auf. Aiona bliebt mir bis zum Ende fremd, was auch daran liegen könnte, dass sie das halbe Buch bewusstlos war und man dadurch keine Verbindung zu ihr aufbauen konnte. Samuel wurde mir eigentlich immer nur unsympathischer und als man dann seine ganze Geschichte erfährt und ihn endlich verstand, wurde es auch nicht besser. Insgesamt war es aber doch ein gut ausgearbeiteter Haufen.

Ich gebe zu, ich hatte am Anfang keine Ahnung, worauf die Geschichte hinaus will und ich war lange verwirrt. Aber ich glaube, dass genau das den Reiz des Buches ausmacht. Tally weiß nichts über die wahre Bestimmung des Gartens und die drei Besucher sind nicht wirklich gesprächig, wenn es darum geht. Man will also zusammen mit Tally herausfinden, was da vor sich geht und was alle vor ihr verheimlichen. Noch so eine Sache ist ihr Name, denn den erfährt man erst sehr sehr spät, wenn nicht erst nach der Hälfte. Das ist mir zuerst gar nicht so aufgefallen, aber das ist wirklich mal was anderes.

Zwar beginnt die Geschichte sehr rasant mit einem Angriff, doch danach wird es etwas ruhiger und man hat Zeit sich in die Welt einzufinden. Es wurde aber im gesamten Buch nie langweilig und es gibt immer wieder etwas Neues. Der Großteil der Geschichte spielt sich im Garten ab, und da dieser unglaublich groß ist, gibt es auch viel zu entdecken. Wir gerne wäre ich selbst da durch spaziert.

Ich möchte gar nicht zu viel von der Geschichte verraten, weil ich finde, dass man das Buch einfach selber lesen muss. Ich kann aber sagen, dass irgendwann auch Bösewichte dazu kommen und ab da alles noch rasanter wird. Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte, die aber bei Weitem nicht im Mittelpunkt steht und sich langsam entwickelt. Sie ist halt da, aber nicht der wichtigste Teil des Buches. Abgesehen davon kann man als Leser sehr gut mitraten und zusammen mit Tally die richtigen Schlüsse ziehen. Das hat mir wirklich gut gefallen. Obwohl sie sehr behütet im Garten aufgewachsen ist, hat sie doch eine gute Menschenkentniss und sieht die Dinge auch aus verschiedenen Perspektiven.

Irgendwann kam der Punkt, an dem ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte, weil es einfach so gut war. Ich wollte wissen, wie es ausgeht, was die ganzen Wörter, die Avi da von sich gibt, bedeuten und was mit Tallys Garten passiert. Das Ende war dann einfach nur noch perfekt und auch wenn ich davor schon länger die Vermutung hatte, dass es darauf hinauslaufen würde, war ich doch sehr zufrieden mit diesem.

Fazit:

Ein wirklich grandioses Buch. Man wird als Leser richtig in die Geschichte geworfen und bekommt erst nach und nach alle Infos, die man braucht. Lasst euch auf keinen Fall zu sehr spoilern, so macht das Buch nämlich noch mehr Spaß. Von mir gibts eine klare Empfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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Veröffentlicht am 30.06.2022

Leider konnte es mich nicht gefangen nehmen

Yo
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Inhalt:

Wenn man selbst gegen das Böse kämpft, ist man dann gut? Ich bin Yo. Eigentlich heiße ich Yosephiné – doch kaum jemand kennt diesen Namen. Meine Geschichte beginnt an meinem 23. Geburtstag. Der ...

Inhalt:

Wenn man selbst gegen das Böse kämpft, ist man dann gut? Ich bin Yo. Eigentlich heiße ich Yosephiné – doch kaum jemand kennt diesen Namen. Meine Geschichte beginnt an meinem 23. Geburtstag. Der Tag, an dem ich verschwand. In Pardalis – einer Welt mit neuen Chancen, aber alten Problemen – herrschen fremde Regeln und Wesen. Doch auch eine schwarze Macht hat Einzug gehalten, die tödlich für die Völker ist. Laut einer Prophezeiung soll ich die langersehnte Retterin sein. Ich? Ausgerechnet ich? Die unsichere, von Ängsten verfolgte Yo? Zwischen der Liebe für einen Mann, der ganz anders ist als ich, und Freunden, die mich unterstützen oder im Verborgenen sabotieren, muss ich lernen, mir selbst zu vertrauen und zu kämpfen. Ich ahne, dass mich dieses Wagnis an meine Grenzen bringt. Doch was dahinter auf mich wartet, ist weitaus schlimmer…
Quelle: drachenmond.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Langeweile hatte sich auf dem Bolzplatz eingeschlichen.

Das Cover hat mir sofort gefallen, es sieht echt toll aus, auch wenn es meiner Meinung nach gar nicht zur Geschichte passt. Es sieht etwas nach SF für mich aus, oder nach einer Story, die Unterwasser spielt.

Der Schreibstil der Autorin war etwas gewöhnungsbedürftig und ich wurde bis zum Ende nicht damit warm. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Yo, aber trotzdem konnte ich keine Verbindung mit ihr aufbauen.

Zu Beginn lernt man Yo kennen, die kein glückliches Leben führt. Als sie durch ein magisches Licht in eine andere Welt gelangt hat sie plötzlich einen Auftrag und Freunde.

Mir ist schon der Einstieg in das Buch sehr schwer gefallen, was an dem Schreibstil und der Protagonistin lag. Der Schreibstil war nicht so meins und ich konnte auch keinerlei Gefühle spüren beim Lesen. Yo konnte ich zuerst auch null einschätzen und sie war mir auch nicht sonderlich sympathisch, das alles hat schon den Beginn sehr schwer für mich gemacht.

Yo ist unsere Protagonistin und ich wurde bis zum Ende nicht warm mit ihr. Sie war sehr naiv und hatte in dem Buch mehr Glück als Verstand. Hätten ihr nicht immer wieder Leute geholfen oder wäre etwas Unerwartetes passiert, wäre das Buch nach ein paar Kapiteln aus gewesen. Gegen Ende wurde sie dann auch noch weinerlich und wollte einen auf Möchtegern-Heldin machen, was ihr Yo aber nicht abgekauft habe. Abgesehen davon blieb sie sehr blass und ich weiß nichts von ihr, außer dass sie keine Familie hat, ein Hund ihr einziger Freund ist und sie als Kind gemobbt wurde. In der neuen Welt nimmt sie ihre Aufgabe, die ihr Fremde stellen, auch einfach so an und hinterfragt nichts, will auch nicht in ihr Leben zurück, obwohl sie sterben könnte. Hm.

Die Geschichte bietet einige interessante Ansätze, aber für mich hat sich das Buch einfach nur gezogen. Bereits nach 100 Seiten wusste ich nicht, was noch kommen soll und wo die Geschichte überhaupt hin will. Yo kommt in diese andere Welt und sie soll diese vor einer Gefahr retten. Dafür muss sie fünf Samenkörner finden und reist dafür durchs ganze Land. Allerdings waren diese Reisen immer sehr kurz und es kam mir so vor, als würde sie nach ein paar Minuten gehen schon beim nächsten Volk landen. Dass sie immer zu den Orten kam, an denen die Samenkörner waren, egal ob nun gewollt oder nicht, hat für mich auch nicht ganz gepasst.

Yo stolpert also von einem Volk zum nächsten und bei jedem passiert etwas anderes. Für mich war das alles einfach schon zu viel, man lernt so viele verschiedene Wesen kennen, die an sich echt cool sind, aber das Buch beruhigt sich nicht, es war zu viel. Von ihren ganzen Stopps fand ich auch nur zwei wirklich interessant, alles andere hat sich oft schon sehr in die Länge gezogen. Besonders von dem Kristallkönig hätte ich gerne mehr gelesen, denn er war ein sehr interessanter Charakter.

Obwohl so viel in dem Buch passiert konnte es mich nicht gefangen nehmen. Durch den Schreibstil blieb mir alles sehr fern und ich fühlte mich wie ein Beobachter und nicht so, als wäre ich in der Geschichte drinnen. Ich konnte leider keine Verbindung zu dem Buch aufbauen und es hat sich dann irgendwann wirklich nur mehr gezogen.

Wie schon erwähnt fand ich aber nicht alles schlecht, so sind die verschiedenen Völker in dem Buch echt cool und vielschichtig. Auch die Welt selber hatte richtig viel zu bieten, man konnte immer etwas Neues entdecken. Und nicht zu vergessen Stuna, die Weggefährtin von Yo. Ich bin ihr total verfallen und wurde sie selber gerne knuddeln.

Das Ende war dann gar nicht mein Fall. Hier gibt es nun Spoiler für das Ende! Es bahnte sich schon lange eine Liebesgeschichte an, die ich allerdings null nachvollziehen konnte. Yo und der Kerl sahen sich ein paar Mal, es gab nur kurze Gespräche und schon will sie ihn. Ich konnte das nicht verstehen und noch weniger konnte ich die Sexszene verstehen, die komplett random daher kam. Sie passte weder in das Buch noch war sie besonders gut beschrieben. Ab da wurde es immer komischer, denn Yo ist plötzlich schwanger und sollte noch in der selben Nacht das Kind bekommen. Sie nahm das so hin und fand das nicht komisch. Es ging dann die letzten Seiten so weiter und am Ende kam Yo zurück in ihre Welt und es kam irgendwie raus, dass Omieda, die Bösewichtin, eigentlich nur die Angst selber ist. Hm, die Erklärung war nicht stimmig und hat mir auch nicht gefallen.

Fazit:

Für mich hat sich das Buch extrem gezogen, da es außer einer sehr fantastischen Welt und tollen Völkern nichts für mich zu bieten hatte. Yo war mir unsympathisch, die Liebesgeschichte war nicht vorhanden und am Ende plötzlich schon und Yos Reise durchs Land war einfach zu viel, da die Geschichte keine Pause macht und viel zu viel passiert. Von mir gibts leider nur zwei Sterne.

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Veröffentlicht am 27.06.2022

Wird nach dem Start immer schwächer

Secret Royal
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Inhalt:

Royal wider Willen

Nick Vane hat wichtigere Dinge zu tun, als der nächste Earl of Englefield zu werden. Doch als sein Großvater erkrankt und den Titel an ihn – den amerikanischen Rebellen – übergeben ...

Inhalt:

Royal wider Willen

Nick Vane hat wichtigere Dinge zu tun, als der nächste Earl of Englefield zu werden. Doch als sein Großvater erkrankt und den Titel an ihn – den amerikanischen Rebellen – übergeben will, bleibt ihm keine Wahl. Zumal Brooke Chapman-Powell, die Assistentin des Earls, ihm keine Ruhe lässt und ihn nach England schleppt. Hier will sie ihn nicht nur die royale Etikette lehren, sondern auch, was es bedeutet, sich seiner Verantwortung zu stellen. Aber sie hat nicht mit Nicks Charme gerechnet – und dem heißen Prickeln zwischen ihnen …
Quelle: luebbe.de

Meinung:

Es war einmal ein Land weit, weit weg (ok, Yorkshire), in dem der charmante Erbe eines englischen Earls lebte, der auf Urlaub nach Amerika fuhr.

Das Cover passt zum Titel, aber zur Geschichte eher nicht so, denn Nick benimmt sich nicht wie ein Anzugträger und er kleidet sich auch nicht so.

Der Schreibstil ist wegen der Sicht recht gewöhnungsbedürftig, denn sie schreibt in der dritten Person, allerdings einmal aus Sicht von Nick und dann wieder aus Sicht von Brooke, wobei diese Wechsel auch mitten im Kapitel sind und nicht angekündigt werden. Daran muss man sich gewöhnen, aber ansonsten war der Schreibstil ok.

Zu Beginn lernt man Brooke kennen, die für den alten Earl arbeitet. Dieser will seinen Enkel Nick zu seinem Erben machen und will daher, dass Brooke ihn nach England holt und ihn auf seine Rolle vorbereitet. Nur will Nick das eigentlich gar nicht.

Der Einstieg in das Buch ist mir leicht gefallen. Nachdem man sich an den Schreibstil gewöhnt hat geht es relativ flott voran. Man lernt die wichtigsten Charaktere und deren aktuelle Aufgabe kennen und erfährt auch wieso Nick nach England kommen soll. Somit hat man sofort alle wichtigen Infos und kann umgehend in die Geschichte einsteigen.

Brooke fand ich als Charakter ganz nett, auch wenn sie sehr blass war. Sie will nur ihren Job erledigen, verhält sich oft als hätte sie einen Stock im Allerwertesten, kann aber auch sehr dominant sein und ihren Willen durchsetzen. Allerdings nicht in Sachen, die ihr wichtig sind, wie bei ihren Ideen, wie man dem Dorf mehr Einnahmen verschaffen könnte. Obwohl immer gesagt wird, dass alle ihre Schwester lieber mögen und sie nur aktzeptieren hatte ich dieses Gefühl nie.

Nick hingegen mochte ich schon viel lieber. Am Anfang wirkt er arrogant, aber auch das ändert sich mit der Zeit. Man merkt schnell, dass er den Leuten eigentlich auch helfen will, nur zeigt er es nicht so offensichtlich. Außerdem ist er Handwerker und Erfinder durch und durch. Er denkt immer über neue Erfindungen nach und repariert auch mal was, wenn es sein muss.

Ich habe das Buch in der Leserunde bei Lesejury gelesen, geteilt in drei Abschnitte. Das erste Drittel fand ich gut, Nick kommt in England an und sträubt sich gegen alles. Es gibt Hindernisse, die er und Brooke nicht so schnell überwinden und obwohl sie ihn zuerst nicht mag, wird sie gewzungen Zeit mit ihm zu verbringen. Außerdem gibts auch ein paar kurze Kapitel aus Sicht vom Earl, wodurch man einen besseren Einblick in seinen Zustand bekommt. Das hat mir alles recht gut gefallen.

Im zweiten Abschnitt und somit dem Mittelteil des Buches ging es dann schon etwas bergab für mich. Jedes Problem wurde schnell gelöst, zufällig haben sich Chancen ergeben, wenn Nick und Brooke diese gebraucht haben und wie es das Schicksal will schlafen sie in den Zimmern nebeneinander. Es ging einfach alles viel zu glatt und einfach dahin, ich hatte nie das Gefühl, dass die Charaktere wirklich Probleme haben, da die Lösung sofort da war. Die Handlung plätschert auch nur so vor sich hin und es ist ein ewiges hin und her, ob Nick nun bleibt oder nicht, ob Brooke ihn mag oder nicht, ob der Earl einem Vorschlag zustimmt oder nicht.

Leider wurde es dann auch im dritten Abschnitt nicht besser. Für mich war die Liebesgeschichte nicht wirklich nachvollziehbar und zu schnell. Plötzlich wird von der großen Liebe gesprochen, obwohl die sich nicht lange kennen und lange gehasst haben. Auch der Konflikt zwischen den beiden wurde viel zu schenll aufgelöst, es gab dabei nicht wirklich ein gutes Gespräch, sonder so in der Art: „Ich Tarzan, du Jane. Du gehören mir.“. Damit hatte sich die ganze Sache. Auch alle anderen Handlungsstränge und Andeutungen wurden nicht aufgeklärt. Man weiß nun nicht, was Brooke beruflich macht, ob sie es geschafft hat in den Gemeinderat zu kommen, so wie sie es wollte, oder ob ihre Ideen umgesetzt wurden. Vom alten Earl hört man sowieso nix mehr, der könnte ebenso gut gestorben sein, man weiß es nicht. Ebensowenig weiß man, wie es mit seiner Krankheit weiter ging. Und Nick? Er hatte ein Leben in Amerika, was wurde daraus? Aus seiner Firma, seinem Haus, seinen Freunden? Für mich blieben am Ende viel zu viele Fragen ungeklärt und das Buch hat mich sehr unbefriedigt zurück gelassen.

Fazit:

Das Buch startet recht gut, man lernt die Charaktere kennen und will wissen, wie es weiter geht. Allerdings wird es gegen Ende immer schlechter und es fühlte sich alles sehr lieblos an. Offene Fragen wurden nicht beantwortet, die Probleme haben sich viel zu leicht lösen lassen, ohne dass ein Charakter wirklich was dafür tun musste und ich habe zwischen den Protagonisten keinerlei Gefühle gespürt. Für mich war das Buch leider nix.

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