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Veröffentlicht am 16.12.2021

Anders als erwartet

Like water in your hands
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Inhalt:

Die 19-jährige Arwa ist gerade erst für ihr Studium nach Wien gezogen. Aber statt Freundschaften zu knüpfen, verliert sie sich in ihrer Kunst und meidet den Kontakt zu anderen, wo sie nur kann. ...

Inhalt:

Die 19-jährige Arwa ist gerade erst für ihr Studium nach Wien gezogen. Aber statt Freundschaften zu knüpfen, verliert sie sich in ihrer Kunst und meidet den Kontakt zu anderen, wo sie nur kann. Das ändert sich, als sie auf Tariq trifft, der vom ersten Augenblick an nie gekannte Gefühle in ihr weckt. Doch Tariq, dem es zunehmend schwerer fällt, die Traditionen seiner Familie mit dem Wunsch nach Freiheit zu vereinbaren, kämpft gegen seine eigenen Dämonen. Und je näher sich Arwa und Tariq kommen, desto klarer wird, dass ihre Liebe nur eine Chance hat, wenn sie sich ein für alle Mal ihrer Vergangenheit und ihrer Zukunft stellen …
Quelle: luebbe.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

„Was für ein ungewöhnlicher Name“, sagen sie in einem vorwurfsvollem Tonfall, als würden sie mich dafür tadeln, meinen Eltern erlaubt zu haben, damit durchzukommen.

Das Cover ist ein kleiner Traum. Ich mag die hellen Farben als auch die Blumen auf dem Cover. Es sieht einfach toll aus und zeigt irgendwie auch schon, dass es eine zarte Geschichte wird.

Der Schreibstil der Autorin war poetisch und tiefgründig, aber sehr gut zu lesen. Man liest zuerst aus Sicht von Arwa, dann auch aus Tariqs, wodurch man die Gedanken und Gefühle von beiden besser kennenlernt.

Zu Beginn lernt man Arwa kennen, die nach Wien gezogen ist, um dort zu studieren. Sie kennt dort noch niemanden und ist allgemein eher verschlossen. Als sie Tariq trifft soll sich das aber ändern.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, ich kam durch den tollen Schreibstil wirklich gut ins Buch und war zuerst überrascht, dass es so poetisch geschrieben ist. Man gewöhnt sich aber schnell dran und der Schreibstil war wirklich ein Highlight von dem Buch. Arwa ist auf einer Hochzeit und dort gibt es gleich einige Situationen, die Arwa unangenehm sind und wodurch man als Leser gleich mal einen Einblick in ihr Gefühlsleben bekommt.

Arwa mochte ich wirklich gerne, in manchen Situationen konnte ich mich sehr gut mit ihr identifizieren und ich mochte auch ihre Veränderung im Laufe des Buches. Sie lernt einiges über sich selbst, lernt mit Ängsten umzugehen und kommt auch aus sich heraus. In einem Umfeld mit vielen Menschen fühlt sie sich nicht wohl und will immer schnell weg, ihre Gefühle wurden so echt beschrieben, dass man einfach mit ihr mitfühlen muss.

Tariq ist die zweite Hauptperson in dem Buch und man liest erst in der zweiten Hälfte aus seiner Sicht. Man lernt ihn als netten, verantwortungsbewussten Familienmensch kennen und merkt erst mit der Zeit, dass er gar nicht so zufrieden ist, wie es immer den Anschein hat. Man merkt, dass er seine eigenen Bedürfnisse für die Familie zurücksteckt und da tat mir Tariq manchmal wirklich leid. Wenn er aber mit Arwa zusammen ist, ist er gelöster, wie sie auch.

Es handelt sich hier wirklich nur um eine reine Liebesgeschichte, die kein Drama am Ende braucht. Ich finde, dass das Buch von seinen Charakteren und der Kultur lebt. Ich selbst habe mich nicht der paktistanischen Kultur beschäftigt, daher war vieles für mich neu, aber ich finds toll, dass es auch mal ein Buch gibt, bei dem man andere Sitten kennenlernen kann. Da die Familie eine große Rolle in der Kultur von Arwa und Tariq spielt, gibt es sehr viele Szenen mit den Familien der beiden. Die Sadeems, Tariq Familie, ist hier einfach nur Zucker. Er hat noch drei Brüder und eine Schwester und ich wäre so gerne mal bei der Familie zu Hause, denn da gehts immer drunter und drüber, wobei alle noch sehr liebenswert sind. Bei Arwa gibt es hauptsächlich ihre Tante, bei der sie wohnt, aber auch ihre Mutter kommt öfter vor.

Neben der Liebe spielt auch noch die Freundschaft eine große Rolle. Man begleitet Arwa dabei, wie sie Freunde findet und etwas aus sich heraus kommt. Zwischendurch war mir das alles dann aber etwas zu lang gezogen. Das Buch lässt sich war gut und schnell lesen, der Schreibstil ist toll und die Charaktere wirklich liebenswert, aber ganz packen konnte es mich nicht. Die Handlung plätschert so vor sich hin und hangelt sich von einer Feier zur nächsten, von einem Treffen mit Freunden zum nächsten. Mir war es insgesamt einfach ein bisschen zu lang.

Das Buch ist insgesamt auch keine wirklich keine leichte Kost. Es werden einige Probleme in dem Buch behandelt, nicht nur kulturelle sondern auch psychische und die Stimmung ist einfach bedrückend. Man sollte sich also keine allzu fröhliche Geschichte erwarten, denn das ist es nicht. Es gibt durchaus sehr schöne Szenen, aber insgesamt merkt man, dass das Buch eher ernst ist.

Fazit:

Ich muss nochmal den Schreibstil loben, der einfach ganz toll ist. Ich hätte sogar ein Sachbuch der Autorin gelesen, wenn es so geschrieben gewesen wäre. Ansonsten war die Geschichte süß, aber auch sehr bedrückend und mir persönlich etwas zu lang. Ich konnte viel über die pakistanischen Gebräuche und die Kultur lernen, was ich sehr interessant fand. Für das Buch spreche ich eine Leseemepfehlung aus, man sollte aber wissen, worauf man sich einlässt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.12.2021

Nett, konnte mich aber nicht umhauen

All The Things That Matter
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Inhalt:

Austin und Vic Eine turbulente Liebesgeschichte in Seattle, der berühmten Emerald City – fesselnd, gefühlvoll und voller Geheimnisse. Vic kann es kaum erwarten, ihr Studium an der University of ...

Inhalt:

Austin und Vic Eine turbulente Liebesgeschichte in Seattle, der berühmten Emerald City – fesselnd, gefühlvoll und voller Geheimnisse. Vic kann es kaum erwarten, ihr Studium an der University of Washington endlich zu beenden – im luxuriösen Verbindungshaus der Schwesternschaft Alpha-Omega-Alpha hat sie sich nie wirklich zugehörig gefühlt. Doch dann trifft sie auf den Youtuber Austin, der mit seiner ruhigen und besonnenen Art schneller einen Weg in ihr Herz findet als gedacht. Als Vic auch noch ein verlockendes Jobangebot winkt, scheint es plötzlich tausend gute Gründe zu geben, in Seattle zu bleiben, Austin allen voran. Allerdings wird schnell klar, dass er nicht ganz ehrlich zu ihr ist. Er verstrickt sich immer wieder in widersprüchlichen Aussagen und hält sie auf Abstand. Was verschweigt Austin ihr? Kann Vic ihm überhaupt vertrauen? Oder liegt ihre gemeinsame Zukunft bereits in Scherben?
Quelle: drachenmond.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Ich mag es, wenn sich die Wolken an einem warmen Tag für einen kurzen Moment vor den Himmel schieben und die Sonne verdecken.

Das Cover gefällt mir sehr gut, ich mag die starken Farben und allgemein die Aufmachung von dem Buch. Da find ich es richtig schade, dass das eBook das Cover nur in schwarz-weiß darstellt.

Der Schreibstil der Autorin war gut zu lesen, ich kamm schnell voran und mochte es, dass man aus Sicht von Austin und Victoria abwechselnd liest. Dadurch lernt man beide besser kennen. Manchmal konnte ich nur die Sichten nicht auseinander halten, da sich der Stil nicht wirklich gändert hat.

Zu Beginn lernt man Victoria kennen, die in einer Studentenverbindung ist. Als sie auf Austin trifft, der das Haus nebenan renoviert, fühlt sie sich sofort zu ihm hingezogen, aber es kann nicht mehr aus ihnen werden, da sie vorhat in ihre Heimatstadt zurückzusiehen, wenn sie mit dem Studium fertig ist.

Der Einstieg in das Buch ist mir recht leicht gefallen, da Victoria wirklich ein Schatz ist. Sie ist nett und hilft ihren Freunden, außerdem ist sie anders als die anderen Mitglieder der Studentenverbindung und macht sich nicht viel aus dieser. Ich hatte zu Beginn keine Erwartungen an das Buch und wusste auch nicht recht, auf was ich mich nun genau einlasse, also ließ ich es einfach auf mich zukommen.

Wie schon gesagt mochte ich Victoria von Anfang an sehr. Erst mit der Zeit hat sie Dinge gemacht, die ich nicht ganz verstehen konnte. So hat sie Austin immer wieder gedrängt ihm sein Geheimniss zu verraten, obwohl er sie gebeten hat geduldig zu sein, da er noch nicht bereit war. Sie sie immer wieder nachgefragt hat fand ich doch sehr aufdringlich. Außerdem hat sie sehr überreagiert, als Austin ihr dann endlich das Geheimnis erzählt hat. Sie hat ihn nicht ausreden lassen und ihre eigenen Schlüsse gezogen, das fand ich übertrieben und voreilig.

Austin hingegen ist ein wahrer Bookboyfriend. Er versteht sich super mit seiner Familie, passt auf seine Nichte auf, renoviert das Haus für seine Schwester und ist immer nett zu allen. Ich mochte ihn wirklich sehr, man merkt aber auch, dass er seine Freunde verteigen kann, wenn es drauf ankommt, obwohl er Konflikte zuerst verbal lösen will.

In dem Buch geht es eigentlich nur darum, ob Austin und Victoria zusammen kommen, zusammen bleiben und ob sie in Seattle bleibt. Spannung kam in das Buch nur durch das Geheimnis von Austin, welches man sich als Leser aber schon selbst zusammenreimen konnte. Es gab immer wieder Hinweise und irgendwann war es klar, so gab es keinen wirklichen Überraschungsmoment, als man es dann wirklich gelesen hat. Hier war dann eher die Reaktion von Vic wichtig, die aber, wie ich finde, komplett übertrieben war.

Ansonsten ist die Handlung süß, bietet aber nicht viel, da die beiden sich kennen lernen, auf Dates gehen und dann irgendwann sich näher kommen. Ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte so vor sich hin plätschert und nichts passiert. Am besten fand ich noch alles, was mit Danai, der besten Freundin von Vic zu tun hat, da sie aufgeweckt und lebenslustig ist. Für mich hatte sie sehr viel mehr Charakter als Vic selber, die ich im weitesten Sinne sogar als langweilig bezeichnen würde.

Austins Kapitel haben mir daher auch viel besser gefallen, weil bei ihm einfach mehr los war und er für mich mehr Tiefe hatte. Die Liebesgeschichte war süß, aber das wars dann auch schon, ich habe nicht das Gefühl als würde man etwas verpassen, wenn man das Buch nicht liest, da einige wichtige Themen nur angeschnitten wurden, aber nicht ausreichend behandelt wurden, wie etwa Rasissmus oder sexuelle Belästigung. Da hätte es etwas mehr gebraucht, so waren dies einfach Randthemen.

Fazit:

Ein süßes Buch für zwischendurch, aber es hat mich auch nicht wirklich umgehauen. Das Rätsel um Austin ist für den Leser schenll gelöst und abgesehen davon gibt es kaum Drama in dem Buch. Die Nebencharaktere fand ich am besten gemacht. Ich gebe dem Buch drei Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.12.2021

Tolle Märchenadaption

Die Flamme im Eis
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Inhalt:

Vier Mädchen, von der Königin erwählt. Eine junge Waise mit einer seltenen Gabe. Ein Schloss voll düsterer Geheimnisse. Im Königreich Fehrenlund verfügt ein Teil der Bevölkerung über magische ...

Inhalt:

Vier Mädchen, von der Königin erwählt. Eine junge Waise mit einer seltenen Gabe. Ein Schloss voll düsterer Geheimnisse. Im Königreich Fehrenlund verfügt ein Teil der Bevölkerung über magische Kräfte. Die sogenannten Begabten kontrollieren je eins der vier Urelemente Feuer, Wasser, Erde und Luft. Alle zehn Jahre holt die Gütige Königin vier Mädchen zu sich ins Schloss, um mithilfe ihrer Gaben das Gleichgewicht im Reich zu wahren. Als die Feuerbegabte Elea an ihrem sechzehnten Geburtstag ausgewählt wird, scheint die Zukunft ihrer Geschwister, um die sie sich seit dem Tod ihrer Eltern kümmert, endlich gesichert. Doch schon bald entdeckt Elea, dass sich im Schloss ein dunkles Geheimnis verbirgt, das nicht nur sie, sondern ganz Fehrenlund in Gefahr bringt. Elea steht vor der Wahl: Schweigen und ihre Familie beschützen oder sich in einen Kampf stürzen, den sie unmöglich gewinnen kann …
Quelle: drachenmond.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

An diesem bitterkalten letzten Abend im Jahr sahen die Sterne am Himmel aus wie goldene Taler auf einem nachtschwarzem Tuch.

Das Cover finde ich toll, da es sich direkt auf den Inhalt bezieht. Die Flamme aus Eis kommt auch im Buch vor. Außerdem ist es schlicht und trotzdem sehr schön, ich mags gerne.

Der Schreibstil der Autorin war leicht und flüßig zu lesen. Man liest aus der dritten Perspektive und begleitet da hauptsächlich Elea, aber es gibt auch ein paar Kapitel, die aus Sicht von jemand anderem geschrieben sind, die sind aber wirklich selten. Mir haben vor allem die märchenhaften Beschreibungen gut gefallen.

Elea kümmert sich allein um ihre Geschwister, sie haben nicht viel Geld. Als sie dann von der Königin auserwählt wird, glaubt sie, dass das die Lösung ihrer Probleme ist, aber schnell merkt sie, dass die Königin anders ist, als alle denken.

Ich bin wirklich gut in das Buch hinein gekommen. Man merkt sofort, dass es sich hier um eine Märchenadaption handelt, da Elea Schwefelhölzer auf der Straße verkauft. Und als dann noch die Königin vorfährt ist sofort klar, dass sie an die Eiskönigin angelehnt ist. Da ich Märchen absolut liebe war ich gespannt, was hier noch so auf den Leser zukommt.

Elea mochte ich sofort sehr gerne, allerdings hatte ich zuerst Bedenken, dass sie vielleicht zu kindlich sein würde, da sie erst 16 Jahre alt ist. Sie verhält sich aber nicht so und hat auf mich schon erwachsener gewirkt. Das liegt vielleicht daran, dass sie sich schon länger um ihre Geschwister kümmern muss und dadurch erwachsen werden musste. Was sie alles für ihre Familie tut fand ich beeindruckend, ich wüsste nicht, ob ich einfach weg gehen könnte. Im Laufe des Buches wird Elea auch immer selbstbewusster, je mehr sie ihre Kräfte einzusetzen lernt, ihre Entwicklung hat mir gefallen.

Die Königin kam mir schon von Beginn an zu perfekt vor, es war klar, dass sie etwas zu verbergen hatte und tatsächlich hat sie ihr wahres Gesicht schnell gezeigt. Sie ist definitiv ein Charakter, den man nicht mögen kann, ihre Absichten sind einfach nur böse und ich habe kein Verständnis für sie.

Die anderen vier Mädchen mochte ich eigentlich alle gerne, zuerst. Mit der Zeit hat sich meine Sympathie gegenüber einer etwas geschmälert, gegenüber einer anderen gesteigert, aber ich fand die Mischung wirklich gut.

Was soll ich sagen, die Geschichte war einfach nur märchenhaft. Ich habs auch in der Leserunde gesagt, das Buch liest sich stellenweise wirklich haargenau wie ein Märchen, wirklich toll. Die meiste Zeit ist Elea im Schloss, nur am Anfang liest man kurz aus ihrem Leben und dem ihrer Geschwister, aber danach spielt sich alles am Schloss ab. Es braucht nichtmal viele Charaktere, da es fast keine Bediensteten gibt, trotzdem fand ich es so wirklich perfekt.

Elea hat schnell gemerkt, dass die Königin nicht ganz ehrlich zu ihren vier Auserwählten ist und will die Wahrheit herausfinden. Das Rätselraten hat mir Spaß gemacht, man bekommt immer wieder Hinweise und so habe ich ganz viele Theorien aufgestellt, von denen manche wahr und manche falsch waren. Man merkt auch stark, dass Elea einen immer größeren Hass auf die Königin bekommt, je mehr sie herausfindet, manche von ihren Plänen fand ich dann doch etwas einfach und ich hätte nicht erwartet, dass sich die Königin so leicht austricksen lässt, aber naja, es ist eben ein Märchen.

Es gibt auch hier eine Liebesgeschichte, die aber erst recht spät anfängt und keinen sonderlich großen Raum in dem Buch einnimmt. Hier geht es wirklich um Eleas Plan die Königin zu stoppen. Dafür muss sie auch ihre Kräfte besser kontrollieren lernen und ich fands sehr gut, dass ihre Übungsstunden hier beschrieben wurden. Oft können die Charaktere plötzlich alles, aber Elea hat hier wirklich geübt und man konnte ihren Fortschritt beobachten.

Das Ende war wie im Märchen, wenn ihr wisst was ich meine. Alles wurde aufgeklärt und abgeschlossen, es blieben keine offene Fragen und ein bisschen was wird auch der Fantasie überlassen, da nur angedeutet wird, wie es mit Elea weiter geht. Es ist also Platz für einen zweiten Band, aber das Buch funktioniert auch alleine sehr gut.

Fazit:

Hier wurden zwei Märchen hergenommen und daraus wurde eine neue Geschichte, die ebenso märchenhaft ist. Elea ist ein toller Charakter und schon sehr erwachsen für ihr Alter. Mir hat es gefallen, dass man zusammen mit ihr die Geheimnisse der Königin aufdeckt und nicht alles sofort klar ist. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.12.2021

Toller Auftakt

Blutengel - verlassen
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Inhalt:

Töten oder getötet werden.
Vertraue niemandem.
Träume nicht.

Die unnahbare Aelys hält sich an ihre einfachen Regeln, um ihr eigenes Überleben in den Katakomben von Erming zu sichern, einer unter ...

Inhalt:

Töten oder getötet werden.
Vertraue niemandem.
Träume nicht.

Die unnahbare Aelys hält sich an ihre einfachen Regeln, um ihr eigenes Überleben in den Katakomben von Erming zu sichern, einer unter einer Glaskuppel erbauten Stadt, die die Menschen vor den Gefahren schützen soll, die sie selbst erschaffen haben. Als sie von unbekannten Männern gefangen genommen wird, ist ihr klar: Sie muss fliehen, und zwar schnell, ansonsten schliessen sich die Tore zu ihrem Zuhause für immer. Doch der charismatische Anführer Kaer macht ihr ein verlockendes Angebot, spricht von Freiheit, und Aelys ahnt nicht, wie weit die bereits gesponnenen Fäden seines Plans reichen.
Quelle: amazon.de

Meinung:

Der Wind trug die über den Feldern herrschende Wärme zu ihm.

Das Cover ist ja mal der Hammer oder? Es zeigt Aelys mit ihrem Schwert und ihren Flügeln und sieht einfach klasse aus. Der einzige Kritikpunkt wäre, dass man glaubt, man bekommt eine Fantasy-Geschichte, obwohl es ein dystopisches Buch ist und man das eben nicht erkennt, aber ansonsten find ich es super.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut und einfach zu lesen. Man liest aus Sicht von Aelys und kann sich dadurch gut in sie hinein versetzen. Die Beschreibungen waren für mich ausreichend, ich konnte mir die Umgebung und die Leute sehr gut vorstellen.

Zu Beginn lernt man Aelys kennen, einen Gefallene der Stadt Erming. Sie lebt in den Katakomben und schützt die Stadt vor Unwesen. Bei einem Angriff dieser muss sie allerdings flüchten und findet sich in einem Dorf, außerhalb der Stadt wieder.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Die Idee mit der Kuppel über der Stadt war nicht neu, aber da die Geschichte nur ganz wenig in der Stadt selber spielt, kamen ganz viele andere neue Elemente zum tragen. So etwas die Katakomben unter der Stadt, in der Aelys lebt.

Aelys fand ich echt toll. Unter den anderen Gefallenen wird sie oft belächelt, weil sie ein Jägerin und Frau ist, aber ich sags euch, sie hat es wirklich drauf. Kämpfen kann sie und auch ansonsten ist sie echt toll. Ich mochte es, dass sie den Leuten im Dorf nicht sofort blind vertraut, sondern sich erst selbst ein Bild machen will, ihre Naivität gegenüber Kaer war irgendwie auch nachvollziehbar, da sie ihn gerne mochte und glaubte, dass er sie auch mag.

Kaer ist der Prinz in dem Dorf. Schon von Beginn an hatte ich das Gefühl, dass da was nicht stimmt mit ihm. Er war mir zu nett und immer wenn in einem Buch jemand zu nett ist, hat die Person etwas zu verbergen. Trotzdem hat Kaer was, ich würde jetzt nicht sagen, dass ich ihn unbedingt mag, aber der Prolog und der Epilog sind aus seiner Sicht geschrieben und da kam dann doch so etwas wie Verständnis für ihn auf. Das rechtfertig natürlich nicht alles. Als Charakter finde ich ihn sehr gut und interessant gestaltet, ich hoffe, dass man im zweiten Band noch mehr von ihm zu lesen bekommt.

Die Geschichte selbst war sehr spannend und ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass sie langweilig wird. Es passiert immer was, und wenn es auch nur Gespräche sind, in denen man mehr über die Welt und die Menschen darin erfährt. Aelys muss also in dem Dorf überleben und zuerst möchte sie auch nach Hause, was sich allerdings als schwierig herausstellt. Ich dachte von Anfang an, dass das, was die im Dorf erzählen, etwas komisch ist. Ebenso konnte nicht alles aus den Katakomben stimmen, was Aelys glaubte zu wissen. Ich verstand ihre Verwirrung und durch Kaer hat sich sich dann weichklopfen lassen und hat ihm vertraut.

Mein einziger Kritikpunkt an dem Buch ist, dass es eine Stelle gab, an der alles viel zu einfach ging. Aeyls und ein paar andere Leute mussten wo eindringen und da gab es so gut wie keinen Widerstand. Es wirkte zu einfach und ging auch sehr schnell, da hätte man das Buch noch etwas ausbauen können, aber ansonsten fan dich alles an der Geschichte sehr gelungen.

Es gibt auch eine Liebesgeschichte, diese aber dezent und kommt in dem Band noch nicht wirklich zum Tragen. Es entwickelt sich hier erst alles und ich glaube, dass sie in Band zwei mehr ausgebaut wird.

Das Ende hat nochmal richtig viel Action geboten und natürlich einen Cliffhanger, sodass man wissen will, wie es weiter geht. Ich mochte die Kampfszene und dass man einen kurzen Blick in die Stadt hinein werfen konnte.

Fazit:

Das ist wieder so eine Rezension, bei der ich mir richtig schwer getan habe sie zu schreiben, weil ich nicht viele Kritikpunkte habe und mir bis auf diesen einen alles sehr gut gefallen hat. Da weiß ich nie, was ich schreiben soll. Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen, da es so viel zu entdecken gibt und man mit der Zeit herausfindet, was es die Menschen nicht alles tun, um Prestige zu erlangen. Ich freue mich schon sehr auf Band zwei.

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Veröffentlicht am 09.12.2021

Gelungener Abschluss

Rachefürst - vergessen
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Inhalt:

Lasse niemanden an dich heran. Hoffe nicht. Sei dir selbst die Nächste. Aelys hat ihre Prinzipien verraten – und wurde auf den Boden der Tatsachen geschmettert. Nie wieder will sie einen solchen ...

Inhalt:

Lasse niemanden an dich heran. Hoffe nicht. Sei dir selbst die Nächste. Aelys hat ihre Prinzipien verraten – und wurde auf den Boden der Tatsachen geschmettert. Nie wieder will sie einen solchen Fehler begehen. Sie führt die wenigen Überlebenden des Angriffs in die nächste Stadt, doch diese versinkt im Chaos. Zu allem Unglück geraten die Experimente in Gefahr, und Aelys steht erneut vor der Entscheidung, Kaer zu vertrauen oder für sich selbst zu kämpfen.
Quelle: amazon.de

Meinung:

Kaer schlich sich von seiner Gruppe weg, um sich am Waldrand nach möglichen Lebenzeichen umzusehen.

Das Cover ist wieder ein richtiger HIngucker. Dieses Mal ist Kaer und sein Albpferd darauf zu sehen und ich finds einfach wieder so schön. Man sieht sofort in welchem Genre das Buch anzusiedeln ist und macht auf sich aufmerksam.

Der Schreibstil der Autorin war wieder sehr gut und flüssig zu lesen. Geschrieben ist das Buch wieder aus der Ich-Perspektive von Aelys. Prolog und Epilog sind wieder aus Sicht von Kaer, was ich eine tolle Ergänzung finde.

Das Buch schließt direkt an den ersten Band an. Kaer und Aelys haben sich bekämpft und Aelys will die Überlebenden nun nach Espera bringen, um sich dort ein neues Leben aufzubauen und zu erzählen, was passiert ist.

Ich kam wieder sehr gut in das Buch, da ich den ersten Band erst vor ein paar Wochen gelesen habe. Ich glaube aber, dass man sich schwer tut, wenn mehr Zeit dazwischen liegt, da die Geschichte direkt weiter geht. Aelys und Bertimi sind nun sozusagen die Anführer und wollen die Gruppe nach Espera bringen. Was Kaer in dieser Zeit macht weiß man nicht, da man nur aus ihrer Sicht liest.

Aelys mochte ich immer noch sehr gerne. Sie handelt immer so, dass alle zufrieden sind, außer wenn Kaer im Spiel ist, dann denkt sie eher mit ihrem Herzen, was ich als keine schlechte Eigenschaft empfinde. Man merkt ihr ihre Gefühle richtig an und da konnte ich verstehen, dass sie Kaer beschützen will, obwohl er sie so sehr verletzt hat.

Kaer fand ich gut, nach dem Ende von Band eins habe ich ihn nicht mehr so gern gemocht, weil er Aelys so hinterlistig ausgenutzt hat, aber man merkt, dass er es bereut und wirklich nur Rache und ein besseres Leben für seine Leute wollte. In diesem Band macht er einiges wieder gut und hat sich dadurch mein Vertrauen wieder verdient.

In diesem Teil geht es hauptsächlich darum, dass die Überlebenden ein neues Leben beginnen wollen, daher machen sie sich nach Espera auf. Ihre Reise dahin fand ich etwas kurz und unspektakulär, die Stadt ist zwar nicht weit weg, aber mit wenigstens einma Angriff durch ein Unwesen habe ich schon gerechnet. Dafur passierte dann in Espera ziemlich viel.

Kaer taucht wieder auf und mit ihm alle anderen Experimente. Die Stadt ist aber nicht so, wie sie alle gedacht haben, denn dort herrscht Chaos und die Bewohner sind weder Aelys noch den Experimenten wohl gesonnen. Aelys muss sich entscheiden, ob sie Kaer vertrauen kann oder nicht und ich fand, dass er einige gute Argumente hatte, die für ihn sprachen. Ich mein, keine der beiden Gruppe könnte allein die Stadt einnehmen und die aktuellen Bewohner besiegen, das ist auf jeden Fall ein Argument für eine Zusammenarbeit. Abgesehen davon gabs dann auch viel Action, da die Leute in Espera ziemlich brutal sind und das sorgte für ein paar ziemlich actionreiche Szenen, die mir sehr gefallen haben.

Das Ende und die Lösung von allem ging mir ein bisschen zu schnell. Hier hätte ich mir etwas mehr Ausbau gewunschen, so wie das Gefühlschaos von Aelys danach. Außerdem bin ich immer noch nicht ganz sicher, was jetzt aus den beiden Städten wurde, da wäre vielleicht ein kurzer Epilog oder eine Aussicht in die Zukunft hilfreich gewesen.

Fazit:

Ich fand den ersten Band ein bisschen stärker, trotzdem hat mir der Abschluss der Dilogie wieder sehr gefallen. Mein einziger Kritikpunkt ist wieder, dass manche Kämpfe länger und schwieriger für die Hauptcharakter hätten sein können, da es manchmal doch zu einfach ging und das Ende war etwas zu schnell da. Ansonsten sind beide Bände eine Empfehlung von mir.

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