Profilbild von BooksHeaven

BooksHeaven

Lesejury Star
online

BooksHeaven ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit BooksHeaven über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.10.2025

Neue Informationen und ein unerwartetes Ende

Fae Isles − Der Herr der Schlangen
0

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Raum und Zeit wurden in zwei Herzschläge gepresst, die ewig anzudauern schienen.

Das Cover ist passend zum ersten Teil gestaltet, die Farben ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Raum und Zeit wurden in zwei Herzschläge gepresst, die ewig anzudauern schienen.

Das Cover ist passend zum ersten Teil gestaltet, die Farben spielen wieder eine zentrale Rolle, ansonsten ist das Cover eher schlicht gehalten.

Der Schreibstil der Autorin ist wieder sehr gut und einfach zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Emelin. Ich kam schnell weiter und das lag sicher auch an dem guten Schreibstil,denn der lässt sich flüssig lesen.

Dieser Band knüpft direkt an das Ende vom ersten Teil an. Emelin ist nun im Untergrund und versucht alle dort zu überreden, dass Creon nicht der Böse ist. Dieser schließt sich in der Zwischenzeit ein und ignoriert alles und jeden. Doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem Creon das Zimmer und auch den Untergrund verlassen muss.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, weil ich Band eins erst kürzlich beendet habe und somit noch alles wusste. Ich war also gespannt, ob dieser Teil mit dem ersten mithalten kann, denn Band eins hat mich wirklich sehr begeistert. Dass man hier neue Charaktere trifft und der Schauplatz ein ganz anderer ist, hat mir jedenfalls Hoffnungen gemacht.

Emelin mochte ich wieder sehr gerne. Sie hat sich ihr Herz bewahrt und versucht immer eine andere Lösung als Gewalt zu finden. Bis zum Ende des Buches macht sie allerdings eine ziemlich gute Wandlung durch. Man merkt ihr an, dass das Leben ihr hart mitspielt und sie sich dadurch ebenfalls anpassen muss. Ich fand es aber gut gemacht und es hat insgesamt zu ihrem Charakter gepasst.

Creon kriegt einen Großteil des Buches nur eine Nebenrolle ab, was aber ok ist. Dadurch macht er aber auch keine große Entwicklung durch. Er stößt Em immer wieder von sich, weil er glaubt sie dadurch beschützen zu können und bleibt auch sonst auf seiner Meinung bestehen. Er ist halt einfach stur und das merkt man stark, da musste ich wirklich manchmal die Augen verdrehen, weil er sich wie ein Kleinkind aufgeführt hat.

Die Geschichte ist insgesamt eher ruhig. Es wird viel geplant und besprochen und obwohl lange Zeit nichts Aufregendes passiert, fand ich es dennoch zu keinem Zeitpunkt langweilig. Zwar habe ich immer darauf gewartet, dass endlich was passiert, aber super gestört, dass es nicht so war, hat es mich dann auch nicht. Erst im letzten Viertel des Buches zieht das Tempo an und ab da konnte ich es dann gar nicht mehr aus der Hand legen.

Die Rebellen und den Untergrund fand ich gut gemacht. Man lernt die Strukturen kennen und auch wie sie so lange überlebt haben. Durch Tared und Lyn lernt man mehr von der Vergangenheit und der Geschichte der Rebellion, was mir gut gefallen hat, denn das ist ein wichtiger Teil der Geschichte. Tared spricht mit Emelin auch über den Krieg, wieso niemand Creon vertraut und was zwischen ihnen passiert ist. Dieser Teil hat viele Fragen aus dem ersten Band beantwortet und dadurch kann man als Leser auch besser verstehen, wieso Creon so verhasst ist. Dass die Infos immer in kleinen Häppchen daherkommen war passend, sonst wäre das einfach zu viel auf einmal gewesen.
Der Untergrund selbst, also der Aufbau, war faszinierend. Davon hätte ich fast gerne eine Karte gehabt, weil dieser wie eine kleine Stadt mit verschiedenen Vierteln aufgebaut ist.

Creon und Emelin haben es nicht leicht, ihre Beziehung wird auf eine Probe gestellt und wie immer ist Creon derjenige, der alles vermasseln muss. Manchmal hätte ich ihm wirklich gerne eine Kopfnuss gegeben, damit er sich mal beruhigt. Er ist eine kleine Dramaqueen und das hat sich nicht verändert. Man merkt bis zum Ende hin aber, dass Em immer mehr zu ihm druchdringt und er versteht, dass sie ihn wirklich mag, was man schon seit Band eins weiß. Ich verstehe, dass er kein leichtes Leben hatte und nie geliebt wurde, aber wie er sich aufführt ist manchmal schon übertrieben. Insgesamt nimmt die Liebesgeschichte keinen zu großen Teil ein, auch die intimen Szenen halten sich in Grenzen. Es hat sich alles gut zusammengefügt und die Mischung, die daraus entstand, war perfekt.

Das letzte Viertel des Buches hatte es dann aber in sich. Man bekommt nochmals neue Orte zu sehen und lernt neue Menschen kennen. Manche von diesen Begegnungen waren unerwartet und haben mich wirklich schockiert, andere waren einfach nur unerfreulich. Die Autorin hat sich hier das Beste bis zum Schluss aufgehoben und da lüge ich nicht. Ich hab das Buch zusammen mit einer Freundin gelesen und wir konnten die Enthüllungen gar nicht glauben und waren beide sehr überrascht. Bis zu diesem Zeitpunkt hat sich in dem Buch keine wirkliche Spannung aufgebaut, es geht viel um Wissen und Lernen, aber dann wendet sich alles und man kommt vor Spannung fast um. Für mich hat das sehr gut gepasst, wobei ich auch verstehen kann, dass viele Leser sagen, dass das Buch zu lang war. Ich empfand es als passend und das Ende hat alle Längen davor aufgehoben. Es gab keinen Cliffhanger, also man muss sich davor nicht fürchten, trotzdem wird einem Lust auf den dritten Teil gemacht.

Fazit:

Für mich war Band zwei insgesamt ein bisschen schwächer als Band eins, weil einfach nicht so viel passiert. Dennoch fand ich das Buch super und besonders das Ende hat mir sehr gut gefallen. Creon und Emelin haben es nie leicht und ich bin gespannt, wie sie sich im dritten Teil verändern werden. Gut war aber, dass man tiefere Einblicke in den Untergrund und die Geschichte des Krieges bekommt. Das Buch kriegt von mir 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.10.2025

Episch

Die Drachenatem Chroniken: Kompendium der Macht
0

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Donnerndes Gebrüll riss Lado aus der Benommenheit.

Das Cover finde ich einfach genial, ich bin richtig verliebt und hätte das Buch allein ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Donnerndes Gebrüll riss Lado aus der Benommenheit.

Das Cover finde ich einfach genial, ich bin richtig verliebt und hätte das Buch allein deswegen schon gerne als Print im Regal. Ich nehme an, dass die Figur darauf Varim sein soll, denn er sieht in meinem Kopf dieser Figur ähnlich. Dann natürlich der Drache, denn Drachen spielen eine große Rolle in dem Buch.

Der Schreibstil des Autors war gewohnt gut zu lesen, er schafft es immer mich richtig in das Buch zu reißen. Geschrieben ist das Buch in der dritten Person, wobei es drei Charaktere gibt, auf die sich abwechselnd konzentriert wird. Die grandiosen Beschreibungen haben mich in das Buch entführt und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen.

Zu Beginn lernt man Kastan, Jeva und Varim kennen, drei Personen, deren Wege sich noch nie gekreuzt haben. Kastan soll der neue Lord werden, wird durch einen Putsch aber verstoßen und gerade Varim, ein Ordensritter, hilft ihm. Jeva, seine Verlobte, versucht in der Zwischenzeit mehr Wissen aufzubauen und will das Land damit besser machen.

Der Einstieg in das Buch hat mir unglaublich gut gefallen. Der Prolog ist super spannend aufgebaut, denn man liest vom Krieg und den Ewigen, die diesen beendet haben. Dies ist auch der Ursprung des Kompendiums der Macht, welches im Mittelpunkt des gesamten Buches steht. Man wird also richtig neugierig und möchte natürlich wissen, wie es weiter geht, zumindest ging es mir so.

Kastan ist noch recht jung, er ist noch nichtmal erwachsen und doch handelt er oftmals schon so, weil er erwachsen werden musste. Sein gutes Herz behält er sich das ganze Buch über, erlangt aber auch andere nützliche Fähigkeiten. Ich mochte ihn sehr gerne, denn immer wieder kommt durch, dass er einfach noch ein verängstiges Kind ist, das hat ihn als Figur greifbar gemacht.

Varim war mein Liebling in dem Buch. Er ist rau, gemein, zielorientiert und doch besorgt, wenn es sein muss. Er verrät den Orden indem er Kastan aufnimmt und denkt nicht weiter über die Konsequenzen nach. Ich fand ihn als Charakter mega cool und interessant und ich hoffe, dass man von ihm noch mehr lesen wird, in den nächsten Teilen.

Jeva mochte ich auch, wobei ihr Handlungsstrang meist am zähesten war. Dafür kann sie aber nichts, denn ihr Charakter war gut ausgearbeitet. Sie ist klug, ehrgeizig und traut sich auch ihre Meinung zu sagen und sich gegen starke Männer aufzulehnen. Ich fand sie interessant und mochte sie insgesamt gerne.

Ich hatte keine Ahnung, worauf ich mich bei dem Buch einlassen würde und bekommen habe ich ein grandioses Fantasy-Werk. Wie man es von dem Autor gewohnt ist bekommt man eine detailreiche Welt mit einer wirklich guten Geschichte, die durchgehend spannend bleibt. Meist, wenn es mehrere Figuren gibt, ist eine Sichtweise immer etwas fader als die anderen, hier fand ich Jeva’s Handlungsstrang meist nicht so aufregend, was daran lag, dass ihre Waffe Wissen und nicht körperliche Stärke ist. Ich mochte ihre Kapitel, da wurde die Geschichte immer etwas ruhiger und man bekommt dadurch als Leser viele Informationen.

Besonders gefallen hat mir die Idee mit dem Drachenatem, der dem Benutzer mehr Macht verleiht. Bei Varim war das ziemlich cool zu lesen, denn er ist ohne diesen schon ein großer Krieger und mit dem Drachenatem ist er fast unbesiegbar. Mit der Zeit lernt man auch, wieso es den Orden gibt und was deren Aufgabe ist. Ich fand es gut, dass die Informationen häppchenweise kamen und nicht alles auf einmal.

Wer auf eine Liebesgeschichte hofft wird hier enttäuscht, es gibt zwar einen kleinen romantischen Handlungsstrang, der aber keinen großen Teil einnimmt und auch keine wichtige Rolle spielt. Ich fand es ausreichend, denn mehr hätte auch gar nicht zu dem Buch gepasst.

Dann gibt es natürlich auch Drachen. Einerseits haben wir die Flugdrachen, die eigentlich nur zur Fortbewegung genutzt werden und dann gibt es noch kleine Drachen, die auch sprechen können und sowas wie Gefährten von den Charakteren sind. Diese fand ich wirklich süß, obwohl sie auch anders können. Zu Beginn liest man von den Ewigen, die ebenfalls Drachen sind. Man merkt also, dass diese einen großen und wichtigen Teil des Buches einnehmen.

Für mich wurde die Geschichte zu keinem Zeitpunkt langweilig, weil immer irgendwas passiert oder irgendwelche Geheimnisse aufgedeckt werden. Besonders die letzten Kapitel fand ich genial und konnte da gar nicht mehr aufhören zu lesen. Man wartet durchgehend darauf, dass sich die Handlungsstränge endlich verbinden und wie das passiert fand ich wirklich gut. Die Ereignisse, die zu diesem Zeitpunkt führen, waren unerwartet und überraschend. Das Ende beantwortet viele offene Fragen und macht doch auch Lust auf den nächsten Band.

Fazit:

Ich wurde sehr überrascht von dem Buch, denn es hat mir noch mehr als angenommen gefallen. Die Charaktere waren sehr unterschiedlich und haben doch super zusammen gepasst. Die Geschichte war gut durchdacht und blieb durchgehend spannend. Ich will auf jeden Fall mehr von Varim lesen, denn der ist supercool. Von mir kriegt das Buch 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.10.2025

Gefährlicher Wettbewerb

Palace of Ink & Illusions, Band 1 - Der Kuss der Muse
0

Meinung:

„Übrigens… Ich habe da möglicherweise jemanden abgemurkst.“

Das Cover finde ich richtig toll, ich mag den Stil von den Covern sehr. Darauf zu sehen sind Liv und Flame, welche die wichtigsten ...

Meinung:

„Übrigens… Ich habe da möglicherweise jemanden abgemurkst.“

Das Cover finde ich richtig toll, ich mag den Stil von den Covern sehr. Darauf zu sehen sind Liv und Flame, welche die wichtigsten Rollen in dem Buch spielen.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen, auch wenn manchmal der Humor nicht ganz mein Fall ist und etwas übertrieben wirkt. Abgesehen davon kam ich aber schnell voran. Das Buch ist in der Ich-Perspektive von Liv geschrieben, wodurch man sie am besten kennen lernt.

Zu Beginn lernt man Liv kennen, die auf dem Weg nach Griechenland ist, um an einem Schreibwettbewerb teilzunehmen. Dort angekommen trifft sie die anderen Teilnehmer und auch Flame, den sie schon aus dem Flieger kennt. Als der Wettbewerb startet, kommt ihr alles ziemlich komisch vor und schon bald merkt sie, dass es eine andere Art von Wettbewerb ist, als zuerst angenommen.

Der Einstieg in das Buch war in Ordnung, hat mir zuerst aber keine großen Hoffnungen gemacht. Liv ist tollpatschig und im Flieger waren so viele Szenen zum Fremdschämen dabei, dass ich nur gehofft habe, dass das nicht das ganze Buch über so gehen würde. Außerdem war das zu Beginn sehr unrealistisch geschrieben, was mich immens gestört hat. Danach hat sich das zum Glück gelegt, denn wäre es so geblieben hätte mir das Buch sicherlich nicht gefallen.

Liv fand ich in Ordnung. Wie schon erwähnt ist sie tollpatschig und sehr sarkastisch. Außerdem nimmt sie Situationen nicht immer so ernst und versucht sie mit einem Witz lockerer zu machen. Ihre Art wäre nichts für mich persönlich, aber meist hat es im Buch doch ganz gut gepasst. Sie ist trotzdem nicht mein Liebling.

Flame ist der mysteriöse Kerl, über den man bis zum Ende nicht viel erfährt. Ich fand ihn dennoch sehr nett und zuvorkommend, er ist nicht gemein, grenzt niemanden aus und versucht sich mit allen anzufreunden. Er ist aber auch nicht der super liebe Kerl von nebenan, bei ihm gabs da wirklich eine gute Mischung.

Alle anderen Charaktere hingegen blieben eher flach. Angefangen bei der Jury, von der zwar die Namen erwähnt wurden, danach aber immer nur eine Person, Klay, wirklich relevant war und auch erwähnt wurde. Für was die überhaupt da war verstehe ich nicht. Die anderen Teilnehmer, es sollen über 100 gewesen sein, sind auch nicht relevant, es gibt ein paar Teilnehmer, die namentlich erwähnt werden und auch öfter vorkommen, so wie Shelly, Sawyer oder Maid, aber wirklich viel Charakter haben sie auch nicht bekommen. Die Musen waren da noch besser dran, denn obwohl sie nicht viel vorkamen, konnte man sie anhand von ihren Charaktereigenschaften doch recht gut auseinanderhalten.

Ich bin ein großer Fan von Büchern, in denen es um Wettbewerbe geht und so war ich auch gespannt, was mich hier erwarten würde. Dass es sich nicht um einen normalen Schreibwettbewerb handeln kann, war von Beginn an klar, die Ausführung von diesem fand ich dann aber wirklich cool. Die Musen stellen jeweils eine Aufgabe und die Teilnehmer müssen sie lösen. Diese sind nicht immer einfach oder leicht zu lösen, als Belohnung gibt es einen Kuss der Muse. In allen Runden scheiden Teilnehmer aus und wer am Ende über bleibt, hat gewonnen. Die Aufgaben fand ich cool und abwechslungsreich, durch diese kam immer wieder Spannung auf und ich habe mich schon aufs weiterlesen gefreut.

Wie man sich erwarten kann, gibt es eine Liebesgeschichte. Die hat mich persönlich nicht so sehr gestört, wie die komischen intimen Szenen. Einerseits wirkte das Buch nicht wie Romantasy oder NA, sondern wie YA, und andererseits hat es nicht zur Geschichte gepasst. Flame und Liv geben sich keinerlei Mühe ihre Gefühle zu verbergen und gehen damit ein Risiko ein. Sie haben in den unpassendsten Moment Lust aufeinander und das war einerseits wirklich komisch zu lesen, weil dann noch dirty talk dazu kam und andererseits hat es dich Geschichte unterbrochen, für eigentlich gar nichts. Abgesehen davon fand ich, dass sie sich zu schnell verliebt haben. Sie kennen sich zwei Tage und schon ist da Liebe in der Luft.

Grundsätzlich war die Geschichte gut ausgearbeitet, durch die Prüfungen war sie spannend und Liv deckt immer neue Geheimnisse auf. Als Leser konnte man sich vieles davon schon denken, wie etwa die mysteriöse Vergangenheit von Flame, weil es da viele Andeutungen gegeben hat. Andererseits war auch die Frage, was mit den ausgeschiedenen Teilnehmern passiert, denn wenn es ein so geheimer Wettbewerb ist, dürfen die sicher nicht einfach heim gehen. Man stellt sich also viele Fragen und kann gut miträtseln, fast alle werden bis zum Ende beantwortet, wobei noch vieles für Band zwei offen bleibt.

Die Musen fand ich interessant. Die Idee an sich hat mir gut gefallen, die Umsetzung war manchmal fragwürdig, insgesamt aber gut. Besonder Erato, die Muse der Liebe, steht im Vordergrund. Er kann die romantischen Gefühle um sich herum spüren und genau das war es auch, was das Buch ein bisschen komisch gemacht haben. Immer, wenn Flame und Liv genknutscht (oder mehr) haben, hat er es gefühlt und sich daran erfreut, immer wieder gibt es Stellen, wo man merkt, dass er das gerne selber tun würde und das fand ich schon recht komisch. Irgendwie war das ein Dreier, aber auch nicht ganz. Grad, dass ihm keiner abgegangen ist dabei. Wenn man da mal drüber nachdenkt, ist es schon sehr komisch. Neben Erato kommen die anderen Musen hin und wieder vor und die fand ich ausnahmslos toll. Von ihnen hätte ich gerne noch mehr gelesen.

Das Ende war gemein, denn das Buch hört eigentlich mitten im Kapitel auf. Es gibt noch eine große Enthüllung, die letzten Aufgaben werden bewältigt und das Tempo ist phänomenal. Als Leser will man da sofort weiterlesen, weil so viele Fragen offen sind und es grade so spannend war, allerdings muss man sich nun gedulden.

Fazit:

Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und die Idee hat mir super gefallen. Allerdings versucht es auch zu sehr teilweise New Adult zu sein, was hier einfach nicht passt. Die ganze Beziehungsdynamik fand ich fragwürdig und vieles war für mich als Leser nicht überraschend. Das Ende hingegen war wirklich gut und spannend geschrieben und macht auch Lust auf mehr. Von mir kriegt das Buch 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.10.2025

Von fake zu echt

Wild Side
0

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Ich höre, wie es an der Tür klingelt. Und bleibe sitzen.

Das Cover finde ich wieder sehr schön, mit den Elementen aus dem Buch darauf, ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Ich höre, wie es an der Tür klingelt. Und bleibe sitzen.

Das Cover finde ich wieder sehr schön, mit den Elementen aus dem Buch darauf, sieht es irgendwie hübsch aus. Einerseits haben wir Rose Hill und dann noch die Maske, welche sich auf Rhys bezieht und das Paar, welches sich mehr auf Tabitha, aber auch auf beide irgendwie bezieht.

Der Schreibstil der Autorin war wieder sehr gut zu lesen und ich kam schnell durch das Buch. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive, wobei es sowohl Kapitel aus Rhys‘ als auch aus Tabithas Sicht gibt. Wie immer fand ich die Gefühle sehr gut beschrieben und ich konnte mit den beiden mitfiebern.

Zu Beginn lernt man Rhys kennen, der der Schwester von Tabitha und ihrem Sohn ein zu Hause vermietet. Als Erika aber stirbt bekommt Rhys das Sorgerecht, doch Tabitha will um ihren Neffen kämpfen und so kommt es zu einer Fake-Hochzeit, damit die beiden für Milo da sein können. Und irgendwann ist es gar nicht mehr so fake.

Der Einstieg in das Buch ist recht düster. Erika hat Suchprobleme und das merkt man gleich zu Beginn, da Tabitha bei Rhys auftaucht und ihm sagt, wenn es Probleme gibt soll er sie anrufen. danach gibt es einen Zeitsprung zur Gegenwart, in der Erika schon tot ist und nun Milo zu Tabitha kommt. Das gesamte Setup fand ich spannend und man merkte schnell, dass Rhys sehr viel an Milo liegt und dass er Erikas Wunsch in Ehre halten will, darum versucht er sich mit Tabitha anzufreunden, diese glaubt aber, dass er Erika schlecht behandelt hat. Eine wahre Zwickmühle also.

Tabitha fand ich als Tante wirklich toll. Sie kümmert sich liebevoll um Milo und sucht sich professionelle Hilfe um ihm die Situation zu erklären. Obwohl sie selber trauert zeigt sie das in seiner Gegenwart nicht und ist für ihn stark. Ansonsten ist sie auch ein Sturkopf, witzig und loyal. Ich mochte sie auf anhieb und konnte auch verstehen, dass sie sauer auf Rhys ist, denn für sie sah es so aus, als hätte er Erika aus dem Haus geworfen und als wäre die deswegen wieder abgerutscht.

Rhys war einfach genial. Er ist liebevoll, liebt Milo mit seinem ganzen Herzen, obwohl sie nichtmal verwandt sind und kümmert sich auch um Tabitha, obwohl sie nur die Tante von Milo ist. Seinen Job fand ich auch cool und ich mochte es, dass dieser einen so großen Teil von dem Buch einnimmt. Rhys hat viele verschiedene Seiten aber im Grunde ist er ein wirklich guter Kerl, was immer deutlicher wird, je länger er bei Tabitha ist. Dass er nicht sofort auf sein Recht bestanden hat und Milo mitgenommen hat, sondern gemeinsam mit ihr eine Lösung sucht, sagt schon alles.

Elsie Silver schreibt einfach gut Bücher und ich mochte bis jetzt noch alle von ihr, die ich gelesen habe. Darum hatte ich große Hoffnungen als ich mit dem hier begonnen habe und wurde auch nicht enttäuscht. Normalerweise bin ich kein Fan von Single-Dads oder allgemein Kindern in Büchern, aber bei der Reihe ist es anders. Die Kinder sind zwar da, aber es geht trotzdem mehr um die Liebesgeschichte als um sonst was. Außerdem schreibt sie die Kinder wirklich süß, sodass ich die gar nicht nicht mögen kann. Rhys ist als sozusagen Single-Dad keine Ausnahme. Ich fand es wirklich schön, wie er sich um Milo kümmert, wie sehr Milo ihn mag und ihre Verbindung immer mehr wachsen zu sehen.

Die Liebesgeschichte ist natürlich der Mittelpunkt des Buches und diese wurde auch sehr gut umgesetzt. Tabitha mag Rhys nicht und er versucht alles, dass sie ihn mag, weil das für Milo einfach besser ist und er sich so ein Bild machen kann, ob er das Sorgerecht abgeben sollte. Nach der Hochzeit verhält er sich auch wie ein Ehemann und kümmert sich liebevoll um Tabitha, obwohl sie in getrennten Betten schlafen und eigentlich nur sowas wie Freunde sind. Bei ihm merkt man schnell, dass sich da Gefühle anbahnen, bei ihr kommt das erst langsam hervor. Die Geschwindigkeit von der Beziehung hat genau gepasst und ich habe so gehofft, dass sich Erika, selbst wenn sie schon tot ist, nicht zwischen die beiden stellt.

Was ich auch gut fand war, dass es keine Drama zwischen ihnen gab. Sie haben offen und ehrlich miteinander gesprochen und somit immer gleiche alles aus der Welt geschafft. Auch das Drama am Ende war nicht auf Misskommunikation zurückzuführen, was gut war. Es hat in Betracht von Rhys Job sehr gut gepasst und ich fand es toll in das Buch eingeflochten. So sollte das große Drama am Ende von Liebesromanen geschrieben werden!

Das Ende selber fand ich schön. Für mich fast schon ein bisschen zu kitschig, aber es wurden alle offenen Fragen geklärt und Rhys als auch Tabitha konnten mit der Vergangenheit und vor allem mit Erika abschließen. Obwohl Erika schon von Beginn an tot war, war sie ein konstanter Teil des Buches. Einerseits ist sie Milos Mutter, da ist es klar, dass über sie gesprochen wird, aber auch Rhys und Tabitha reden über sie und beide haben eine ganz andere Erika gekannt. Bis zum Ende hin habe ich Erika schon gehasst, aber ich war froh, dass sie Tabitha doch noch einen kleinen Einblick in die Gedanken ihrer Schwester kriegen konnte und somit auch einen Abschluss für sich geschaffen hat.

Fazit:

Wie immer war das Buch toll. Ich liebe den Schreibstil und die Ideen von Elsie Silver sehr und mich stören nichtmal die Kinder in dem Buch. Rhys und Tabitha sind ein richtig cooles Gespann und ich hoffe, dass sie im vierten Teil wieder vorkommen, denn von ihnen hätte ich gern noch mehr gelesen. Von mir kriegt das Buch 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.10.2025

Ich brauche Band zwei!

Heart of the Damned – Ihr Versprechen ist sein Untergang
0

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag und Vorablesen für das Rezensionsexemplar!

Ich kann dem Tod nicht ewig entkommen.

Das Cover finde ich richtig cool, wenn ich bin ein Fan von Schwertern oder Dolchen ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag und Vorablesen für das Rezensionsexemplar!

Ich kann dem Tod nicht ewig entkommen.

Das Cover finde ich richtig cool, wenn ich bin ein Fan von Schwertern oder Dolchen auf dem Cover. Die Verzierungen sind schön und allein schon das Cover hat mir Lust auf das Buch gemacht.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut und einfach zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive, wobei es Kapitel aus Rens als auch aus Scars Sicht gibt. Die Actionsezenen waren wirklich gut beschrieben und ich konnte mir alles bildlich vorstellen, ansonsten fliegt man nur so durch die Seiten.

Zu Beginn lernt man Scar, eine Diebin kennen. Als sie auf einem Raubzug zufällig vor die Füße des Königs, Ren, stolpert, bietet der ihr einen Deal an. Da sie dämonische Kräfte hat und ihr Aussehen verändern kann, soll sie die kürzlich getötete Verlobte von ihm spielen und darf dafür weiterleben. Zuerst will sie nur diesen Job erledigen und dann abhauen, doch schon bald blickt Scar hinter Rens Fassade und merkt, dass noch viel mehr in ihm steckt, als sie glaubte.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen und ich hab die ersten 200 Seiten sofort an einem Stück gelesen. Man lernt Scar und Ren kennen, erfährt, was die beiden so treiben und dadurch, dass das Buch mit dem Raub startet, geht es auch gleich rasant los, ohne lange Erklärungen. Ganz zu Beginn findet man ein Glossar, in dem man immer wieder nachlesen kann, sowas finde ich besser als einen wilden Info-Dump.

Scar mochte ich sehr gerne. Sie weiß ihre Kräfte gut einzusetzen und sieht aber auch die Notwendigkeit für ihren Pakt. Außerdem ist sie stur und eigensinnig, was sie nicht immer in die besten Lebenslagen bringt. Ich mochte ihre Art aber, wie sie sich selbst vom König nichts sagen ließ und selbst Dinge in die Hand genommen hat, wenn ihr etwas zu langsam ging.

Ren hingegen wirkt ruhig und besonnen, was man als König auch sein muss. Trotzdem wirkt er bei Scar wie ein anderer Mensch und zeigt seine verletzliche und nicht so souveräne Seite. Dadurch wirkte Ren menschlicher und ich habe ihn schnell ins Herz geschlossen. Dass er Geheimnisse hat war nicht verwunderlich, man kann als Leser gut miträtseln, was nun in seinem Kopf vorgeht.

Auf das Buch war ich allein schon durch den Klappentext neugierig und es hielt auch meinen Erwartungen stand. Dadurch, dass es sofort los geht ist es spannend und interessant, man will wissen, wie es weiter geht. Obwohl das Buch doch recht lang ist, kam bei mir nie Langeweile auf und ich habe es in zwei Tagen gelesen, das sagt schon alles.

Ein bisschen gefehlt allerdings hat mir das Worldbuilding. Man weiß, dass es verschiedene Ringe gibt, in denen die Menschen verschiedenen Arbeiten nachgehen und dann natürlich das Schloss und das gesamte Anwesen. Rundherum liegen andere Länder, aber irgendwie auch Dämonen. Das habe ich nicht ganz verstanden, wo die Dämonen nun herkommen und wo die leben. Eine Karte der Welt wäre hier sehr hilfreich gewesen, denn so konnte ich mir gar nichts vorstellen. Auch die Beschreibungen waren eher vage und haben mir nicht dabei geholfen. Das ist aber auch schon mein einziger Kritikpunkt.

Die Dämonen in dem Buch fand ich hingegen cool. Es gibt verschiedene Arten, manche sind intelligenter als andere und man trifft auf einige verschiedene Arten im Laufe des Buches. Wieso die nun so besessen davon sind Ren zu töten und sein Land einzunehmen blieb mir schleierhaft, es hörte sich auf jeden Fall wie ein längerer Krieg an. Die Angriffe der Dämonen selbst waren wirklich gut geschrieben und spannend, sie haben nicht zu viel Raum eingenommen, waren aber doch genug.

Neben den Dämonen gibt es auch noch Intrigen am Hof und andere Bedrohungen, die von Menschen kommen. Nicht jeder ist mit der geplanten Hochzeit glücklich und durch andere Komplotte gibt es immer wieder spannende Gespräche und Geheimnisse, die aufgedeckt werden. Die Mischung hat mir gut gefallen und ich habe bis zum Ende mitgerätselt, wem man nun vertrauen kann und wem nicht.

Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte, die mir gut gefallen hat. Sie entwickelt sich langsam und es geht nicht von einem Tag auf den anderen. Man spürt richtig, wie sich die Gefühle entwickeln und kann das als Leser gut nachvollziehen. Zwischendurch gibt es auch ein wenig Drama, welches aber immer gut gepasst hat. Ich fand es nie übertrieben oder zu viel.

Das Ende war dann ein richtiger Schocker, denn hier passierte so viel und alles davon war auch noch so spannend. Nicht alles davon kam überraschend, mit manchen Dingen habe ich gerechnet, aber es war doch auch ein großer Knall dabei der mir sofort Lust auf den zweiten Band gemacht hat. Wenn man so weit in dem Buch ist, ist eigentlich klar, was passieren wird, und trotzdem hat es die Autorin geschafft eine Wendung einzubauen, die ich nicht habe kommen sehen. Vielleicht hätte ich er erahnen können, denn im nachhinein betrachtet gab es kleine Hinweise, die ich zu dem Zeitpunkt aber nicht als solche wahrgenommen habe. Jetzt freue ich mich jedenfalls auf den zweiten Teil!

Fazit:

Das Buch hat meine Erwartungen erfüllt, ich flog nur so durch die Seiten und habe mit Scar und Ren mitgefiebert. Besonders Ren in seiner Rolle als König hat mir unglaublich gut gefallen und ich hätte gerne noch mehr aus seiner Sicht gelesen, denn seine Kapitel waren einfach nur grandios. Die Geschichte punktet mit Action, Spannung und natürlich den Charakteren. Ich bin sehr begeistert und kann da auch über das Worldbuilding, welches mir gefehlt hat, hinwegsehen. Von mir kriegt das Buch 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere