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Veröffentlicht am 07.08.2018

Ich habs nicht geschaffte

Darien - Die Herrschaft der Zwölf
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Inhalt:

Darien ist die Hauptstadt eines mächtigen Königreiches. Seit tausend Jahren regieren von hier aus die zwölf mächtigsten Familien das Land. Doch diese ...

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Inhalt:

Darien ist die Hauptstadt eines mächtigen Königreiches. Seit tausend Jahren regieren von hier aus die zwölf mächtigsten Familien das Land. Doch diese Ära neigt sich dem Ende entgegen, denn König Johannes ist schwach und ängstlich. Als das Militär einen Mordanschlag auf den König plant, um den Thron für einen starken Herrscher frei zu machen, ändert sich das Leben von fünf ungleichen Helden für immer: Ein Jäger, ein Krieger, ein Dieb, eine Magierin und ein Wesen aus einer längst vergangenen Zeit – sie alle führt ihr Weg aus den entferntesten Ecken des Reiches nach Darien, denn nur gemeinsam können sie ihre Welt vor dem Untergang bewahren...
Quelle: randomhouse.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag, für das Rezensionsexemplar!

Elias Post war ein Jäger. Und zwar ein guter.

Das Cover finde ich persönlich recht schön, es gibt natürliche bessere, aber hier lässt wirklich nichts auf den Inhalt schließen, man sieht nur eine leuchtende Klinge und eine Hand, das kann ein Ritter aber auch ein Magier oder Bauer sein. Die Gestaltung an sich ist also ansprechend, mich stört nur, dass der Autorenname so groß geschrieben ist.

Mit dem Schreibstil des Autors hatte ich so meine Probleme. Das Buch ist im allwissenden Erzählstil geschrieben und wechselt daher oft die Sichtweise. Einmal folgt man diesem Charakter, dann einem anderen, was auch ok wäre, wenn dieser Wechsel nicht in jedem Kapitel ungefähr drei Mal vorkommen würde. Dadurch war ich nur verwirrt und es gab keinen richtigen Lesefluss für mich. Weiters wiederholen sich sehr oft Dinge. Mir fällt sowas selten auf, aber hier habe ich dann den gleichen Satz rund 5 Mal gelesen und da reichte es mir auch, so als würde ich alles innerhalb von zehn Seiten vergessen. Bei diesem Schreibstil hat mich viel gestört, auch dass manche Beschreibungen zu bildlich und ausschweifend, dafür andere nicht vorhanden waren. Bekam man an einer Stelle zu viele Informationen, fehlten sie an einer anderen.

Zu Beginn lernt man viele Charaktere kennen, die drei im Klappentext angesprochenen sollen wahrscheinlich Nancy, Arthur und Elias sein, wobei es Charaktere gibt, die mehr Auftritte haben. Ich weiß gar nicht, wie ich beschreiben soll, um was es geht, denn in den zweihundert Seiten, die ich gelesen habe, ist irgendwie nichts passiert.

Nach etwas mehr als der Hälfte wollte ich mich nicht weiter mit einem Buch quälen, das mich nicht packen konnte. Wie ich oben schon geschrieben habe, hatte ich sehr viele Probleme mit dem Schreibstil und habe daher auch nie mehr als 50 Seiten am Stück geschafft, das war dann aber schon ein Rekord. Der Einstieg in die Geschichte war ziemlich schwer, da man zuerst so viele Informationen und Namen aufgetischt bekommt und irgendwie keine Zeit hat alles zu verarbeiten. Ich wurde von den vielen Infos regelrecht erschlagen und auch nach mehreren Seiten wusste ich nicht genau, wer nun wer ist, da die Perspektiven so oft wechseln.

Die Geschichte splittet sich zuerst in drei Geschichten, die dann irgendwann zusammen führen sollen, wobei ich bei der Hälfte keinen wirklichen Zusammenhang erkennen kann. Zuerst lernen wir Elias kennen, er ist ein Jäger und sehr angesehen in seinem Dorf. Elias macht in diesen zweihundert Seiten nichts anderes, als zu versuchen seine Familie vor einer Seuche zu retten. Dafür pokerte er mit den falschen Leuten und wird einem General überbracht, der einen besonderen Auftrag für Elias hat, denn Elias hat magische Kräfte. Diese waren für mich nicht so toll, da er sie nicht gerne vor anderen einsetzt und daher auch nie offen zeigt. Es gab einfach keine magischen Momente in seiner Geschichte. Als Elias gerade begann sich auf den Weg zu machen, um diesen Auftrag zu erfüllen, habe ich aufgehört. Seine Geschichte war irgendwie die Spannendste von allen.

Unser zweiter Hauptcharakter ist Arthur, ein kleiner Junge, der erst zehn Jahre alt ist. Er kommt schon recht schnell zu Tellius, der ihm besondere Schritte beibringt. Seine Geschichte fand ich von vorne bis hinten langweilig, da Arthur nicht sonderlich viel macht und wenn er was macht, dann nur weil Tellius es sagt. Doch meist geht das gar nicht gut aus. Arthur war für mich einfach nur ein naiver Junge, es kam dann zwar heraus, was seine Kräfte sind, doch trotzdem konnte ich mich nicht für ihn begeistern. Er war ungreifbar für mich.

Die dritte im Bunde ist Nancy, ein Mensch, der jegliche Magie verschwinden lässt, wenn sie in der Nähe ist. Darum glaubt sie selber auch nicht daran. Als sie mit einem Mann schläft, kann er es zuerst nicht glauben, doch dann will er ihre Kräfte nutzen, um ein Grab in der Wüste aus zu rauben. Dieses wird von starker Magie beschützt und mit ihr glaubt er hinein zu gelangen. Die Handlung hier besteht einzig aus reden, was sie nicht gerade spannend macht. Nancy war zu egoistisch und verklemmt, als dass ich sie wirklich mögen könnte. Ihre Geschichte habe ich zu dem Zeitpunkt beendet, als sie wieder Richtung Heimat aufbrechen möchten.

Alle Charaktere blieben für mich zu flach und ungreifbar, durch die vielen Sichtwechseln kann man sich auf keinen ganz einlassen und baut daher keine Verbindungen auf. Ich muss sagen, mir waren alle Personen egal, mich interessierte es einfach nicht, was nun aus ihnen wird. Die Handlung war auch nicht super spannend, ich habe mir durch den Klappentext etwas ganz anderes erwartet, aber bei der Hälfte sind die drei Handlungen noch nicht zusammen gekommen. Ich wollte nicht mehr warten, bis dies endlich passiert. Ich habe mir Magie und viel Blut erwartet, doch bekommen habe ich nur ein bisschen Hokus Pokus und viel Gerede.

Vielleicht war ich einfach nicht in der richtigen Stimmung, aber ich habe auch nicht vor, dass ich es nochmal versuche. Das Fazit und die Bewertung entfallen, da ich es nicht zu Ende gelesen habe.

Veröffentlicht am 06.08.2018

Supertolles Buch

Thalél Malis
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Inhalt:

Eine Liebe, gesät im Hass.
Ein Thron, der seine Könige besitzt.
Eine Bestimmung.
Befeuert durch einen Krieg zwischen zwei Reichen,
ist ein jeder ...

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Inhalt:

Eine Liebe, gesät im Hass.
Ein Thron, der seine Könige besitzt.
Eine Bestimmung.
Befeuert durch einen Krieg zwischen zwei Reichen,
ist ein jeder dazu verdammt Opfer zu bringen
damit das eigene Licht nicht erlischt.

„Richte eine Waffe nur auf einen anartischen Krieger, wenn du sicher bist, dass du ihn auch töten kannst. Laufe nur weg, wenn du weißt, dass er langsamer rennt als du. Schweige lieber, bevor er deine Lügen enttarnen kann. Und, Neyla, bleibe niemals vor ihm auf dem Boden liegen. Ich habe dich eine Menge gelehrt, aber den Stolz einer Kriegerin hast du schon mitgebracht.“
Quelle: tagträumer-verlag.de

Meinung:

Neyla presste ihr Gesicht in die schwarze Mähne des Hengstes.

Das Cover finde ich wirklich sehr ansprechend, als ich es gesehen habe, hat mich das Schloss im Hintergrund und auch die Flammen neugierig gemacht. Der Inhalt hat sich dann auch noch super angehört, so wanderte es auf meine Wunschliste. Man sieht auf dem Cover eigentlich ziemlich viel, was in dem Buch eine Rolle spielt, was ich persönlich super finde. Auch, dass man die Frau nur von hinten sieht mag ich persönlich lieber als ein Gesicht auf dem Cover.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich angenehm zu lesen, auch wenn er mir manchmal noch etwas stockend vorkam. Geschrieben ist das Buch aus der allwissenden Perspektive, dadurch begleitet man nicht nur Neyla, sondern auch andere Charaktere auf ihrer Reise und erfährt viele neue Informationen. Die Beschreibungen waren für mich ausführlich genug und ich konnte mir alles bildlich vorstellen.

Zu Beginn lernt man Neyla kennen, die Schwester des Königs von Thalel Malis. Neyla wird von einem Gefangen ausgebildet, da sie sich ins verfeindete Königreich aufmachen, um den Friedensvertrag zu erneuern, doch bald weiß sie nicht mehr, wem sie trauen kann.

Ewig schon habe ich mich auf dieses Buch gefreut und als mein Freund meinte, das sieht cool aus, ich solle das lesen, habe ich das auch gemacht. Ich war sofort in der Geschichte drinnen, der Einstieg fiel mir also sehr leicht. Man kommt sofort an den Hof und bekommt viel von den Intrigen und Machtspielchen mit, Neyla allerdings weiß noch nicht, was auf sie zu kommt. Danis, ein Gefangener aus dem anderen Königreich, wird auch ziemlich schnell vorgestellt, da Neylas Bruder im befiehlt, sie zu unterrichten. Zuerst habe ich darin keinen wirklichen Sinn gesehen, da sie auf ihrer Reise sowieso von Wachen begleitet werden und sie sich schon verteidigen kann, doch mit der Zeit wurde alles klarer.

Ich fand die Strukturen der beiden Königreiche super aufgezogen, einmal haben wir ein wirkliches Königreich, regiert von Neylas Bruder und dann noch das zweite Stück Land, welches von drei Klans beherrscht wird. Zwei davon sind offen für den Frieden, ein anderer nicht. Daher war ich auch schon sehr gespannt, wie es dann bei den Verhandlungen sein wird, doch davor gab es noch viele andere Dinge, die passiert sind. Die Reise von einem Reich ins andere, hat sich als eher unspektakulär dargestellt, einzig die Verbindung zwischen Neyla und Danis wurde intimer, was nicht gerade zur Freude aller war. Danis ist allerdings so ein Charakter, den man einfach nicht hassen kann. Er sollte zwar der Böse sein, aber er ist einfach, plump ausgedrückt, cool dafür. Auf alles hat er eine Antwort und auch einen Plan, sollte einmal etwas schief laufen.

Das Buch ist als Fantasy eingestuft, allerdings gibt es hier eher wenige übernatürliche Elemente, die die es gibt, haben es aber in sich. Diese kristallisieren sich vor allem am Ende heraus und hier saß ich dann schon öfter mit offenem Mund vor dem Buch. Aber zurück zum Anfang. Mir hat die Reise zu den Klans sehr gut gefallen, vor allem da auch noch Rebellen ins Spiel kamen. Wie sich diese drei Fraktionen dann treffen und zusammen finden, war ein langer Prozess, der einen großen Teil des Buches eingenommen hat. Dies ist aber nicht schlecht, da es spannend beschrieben wurde und auch immer wieder was in die Hose ging.

Was man sich schon bald denken kann ist, dass es hier eine große Liebesgeschichte geben wird. Aber sie wirkte auf mich absolut nicht störend oder erzwungen, etwas, das viele Autoren von solchen Werken nicht schaffen. Gegen Ende wurde es dann noch spannender, als ein Kampf ausbrach, den man schon vorhersehen konnte. Neyla hat sich nun entschieden, für wen und für was sie kämpfen wird und ich kann ihre Entscheidungen durchaus nachvollziehen. Es wird in der Geschichte immer mehr von ihrer Vergangenheit aufgedeckt und dadurch weiß man als Leser, wie schwer sie es hat. Trotzdem handelt sie nicht voreilig, sondern hält sich an den Plan. Oftmals stürzen sich die Protagonisten nach dramatischen Enthüllungen in die Schlacht, nicht so hier, Es gab aber einen großen Knall am Ende, der mich richtig mitgenommen hat. Dieser sorgt auch dafür, dass man sich umso mehr auf den zweiten Band freut.

Fazit:

Ein gelungenes Fantasy-Werk, das mich richtig packen und überzeugen konnte. Ich freue mich jetzt schon riesig auf den zweiten Teil und hoffe, dass ich diesen bald lesen kann. Wer nach einer tollen Geschichte mit ein klein wenig Magie sucht, ist hier sicherlich gut beraten. Ich vergebe 5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 31.07.2018

Ganz gut

Madness
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Inhalt:

“Ich hätte wissen müssen, dass es keine gute Idee war, dem Kaninchen quer durch London zu folgen.
Doch wer hätte denn ahnen können, dass dieses ...

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Inhalt:

“Ich hätte wissen müssen, dass es keine gute Idee war, dem Kaninchen quer durch London zu folgen.
Doch wer hätte denn ahnen können, dass dieses seltsame flauschig weiße Ding mit der Taschenuhr mich hierher bringen würde? Ich meine, wo bin ich hier überhaupt?

Die Bäume bestehen aus Kupfer und ihre Blätter wiegen schwer wie Blei. Überall schwirren Käfer mit Flügeln aus Glas umher und am Firmament drehen sich gigantische Zahnräder, als würden sie allein diese Welt in Bewegung halten. Und dann … ist da noch Elric. Ein Junge, aus dem ich einfach nicht schlau werde und der so herz- und emotionslos scheint. Doch ich bin entschlossen, sein Geheimnis zu lüften, um zu erfahren, was der Grund für seine Gefühlskälte ist.
Oh, und falls ich es noch nicht erwähnt habe: Ich bin übrigens Alice. Und wie es scheint, bin ich im Wunderland gelandet… kennst du vielleicht den Weg hinaus?”
Quelle: drachenmond.de

Meinung:

In der Nacht des 4. Juli, traf ich eine Entscheidung, die mein ganzes Dasein beeinflussen sollte.

Das Cover finde ich wirklich toll, das Gold und auch das Herz in der Mitte passen wie die Faust aufs Auge. Durch die Uhrzeiger wird das ganze noch mehr auf den Inhalt gebogen, sodass man schon eine kleine Vorstellung vom Wunderland bekommen kann.

Der Schreibstil von der Autorin war gut zu lesen, mir persönlich aber oftmals zu philosophisch gezwungen. Ich würde einfach behaupten, dass ihr sowas nicht liegt. Wenn ich im Vergleich ein Werk von Marie Graßhoff nehme, bei deren Büchern ich sofort in diesem philosophischen Schreibstil gefangen bin, habe ich hier eher ein anstrengendes Gefühl.

Alice geht mit ihren Freundinnen weg, als sie sie verliert und dann ein weißes Kaninchen mit Metallbeinen sieht. Nach einer Verfolgungsjagd fällt Alice in ein Loch und findet sich im Wunderland wieder, wo sie auf verrückte Gestalten trifft und heraus findet, dass sie eine große Bestimmung hat.

Puh, also irgendwie tue ich mir mit diesem Buch wirklich schwer. Es hat mir insgesamt gut gefallen allerdings waren Aspekte dabei, die nicht meins waren. Ich fange vorne an. Alice ist hier ein Punk, jemand der anders sein will, aber im Laufe des Buches hat sie mich nur an jede andere 0815-Protagonistin erinnert. Sie war nicht anders, höchstens uneinsichtig und stur. Die Einleitung mit der Party fand ich ganz gut, nicht zu lang und nicht zu kurz, man erfährt hier schon fast alles über Alice Leben, dadurch war ihre Person gleich zu Beginn fertig beschrieben, es gab fast nichts mehr über sie heraus zu finden.

Als sie dann ins Wunderland kommt, war die Handlung fast eins zu eins aus der richtigen Alice-Geschichte. Es war mir doch zu ähnlich, auch wenn sich das Wunderland selber sehr unterscheidet. Dann auch noch der Hutmacher. Wenn ich an einen menschlichen Hutmacher denke, kommt Johnny Depp in meine Gedanken. So habe ich mir hier auch eine junge Alice vorgestellt, die zusammen mit Johnny Depp auf Reisen geht, obwohl er fast gleich alt ist wie sie. Dies hat sich dann auch nicht gerade positiv auf die Liebesgeschichte in meinem Kopf ausgewirkt. Wenn ich schon bei der Liebesgeschichte bin: Es ging mir zu schnell. Viel zu schnell. Das Buch soll über einige Tage oder Wochen, so sicher bin ich mir nicht, spielen, beim Lesen kommt es einem aber so vor, als wäre sie nur ein paar Stunden dort und dadurch hat man auch so ein komisches Gefühl bei der Liebesgeschichte. Es passte einfach nicht.

Was man positiv sagen kann ist, dass Grinser absolut gelungen ist. Ich liebe ja die Grinsekatze und sein Charakter in diesem Buch ist herrlich. Er hat Witz und hilft Alice trotzdem immer weiter. Auch die Aufgabe, die Alice gestellt bekommt und wie das alles mit ihrer Vergangenheit zusammen hängt, fand ich wirklich gut. Die Umsetzung dann eher nicht so. Sie reisen ewig durchs Wunderland nur um dann den großen Showdown in zwei Seiten abzuhacken. Hier hätte ich mir mehr Beschreibung gewünscht, es war schon fast langweilig.

Alice ging mir die meiste Zeit sowieso sehr auf den Keks, sie mochte ich einfach nicht, ebenso wie den Hutmacher. Beide sind richtig stumpf und haben nicht unbedingt viel Grips. Jaja, ich mochte eigentlich nur Grinser in dem Buch. Dies soll aber nicht heißen, dass ich das Buch nicht mochte, im Gegenteil. Ich habe es gerne gelesen, nur habe ich einige Kritikpunkte. Sogar das Ende war blöd. Ich hätte mir viel mehr erwartet als diesen komischen Epilog.

Fazit:

Trotz vieler Kritikpunkte hat mir das Lesen doch Spaß gemacht. Ich liebte die Szenen mit Grinser und auch das Wunderland zu erkunden. Wenn die Autorin nicht so gezwungen philosophisch geschrieben hätte, hätte ich mir auch leichter getan, aber trotzdem bin ich gespannt, wie ihre neuen Bücher werden. Ich vergebe 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 31.07.2018

Tolle Adaption

Königsblau
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Inhalt:

*Eine dunkle Liebe aus der Welt der Märchen*

Ihr Leben lang hat Rosalie gehofft, nie an der königlichen Brautwahl ihres Landes teilnehmen zu müssen. ...

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Inhalt:

*Eine dunkle Liebe aus der Welt der Märchen*

Ihr Leben lang hat Rosalie gehofft, nie an der königlichen Brautwahl ihres Landes teilnehmen zu müssen. Denn nichts fürchtet sie mehr, als dass die Entscheidung des Mannes mit den königsblauen Haaren und der eisigen Ausstrahlung auf sie fallen könnte. Doch als genau das geschieht, befindet sie sich plötzlich hinter den dicken Mauern einer Festung, die ebenso viele Rätsel aufwirft wie der Mann, der sich in ihr verbirgt…

Ein dunkler Fluch, ein verwunschenes Schloss und ein magischer Schlüssel. Diese Märchenadaption verführt und begeistert. Düster-romantisch erzählt Julia Zieschang von der Anziehung des Verbotenen und der Kraft der Liebe. Ihr fantastischer Roman gewährt uns einen ganz neuen Blick auf die sagenumwobene Geschichte des »König Blaubart«.
Quelle: carlsen.de

Meinung:

Rosalie senkte den Blick um möglichst wenig aufzufallen.

Das Cover von dem Buch finde ich ja mega schön. Bereits als ich es sah, wusste ich, dass es sich hier um eine Märchenadaption zu meinem Lieblingsmärchen "Ritter Blaubart" handelt. Daher finde ich, dass die Gestalter das Cover sehr gut getroffen haben. Man erkennt Bluebeard sofort an seinem blauen Bart und auch der Schlüssel wurde sehr gut eingebracht.

Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm zu lesen, recht einfach gehalten, wie ich es auch von anderen Märchen gewohnt bin. Die Kapitel sind jeweils unterteilt in Jetzt und vor x Wochen/Monaten. Jetzt wird aus der Sicht von Claire erzählt und Vorher aus Sicht von Rosalie.

Alle paar Jahre sucht sich Bluebeard, der Bruder des Königs, eine neue Frau. Was mit seinen alten passiert weiß keiner. Dieses Jahr ist Rosalie seine Auserwählte, doch ihr Bruder ist darauf aus sie zu retten. Rosalie findet im Schloss während ihres Aufenthalts, eigenartige Dinge heraus und setzt damit ihr Leben aufs Spiel.

Ich war sehr gespannt, wie die Autorin mein Lieblingsmärchen verändern würde und insgesamt hat es mir sehr gut gefallen. Die wichtigen Elemente sind dabei, nur ist dies hier sehr viel düsterer und brutaler als das Original. Ich mag sowas, mich stört es gar nicht, ich war jedoch schockiert, wie herzlos ein Mensch sein kann. Die Autorin hat auch einige neue Elemente eingebracht, wie Claire. Ihre Geschichte habe ich sehr gespannt verfolgt, da ich zuerst nicht wusste, wer sie ist und was sie mit Rosalies Bruder zu tun hat.

Die Szenen im Schloss waren super geschrieben, man merkt die Angst, aber auch die Aufmümpfigkeit von Rosalie. Bluebeard wird dadurch immer ungehaltener und brutaler. Seinen Charakter fand ich ziemlich interessant, auch wenn ich ihn absolut nicht mochte. Die Charaktere blieben für mich allgemein eher flach, was aber sicherlich daran liegt, dass das Buch fast wie ein Märchen geschrieben ist. Was mich aber absolut gestört hat ist, dass Blaubart hier Bluebeard heißt. Wieso der englische Name? Das ergibt weder Sinn, noch ist der Name im englischen schöner.

Alles passierte dann am Ende doch ziemlich schnell, mich hat es aber nicht gestört, denn bei Märchenadaptionen mag ich sowas doch sehr gerne.

Fazit:

Ich finde, dass Königsblau eine wirklich tolle Märchenadaption ist. Die Geschichte beinhaltet fantastische Elemente, man erkennt das Grundmärchen und auch der Schreibstil ist eher märchenhaft. Für mich ein tolles Lesevergnügen, welches ich mit 4 von 5 Sternen bewerte.

Veröffentlicht am 23.07.2018

Wirklich witzig

Frag nicht nach Sonnenschein
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Inhalt:

Katie Brenner has the perfect life: a flat in London, a glamorous job, and a super-cool Instagram feed.
OK, so the truth is that she rents a tiny room with no space for a wardrobe, has a hideous ...

Inhalt:

Katie Brenner has the perfect life: a flat in London, a glamorous job, and a super-cool Instagram feed.
OK, so the truth is that she rents a tiny room with no space for a wardrobe, has a hideous commute to a lowly admin job, and the life she shares on Instagram isn’t really hers.
But one day her dreams are bound to come true, aren’t they?
Until her not-so-perfect life comes crashing down when her mega-successful boss Demeter gives her the sack. All Katie’s hopes are shattered. She has to move home to Somerset, where she helps her dad with his new glamping business.
Then Demeter and her family book in for a holiday, and Katie sees her chance. But should she get revenge on the woman who ruined her dreams – or try to get her job back? Does Demeter – the woman who has everything – actually have such an idyllic life herself? Maybe they have more in common than it seems.

And what’s wrong with not-so-perfect, anyway?
Quelle: amazon.de

Meinung:

„First: it could be worse. As commutes go, it could be a lot worse, and I must keep remembering this. Second: it’s worth it. I want to live in London; I want to do this; and commuting is part of the deal. It’s part of the London experience, like Tate Modern.“

Das Cover von dem Buch ist nicht wirklich etwas besonderes, aber trotzdem spiegelt es den Inhalt sehr gut wieder. Darauf zu sehen ist eine Frau, die unter einer Regenwolke steht und nass wird, genauso muss sich Katie fühlen, denn sie meint, dass ihr Leben nicht perfekt ist. Ich hab mal gehört: „Lies nie ein Buch, bei dem der Name des Autors größer als der Titel ist“, denn dann verkauft sich das Buch meist nur wegen dem namen. Dies ist mein zweites Kinsella Buch und auch ihr Name ist größer als der Titel, aber trotzdem passt es toll aufs Cover und das Buch ist auch toll!

Der Schreibstil von Sophie Kinsella ist locker und leicht, sie schafft es einfach alles witzig und doch authentisch darzustellen. Durch ihren tollen Schreibstil kommt man bei dem Buch rasch voran und die Lektüre ist dadurch auch perfekt für einen schönen Sommertag (ja, es ist noch nicht Sommer, aber trotzdem). Ihre Sätze sind nicht zu kompliziert, haben aber doch schon eine kompliziertere Struktur als selbige bei Jugenbüchern.

Zu Beginn lernen wir hier Katie kennen, die einen Job in London hat, ein Zimmer in London und ein perfektes Leben in London. Ein fast perfektes Leben, denn ihr Zimmer ist winzig, sie hat wenig Geld und bei ihrem Job fühlt sie sich nicht gefördert. Wie der Klappentext schon verrät, verliert sie auch noch ihren Job und muss nach Somerset zu ihrem Vater zurück, dieser weiß allerdings nicht, dass sie gefeuert wurde. Doch bald schon hat sie sich zu Hause wieder eingelebt und baut zusammen mit ihrem Vater und seiner Freundin etwas tolles auf.

Dies war mein zweites Buch von Frau Kinsella und ich mag ihren Schreibstil wirklich gern. Oftmals gab es sehr witzige Szenen und ich musste einmal wirklich lachen. Am Anfang wirkte es allerdings noch nicht so, es hat bei mir eine Weile gedauert, bis ich richtig ins Buch hinein kam, aber nach ungefähr 100 Seiten war ich voll dabei. Es gibt bei diesem Buch einen sehr großen Pluspunkt und zwar, dass es in London spielt. Seit ich letztes Jahr in London war, bin ich verliebt in die Stadt und dieses Buch spiegelt die Atmosphäre dort sehr gut wieder, das hat die Autorin wirklich toll geschafft.

Aber auch den Teil des Buches, der in Somserset spielt ist gut beschrieben worden, sodass ich mir die Landschaft, die Felder und alles sehr gut vorstellen konnte, in meiner Phantasie wurde es der perfekte Urlaubsort. Katie gefiel mir auch viel besser in der Zeit, in der sie daheim war, denn in London wirkte sie wie ein Workaholic, der sich einredet, dass alles gut ist, obwohl es nicht so ist. Doch auf dem Land merkt man wo ihre Wurzeln sind und ich bewundere die Autorin dafür, dass sie einen Charakter so vielschichtig machen konnte.

Katies Job fand ich eher langweilig, da es hauptsächlich darum ging, wie Demeter, ihr Boss, alle anderen behandelt und wie sie alles vergisst, doch mit der Zeit wird dies zu einem Detail, das den gesamten Handlungsfluss beeinflusst. Ich hätte nicht damit gerechnet und hätte ich es gewusst, hätte ich bei diesem Teil auch mehr aufgepasst. Als dann noch Alex, der Boss von Demeter, dazukam, war ich hin und weg, denn es bahnte sich bereits eine Liebesgeschichte an, doch bei einem Kinsella Buch kann man nicht von Insta-Love sprechen, die Autorin schafft es sogar die Liebe witzig aussehen zu lassen.

Es gab zwischendurch ein paar Längen, die jedoch nicht allzu sehr gestört haben. Meist war das Buch einfach unterhaltsam, obwohl es auch ernste Themen behandelt. Diese wurden aber sehr gut in die Geschichte eingespannt, damit man sie auch als Leser bemerkt und ernst nimmt. Katie versucht sich oft DInge schön zu reden, dies kennen sicher auch viele Leser und die Autorin zeigt in dem Buch auf, dass es ok ist sich einzugestehen, dass nicht alles perfekt ist und dass man nur die betroffene Person etwas daran ändern kann. Gut hat mir auch die Message gefallen, dass man seinen Traum nie aufgeben sollte. Das fand ich wirklich gut, denn oft behandeln Unterhaltungsbücher keine ernsten Themen oder stellen sie als nicht so schlimm dar.

Gegen Ende wuchsen mir zwei Charaktere sehr ans Herz, eine davon ist klarerweise Katie. Ich mochte diese beiden so gerne und fühlte mich auch mit ihnen verbunden, dies schaffen Autoren von Jugendbüchern in letzter Zeit nicht mehr (ich bin einfach zu alt dafür). Kurz vor dem Ende gab es dann noch einen Spannungsbogen, der mich wirklich überrascht hat, aber trotzdem gut zu dem Charakter des Buches passt.

Alles in allem muss ich sagen, dass mir auch dieses Kinsella Buch sehr gut gefallen hat und ich werde mal in ihre Shopaholic Reihe hineinschnuppern und mich (wie ich schon öfter erwähnt habe) mehr an die Erwachsenen-Literatur heranwagen.

Katie wirkte zu Beginn wirklich naiv und redete sich alles schön, auch war sie oftmals nicht fähig ihren Mann zu stehen doch mit der Zeit hat sie zu sich selbst gefunden und erkannt, dass sie sich nicht verstellen muss.

Demeter wirkt einfach nur vergesslich und sehr gemein, doch auch bei ihre findet man mit der Zeit heraus, warum sie so ist und, dass sie eigentlich ein herzensguter Mensch ist.

Alex machte zuerst den Eindruck, als wäre er der Frauenheld schlechthin und als wäre ihm sonst alles egal, obwohl auch schon mal seine kindische Seite zum Vorschein kam. Doch bei ihm war ich mir bis zum Ende nicht sicher, wie er wirklich ist.

Zusammengefasst hat die Autorin spannende und vielschichtige Charaktere geschaffen!

Fazit:

Ein sehr unterhaltsamen Buch, das aber auch wichtige Themen anspricht. Es wird sicher nicht mein letztes Kinsella Buch gewesen sein, daher bekommt das Buch 4 von 5 Sterne.