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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.02.2018

Bitter & Sweet

Mystische Mächte
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Inhalt:

Jillian wünscht sich nichts sehnlicher, als ein ganz normaler Teenager zu sein – leider ohne Erfolg. An ihrem 17. Geburtstag erfährt sie von ihrer ...

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Inhalt:

Jillian wünscht sich nichts sehnlicher, als ein ganz normaler Teenager zu sein – leider ohne Erfolg. An ihrem 17. Geburtstag erfährt sie von ihrer Tante, dass sich ihre seltsamen Fähigkeiten auf ihre Abstammung als Hexe zurückführen lassen. Kurz darauf findet sie sich in einer Welt wieder, in der Vampire, Werwölfe und Dämonen keine Fantasiegespinste mehr darstellen, und muss sich in der vollkommen neuartigen Umgebung der Winterfold Akademie zurechtfinden. Doch selbst unter Hexen ist Jillian keineswegs so normal, wie sie anfangs gehofft hatte. Glücklicherweise lernt sie zum ersten Mal in ihrem Leben Freunde kennen, die ihr zur Seite stehen, als sie sich zu allem Übel auch noch unglücklich verliebt. Doch alles ändert sich, als es in der Umgebung zu vermehrten Dämonenangriffen kommt ...
Quelle: piper.de

Meinung:

"Ich lag auf meinem Bett und starrte an die kleinen, fast unsichtbaren Risse an der Zimmerdecke, während ich mich meinen düsteren Gedanken widmete."

Das Cover von dem Buch ist wirklich schön gestaltet, durch die wenigen Elemente darauf wirkt es schlicht, strahlt aber doch auch aus, dass es sich um etwas "mystisches" handelt, denn das Gesicht wird von Blumenranken überdeckt und es werden nicht alle Gesichtszüge gezeigt. Ich finde die Gestaltung wirklich gelungen, es ist kein gesamtes Gesicht darauf zu sehen, aber doch macht es einem Lust auf mehr.

Das Schreibstil der Autorin ist einfach zu lesen, dadurch kommt man in dem Buch sehr schnell weiter. Jedoch hat mich irgendwas gestört, es kam mir so vor, als würden immer wieder die gleichen Wörter auftauchen, nie war Abwechslung im Spiel, außerdem wurde für mich die Umgebung nicht ausreichend beschrieben, ebenso blieben mir die Charaktere fern. Richtige Gefühle konnte die Autorin bei mir nie auslösen, daher zog die Geschichte nur so an mir vorbei.

Zu Beginn lernt man Jill kennen, eine junge Hexe die bis vor Kurzem noch nichts von ihren Kräften wusste. Bald schon muss sie ins Internat und eine Schule für übernatürliche Wesen besuchen. Dort lernt sie viel über diese verborgene Welt und auch die Gefahren, die diese mit sich bringt.

Hört sich an wie jede 0815 Internats-Geschichte? Ist es auch irgendwie. Ich hatte so einige Probleme mit diesem Buch, die schließlich dazu geführt haben, dass ich die Reihe sicher nicht weiterlese, auch wenn ich den zweiten Band schon zu Hause hätte. Starten wir vorne. Der Einstieg viel mir recht leicht und ich fand es gut, dass Jill nichts über die Welt des Übernatürlichen wusste und man so als Leser mit ihr gemeinsam lernen kann. Ihre Tante hat sie nämlich erst kurz vor ihrem 17. Geburtstag eingeweiht, welcher noch nicht weit zurück liegt. Das war dann aber auch schon so ziemlich alles positive was ich über das Buch sagen kann.

Beginn wir mit Jill. Jill ist 17 und eine Hexe. Jill kennt niemanden an der Schule und Jill legt sich sofort mit der Schulzicke an. Das ist Jill.
Sie weiß nichts, von der Welt, da ihre Tante ihr fast alles verschwiegen hat, somit muss sie sehr viel erst neu lernen, doch erstaunlicher Weise lernt sie alles sehr schnell und versteht alle Zusammenhänge problemlos, wobei ihre beiden Freunde, Derek und Alissa, sich sichtlich schwerer tun in der Schule, obwohl sie mit dem Wissen aufgewachsen sind. Jill ist also superschlau. Außerdem kann sie ganz plötzlich besser als alle anderen, sogar besser als die Schulleiterin, mit ihren Kräften umgehen, die sie erst vor ca. zwei Minuten entdeckt hat und auch mit Waffen ist sie sehr geschickt, obwohl sie nie ein Training genossen hat. Jill kann also alles. Als wäre das noch nicht genug, ist sie natürlich die stärkste Hexe von allen und besitzt sogar ganz spezielle Kräfte, dadurch hätten wir schon fast alle Klischees erfüllt. Doch Jill ist auch noch recht lebensmüde und stürzt sich immer wieder in brenzlige Situationen, obwohl ihr gesagt wird, sie solle etwas nicht machen, sie macht immer das Gegenteil. Dann bekommt sie eine Auszeichnung, dass sie einen Halbdämon tötet und beklagt sich, dass sie das gar nicht wollte. Dann renn doch bitte nicht den Viechern nach! Das ist Jill und Jill ist meiner Meinung die nervigste Protagonistin die es gibt.

Es dreht sich immer alles um sie und sie setzt ihren Kopf immer durch, ihre beiden Freunde sind dabei keine Hilfe, denn sie stimmen ihr bei allem zu und helfen ihr, obwohl sie noch sagen, dass es eine dumme Idee ist. Dass sie aber jemand aufhält, darauf kommt keiner. Bald schon konnte ich wirklich nur noch die Augen verdrehen. Alissa und Derek blieben für mich einfach farblos, sie könnten mit jedem beliebigem anderen Charakter aus einem beliebigen anderen Internats-Buch ausgetaischt werden und es würde keinen Unterschied machen. Die beiden spielen keine wichtige Rolle in dem Buch und sind einfach so da, oftmals auch nur um Szenen zu verlängern, was mich dann sehr schnell langweilte.

Dann wurde hier noch unnötig viel Drama eingebaut, wie schon viele andere Rezensenten schreiben, ist das Buch eine Mischung aus Harry Potter, Night School und House of Night. Jills Elter sind tot, ihre Mutter hat sie angeblich in die Luft gejagt, da hätten wir schon Mal die schwere Vergangenheit. Vanessa, die Tochter des Leiters der Verborgenheitsorganisation (was übrigens sehr ans Magisterium aus Harry Potter erinnert) ist ab Tag 1 Jills Erzfeindin und Jill stichelt sie immer weiter an. Vanessa spielt aber, wie auch ihre Freunde, keine wichtige Rolle und ist nur da um das Buch länger zu machen und Teenie-Drama einfließen zu lassen. Sie taucht auf, stichelt gegen Jill und ist wieder weg, dies erschien mir oft einfach nur sinnfrei.

Weiters haben wir dann den heißen, jungen Lehrer Nathan, der Jill Privatunterricht gibt, um ihre Kräfte zu stärken. Wer hätte es gedacht, auch er findet Jill heiß, nicht nett oder so, einfach heiß, denn er verfällt ihr schon an Tag eins. Was für mich auch null Sinn ergab, denn schon bald gibt es auch zwischen den beiden ein Drama, was im Laufe des Buches dann einfach ignoriert wird. Zuerst will Jill nicht mehr außerhalb des Unterrichts reden, aber sobald sie ein Problem hat, läuft sie zu ihm. Was ist der Sinn? Wieso musste man dieses unnötige Verhältnis, das weder romantisch noch lange war, in das Buch einbauen?

Jeder Leser wusste, dass Jill nie mit Nathan zusammen beleibt, denn schon zu Beginn läuft sie in einen mysteriösen Jungen, Ryan, der ein Vampir ist und nicht viel redet. Ich habe den Satz gelesen und wusste, dass die zusammen kommen, aber natürlich gibt es hier noch unendlich viel unnötiges Drama, welches dies nur in die Länge zieht. Hätte ich das Buch nicht zusammen mit jemandem gelesen, hätte ich wahrscheinlich aufgehört. Ich möchte gar anfangen all die langen Diskussionen und Streitereien aufzuführen, das würde den Rahmen sprengen und ich möchte mich nicht unnötig aufregen.

Bei der Geschichte selbst sah ich leider keinen roten Faden. Es war mir nicht klar, in welche Richtung sie geht und was der Sinn des Buches ist, erst am Ende kam ein wenig Story dazu, der Rest war einfach ein ewiges hin und her. Jill bringt sich in Schwierigkeiten, wird geschimpft und alles ist wieder gut. Ungefähr so geht das 300 Seiten lang bevor etwas Spannendes passiert, doch das finde ich ebenso unlogisch. Es wird nicht gut genug erklärt, warum diese Person das tut und es gab hier viele Lücken, die ich nicht verstanden habe, allerdings will ich nicht spoilern. Die Geschichte hat sich für mich einfach gezogen und ergab oftmals keinen Sinn. Sie war eine Aneinanderreihung von Ereignissen, die irgendwie zusammen gehangen haben, wobei man aber viele weglassen hätte können. Ich glaube ich könnte mich ewig über das und seine naive Protagonistin aufregen, sie traf Entscheidungen, die jeder normale Mensch nie im Leben getroffen hätte und machte sich dadurch nur noch unsympathischer.

Das Ende selbst war weder spannend noch sonst was, ich war einfach froh, dass diese Qual endlich vorbei ist.

Fazit:

Mein erster Flop des Jahres. DIe Protagonistin handelte oftmals sehr sinnfrei und ihre Naivität ist schon fast bewundernswert. Alle anderen Charaktere blieben sehr farblos und so viel künstliches Drama habe ich selten in einem Buch gefunden. Abgesehen davon, dass es nichts Neues ist, ist es auch noch eine Mischung aus anderen Buchreihen, kennt man diese kennt man auch dieses Buch. Leider ein richtiger Reinfall für mich, daher vergebe ich nur 1 von Sterne.

Veröffentlicht am 13.02.2018

Illuminae

Illuminae. Die Illuminae Akten_01
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Inhalt:

This morning, Kady thought breaking up with Ezra was the hardest thing she’d have to do. This afternoon, her planet was invaded.
The year is 2575, ...

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Inhalt:

This morning, Kady thought breaking up with Ezra was the hardest thing she’d have to do. This afternoon, her planet was invaded.
The year is 2575, and two rival megacorporations are at war over a planet that’s little more than a speck at the edge of the universe. Now with enemy fire raining down on them, Kady and Ezra—who are barely even talking to each other—are forced to evacuate with a hostile warship in hot pursuit.
But their problems are just getting started. A plague has broken out and is mutating with terrifying results; the fleet’s AI may actually be their enemy; and nobody in charge will say what’s really going on. As Kady hacks into a web of data to find the truth, it’s clear the only person who can help her is the ex-boyfriend she swore she’d never speak to again.
Told through a fascinating dossier of hacked documents—including emails, maps, files, IMs, medical reports, interviews, and more—Illuminae is the first book in a heart-stopping trilogy about lives interrupted, the price of truth, and the courage of everyday heroes.
Quelle: amazon.de

Meinung:

"Am I not mercyful?"

Das Cover von dem Buch ist ein wahrer Hingucker, wenn man den durchsichtigen Schutzumschlag abnimmt, sieht man darunter Dokumente, welche mit Notizen versehen sind und passend zum Inhalt gestaltet sind. Es sind einige wichtige Zitate darauf abgedruckt, was man erst merkt, wenn man das Buch liest. Also das Cover ist wirklich sehr gelungen.

Der Schreibstil der beiden Autorin ist gut, auch wenn man das bei diesem Buch nicht so gut beurteilen kann, denn der Großteil bestand aus Chats und diese waren in der Jugendsprache verfasst. Die offiziellen Dokumente dafür waren in einer sehr hochgestochenen militärischen Sprache verfasst, dadurch sieht man, dass die Autoren beides gut beherrschen und obwohl es keine richtigen Beschreibungen von Personen oder Gefühlen gab, haben sie es geschafft mich trotzdem in ihren Bann zu ziehen.

Zu Beginn liest man von der Zerstörung eines Planeten und dass Kady und Ezra jetzt auf zwei Raumschiffen sind, die die Bewohner gerettet haben. Die KI auf dem einem Schiff ist außerdem beschädigt und eine Seuche ist auf dem Schiff ausgebrochen. Schlimmer könnte es für die beiden nicht werden und doch hält das Raumschiff noch einige Überraschungen bereit.

Ich habe das Buch zusammen mit der lieben Annika gelesen und wir hätten beide nicht unterschiedlicher an das Buch gehen können. Während sie sehr hohe Erwartungen hatte, hatte ich fast gar keine, dadurch wurde ich positiv überrascht und sie etwas enttäuscht.

Der Einstieg in das Buch war etwas holprig, da wir es beide auf Englisch gelesen haben und oftmals mit den vielen Fremdwörtern und Abkürzungen überfordert waren. Sobald dieses erste Hindernis aber überwunden war, ging es relativ schnell voran, viele Wörter konnte man aus dem Kontext erschließen und somit haben diese auch nicht den Lesefluss gestört. Es gab gleich zu Beginn sehr viele Chats und eher wenige Aufzeichnungen von den Kameras, auch waren hier viele Interviews mit Kady und Ezra zu finden. Dadurch lernt man als Leser die beiden Protagonisten einmal besser kennen und bekommt einen kleinen Überblick, was überhaupt passiert ist. Dennoch blieben viele Fragen offen, die erst gegen Ende des Buches geklärt wurden und was mich dann etwas irritiert hat, da ich oftmals Dinge wegen eben jenen offenen Fragen nicht verstanden habe.

Mit der Zeit wurde dann die Story immer klarer für mich und auch die Dokumente, welche Aufzeichnungen von Kameras wiedergeben, haben mir oftmals geholfen, etwas besser zu verstehen. Man begleitet Kady und Ezra auf ihrer Reise durch das Weltall und beide haben andere Probleme, nähern sich dabei aber auch wieder an, da sie kurz vor der Zerstörung ihres Planeten Schluss gemacht haben. Im Prinzip gibt es in dem Buch also mehrere Storylines, einmal die Liebesgeschichte, welche den deutlich kleinsten Part einnimmt, dann die Verfolgung der Alexander und Hypatia durch die Lincoln, die KI und die Mutation. Alles super spannende Storys, wobei mir die KI am besten gefallen hat. Hier ging es vor allem am Ende richtig zur Sache und AIDEN, dies ist der Name der KI, wurde für mich immer greifbarer, bis ich das Gefühl hatte, er wäre ein Mensch.

Im ersten Teil des Buches passiert dafür jedoch eher weniger, es wird viel gechattet und auch einige Geheimnisse gelüftet, doch die wahre Action kommt erst im zweiten Teil des Buches. Hier wollte ich dann unbedingt weiter lesen und mich nicht nur auf 50 Seiten alle zwei Tage beschränken, da es einfach so spannend war und ich wissen wollte, wie es denn nun ausgeht. AIDEN war einfach nur wow und dann noch die Mutanten, von welchen ich auch sehr begeistert war, die haben es mir angetan. Ich hätte so gern noch mehr Hintergrundinformationen über all das erfahren. Das Ende hat mich dann umgehaut, ich hätte nicht mit solchen Twists im Plot gerechnet. Ehrlich, ich war überrascht, auch wenn es manch anderer schon vorhergesehen hat, ich war überrascht und das letzte Kapitel hat mir nochmal den Atem geraubt.

Dafür, dass der erste Teil eher langatmig ist, passiert im zweiten viel. Dies ist aber schon einer der wenigen Kritikpunkte. Mein zweiter wäre, dass ich lange keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen konnte und oftmals überfordert war mit den Namen, da ich keine Gesichter dazu im Kopf hatte und so nicht immer wusste, von wem denn nun die Rede ist, dies hat das Lesen manchmal etwas erschwert. Ezra bliebt für mich auch am Ende eher noch blass, da man viel mehr von Kady zu lesen bekam, ich hoffe im zweiten Teil werden auch die anderen Charaktere, außer ihr besser beschrieben.

Man muss auch nochmal auf die wunderschöne Innengestaltung des Buches hinweisen. Jede Seite sieht anders aus, jedes Dokument, jeder Chat, alles hat eine eigene Form, was manchmal viel wirkt, ist gar nicht so erschlagend. Natürlich ist es nicht als normales Buch zu betrachten, aber dennoch liest es sich gut, was ich zuerst nicht gedacht hätte. Ich habe geglaubt, dass mich die ganzen Designs der Seiten ablenken würden, doch dies war nicht der Fall. Ich finde das Buch sehr schön gemacht.

Fazit:

Ich habe mir nichts von dem Buch erwartet und wurde positiv überrascht. Das Buch hat mich in seinen Bann gezogen und ab der Hälfte wurde es richtig spannend. Wenn man einmal in den Dokumenten drinnen ist und sich an die Wörter gewöhnt hat, geht es sehr schnell voran. Ich vergebe für dieses tolle Lesevergnügen 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 12.02.2018

Rückkehr des Lichts

Königreich der Schatten - Rückkehr des Lichts
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Inhalt:

Seit Jahren herrscht Finsternis über dem Königreich Relhok. Doch Luna, die wahre Königin des Reiches, ist es mithilfe des Waldläufers Fowler gelungen, ...

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Inhalt:

Seit Jahren herrscht Finsternis über dem Königreich Relhok. Doch Luna, die wahre Königin des Reiches, ist es mithilfe des Waldläufers Fowler gelungen, aus Relhok zu fliehen. Der Mörder ihrer Eltern droht, auch sie zu töten. Auf der Flucht wird ihr Verbündeter lebensgefährlich verletzt. Nur die fremden Soldaten des Königs Lagonia können ihnen helfen. Doch kann sie ihnen vertrauen? Um endlich der Dunkelheit zu entkommen und ihre Feinde zu besiegen, müssen sich Luna und Fowler ihrer Bestimmung stellen.
Quelle: harpercollins.de

Meinung:

"Dies war Dunkelheit."

Das Cover passt perfekt zum ersten Band und auch die Farbwahl, hier Gelb, finde ich gelungen. Zu sehen ist eine Blume mit einem Dolch in der Mitte, dies hat sicher eine Bedeutung, die sich mir allerdings nicht erschließt. Trotzdem finde ich die Gestaltung schön und auch nicht zu aufdringlich, es verrät nichts vom Inhalt und macht einem trotzdem Lust aufs lesen.

Der Schreibstil der Autorin ist, wie auch schon im ersten Band, sehr angenehm zu lesen und durch die vielen Beschreibungen kann man sich alles auch gut vorstellen. Ich finde es immer toll, wie Jordan die Kapitel aus Sicht von Luna schreibt, da hier alle Eindrücke, bis auf das visuelle, dargebracht werden und es interessant ist, sowas zu lesen. Die Kapitel sind wieder entweder aus Sicht von Luna oder Fowler geschrieben, dadurch kann man die Geschichte von beiden verfolgen und erfährt noch einige interessante Dinge, die man nur aus einer Sicht nicht erfahren hätte.

Der zweite Band schließt sofort an den ersten an und nach dem fiesen Cliffhanger geht es spannend weiter. Luna ist Fowler in das Reich der Finsterirdischen nachgetaucht und versucht ihn zu retten. Nach ihrer Flucht werden sie von Wachen aus Lagonia aufgegabelt und ins Schloss gebracht. Dort wirkt es sicher, bis sie einige Geheimnisse aufdecken.

Ich habe mich sehr auf den zweiten Band gefreut, da der erste einen wirklich fiesen Cliffhanger hatte. Als ich dann bei der Leserunde auf Lovelybooks gewonnen habe, bin ich richtig ausgeflippt. Das Buch geht ziemlich schnell zu lesen, daher war ich mit diesen knapp 360 Seiten auch rasch fertig. Der Einstieg fiel mir sehr leicht, obwohl es nun schon lange her ist, dass ich den ersten Band gelesen habe. Ich wusste noch sehr viel und habe mich augenblicklich in der Welt wieder zurecht gefunden.

Luna ist Fowler in das Reich der Finsterirdischen gefolgt und versucht ihn nun zu finden. Ich habe mir das gruselig vorgestellt, denn Luna sieht nichts und ist in der Welt der Finsterirdischen. Mit diesem Einstieg begann das Buch schon spannend und ich habe richtig mit Luna mitgefiebert, ob sie es nun schaffen wird oder nicht und was sie noch alles da unten erlebt. Leider war dieser Abschnitt relativ schnell vorbei, da sie Fowler gefunden hat und sie einfach wieder aufgetaucht sind. Die Gefangenschaft ging aber nicht spurlos an Fowler vorbei, so hat er das Gift der Finsterirdischen auf seinem Arm und ist schon näher beim Tod als beim Leben.

So ziehen sie also wieder durchs Land, bis sie auf Soldaten von Lagonia treffen, die Luna versprechen Fowler zu helfen. Ich mochte diese Kerle sofort, sie wirkten nicht falsch oder gestellt, sondern aufrichtig nett, was man in einer solchen Welt eher selten findet. Ab da fand dann so ziemlich alles in Lagonia und dem Schloss statt. Ziemlich bald lernt man auch den König und den Prinzen, Chasan, kennen, welche beide zuerst sehr unsympathisch wirken. Fowler und Luna sind natürlich darauf bedacht, dass niemand merkt, wer sie wirklich sind.

Mit der Zeit hat sich Chasan dann zu einem meiner Lieblinge gemausert, auch wenn er zuerst immer unfreundlich und egoistisch ist. Vor allem bei den Szenen mit Luna, oder wenn er mit seinem Vater redet, sieht man seinen wahren Charakter hervorblitzen, daher kann ich sagen, dass er von den neuen Charakteren sicherlich der spannendste ist. Doch auch Luna und Fowler haben mir wieder gut gefallen. Fowler eher weniger als Luna, da er oft den eifersüchtigen Bock spielt, aber Luna hat sich wieder als starke und mutige Frau entpuppt, die keinen Mann und kein Augenlicht braucht, um in dieser Welt bestehen zu können.

Inhaltlich tut sich nicht viel in dem Buch, die Finsteridischen rücken in den Hintergrund, Intrigen und Geheimnisse des königlichen Hofes in den Vordergrund. Und die Liebesgeschichte. Zwischenzeitlich haben sich einige in der Leserunde Sorgen gemacht, dass es ein Liebesviereck wird, doch zum Glück wurde es das nicht und auch kein Liebesdreieck, obwohl es manchmal den Anschein erweckt hat. Wie schon gesagt, gibt es in diesem Schloss für Luna und Fowler viel zu entdecken, wobei Letzterer die meiste Zeit im Bett verbringt, da er ja noch das Gift auf seinem Arm hat. Es war von Anfang an klar, dass der König nicht ganz koscher ist, und das hat sich mit der Zeit immer mehr bewahrheitet, allerdings gab es immer wieder Überraschungen, die ich so nicht vorhersehen konnte.

Das Ende hat mich dann nicht so umgehauen, es war ganz schön und der Epilog hat mir eine Gänsehaut beschert, doch es ging sehr plötzlich und es gab keine großen Erklärungen, was mir ein paar Fragezeichen im Kopf bereitet hat. Warum? Warum hat es so funktioniert? Spoiler: Warum hat Luna einfach die Königin der Finsterirdischen töten müssen, um selbst zur Königin zu werden und warum gab es überhaupt eine solche? Wo kam die her? Wer war sie? Warum hat sie sich nicht mehr gewehrt? Warum lässt Luna die Finsterirdischen sich nicht gegenseitig töten? Ich verstehe einige Dinge einfach nicht und das hat mich etwas unbefriedigt zurück gelassen. Der Rest des Buches hat mir allerdings gefallen und hätte man das Ende besser ausgeschmückt oder etwas länger geschrieben, wären sich sogar 5 Sterne ausgegangen. So hat es leider nicht ganz gereicht.

Fazit:

Trotz dass das Buch sich inhaltlich sehr vom ersten Band unterscheidet und sich die hauptsächliche Handlung in dem Schloss abspielt, hat es mir dennoch sehr gut gefallen. Ich finde, dass es ein guter Abschluss der Reihe war und daher vergebe ich 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 06.02.2018

Eonvar

Eonvár – Zwischen den Welten
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Inhalt:

Nichts vermag die toughe Elisa zu stoppen. Weder die Hindernisse des Alltags noch das raue Leben in der Großstadt. Plötzlich taucht ihr lange verschollener ...

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Inhalt:

Nichts vermag die toughe Elisa zu stoppen. Weder die Hindernisse des Alltags noch das raue Leben in der Großstadt. Plötzlich taucht ihr lange verschollener Jugendfreund Gabriel auf – und mit ihm die Chance, in einer magischen Welt voller Abenteuer zu leben. Elisa steht vor einer schweren Entscheidung. Nur wer sich vollkommen von der irdischen Welt trennt, darf in Eonvár bleiben. Doch ist das Leben als Hexe und ohne Rollstuhl wirklich das, was sie sich wünscht? Kann sie die Menschen, die sie liebt, zurücklassen? Statt eine Wahl zu treffen, beginnt Elisa ein gefährliches Doppelleben zwischen den Welten.

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

"Ihr Tag begann in einem Traum."

Das Cover von dem Buch finde ich perfekt zum Inhalt. Darauf zu sehen ist eine Gasse, die mittendrin zersplittert und einen Blick in eine andere Welt freigibt. Genauso habe ich mir die Durchgänge in dem Buch vorgestellt und besser hätte man diese Atmosphäre nicht einfangen können. Auch die Farben sind super gewählt, die normale Welt in einem eher grauen Ton und Eonvar in bunten, leuchtenden Farben.

Der Schreibstil der Autorin ist super zu lesen, ich habe mich sofort zurecht gefunden. Der Satzbau wie auch die Wortwahl sind dem Buch angemessen und nicht zu komplex, dadurch kommt man ziemlich flott voran. Geschrieben ist es aus der allwissenden Erzählsperspektive, hier liest man meist von Elisa aber auch hin und wieder von Gabriel und verpasst somit keine interessanten Punkte der Geschichte.

Zu Beginn lernt man Elisa kennen, sie sitzt im Rollstuhl, ist dadurch aber nicht wirklich beeinträchtigt, sie lebt ihr Leben. Bis sie eines Tages ihren Kinderfreund Gabriel wieder trifft ist ihr Leben auch ziemlich ereignislos, doch mit ihm eröffnet sich für Elisa eine ganz neue Welt. Eonvar. Bald muss sie sich entscheiden, zu welcher Welt sie gehören möchte.

Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht, es gibt keine langen Einführungen und die Geschichte geht ziemlich schnell los. Schon bald trifft Elisa auf Gabriel. Zuerst dachte ich mir nicht viel bei ihm, doch das hat sich sehr schnell geändert. Die beiden verbringen immer mehr Zeit zusammen und als Elisa ihm einmal folgt, nachdem er sich verabschiedet hat, entdeckt sie Eonvar. Trotz der Tatsache, dass das schnell passiert, erfährt man trotzdem genug von Elisa und ihrem Alltag selbst. Welche Freunde sie hat, was sie in ihrer Freizeit macht und auch ihre Zukunftswünsche. Hier lernt man auch Lucy, ihre beste Freundin kennen, die sich immer um Elisa kümmert und ihr in der Wohnung hilft. Lucy mochte ich sofort, denn sie ist eine so herzliche Person, dass man gar nicht anders kann.

Elisa findet sich also bald wieder in Eonvar. Der Weg dahin war wirklich cool gemacht, das Portal habe ich mir wie auf dem Cover vorgestellt. In dieser Welt braucht sie keinen Rollstuhl, denn dort gibt es Magie und es gibt auch Magie in Elisa. Gabriel zeigt ihr diese Welt, von der ich zuerst etwas verwirrt war, denn hier gibt es eine Schule, die sich immer wieder verändert und Schränke besitzt, die sich den Wünschen von den Menschen anpassen. Zuerst konnte ich mir das alles gar nicht vorstellen, doch durch die Leserunde konnte man sich toll mit der Autorin austauschen und dadurch wurde mir dann alles klarer und schließlich war die Idee dann doch ziemlich cool.

Auch gibt es hier eine Erzählung in dem Buch, die ich sehr mochte. Wie Magie entsteht, welche Welten es gibt und alles, was damit zusammenhängt. Dies wird Elisa von der Schulleiterin erklärt und ich mag sowas ziemlich gern. Was mir hier allerdings nicht so gut gefallen hat war das Konzept, dass Kinder von der Erde, welche Magie besitzen, nach Eonvar gebracht werden. Zwar haben sie eine Wahl, ob sie bleiben oder gehen, doch ein Kind kann dies noch nicht entscheiden, sie sind noch beeinflussbar. Magie klingt für Kleinkinder besser als Verpflichtungen und Eltern, dies hat mir gar nicht gefallen und auch, dass die Lehrer hier nichts unternehmen, sondern das einfach so weiterführen. Über dieses Thema habe ich mich lange mit der Autorin ausgetauscht und es war auch ihre Absicht, dass die Leser dies hinterfragen und nicht einfach als gegeben hinnehmen. Ab da war alles gut, denn ich wusste, dass sie das selbst nicht gutheißt.

Dann gibt es noch Matt. Den besten Freund von Gabriel, den Elisa auch kennen lernt und er ist einfach toll. In der Leserunde war er der Liebling von allen und das, obwohl er nicht so viele Auftritte hatte und im Prinzip die männliche Elisa war. Matt war einfach witzig und liebenswert, von ihm würde ich gerne mehr lesen. Alles was mich an Elisa gestört hat, ihre sture Art, ihr egoistisches Denken, dass sie aufbrausend ist und alles nach ihrem Kopf gehen muss, all das fand ich bei Matt toll.

Mit der Zeit merkt auch Elisa, dass nicht alles in Eonvar toll ist. Dies sieht sie vor allem in einem Heim, in dem sie zufällig landet, als sie auf die Erde will. Diesen Abschnitt fand ich wahnsinnig interessant und hat mir auch eine Gänsehaut beschert. Langsam beginnt sie dann auch alles zu hinterfragen, doch sie will ihr Doppelleben nicht aufgeben, denn sie pendelt zwischen der Erde und Eonvar hin und her.

Ich habe von Beginn an gehofft, dass die Liebesgeschichte nicht eine zu große Rolle in dem Buch spielt und das hat sie auch nicht. Es war genau richtig, denn mehr hätte auch wirklich nicht hinein gepasst. Die Beziehung zwischen Gabriel und Elisa entwickelt sich eher langsam, was ich persönlich viel realistischer finde. Dass beide mit ihrem Gewissen zu kämpfen haben, vor allem gegen Ende hat mir gezeigt, dass sie auch nur Menschen sind und es hat die Charaktere für mich greifbar gemacht.

Kurz möchte ich auch noch etwas zur Magie in dem Buch sagen. Es gibt hier fantastische Wesen und auch Menschen mit Fähigkeiten, wie Elisa. Diese werden in der Schule trainiert und dann sucht man sich einen einfachen Job oder wird Lehrer an der Schule. Elisa hat hier einmal nicht die besten Kräfte von allen, sondern eher normale, was erfrischend ist, denn meist haben die Protagonisten die besten und mächtigsten Kräfte. Dass die Autorin sich nicht so sehr von den typischen Klischees beeinflussen lässt, finde ich toll.

Gabriel und Elisa erleben also vieles zusammen, die Schulleiterin Simone ist davon nicht immer begeistert und will, dass Elisa sich endlich für eine Welt entscheidet. Was ich von Simone halten soll, weiß ich bis jetzt nicht. Zuerst habe ich sie nur nicht gemocht, dann habe ich sie gehasst, dann hatte ich Mitleid mit ihr und dann konnte ich sogar irgendwie Sympathie für sie aufbringen. Sie ist auf jeden Fall ein Charakter, den ich so gar nicht einschätzen konnte. Wenigstens gab es eine gute Mischung von den Charakteren, man mochte nicht alle, hat aber auch nicht alle gehasst und sie waren wirklich unterschiedlich, dies findet man bei vielen Büchern nicht mehr, denn oft ähneln sich die Charaktere oder sind Stereotypen.

Etwa in der Mitte des Buches kamen Elisa und Gabriel in ein Dorf und diesen Abschnitt werde ich nicht so schnell vergessen. Da wurde es spannend und unschön und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Ich habe die letzten 130 Seiten an einem Tag verschlungen und wollte unbedingt wissen, wie es nun ausgeht. Gegen Ende wollte ich das Buch schon in die Ecke schmeißen, doch dann wurde nochmal alles anders, als ich dachte und ich fand das Ende einfach grandios! Ich liebe das Buch! Das habe ich schon früh gemerkt, denn ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen und auch diese Rezension ging mir recht einfach von der Hand, was oft nicht der Fall ist. Die Autorin konnte mich damit auf jeden Fall für sich gewinnen.

Fazit:

Wow, einfach nur wow. Das Buch hat mich vom Hocker gehauen, ich habe keine Worte dafür, wie sehr ich es liebe. Ich muss es mir unbedingt nochmal als Print holen. Die Welt und die Charaktere waren anders, toll ausgearbeitet und die Geschichte selbst hat mich in ihren Bann gezogen. Ich hoffe, dass ich nichts in meiner Rezension vergessen habe zu erwähnen, doch dies ist eine der längsten Rezension die ich je geschrieben habe, einfach weil es so viel in dem Buch anzusprechen gab. Ich würde 10 Sterne vergeben, wennn es ginge, doch so vergebe ich volle 5 von 5.

Veröffentlicht am 04.02.2018

Toller Auftakt

Die Legende der vier Königreiche - Ungekrönt
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Einst waren die vier Königreiche geeint. Nun herrschen Krieg und Zerstörung. Die Eltern von Emelina, der Prinzessin von Ruina, wurden vom König des ...

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Inhalt:

Einst waren die vier Königreiche geeint. Nun herrschen Krieg und Zerstörung. Die Eltern von Emelina, der Prinzessin von Ruina, wurden vom König des Nachbarreiches Lera umgebracht und ihre Schwester verschleppt. Emelina will Vergeltung! Ihr Plan ist so grausam wie genial. Erst tötet sie die Verlobte von Casimir, dem Thronfolger von Lera, dann nimmt sie deren Platz ein. Am Hofe des Feindes will sie den König und alles, was ihm teuer ist, auslöschen – auch Casimir. Aber je mehr Zeit sie mit dem Prinzen verbringt, desto mehr will ihr Herz ihr Vorhaben vereiteln …
Quelle: harpercollins.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

"Die Räder der Kutsche rollten knarrend über den Feldweg. Das Geräusch hallte durch den stillen Wald."

Das Cover von dem Buch finde ich sehr schön, es ist schlicht gehalten und kommt auch ohne Menschen auf dem Cover aus. Es verrät nicht viel über den Inhalt, lediglich der Titel, der groß in der Mitte prangt, lässt etwas vermuten. Ich finde die Blumen und das Gold des Umschlags super, diese schlichte Eleganz gefällt mir sehr gut.

Der Schreibstil der Autorin war angenehm zu lesen, man kommt schnell voran und stößt sich nicht an komplizierten Ausdrücken oder verschachtelten Sätzen. Das Buch ist in der allwissenden Erzählform geschrieben und konzentriert sich auf Em, aber auch in manchen Kapiteln auf Cas, dadurch lernt man beide Figuren besser kennen. Manchmal gab es allerdings Wiederholungen, die mir dann schon aufgefallen sind, hier sind nicht nur inhaltliche, sondern auch wörtliche Wiederholungen gemeint, aber ansonsten war es gut zu lesen.

Zu Beginn lernt man Emelina, eine Ruined, kennen. Sie plant den Prinzen von Lera, Cas, anstelle seiner Verlobten Mary heiraten und somit an seinen Vater herankommen, um diesen zu töten. Sie sinnt auf Rache. Auch Cas ist von der Hochzeit nicht begeistert, doch bald lernen sie sich besser kennen. Wird Em ihren Plan trotzdem durchführen und die ganze Königsfamilie töten?

Das Buch habe ich wieder zusammen mit Ney gelesen und wir waren, wie fast immer, der gleichen Meinung am Ende. Aber beginnen wir von vorne, der Einstieg in das Buch war ziemlich leicht, man wird sofort in das Geschehen geworfen und erfährt erst mit der Zeit mehr über die einzelnen Völker. Die Ruined lernt man sofort kennen, allerdings erfährt man nicht sofort, dass sie magische Fähigkeiten haben. Em wird auch gleich als Charakter eingeführt und ich mochte sie auf Anhieb, da sie eine starke Frau ist, die sich nicht unterkriegen lässt, nicht einmal von ihrem gesamten Volk, dass sie als Anführerin abgewählt hat.

Neben Em gibt es noch Olivia, ihre Schwester, die vom König von Lera gefangen genommen wurde. Nur wegen ihr Plant Em diese ganze Sache und Olivia selbst kommt auch sehr oft in Ems Gedanken vor. Sie spielt eine relativ wichtige Rolle, obwohl sie nicht wirklich im Buch vorkommt. Von ihr bekommt man sicherlich im zweiten Teil nochmal mehr zu lesen und ich bin gespannt, wie sich die Jahre in Gefangenschaft auf sie ausgewirkt haben.

Schon bald verlegt sich der Handlungsort in das Schloss von Lera, hier tritt dann auch Prinz Casimir auf die Bildfläche. Er wird als netter, junger Mann dargestellt, der sich Mühe gibt, um seine zukünftige Frau, Mary, die von Em gespielt wird, kennen zu lernen. Es gab so viele Szenen mit Cas, in denen er wirklich so nett war, aber man hat auch gesehen, dass er Dinge hinterfragt und nicht alles, was der König sagt, als gegeben hinnimmt. Dadurch wurde er für mich zu einem sehr interessanten Charakter, da er in einem richtigen Zwiespalt ist und sich entscheiden muss, ob er nun auf seinen Vater hört, oder seinen Idealen folgt.

Die hauptsächliche Handlung spielt sich im Schloss ab, hier werden Intrigen geplant und eine Liebesgeschichte entsteht. Diese wird mit der Zeit zur hauptsächlichen Story, was mich aber nicht wirklich gestört hat, da es zu dem Buch passt. Die ganze Liebe entwickelt sich in dem Buch wirklich langsam und schön und es gab immer wieder Stellen, bei denen man richtig die Funken sprühen sah. Em und Cas sind tolle Charaktere, die sich gut ergänzen. Da Em Cas aber wegen ihrer Identität anlügt, gerät sie immer wieder in einen Konflikt mir ihrem Gewissen, was gut dargestellt wird in dem Buch. Sie möchte Cas in irgendeiner Form beschützen oder sie ist schwach, das kann man auf beide Arten interpretieren.

Der ganze Feldzug gegen den König wurde auch super geplant, ich konnte alles nachvollziehen und hatte nie das Gefühl, dass es unlogische STellen gab, da auch immer wieder Ruined gefangen genommen wurden oder Informationen von ihren Aufenthaltsorten zum König durchgedrungen sind. Einzig die vielen Wiederholungen haben mich etwas gestört, ansonsten kann ich an dem Buch nichts aussetzen. Die Geschichte folgt einer guten Struktur, die Charaktere sind alle glaubhaft gestaltet und abwechslungsreich, doch auch von den Kräften der Ruined erfährt man mehr, was ich wirklich cool finde.

Auch die Königin war interessant, denn sie vertraut Em von Anfang an nicht und ist sehr skeptisch, hier hat man schon gemerkt, dass sich noch etwas anbahnt. Dies ist aber erst gegen Ende passiert, hier sind sehr viele Sachen, welche eher unvorhergesehen waren, passiert. Hier wurde es nochmal richtig spannend und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Der Schluss hat mir dann nochmal Lust auf den zweiten Teil gemacht und ich freue mich jetzt schon zu erfahren wie es weiter geht.

Fazit:

Eine spannende Fantasy-Geschichte, mit genaue der richtigen Prise (oder auch sehr viel) Liebe. Bei diesem Buch hat die Zusammensetzung aus Spannung, Fantasy und Liebe genau gepasst und konnte mich dadurch in seinen Bann ziehen. Ich vergebe für die gute Idee und die schöne Liebesgeschichte 4 von 5 Sterne.