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Veröffentlicht am 09.08.2017

Eher was für Jüngere

Frostkuss
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Inhalt:

Im Mittelpunkt der Serie steht die 17-jährige Gwen Frost, die über ein außergewöhnliches Talent verfügt: Sie besitzt die »Gypsy-Gabe« – bei der eine ...

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Inhalt:

Im Mittelpunkt der Serie steht die 17-jährige Gwen Frost, die über ein außergewöhnliches Talent verfügt: Sie besitzt die »Gypsy-Gabe« – bei der eine einzige Berührung ausreicht, um alles über einen Gegenstand oder einen Menschen zu wissen. Doch dabei spürt Gwen nicht nur die guten Gefühle, sondern auch die schlechten und die gefährlichen. Auf der Mythos Academy soll sie lernen, mit ihrer Gabe sinnvoll umzugehen. Aber was Gwen nicht weiß: Die Studenten werden dort ausgebildet, um gegen den finsteren Gott Loki zu kämpfen. Und obwohl sie der Meinung ist, an der Mythos Academy nichts verloren zu haben, erkennt Gwen bald, dass sie viel stärker ist als gedacht und all ihre Fähigkeiten brauchen wird, um gegen einen übermächtigen Feind zu bestehen.
Quelle: piper.de

Meinung:

"»Ich kenne dein Geheimnis.«
Daphne Cruz schob ihr Gesicht näher an den Spiegel über dem Waschbecken und trug eine weitere Schicht hellen Lipgloss auf. Sie ignorierte mich demonstrativ, wie es alle hübschen, beliebten Mädchen taten."


Das Cover finde ich jetzt nicht so berauschend, es ist ganz ok, aber mehr auch nicht. Darauf sind nämlich nur zwei Augen zu sehen, der Rest des Gesichts geht in Rauch und Weiß unter, wobei ich nicht weiß, wieso gerade alles weiß sein muss, selbst die Haare. Vielleicht weil Gwen mit Nachnamen Frost heißt? Es ist also ein sehr schlichtes und einfaches Cover, welches man aber ausbauen könnte. Die blauen Rauchfäden ganz unten gefallen mit allerdings ganz gut.

Der Schreibstil der Autorin ist einfach und nicht sehr anspruchsvoll. Das Buch ist aus SIcht von Gwen geschrieben, allerdings gibt es hier sehr viele unnötige Gedankengänge, die man, wenn man sie schon einbauen muss, besser und spannender hätte schreiben können. Der Satzbau und auch die Wortwahl sind einfach gehalten, dadurch kommt man schnell voran.

Zu Beginn lernen wir hier Gwen Frost kenne, sie geht auf die Mythos Academy, da sie eine Gyspy ist und dort ihre Gabe erlenen soll. Als sie in der Bibliothek arbeitet wird ein Mädchen, Jasmin ermordert und es scheint keinen richtig zu kümmern. Gwen möchte also mit Hilfe ihrer Gabe herausfinden, was passiert ist und gerät in einen uralten Krieg.

Hört sich doch spannend an, oder? Dachte ich auch, aber das Buch war durchzogen von Klischees und es war alles total vorhersehbar. Ich habe es zusammen mit Ney gelesen. Ich habe mit schon schwer getan überhaupt in die Geschichte zu finden, denn Gwen war mir zuerst richtig unsympathisch. Sie wirkte wie der Typ Mädchen, denen alles egal ist und die ihr Ding durchziehen, dabei aber auch noch sehr arrogant sind. Dann war auch schon von vorn herein klar, dass sie etwas besonderes ist, denn Außenseiten sind ja immer was besonderes. Wobei wir schon das erste Klischee hätten. Und dann läuft sie auch noch in einen Jungen, lässt ihr Zeug fallen und er hilft ihr dabei es einzusammeln. Klischee ahoi, aber wie sollte es anders sein ist er der geheimnisvolle Junge, der jedes Mädchen um den Finger wickelt, vor dem sich aber auch alle irgendwie fürchten (wie funktioniert dann das mit den Mädchen?) und der nichts von sich preis gibt. Ab der ersten Erwähnung von diesem Jungen war klar, dass die beiden sicher zusammen kommen. Das muss nicht in Band eins sein, auch nicht in Band zwei oder drei, vielleicht erst in Band sechs, aber es passiert sicher. Dann gibt es aber auch noch das taffe und beliebte Mädchen, dass sich als gar nicht so dumm herausstellt, wie man denkt und die dem Außenseiter dann hilft. hust Klischee *hust.

Ok, genug Sarkasmus, das könnte wirklich jedes x-beliebige andere Jugendbuch sein, denn im Moment wird man von solchen Stories ja überschüttet. Die Idee, dass alle auf Mythos von Vikingern, Göttern, Spartanern und sonstigen Helden abstammen fand ich ziemlich cool und ich habe gehofft, dass man mehr über diese erfährt. Leider bleiben wir hier auch bei den nordischen Göttern und erfahren nur mehr über Loki und den Chaoskrieg. Die einzelenne Gruppen haben aber gewisse Merkmale und jeder läuft mit einer Waffe herum. Gwen nicht, die sie fühlt sich nicht so, als wäre sie etwas besonderes, daher passt sie auch beim Waffentraining nie wirklich auf. Als sie dann begann den Mord an Jasmine zu untersuchen, kam ich mir wie in einem schlechten Krimi vor, denn sie hatte keine Ahnung, wo sie beginnen soll und stolpert auch nur über Hinweise, mehr als dass sie sie findet.

Doch irgendwie war es dann auch spannend zu lesen, wie alles zusammen hängt. Klar war das meiste davon schon vorher klar, aber es zu lesen ist nochmal was ganz anderes. Es gab einen Kampf, wobei ich mich fragte, woher sie plötzlich kämpfen kann, wenn sie doch immer behauptet, dass sie beim Training nicht aufpasst. Helden können aber immer alles. Logisch. Zwischendruch gab es aber Szenen, die sich enfach nur gezogen haben, ich wollte schon Kapitel überspringen, hab mich dann aber zusammen gerissen und alles gelesen. Das Ende war aber das schlimmste vom Buch, ich musste mich richtig zwingen, dass ich die letzten 20 Seiten noch lesen, da sowieso nichts SPannendes mehr passieren konnte und es mich auch nicht interessierte.

Zu diesen langweiligen Szenen kamen dann auch noch so viele Überlegungen von Gwen selbst, die es nicht gebraucht hätte, das Buch war manchmal wirklich einschläfernd. Durch die Vorhersehbarkeit war es auch nicht sonderlich spannend. Nehmen wir denn Ball her, zuerst überlegt sie einemal, ob sie überhaupt hingehen soll, aber natürlich geht sie hin und natürlich trifft sie ihren Schwarm da und natürlich ist der mit einer anderen dort, was wieder zu unnötigen Gedanken und Gelaber führt, das für mich zu viel war. Dies alles trug nichts zur richtigen Geschichte bei und ich empfand es einfach nur als störend. Was mich noch störte war, dass Gwen ungefähr in jedem zweiten Satz erwähnte, dass ihre Mutter tot ist und sie keine Freunde hat. Mädchen, jeder Leser hat das nach den ersten 50 Erwähnungen verstanden.

Ich war richtig froh, als ich fertig war mit dem Buch, ich habe noch den zweiten Teil hier stehen und werde den auch lesen, aber ob ich danach weiter lese wage ich einmal zu bezweifeln. Außer Band zwei haut mich total um. Ich glaube das wird aber nichts mehr, oder wie Danny Glover in Lethal Weapon sagte: "Ich bin zu alt für diesen Scheiß".

Fazit:

Ein Buch, das eine gute Grundidee hat, das sich aber so vielen Klischees bedient, dass es für mich nicht mehr unterhaltsam war. Ich vergebe daher 2 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 08.08.2017

The Score

The Score – Mitten ins Herz
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Inhalt:

Allie Hayes steckt in einer Krise. Sie hat keinen Plan für die Zukunft und außerdem ein gebrochenes Herz. Zügelloser Sex ist sicher nicht die Lösung ...

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Inhalt:

Allie Hayes steckt in einer Krise. Sie hat keinen Plan für die Zukunft und außerdem ein gebrochenes Herz. Zügelloser Sex ist sicher nicht die Lösung ihrer Probleme, aber dem unglaublichen Hockeystar Dean Di Laurentis kann sie – zumindest in dieser Nacht – nicht widerstehen. Dean dagegen bekommt immer, was er will. Deshalb kann er es auch nicht fassen, dass Allie nach ihrer gemeinsamen Nacht nichts mehr von ihm wissen will. Dean findet, Allie muss um jeden Preis erobert werden. Aber weiß er wirklich, worauf er sich da einlässt?
Quelle: piper.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

"Als ich am Freitagabend das Fitnesscenter auf dem Campusgelände verlasse, befinden sich auf meinem Handy sechs Textnachrichten."

Das Cover gefällt mir, wie bei den beiden ersten Bänden, auch sehr gut, es strahlt schon aus, dass es sich hier um eine superschöne Liebesgeschichte handelt. Darauf zu sehen sind Allie und Dean, zum Glück ohne Gesichter, die kurz davor sind, sich zu küssen. Das Motiv gefällt mir unheimlich gut und es ist nach Band eins bis jetzt mein Lieblingscover. Es passt auch wieder gut zur Geschichte, da es sich wieder um eine Romanze handelt.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt angenehm. Sie schreibt abwechselnd aus der Sicht von Dean und Allie und dadurch lernt man beide Charaktere besser kennen. Ihre Wortwahl und auch ihr Satzbau sind immer gut gewählt und nicht zu kompliziert, allerdings kommt mir persönlich zu oft das Wort "Pussy" oder "Baby" vor, ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass im echten Leben jemand so redet.

Zu Beginn lernen wir hier Allie kennen, sie studiert Schauspiel und hat sich erst kürzlich von ihrem Freund Sean getrennt. Daher muss sie auch bei Dean schlafen, damit er nicht unangemeldet bei ihr auftaucht. Die beiden haben Spaß, reichlich Alkohol fließt und sie landen im Bett. Allie wollte das nicht, da sie nicht für unverbindliche Beziehungen gemacht ist, aber vielleicht funktioniert es ja mit Dean, dem Frauenheld.

Ich habe die ersten beiden Teile der Reihe geliebt und daher musste ich auch den dritten Band lesen. Dean ist der Frauenheld der Gruppe und verpflichtete sich nicht gerne, daher gibt es nur unverbindlichen Sex bei ihm. Ich habe mich also gefragt, wie das Buch daher aussehen könnte und wurde nicht enttäuscht. Allie ist das genaue Gegenteil von Dean, sie ist ein Beziehungsmensch und kann mit unverbindlichen Sex nicht viel anfangen. Nachdem die beiden aber miteinander schlafen, bekommt sie Dean nicht mehr aus dem Kopf und auch er möchte noch einmal mit ihr schlafen.

Der Einstieg passiert hier wieder recht flott, man kennt die Charaktere bereits aus den ersten beiden Büchern, somit bedarf es nicht mehr vielen Erklärungen. Auch der erste Sex ist schnell da und dann geht es auch schon weiter. In diesem Buch ist dies sowieso ein größeres Thema, als in den anderen. Es gibt hier, meiner Meinung nach, viel mehr Sex als in den ersten beiden Bänden, was mich persönlich nicht stört. Meist waren die Szenen immer realistisch, auch was das Drumherum anging, ich hatte nie das Gefühl, dass hier irgendwas erzwungen gewesen wäre. Hier gab es dann aber auch einfühlsame und schöne Szenen, man merkte im Lauf der Geschichte, dass die beiden Gefühle für einander entwickeln. So etwas gefällt mir sehr gut, wenn die Liebe nicht ab der ersten Seite da ist, sondern sich langsam entwickelt.

Es gab eine Szene, die ich nie mehr vergessen werde. Ich sage nur: Dean - Badewanne - Vibrator. Ich saß also allein in meinem Zimmer, hab gelesen und musste wegen dieser Stelle einfach so lachen! Es gab noch einige andere Stellen, die richtig witzig waren, aber diese hat mir am besten gefallen. Man sieht also, dass das Buch nicht nur Sex, sondern auch Witz und viel Charme hat. Vor allem Dean kann nicht oft ernst sein, er stellt sich öfter mal dumm hin, was dann wieder zu witzigen Dialogen führt.

Was mir auch sehr gefallen hat ist, dass es hier keine dunklen Geheimnisse gibt, so wie es in allen anderen Büchern vorkommt. So in der Art, dass zu Beginn etwas erwähnt wird, was den Charakter belastet, und diese Sache erst am Ende aufgedeckt wird. Das gabs in diesem Buch nicht, und es hat auch nicht gefehlt, es war gut so, wie es war. Aber ein wenig Drama darf nicht fehlen, dieses kam aber erst recht spät, erst auf den letzten 70 Seiten. Und das hat mich dann wirklich umgehauen. Das Ende war aber wieder toll geschrieben, wie auch schon bei den anderen Teilen und hat wieder einen Hinweis für den nächsten Teil enthalten, in welchem es um Tucker gehen wird.

Die Autorin hat mich mit ihrer tollen Schreibart und ihren Geschichten sofort in den Bann gezogen, sie gibt jedem einen guten Hintergrund und eine Tiefe, die oftmals bei anderen Büchern fehlt. Selbst Dean, den man sich als nicht sehr einfühlsam vorstellt, verwandelt sie in einen Mädchenschwarm, und das nicht nur wegen seines Aussehens. Wer alle Bücher gelesen hat weiß, dass es quer durch die Bank alle möglichen Charaktere gibt, Mauerblümchen, Frauenhelden, liebe Typen, unscheinbare Helden, einfach alles und genau das mag ich so an diesen Büchern. Es hebt sich einfach von den anderen NA Büchern ab.

Fazit:

Wieder ein toller Teil der Reihe, der mich wieder richtig begeistern konnte, vor allem durch die gute Liebesgeschichte und die witzigen Szenen. Ich vergebe wieder 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 07.08.2017

Als das Leben mich aufgab

Als das Leben mich aufgab
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Inhalt:

Keine Ahnung, wie ich gestorben bin oder wie ich heiße, aber ich nenne mich Mai – ja, richtig, wie der Monat. Im Jenseits wollten sie mich nicht ...

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Inhalt:

Keine Ahnung, wie ich gestorben bin oder wie ich heiße, aber ich nenne mich Mai – ja, richtig, wie der Monat. Im Jenseits wollten sie mich nicht haben. Zu viele unerledigte Dinge, haben sie gesagt. Darum stehe ich jetzt hier mit einer Handvoll Briefe an Menschen, an die ich mich nicht mehr erinnern kann. Doch möchte ich das überhaupt? Möchte ich meine Vergangenheit wiedererwecken? Wissen, wer ich war, wen ich liebte und wie ich starb? Eigentlich nicht und doch wird diese Reise mir im Tod mehr über das Leben lehren, als es das Leben selbst je gekonnt hat.

Mit ihrer sehr intensiven und einfühlsamen Betrachtung des Todes öffnet Autorin Ney Sceatcher ihren Lesern die Augen für die wesentlichen Dinge des Lebens.
Quelle: zeilengold-verlag.de

Meinung:

"Wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich bald sterben würde, hätte ich gelacht."

Das Cover sieht wirklich toll aus, es strahlt irgendwie schon etwas sehr Trauiges aus und vermittelt daher auch gut die Stimmung in dem Buch. Da ich ein großer Fan von Blau bin, hat es mir auch daher schon sehr gut gefallen. Durch die Federn und die Vögel bekommt das Cover nochmal einen anderen Touch.

Der Schreibstil der Autorin ist hier meist verträumt und einfach, es wird aber auch sehr tiefgründig geschrieben (wenn ihr versteht, was ich meine) und die Gefühle, welche sie vermitteln wollte, kommen toll beim Leser an. Der Satzbau und auch die Wortwahl sind nicht sehr anspruchsvoll, daher kommt man sehr schnell voran und auch die manchmal humorvollen Szenen, aber auch durch viele nachdenkliche Szenen, möchte man immer weiter lesen. Geschrieben ist das Buch aus der Perspektive von Mai.

Zu Beginn lernen wir Mai kenne, sie sitzt im Warteraum des Himmels, doch kann anscheinend ihr irdisches Leben noch nicht loslassen. Daher wird sie mit ein paar Briefen zurückgeschickt und muss diese Leute aus ihrem früheren Leben ausfindig machen und ihnen diese Briefe geben, erst dann kann sie weiterziehen. Durch Naoma bekommt sie auf der Erde dann noch unverhoffte Hilfe.

Ney hat mir ihr Buch schon vor ein paar Wochen geschickt, warum ich es erst jetzt gelesen habe, weiß ich auch nicht so recht. Ich setzte mich also am Abend hin und wollte nur mal den Prolog lesen, zack, waren schon 80 Seiten gelesen, das Buch konnte mich also sofort fesseln. Normalerweise lese ich Fantasy, ein solches Buch gehört eher weniger zu denen, die ich mir aussuchen würde, aber das es von Ney ist, musste es gelesen werden.

Ich wusste nicht so recht, was ich von der Idee halten sollte, daher habe ich es einfach auf mich zukommen lassen. Mai mochte ich ab der ersten Seite, da sie wie ein Mauerblümchen, aber auch wie ein starkes Mädchen wirkt, hier gibt es also eine sehr gute Mischung. Gespannt wartete ich darauf, dass sie endlich auf die Erde kam, um ihre Briefe zu verteilen, das stellte ich mir ohne Erinnerungen etwas schwierig vor, aber gleich zu Beginn begegnet sie einem Mädchen, welches ihr im Lauf der Geschichte noch helfen wird. Was ich besonders witzig fand, auch wenn andere Leute sie darauf angesprochen haben, war, dass Mai im gesamten Buch ohne Schuhe ihre Aufgabe verrichtet. Sie ist ja tot und fühlt nichts mehr, aber hier musste ich dann doch sehr oft schmunzeln.

"Als das Leben mich aufgab, war ich 16 Jahre alt und trug keine Schuhe."

Es war sehr schön zu lesen, wie Mai alle Leute, denen die Briefe gehörten, fand und wie diese reagierten. Bei manchen dauerte es länger und bei manchen ging es ziemlich flott, dass sie die Briefe bekamen. Wer so neugierig wie ich ist, will natürlich wissen, was denn nun in diesen Briefen steht. Auch das erfährt man als Leser, man bekommt alle Briefe zu lesen und die waren wirklich toll geschrieben, ich spürte richtig, wie sich Mai beim Schreiben gefühlt haben muss. Aber es geht nicht nur um die Briefe, es geht auch um Lektionen, welche Mai im Laufe der Geschichte lernt, Lektionen über das Leben. Dadurch, dass sie einige ihrer früheren Freunde wieder trifft, wird ihr einiges klar und sie denkt sehr viel über das Leben nach. Diese Stellen regen wirklich zum Nachdenken an, da es jeden von uns betrifft. Daher rate ich, dass man das Buch nur liest, wenn man nicht gerade in einem Tief ist, sonst zerstört das Buch einen emotional.

Nach einige Zeit kam dann auch der mysteriöse Raven dazu. Man erfährt hier sehr wenig über ihn und auch wirkte es nicht so, als würde er eine wichtige Rolle in dem Buch spielen (Ney hat mir aber verraten, dass es noch mehr von ihm geben wird top secret). Ich konnte ihn nie einschätzen und habe auch keine wirkliche Verbindung zu diesem Charakter aufbauen könne. Dafür aber mochte ich Naoma umso lieber, sie ist sehr wiff und hilft Mai wirklich so gut es geht, das fand ich wirklich süß. Hier spielt also auch das Thema Freundschaft eine zentrale Rolle, denn Mai und Naoma verbringen sehr viel Zeit zusammen und näher sich daher an.

Das Ende war dann auch wunderschön und ich musste fast weinen. (Nein Ney, du hast mich nicht zum Weinen gebracht) Das Buch hätte für mich ruhig noch länger sein können, als diese 200 Seiten, denn es hat mich sehr berührt und mir gezeigt, auf was es im Leben ankommt.

Dann gibt es noch die Gestaltung des Buches, auf die ich hinweisen möchte. Es sind einige sehr schöne Illustrationen enthalten und bei jeden Kapitel (welche hier Lektionen heißen) gibt es eine Lektion am Anfang. Eine solche ist z.B.:

"Du wirst dich nicht an dein ganzes Leben erinnern können. Also behalte all die schönen Gedanken und vergiss, was dich innerlich zerbrechen lässt."

Stellt euch die Arbeit vor, 43 solcher, wirklich guten, Lektionen zu schreiben und so schön zu formulieren! Da bewundere ich Ney wirklich sehr dafür, denn sie hat einen ausgezeichneten Job gemacht. Die Lektionen haben mir fast am besten gefallen, da diese gut durchdacht und wirklich schön geschrieben waren.

Fazit:

Das Buch hat mich sehr berührt, ich hätte das niemals erwartet, Ney hätte das niemals erwartet, das Universum hätte das niemals erwartet, aber so war es. Es war einfach wunderschön zu lesen, daher vergebe ich volle 5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 06.08.2017

Tränen der Göttin

Tränen der Göttin - Erwacht
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Inhalt:

Dass dieser Tag kommen würde, stand für Káyra immer fest. aber so? Mitten in der Nacht wird sie von Semar, einem Priester, entführt und auf die Festung Lýdris verschleppt. Dort soll Semar sie ...

Inhalt:

Dass dieser Tag kommen würde, stand für Káyra immer fest. aber so? Mitten in der Nacht wird sie von Semar, einem Priester, entführt und auf die Festung Lýdris verschleppt. Dort soll Semar sie auf ihre Aufgabe als Auserwählte der Heiligen Göttin vorbereiten. Was diese beinhaltet, vermag Káyra jedoch keiner zu sagen. Eines aber ist gewiss – ihr Überleben ist nicht eingeplant.
Quelle: zeilengold-verlag.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

„Der Regen der auf Semar niederprasselte, kümmerte ihn nicht. Die Kapuze seines Umhangs verhüllte sein Gesicht und er spürte, wie das Wasser den Stoff beschwerte.“

Das Cover ist einfach getroffen, es passt zum Inhalt und sieht genauso magisch aus. Darauf zu sehen ist Káyra, was an ihren zwei verschiedenfarbigen Augen erkennt. Darunter steht noch ein Baum, welcher, soweit ich mich recht erinnere, auch in dem Buch vorkommt. Alles in allem ein sehr schönes Cover, das noch nicht allzu viel verrät aber dennoch gut passt.

Der Schreibstil ist ganz gut, könnte meiner Meinung nach aber noch ausgebaut werden. Es gab für mich immer wieder Stellen, an denen ich abdriftete, einfach weil es mir so vorkam, als hätte ich das bereits gelesen. Der Satzbau allerdings war angenehm und auch die Wortwahl angemessen. Manche Dialoge könnten noch ausgebaut werden, aber alles in allem war der Schreibstil gut. Das Buch ist in der allgemeinen Erzählperspektive, was mich hier gestört hat, da es in einem Satz um Káyra ging und im nächsten um Semar, das hat mich verwirrt und hier sollte es eine klare Trennung, etwa durch Absätze oder neue Kapitel geben.

Zu Beginn lernen wir hier Káyra kenne, die von Semar entführt wird und Lýdris gebracht wird, um ihre Ausbildung zu beginnen, die sie ist von der Göttin auserwählt. SIe muss das Böse aufhalten, doch jede Auserwählte ist bis jetzt gestorben.

Dieses Buch ist die erste Episode einer neuen Serie, dies ist momentan im Trend und soviel ich weiß, wird es von „Tränen der Göttin“ vier Teile geben, welche nur als eBook erscheinen, und danach als Sammelband in Buchform. Ich habe mich schon auf dieses Buch gefreut, da ich Epsioden nicht so schlimm finde und sie schön für Zwischendurch sind. Man wird sofort in das Geschehen geworfen, es ist keine Zeit für lange Erklärungen und ich war sofort gefesselt, da es so viel neues in dieser Welt zu entdecken gab. Semar war mir sofort sympathisch, er strahlt so viel Gutes aus und auch alle Szenen mit ihm haben mich sofort fröhlich gemacht.

Die Welt an sich war für mich nicht ganz durchsichtig, hier wäre eine Karte für mich gut gewesen, denn so konnte ich mir vieles nicht vorstellen. Auch von den Charakteren hätte ich mehr Tiefgang erwartet, ich hoffe, dass sich das in den nächsten Episoden noch bessern wird. Die Grundidee allerdings gefällt mir sehr gut, auch dass es bereits vor Káyra Auserwählte gab hat mir gefallen. Um diese spinnen sich einige Geschichten, welche auch in dem Buch erläutert werden, diese waren mir aber lieblos hingeschrieben, hier kann sich die Autorin meiner Meinung nach definitiv noch verbessern. SPannend waren sie auf jeden Fall, zu hören, wie dieses Auserwählten entstanden sind und warum war meine liebste STelle in dem Buch.

Natürlich gibt es aber auch einen Charakter, den man nicht mögen kann. Dies ist hier Cayem, dem Semar angeblich seinen Platz als Priester genommen hat. Er ist wirklich interessant, da er aus der Wolke der Charaktere heraus sticht, einfach, weil er anders ist. Ich hoffe noch viel von ihm lesen zu können und freue mich schon auf die Kapitel mit ihm. Seine Geschichte ist ebenfalls interessant und doch mag ich ihn nicht, er hat einfach so etwas an sich, dies ist von der Autorin sicherlich gewollt. Dieser Charakter hat sehr viel Potential und ich hoffe, dass dies auch ausgeschöpft wird.

Das Ende war, wie für Episoden üblich, offen und spannend, wie bei einer Fernsehserie eben. Ich freue mich schon auf Episode zwei und hoffe, dass sich alles noch weiter entwickelt.

Fazit:

Allgemein ein solider Beginn einer neuen Buch-Serie, der für mich allerdings noch ausbaufähig ist. Ich vergebe solide 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 06.08.2017

Ein Thron aus Knochen und Schatten

Ein Thron aus Knochen und Schatten
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Inhalt:

»Sie war die Hexenkönigin, die gekommen war, um erneut ihren Thron aus Knochen und Schatten zu besteigen.«

Alisons schonungslose Ausbildung schreitet ...

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Inhalt:

»Sie war die Hexenkönigin, die gekommen war, um erneut ihren Thron aus Knochen und Schatten zu besteigen.«

Alisons schonungslose Ausbildung schreitet weiter voran, obwohl sie und Dorians königliches Gefolge das Lager im Reich der Kaskaden verlassen müssen.

Während sie versucht, die aufsteigenden Gefühle für ihren Trainer tief in sich zu vergraben und ihrer neuen Rolle als Anführerin gerecht zu werden, schmieden sowohl Dämonen als auch Menschen Pläne, die die Welt für immer verändern könnten. Alison muss sich endgültig entscheiden, auf welcher Seite sie steht. Die der Dämonen oder die der Menschen?
Quelle: drachenmond.de

Meinung:

"Tante Lucy hielt inne, hob ihr wettergegerbtes Gesicht gen Nachthimmel und wartete auf etwas, das mir noch verborgen bliebt."

Das Cover ist wieder einmal super gestaltet. Ich schätze, dass die Frau darauf Morrigan sein soll, bin mir hier aber nicht sicher. Trotzdem passt es zum ersten Teil und strahlt etwas ganz Düsteres aus. Durch die Kleinigkeiten, welche eingearbeitet wurden, wirkt es gleich noch besser. Man sieht dem Buch an, das es Fantasy ist und das gefällt mir persönlich sehr gut.

Der Schreibstil von Laura Labas ist wieder einmal herausstehend gut. In dem Buch wechseln sich die Sichtweisen immer ab, wenn man aus Alys Sicht liest, schreibt die Autorin in der Ich-Form, ansonsten in der Er-Form. Es werden sehr viele Stilmittel verwendet, meist Metaphern, dies mag ich persönlich sehr gerne und hier werden diese auch gut eingesetzt. Der Satzbau sowie auch die Wortwahl sind nicht zu kompliziert, daher kommt man schön voran.

Zu Beginn sind wir wieder bei Aly, die noch immer bei den Dämonen ist und dort ihre Ausbildung absolviert. Nebenbei lernen wir auch mehr über Evan und über seine Geschichte nach dem Ausbruch. Aly und Garteh kommen sich ebenfalls näher, sowie die entscheidende Mission näher rückt.

Es ist schon länger her, dass ich den ersten Band gelesen habe und ich musste mir meine Rezension von Band eins nochmal durchlesen, um wieder zu wissen, was ungefähr passierte. Darum habe ich mir auch beim Einstieg etwas schwer getan, was aber nicht an dem Buch lag! Es ging einfach super spannend weiter und am meisten habe ich mich natürlich auf Aly und Gareth gefreut, ich wollte so unbedingt, dass sie zusammen kommen und habe daher jeder Szene von ihnen entgegen gefiebert.

In diesem Band gibt es, zumindest kommt es mir so vor, mehr Sichtwechsel, als im ersten Band. Ich muss gestehen, dass ich irgendwann die Kapitel von Evan am liebsten gelesen habe, habe aber auch keine Ahnung warum. Seine Geschichte, wie es mit ihm und Crystal nach der FLucht weiter ging, hat mich einfach sehr interessiert und es gab hier immer wieder Wendungen und spannende Stellen. Es gab aber auch Kapitel von der Seherin Cleo und von der Hexe Morrigan. Zuerst war ich verwirrt, wer denn diese beiden sind, aber mit der Zeit wurde alles klarer und die Informationen, welche man in den einzelnen Kapiteln erhält, haben sich zu einem gesamten Bild zusammen gesetzt. Daher wusste ich auch bis zum Ende nicht, wer denn nun dieser Colin ist und was er mit der ganzen Geschichte zu tun hat, denn recht bald zu Beginn gibt es ein Kapitel aus seiner Sicht. Das hat mich da wenig interessiert und ich habe ihn fast vergessen, aber bei der Autorin darf man nichts vergessen und immer in Hinterkopf behalten, dass jeder wichtig ist.

Die meisten Kapitel handelten natürlich von Aly und ihrem Training. Mittlerweile hat sie sich ja schon mit ein paar anderen Jägern angefreundet und dieser Kreis wird in diesem Band noch mehr ausgebaut und Aly versteht endlich, wie wichtig Freunde sind. Hier bekommen wir auch sehr viel von Noah und Gareth zu lesen, wobei Noah mich meistens einfach nur nervte. Ich mochte ihn im ersten Band richtig gern, aber hier hat er sich oftmals so richtig dumm verhalten, dass ich ihn einfach schlagen wollte. So schnell kanns gehen. Dahingegen mochte ich Gareth aber lieber, durch ein Kapitel aus seiner Sicht bekommt man auch endlich Einsicht in ihn und ab da zählte er wirklich zu meinen Lieblingen. Zwischen Gareth und Aly gab es auch wieder sehr viele witzige Szenen, aber sie kamen sich auch endlich näher.

Durch den Mix von Spannung, Witz und auch Intrigen hat es Laura Labas hier wieder geschafft mich vollkommen zu fesseln. Ich wollte immer wissen, was denn nun als nächstes passiert und konnte ein paar Dinge gar nicht glauben. Es gibt hier aber etwas Romantik, mit dem hätte ich schon gar nicht gerechnet! Zwischendurch gab es schon mal Passagen, die nicht so spannend waren, oder bei denen nur geredet wurde und nichts passierte, dennoch gingen diese auch sehr schnell vorbei. Ich weiß gar nicht, warum ich so lange für das Buch gebraucht habe, die letzten 100 Seiten habe ich aber an einem Tag gelesen. Das Buch hatte wirklich alles, was Fantasy braucht! Es wurde auch die Spaltung zwischen Königs- und Schattendämonen verdeutlicht, welche in Band eins noch nichts so sehr hervorgetreten ist.

Das Ende war, wie sollte es anders sein, richtig gemein! Der erste Band hatte auch einen Cliffhanger, allerdings war dieser nicht so böse wie dieser. Ich habe gelesen und die Seiten wurden weniger und dann war das Ende da und ich konnte nicht glauben, was die Autorin ihren Lesern da antut. Ich brauche Band drei!

Fazit:

Für mich ist dieser Band nochmal besser als der erste, er konnte mich richtig überzeugen. Es gib tolle Fantasy-Elemente, die mit dem Rest des Buches super harmonieren, daher vergebe ich für diesen Band 5 von 5 Sterne.