Rezension: Cross the Line von Simone Soltani
Cross the Line – Auf der Rennstrecke kämpft er um den Sieg, im Leben um ihr HerzNach meiner Begeisterung für Drive me Crazy von Carly Robin war ich total gespannt auf Cross the Line. Formel 1, verbotene Liebe und ein gefallener Star – das klang nach der perfekten Mischung. Doch obwohl ...
Nach meiner Begeisterung für Drive me Crazy von Carly Robin war ich total gespannt auf Cross the Line. Formel 1, verbotene Liebe und ein gefallener Star – das klang nach der perfekten Mischung. Doch obwohl ich anfangs nicht ganz so warm mit dem Buch wurde, hat es mich am Ende doch positiv überrascht.
Inhalt
Cross the Line erzählt die Geschichte von Dev, einem talentierten Formel 1 Fahrer, dessen Karriere durch einen heftigen Skandal beinahe komplett zerstört wurde. Als seine zweite Chance zum Greifen nah ist, braucht er dringend ein besseres Image – und genau hier kommt Willow ins Spiel. Sie ist die Schwester seines besten Freundes und soll als seine neue Social Media Managerin sein Image retten. Was als berufliche Partnerschaft beginnt, wird schnell kompliziert: alte Wunden, verbotene Gefühle und das schnelle, gefährliche Leben auf und abseits der Rennstrecke lassen beide an ihre Grenzen stoßen.
Charaktere
Dev war für mich definitiv das Highlight des Buches. Er ist gebrochen, kämpft gegen seine Vergangenheit an und versucht, seinen Platz im Rennsport zurückzuerobern. Trotz seiner Fehler (und es sind einige) konnte ich nicht anders, als mit ihm mitzufiebern. Seine Entwicklung von dem gefallenen Star hin zu jemandem, der wieder an sich selbst glaubt, war berührend und authentisch.
Willow hingegen war für mich etwas schwieriger zu greifen. Sie ist tough, ehrgeizig und versucht, sich in einer männerdominierten Welt durchzusetzen – das mochte ich an ihr. Trotzdem blieb sie für mich oft blass, und ich konnte nicht immer nachvollziehen, warum sie so an Dev festhält. Ihre Dynamik miteinander war spürbar und die Chemie definitiv da, aber emotional hat mich Willow nicht so sehr abgeholt wie Dev.
Setting
Das Formel 1 Setting war für mich eine echte Überraschung – im positiven Sinne! Früher habe ich immer die Augen verdreht, wenn mein Vater Rennen geschaut hat, aber hier konnte ich das erste Mal verstehen, warum diese Welt so faszinierend ist. Simone Soltani beschreibt das Adrenalin, den Druck und die Atmosphäre rund um die Rennstrecken so lebendig, dass ich das Gefühl hatte, mit auf der Tribüne zu sitzen. Dazu kommen die verschiedenen Orte, die Devs Karriere ihn bereisen lässt – das gibt dem Buch eine spannende, internationale Note.
Schreibstil
Der Schreibstil von Simone Soltani ist angenehm und leicht zu lesen. Sie bringt die Emotionen gut rüber, auch wenn mich das Buch nicht von Anfang an gepackt hat. Ich habe es zwischendurch beiseitegelegt und später weitergelesen – und war dann doch überrascht, wie flüssig sich die Geschichte im zweiten Anlauf lesen ließ. Es ist kein Buch, das man in einem Atemzug durchsuchten muss, aber eins, das man gut für einen entspannten Leseabend genießen kann.
Fazit
Cross the Line ist für mich kein Highlight geworden, aber trotzdem ein solides, unterhaltsames Buch für zwischendurch. Dev als Charakter hat mich überzeugt, das Formel 1 Setting hat mich positiv überrascht, und die Dynamik zwischen ihm und Willow hatte definitiv ihre Momente. Auch wenn ich mit Willow nicht ganz warm wurde und das Buch nicht zu meinen Favoriten gehört, bin ich froh, es zu Ende gelesen zu haben.
Es ist eines dieser Bücher, das man gemütlich lesen kann, ohne großen Nervenkitzel, aber mit genug Gefühl, um einen schönen Leseabend zu haben. Und wer weiß – vielleicht sehe ich mir in Zukunft doch mal ein echtes Formel 1 Rennen an.
Empfehlung für alle, die Lust auf eine lockere Sport-Romance mit schnellem Flair und einem gefallenen Helden haben.