chaotisch, überraschend, spannend und schwarzhumorig
All the Other Mothers Hate MeSarah Harman legt mit "All the Other Mothers Hate Me" ihren Debütroman vor.
Florence ist anders als die anderen Mütter. Das ist nicht nur ihr selbst, sondern auch ihren Mitmenschen bewusst. Als plötzlich ...
Sarah Harman legt mit "All the Other Mothers Hate Me" ihren Debütroman vor.
Florence ist anders als die anderen Mütter. Das ist nicht nur ihr selbst, sondern auch ihren Mitmenschen bewusst. Als plötzlich der Mitschüler ihres Sohnes Dylan verschwindet, sieht sie sich völlig unerwartet Fragen gegenüber, die sie sich lieber niemals gestellt hätte. Doch stellen muss sie sich ihnen - ganz gegen ihre üblichen Gewohnheiten - wenn sie Dylan helfen möchte.
Selten habe ich mich mit einer Hauptfigur so wenig identifizieren können und ihre Handlungen trotzdem nachvollziehen können. Man muss Florence nicht mögen, um ihre Beweggründe - teils wider Willen - gutzuheißen. Ein Charakter der so absolut unperfekt ist und gerade deshalb so nahbar und authentisch. Lässt man sich trotz mancher nervigen und vermutlich auch unverständlichen Aktionen ganz auf die Handlung ein, so hält man nicht nur einen Roman, sondern stellenweise einen Krimi, ja sogar einen Thriller, in der Hand, der mit schwarzem Humor nicht geizt. Im Endeffekt treibt Florence bei allem nur eines an: die allumfängliche Liebe zu ihrem Sohn Dylan. Und der Lesende sieht sich der Frage gegenüber: wie weit würde man selbst gehen?
Mich hat der Roman nicht nur bezüglich der Hauptfigur, sondern auch mit seinen unvorhergesehenen Wendungen und tiefgründigen Episoden überrascht. Ein absolut lesenswertes Buch, das sicher zum Nachdenken anregt und dabei vor allem im letzten Drittel sehr spannend ist.