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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2025

Es hat mir so unglaublich gut gefallen!

Noch immer Zeit zu lieben
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Wann gefällt mir eigentlich ein Liebesroman so richtig gut? Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Natürlich spielen die transportierten Emotionen eine große Rolle. Aber ist das nicht die Mindestbasis ...

Wann gefällt mir eigentlich ein Liebesroman so richtig gut? Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Natürlich spielen die transportierten Emotionen eine große Rolle. Aber ist das nicht die Mindestbasis für einen Liebesroman, dass er es zumindest etwas knistern lässt? Um in Bildern zu sprechen: Es würde ja auch niemand sagen, dass es bei einem guten Butterbrot darauf ankommt, dass es Butter draufhat. Also muss da ja mehr sein. Bei mir jedenfalls kommt es am meisten auf die Authentizität an. Damit meine ich, dass mir sowohl der Fortgang der Handlung realistisch vorkommen muss und die Figuren so handeln, dass ich es als schlüssig empfinde. Das ist mein Nummer-Eins-Kriterium für einen perfekten Liebesroman. Diese Anforderung hat Heike Abidis Liebesroman Noch immer Zeit zu lieben ganz vorzüglich erfüllt!
Wir lernen Isabel in ihrer Wohnung kennen, kurz nachdem ihre Mutter nach schwerer Krankheit verstorben ist. Um sie aus dieser schweren Zeit herauszuholen, hat ihre beste Freundin und Agentin Olivia einen Auftrag in Schweden für sie an Land gezogen. Als Fotografin hat sich Isabel während der Pflege ihrer Mutter nur mit kleineren Aufträgen in der näheren Umgebung über Wasser gehalten. Ein Tapetenwechsel ist also gar nicht schlecht. Wäre es nur nicht ein Hotel in Schweden, für das Isabel ein Fotokonzept entwerfen und umsetzen soll. Denn Isabel hat vor einem halben Leben ihre große Liebe in Schweden bei einem Badeunfall verloren und versucht seitdem irgendwie damit zurecht zu kommen. Trotzdem lässt sie sich darauf ein und merkt in Schweden schnell selbst, wie sehr sie dieser Auftrag und der Aufenthalt in Stockholm verändert. Nicht nur die Ablenkung tut ihr gut, sondern es erwachen auch Gefühle in ihr, die sie lange nicht mehr erlebt hat. Denn Juniorchef Lennart gefällt ihr ziemlich gut. Sie verbringen viel Zeit miteinander, es knistert gewaltig und dann tut sich ein neues Detail aus ihrer Vergangenheit auf, das alles verändert.
Ich mag Isabel. Sie ist so sympathisch und ich kann sie so gut verstehen. Sie hat den Tod ihrer Mutter zu verarbeiten und dass ihr Verlobter vor 25 Jahren tragisch verstorben ist, strahlt auf ihr ganzes Leben aus. Dennoch nimmt sie den Auftrag an und lässt sich von ihrer Freundin helfen. Das zeigt Kampfgeist und dass Isabel bereit ist, etwas zu tun, damit es ihr bessergeht. Auch wie sie damit umgeht, als sie merkt, dass sie sich zu Lennart hingezogen fühlt, mochte ich sehr. Zwar gesteht sie es sich zuerst nicht ein, aber reflektiert genau zum richtigen Zeitpunkt und handelt für mich total logisch. Und zu Lennart kann ich einfach nur sagen: Er ist traumhaft. Er erobert nicht nur Isabel mit seinem Charme, Witz und seinen süßen Ideen, sondern uns Leser gleich mit. Für mich war es die perfekte Liebesgeschichte. Ich war ganz begeistert von den Figuren, der bildreichen Sprache, die mir einen wunderschönen Leseurlaub in Schweden beschert hat und von den wunderbar transportierten Emotionen, die sich für mich sehr echt angefühlt haben.
Ganz großes Liebesroman-Kino, das ich jedem empfehlen möchte, der sich einfach in eine wunderbare, echte Liebesgeschichte fallen lassen möchte!

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Spannend, aber nicht nervenaufreibend – perfekt für mich!

Prost, auf den Doktor
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Bisher war ich weder persönlich noch in Form eines Romans in Brunngries. Aber der Mordfall von Biker Sebastian Burgegger hat mich dorthin geführt und mich Kommissar Tischler kennenlernen lassen. Um letzteren ...

Bisher war ich weder persönlich noch in Form eines Romans in Brunngries. Aber der Mordfall von Biker Sebastian Burgegger hat mich dorthin geführt und mich Kommissar Tischler kennenlernen lassen. Um letzteren dreht sich diese Krimireihe, die auch problemlos unabhängig voneinander gelesen werden kann. Meinem Lesevergnügen hat das keinem Abbruch getan, ganz im Gegenteil.
Sebastian Burgegger, seines Zeichens Arzt, ist zu einem Bikertreffen auf der Sauwiese in Brunngries, wo er sich mit einem befreundeten Motorradclub aus Hamburg trifft. Doch so ganz Biker ist er dann doch nicht. Denn dem ungemütlichen Zelt als Nachtquartier zieht er ein kleines Hotel am Ortsrand vor. Er und sein Freund Heiko schleichen sich daher abends gemeinsam von der Gruppe weg, um ins Hotel zu gehen. Als Heiko seinen Freund jedoch am nächsten Morgen beim Frühstück vermisst, finden er und der Hotelbesitzer ihn tot in seinem Zimmer auf. Das ist ein Fall für Kommissar Tischler. Nun beginnt das Rätseln, wer es gewesen sein könnte, denn schließlich wusste ja kaum jemand von der Flucht ins Hotel. Doch das ist nicht das einzige Rätsel, was die Kommissare zu lösen haben. Es tun sich immer mehr Ungereimtheiten ins Burgeggers Leben, seinen Finanzen, seiner Praxis und seinem Freundeskreis auf.
Ich mag es nicht so blutig und erst recht mag ich keine Thriller-Elemente. Für mich war es daher ein rundum gelungener Krimi. Denn das, was mir bei diesem Genre wichtig ist, um gut unterhalten zu werden, ist die Spannung und das Mitraten. Ich mag es, wenn sich in jedem Kapitel neue Details ergeben und ich meine Theorie, wie es gewesen sein könnte, immer wieder anpassen muss. In diesem Fall habe ich mich gefühlt, wie der stille dritte Kommissar, der zuhause vom Sofa aus kräftig mitermittelt. Diese Art von Spannung mochte ich sehr und hat meine Neugier kräftig angeheizt.
Mir hat es sehr gut gefallen!

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Nichts belehrendes, bekehrendes, sondern eine ehrliche Perspektive zum Warum

Warum heute Christ*in sein?
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Wie begründet man, warum man gläubig ist. Das ist gerade in einer Zeit, in der sich viele Menschen vom Glauben abwenden, schwierig geworden. War es früher selbstverständlich zu glauben, hat sich das heute ...

Wie begründet man, warum man gläubig ist. Das ist gerade in einer Zeit, in der sich viele Menschen vom Glauben abwenden, schwierig geworden. War es früher selbstverständlich zu glauben, hat sich das heute geändert. Für meinen Geschmack muss das jeder für sich selbst entscheiden, ob er glauben möchte oder nicht. Ich mag es nicht, wenn mich jemand vom Gegenteil überzeugen will und genauso versuche ich nicht, jemandem zu meinem Glauben zu überreden. Und dennoch wird man manchmal in Gesprächen gefragt, warum man denn glaubt. Diese Frage, die von echtem Interesse zeugt, mag ich. Doch wie begründet man das. Und damit meine ich mehr als nur auszudrücken, dass es mir Kraft gibt. Da steht für mich noch mehr dahinter, was mir schwerfällt in Worte zu fassen. Deshalb habe ich mich für dieses Buch interessiert und für die Menschen, die darin zu Wort kommen. Wie begründen sie ihren Glauben und wie drücken sie das aus, was man eher fühlt als denkt.
Die Mischung an Persönlichkeiten, die hier zu Wort kommen, gefällt mir: Egal, ob jung oder alt, ob männlich oder weiblich, ob sehr prominent oder eher am Rande bekannt, ob kirchlich engagiert oder nicht. Sie alle finden kluge Worte, was es ihnen gibt, zu glauben. Auch dass sie dabei auf ihr Verhältnis zur Kirche eingehen, finde ich schlüssig. Denn Glaube und Kirche muss nicht zwingend zusammengehören, aber spricht man vom einem, kommt man meistens auch am anderen vorbei. Natürlich ist es bei den 22 Persönlichkeiten wie im echten Leben: Bei dem einen kann man mehr andocken, bei dem anderen weniger. Aber bei jedem kann ich nachvollziehen, was sie damit sagen möchten und die Abwechslung macht es aus. Besonders gut hat mir gefallen, dass es keine belehrenden Töne gibt, sondern einfach Schilderungen aus den persönlichen Perspektiven. Niemand will hier überreden oder bekehren. Das finde ich gut!
Dieses Buch ist definitiv kein Buch, was man in einem Zug verschlingt. Ich habe nach den Kapiteln Zeit gebraucht, um über die Impulse nachzudenken und zu überlegen, wie ich das sehe. Aber es hat mir interessante Perspektiven auf den Glauben geliefert, genau, wie ich es mir erhofft hatte.
Ich würde sogar so weit gehen, dass man dieses Buch allen Interessierten empfehlen kann. Denn ich könnte mir vorstellen, dass nicht nur gläubige Menschen sich für diese Perspektiven begeistern können, sondern auch Menschen, die selbst nicht glauben, darüber nachdenken, warum es andere tun.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Gesund essen leichtgemacht und lecker

Maria Lohmanns Säure-Basen-Kochbuch
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Dem Ziel sich gesünder zu ernähren schließt sich relativ schnell die Frage nach dem Wie an. Denn je nach Quelle gilt ganz unterschiedliches als Gut oder Schlecht. Mit diesem Kochbuch habe ich mich zunächst ...

Dem Ziel sich gesünder zu ernähren schließt sich relativ schnell die Frage nach dem Wie an. Denn je nach Quelle gilt ganz unterschiedliches als Gut oder Schlecht. Mit diesem Kochbuch habe ich mich zunächst für eine medizinische Sicht auf die Säuren und Basen in unserem Körper entschieden. Der Einstieg wurde mir schon dadurch erleichtert, dass ich die Basics nicht googeln musste, sondern diese in einem eigenen Kapitel mit den wichtigsten Fragen und Antworten vorangestellt werden.
Nach dem beschriebenen Einstieg kommen viele wertvolle Hinweise, die die Umsetzung so leicht wie möglich machen. Neben Tipps fürs Kochen und Essen, bekommen die Leser eine Einkaufs- und Vorratsliste, sowie einen Test zur Selbsteinschätzung und einen Säure-Basen-Wochenplan und vieles mehr. Besonders der Test hat mir gut gefallen. Er liefert nicht nur eine Einordnung für jeden selbst, sondern vermittelt durch die Fragen zusätzliches Wissen, was auf den Säurehaushalt einwirkt. Das hat mir das Thema nochmal nähergebracht.
Anschließend geht es an die Rezepte, die unterteilt sind in die Mahlzeiten: Frühstücke und Getränke, Kleinigkeiten, Hauptgerichte sowie Desserts und Kuchen. Man könnte nun meinen, wir bekämen nun eine Ansammlung an gesunden, aber faden Gerichten präsentiert, aber weit gefehlt. Denn hier kommen wirklich leckere Ideen, die ich u großen Teilen sofort nachkochen wollte. Die Anleitungen sind leicht verständlich beschrieben und einfach nach zu kochen. Besonders gut fand ich, dass mit einer Stern-Symbolik der Basenwert angegeben wird, die Zubereitungszeit sowie die Portionsgröße abgeschätzt wird und wir zudem auch den Brennwert inkl. Nährstoffen je Portion ablesen können.
Gesund essen leichtgemacht, das kann ich nur weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Grandios, bunt, lecker und für jeden was dabei

Hauptsache Salat
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Ich liebe Salate in allen Formen und Farben. Doch wer nicht alleine lebt und einen Partner hat, der die eigene Salatliebe nicht teilt, wird mein Problem verstehen. Ich muss ganz schön viel Tricksen, mit ...

Ich liebe Salate in allen Formen und Farben. Doch wer nicht alleine lebt und einen Partner hat, der die eigene Salatliebe nicht teilt, wird mein Problem verstehen. Ich muss ganz schön viel Tricksen, mit neuen Ideen locken und den Salat immer mal wieder anders machen, damit wird beide gerne Salat essen. Ich betrachte dieses Buch ab sofort als meinen ganz persönlichen Mitstreiter.
In diesem Buch werden wahnsinnig viele Salatkreationen präsentiert mit allen möglichen und bisher für unmöglich gehaltenen Zutaten. Dieses Buch verdient eher den Namen vollumfassende Sammlung an allen möglichen Salatrezepten als den einfachen Titel Kochbuch, denn das wird ihm nicht gerecht. Und obwohl die Rezepte, die nach Jahreszeiten angeordnet sind, alle sehr kreativ sind, sind die Anleitungen doch leicht verständlich und gut nach zu kochen. Darauf bekommt man auch direkt Lust, denn die Bilder, die es zu jedem Gericht gibt, sind wirklich sehr ansprechend. Zusätzlich dazu gibt es verschiedene Exkurse zu einzelne Gemüsesorten, ausgefallenen Rezepten und Tipps und Tricks, sodass man ebenso wissen zu den Rezepten aufbauen kann. Besonders gut haben mir die Einstiegsseiten mit Informationen zu verschiedenen Essigsorten und Ölen gefallen.
Die Kreationen haben mich richtig inspiriert und auch wenn ich mal eine Zutat nicht mochte, habe ich diese frei weggelassen oder ersetzt oder mir manchmal auch nur eine Dressing-Idee von den Salaten geklaut. Dieses Buch hat meine Salatliebe auf eine neue Stufe gehoben und hilft dabei, ihn immer wieder neu in unser Essen einzubauen.

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