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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.10.2022

Köln in den 650ger Jahren

Findelmädchen
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Endlich können Helag und ihr älterer Bruder Jürgen zurück in ihre Heimatstadt und zu dem verschollen geglaubten Vater zurückkehren, doch gerade für Helga wird es keine einfache Zeit.

Das junge Teenagermädel ...

Endlich können Helag und ihr älterer Bruder Jürgen zurück in ihre Heimatstadt und zu dem verschollen geglaubten Vater zurückkehren, doch gerade für Helga wird es keine einfache Zeit.

Das junge Teenagermädel möchte zu gerne aufs Gymnasium gehen, aber da ist ihr Vater strikt dagegen und stattdessen soll sie zur Haushaltsschule gehen. Dabei muss sie auch ein Praktikum in einem Waisenhaus absolvieren und ist entsetzt, wie mit den Kindern dort umgegangen wird. Besonders das Schicksal der kleinen Bärbel rührt sie und sie versucht ihr zu helfen. Doch leider wird sie dabei erwischt und so fliegt sie aus ihrem Praktikum. Auch wenn sich Helga nicht traut es ihrem Vater und Bruder zu sagen, sucht sie sich heimlich einen Job beim WDR.

Trotzdem findet Helga auch Freunde, die sie unterstützen und ihr in Notsituationen zur Seite stehen. Auch als Helga vergewaltigt wird und sie dadurch ungewollt schwanger wird, stehen ihr schließlich die Freunde bei.
Helga kämpft sich trotzaller Widrigkeiten zum Trotz durch und versucht ihren eigen Weg zu finden.

Lilly Bernstein legt mit "Findelmädchen" den 2. Teil nach "Trümmermädchen" vor. Man kann das Buch sehr gut ohne den 1. Teil lesen, denn ich kannte es nicht und habe mich gut in die Geschichte eingefunden. Es war für mich gut recherchiert und man bekommt ein recht guten Eindruck, wie schwer es für eine junge Frau in den 50ger Jahren gewesen ist, sich unabhängig eine eigene berufliche Zukunft aufzubauen.

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Veröffentlicht am 23.10.2022

Kleinstadtleben

Lake Paradise – Ein Zuhause für das Glück
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Lexi lebt in der Kleinstadt "Lake Paradise", wo sie eigentlich ihren Verlobten vor 2 Jahren heiraten wollte. Doch dieser starb kurz vor der Hochzeit bei einem Wanderunfall, was Lexi bis heute ...

Lexi lebt in der Kleinstadt "Lake Paradise", wo sie eigentlich ihren Verlobten vor 2 Jahren heiraten wollte. Doch dieser starb kurz vor der Hochzeit bei einem Wanderunfall, was Lexi bis heute nicht richtig verarbeitet hat.
Aus diesem Grund hält sie sich bis jetzt von den Männern fern, denn sie will zusätzlich nicht noch zum Thema der Dorfklatschtanten werden.
Dann trifft sie allerdings Aaron wieder, der eigentlich nur kurz zur Beerdigung seines Großvaters in seine Heimatstadt zurückkehrt. Die beiden kannten sich flüchtig aus der Schule, aber haben sich zwischenzeitlich aus den Augen verloren.

Beim alljährlichen Maisfestival treffen die beiden wieder aufeinander und es fängt tüchtig an zu knistern. Auch wenn Lexi noch Bedenken hat sich auf einen neuen Mann einlassen zu können, öffnet sie sich Aaron mehr und mehr.
Aber auch Aaron kämpft mit sich, denn er hat sich ein eigenes Leben in New York aufgebaut, was er nicht so schnell aufgeben will oder kann?

Manuel Inusa schafft einen romantischen und locker leichten Serienauftakt, der perfekt geeignet ist sich mit leckeren Tee und einer Decke gemütlich auf die Couch einzukuscheln.

Eigentlich habe ich mich gut unterhalten gefühlt, auch wenn mir das Ende nicht ganz so gut gefallen hat und es nicht so ganz zur Story passte. Aber es gibt ja im März 2023 und September 2023 noch 2 weitere Bände, wo die Geschichte weitergehen könnte.

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Veröffentlicht am 09.10.2022

Klaudia Wagners neuster Fall im Spreewald

Verlassen
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"Verlassen" von Christiane Dieckerhoff ist der mittlerweile 7. Fall um die Kommissarin Klaudia Wagner, die im Spreewald ermittelt. Dieses Mal dreht es sich um den Tod einer Mutter, die nach der Wende ihre ...

"Verlassen" von Christiane Dieckerhoff ist der mittlerweile 7. Fall um die Kommissarin Klaudia Wagner, die im Spreewald ermittelt. Dieses Mal dreht es sich um den Tod einer Mutter, die nach der Wende ihre 2 Kinder zurück ließ um im Westen neu anzufangen. Plötzlich taucht sie wieder in ihrer alten Heimat auf und sucht den Kontakt zu ihren beiden Kindern. Plötzlich verschwindet sie und wird kurz darauf tot aufgefunden. War es Mord oder Selbstmord bzw. ein Unfall gewesen? Klaudia Wagner und ihre Kollegen müssen tief in die Familiengeschichte eintauchen, um besonders die Verletzungen und das jetzige Verhalten der "Ost-" Kinder zu verstehen, denn die Tote hatte im Westen noch weitere 2 Kinder bekommen. Die Geschichte wird überwiegend in der Gegenwart erzählt, aber es werden auch immer wieder Rückblenden auf die Vergangenheit der beiden Kinder eingeflochten, so dass man die Vernachlässigung und das Verlassen werden durch die Mutter sehr gut nachvollziehen kann. Die beiden waren schon früh auf sich selbst gestellt gewesen und hatten auch nach der Flucht von der Mutter kein leichtes Leben gehabt. Aber reicht dies für so viel Hass aus, dass man Jahre später seine eigene Mutte umbringt oder war alles nur eine Verkettung unglücklicher Zufälle? Oder steckt doch etwas ganz anderes dahinter? Christiane Dieckerhoff hat wieder einen spannenden Fall vorgelegt, der sich leicht weglesen lässt. Dieses Mal steht weniger das Privatleben von Kommissarin Klaudia Wagner im Vordergrund, sondern es geht mehr um das gesamte Team, welche so einige Probleme und Personalengpass zu bewältigen hat. Auch wenn es mittlerweile der 7. Fall ist, kann man die Bücher getrennt voneinander lesen.. Ich kenne die ersten Fälle, aber zwischendrin fehlen mir einige Fälle, aber das stört das Verständnis des aktuellen Buches überhaupt nicht. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, und würde gerne weitere Fälle von ihr lesen. Daher muss ich mir auch bald die fehlenden Bücher noch besorgen.

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Veröffentlicht am 03.10.2022

Zwischen 3 Männern

Der schönste Zufall meines Lebens
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Eiegntlich will die junge Penny nur Mutter werden, doch bisher fehlt ihr der richtige Partner dazu. Zwar hat sie gedacht, dass ihr letzter Freund Franesco der richtige sein könnte, aber dann ...

Eiegntlich will die junge Penny nur Mutter werden, doch bisher fehlt ihr der richtige Partner dazu. Zwar hat sie gedacht, dass ihr letzter Freund Franesco der richtige sein könnte, aber dann soll sie Vertretungsweise das Pub ihres kranken Onkels in der Pampa übernehmen. Ehe sie Franesco fragen kann, ob er sie begleiten möchte, sieht sie ihn in einer verfänglichen Situation und geht alleine fort.

Dort lenkt sie nicht nur die Arbeit und ihr neues Team von ihrem Liebeskummer ab, sondern gleich 2 Männern buhlen um ihr Herz. Als dann doch noch Francesco auftaucht, da er eine neue berufliche Herausforderung sucht und Penny nicht vergessen kann, ist das Gefühlschaos perfekt.

Hinzu kommt, dass Penny sich entscheiden muss, ob sie dauerhaft in der Pampa leben möchte oder ob sie nicht lieber nach London zurückkehren möchte.

Der Leser von Laura Jane Williams "Der schönste Zufall meines Lebens" begleitet Penny in ihrem Gefühlschaos. Kann sie sich doch für Mr. Right entscheiden oder ist vielleicht keiner der möglichen Kandidaten ihr perfektes Gegenstück? Und kann sie sich ihren größten Lebenstraum erfüllen oder hat das Leben einen anderen Plan?

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Veröffentlicht am 03.10.2022

Umgang mit dem eigenen (zu frühen) Tod

Solange gehört das Leben noch uns
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Die junge Frau Ina muss den Tod ihres geliebten Großvaters verkraften, den sie in seinen letzten Tagen schweren Herzens in ein Hospiz geben musste, da sie seine Pflege nicht mehr gewährleisten ...

Die junge Frau Ina muss den Tod ihres geliebten Großvaters verkraften, den sie in seinen letzten Tagen schweren Herzens in ein Hospiz geben musste, da sie seine Pflege nicht mehr gewährleisten konnte.

Sie ist positiv überrascht, wie liebevoll der Umgang mit dem Tod im Hospiz ist und wie "lebensfroh" manche Bewohner trotz ihres schweren Schicksals sind. Dort lernt sie auch Richard kennen. Zunächst will sie nicht glauben, dass er auch als Patient in dem Hospitz ist, doch dann erfährt sie von seiner schweren Krebserkrankung. Er vermittelt ihr ein Gefühl von Leichtigkeit und Lebensfreude, was sie so nicht erwartet hätte.

Auch wenn sie sich erst dagegen wehrt, so verlieben sich beide ineinander und beschließen nur noch im Hier und Jetzt zu leben und jeden Augenblick soweit wie möglich genießen. Ihnen ist beiden bewusst, dass sie keine lange gemeinsame Zeit haben werden, aber die ihnen verbleibende wollen sie so intensiv wie möglich nutzen.

Auch als Ina von Richards großen Traum erfährt, setzt sie alles daran ihn diesen so gut wie möglich zu erfüllen. Schließlich soll man sich seine Träume, egal ob die großen oder kleinen, wann immer möglich erfüllen, denn man weiß nie, wie lange man dazu noch in der Lage sein wird.

Wieder beschäftigt sich Josefine Weiß in ihrem Roman "Solange gehört das Leben noch uns" mit dem Umgang des eigenen (zu frühen) Todes und vermittelt einen dabei das Gefühl, nichts auf die lange Bank zu schieben, denn irgendwann könnte es dafür zu spät sein. Wir wissen schließlich alle nicht, wie viel Zeit uns tatsächlich noch bleibt. Sie hat einen berührenden Roman vorgelegt, der einen zwar traurig hinterlässt, aber gleichzeitig auch Mut und Zuversicht vermittelt.

Es ist ein wichtiges Thema, was noch viel zu häufig "totgeschwiegen" wird, denn keiner beschäftigt sich schon gerne mit seinem eigenen Tod, besonders in noch recht jungen Jahren. Es ist zwar insgesamt ein trauriger Roman ohne HappyEnd (hätte aber auch nicht zur Geschichte gepasst), aber trotzdem kann ich eine klare Leseempfehlung geben.

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