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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.08.2019

Cold Case wird nach fast 80 Jahren doch noch geklärt

Unbarmherzig (Ein Gina-Angelucci-Krimi 2)
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Gina Angeluccis erster Fall nach ihrer Elternzeit ist kein einfacher. Schließlich ist der Todesfall der gefundenen Knochen bereits über 75 Jahre her, und somit wird der Täter wahrscheinlich auch bereits ...

Gina Angeluccis erster Fall nach ihrer Elternzeit ist kein einfacher. Schließlich ist der Todesfall der gefundenen Knochen bereits über 75 Jahre her, und somit wird der Täter wahrscheinlich auch bereits gestorben sein.
Aber so schnell will Gina nicht aufgeben, sondern den Familien der Opfer endlich Gewissheit über das Schicksal ihrer Angehörigen geben. Aber ihr Chef sieht das anders und würde Gina am liebsten die Ermittlungen verbieten, aber die junge Kommissarin gibt nicht auf.

Sie findet sogar nach und nach neue Hinweise, so dass sie der Mordaufklärung aus Kriegszeiten immer näher kommt.
Spannung in das Buch kommt, durch die Tagebucheinträge bzw. die Rückblenden in die 40ger Jahre, so dass man als Leser mit rätseln kann, welche Motivation der Täter haben könnte.

Ein weiterer Handlungsstrang ist das aktuelle Privatleben von Gina Angelucci mit ihrer kleinen Tochter Chiara und ihren Mann Tino. Eine gestörte Frau verfolgt die junge Familie und so macht sich Gina auch als junge Mutter große Sorgen um die Sicherheit ihrer Familie.

Mir hat der 2. Band wieder sehr gut gefallen, denn nicht nur der Fall kam authentisch rüber, sondern auch das Privatleben floss mit ein ohne zu dominierend oder den Spannungsbogen zu stören. Ich hoffe, dass Inge Löhnig weitere Fälle mit der Cold Case Expertin Gina Angelucci veröffentlichen wird.

Veröffentlicht am 14.07.2019

Ein zu offenes Ende

10 Stunden tot
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"10 Stunden tot" ist der 4. Fall für den Kommissar Fabian Risk von Stefan Ahnhem.

Es ist auch sein komplizierter. Ein Täter, der verschiedene Menschen tötet und zwar rein nach dem Zufallsprinzip. Er ...

"10 Stunden tot" ist der 4. Fall für den Kommissar Fabian Risk von Stefan Ahnhem.

Es ist auch sein komplizierter. Ein Täter, der verschiedene Menschen tötet und zwar rein nach dem Zufallsprinzip. Er würfelt jedes Detail aus und macht es den Ermittlern damit fast unmöglich ihn zu fassen. Denn es sind einfach keine Gemeinsamkeiten zu erkennen.

Der neuste Fall beschäftigt sich auch wieder sehr mit Fabians Privatleben, dass wie immer unter dem Job leidet.

Ich weiß gar nicht so richtig, wie ich das Buch bewerten soll.
Einerseits fand ich die Grundidee sehr spannend, aber die Umsetzung ist nicht so ganz gelungen. Es gibt zu viele Handlungen, die auch zum Ende nicht vollständig aufgeklärt werden. Soll das ungeklärte Ende auf ein weiteren Band hindeuten? Allerdings gibt es dafür bisher keinen Hinweis im Buch.
Ausserdem wird viel auf persönliche Probleme hingewiesen, so dass es schwierig ist dem Buch als Einzelband zu folgen. Ich kenne zwar alle Vorgänger aber es lag zu viel Zeit dazwischen, so dass mir viele Zusammenhänge nicht mehr bewusst waren. Aus diesem Grund empfehle ich allen, die Serie möglichst schnell hintereinander zu lesen.

Somit hat mich das Buch insgesamt eher enttäuscht, was auch viel an dem zu offenen Ende liegt.

Veröffentlicht am 14.07.2019

Das Leben im Freibad

Im Freibad
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Das Buch "Im Freibad" erzählt die ungewöhnliche Freundschaft der jungen Journalistin Kate und der 86jährige Rosemarie.

Die beiden lernen sich als das heiß geliebte Freibad von Rosemarie in Brixton geschlossen ...

Das Buch "Im Freibad" erzählt die ungewöhnliche Freundschaft der jungen Journalistin Kate und der 86jährige Rosemarie.

Die beiden lernen sich als das heiß geliebte Freibad von Rosemarie in Brixton geschlossen werden soll. Sie schwimmt seit ihrer Kindheit fast täglich hier und überwindet hier ihre Einsamkeit und Trauer um ihren geliebten verstorbenen Ehemann.

Kate ist vor der schicksalshaften Begegnung eine einsame verunsicherte junge Frau. Als sie den Auftrag bekommt, über die Schließung des Freibad es zu schreiben, verändert sich ihr ganzes Leben. Sie ist so beeindruckt von der Lebensgeschichte und Entschlossenheit der älteren Frau, dass sie beginnt sich zu öffnen und für den Erhalt des Freibad es zu kämpfen.

Mit der Zeit erzählt Rosemarie aus ihrem Leben und es zeigt sich immer deutlicher, wie sehr sich ihr Viertel im Laufe der Zeit verändert hat.

Der Roman erzählt von einer wunderbaren Freundschaft und das es sich immer lohnt für die eigenen Ziele zu kämpfen. Egal wie aussichtslos es scheint, meist kann man sich auf mehr Menschen verlassen, als man es am Anfang denkt. Und dann ist sehr vieles auch möglich.

Gerade bei den heißen Temperaturen bietet es sich an, das tolle Buch in einem Freibad zu lesen.

Veröffentlicht am 14.07.2019

Das Geheimnis um das verschwundene Gemälde

Das Gemälde der Tänzerin
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Eigentlich träumte Helena von einer Karriere als Ballerina, aber die Schwangerschaft in sehr jungen Jahren zerstörte diesen Traum.

Nun 16 Jahre später muss Helena den Job in einem Züricher Luxushotel ...

Eigentlich träumte Helena von einer Karriere als Ballerina, aber die Schwangerschaft in sehr jungen Jahren zerstörte diesen Traum.

Nun 16 Jahre später muss Helena den Job in einem Züricher Luxushotel annehmen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Dabei wollte sie - aus guten Grund - nichts mehr mit der Hotelierfamilie zu tun haben.

Erschwerend kommt hinzu, dass eine Nachfahrin eines Kunsthändlers Nachforschungen bezüglich des verschollenen Gemälde der Tänzerin anstellt. Ehe Helena sich versieht, steckt sie mitten drin im Geschehen und ihr langgehütetes Geheimnis droht aufzufliegen.

Christine Jaeggi ist eine lesenswerte Mischung aus Liebesroman, Krimi und historischen Roman gelungen.
Schließlich ist der Roman aus verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen geschrieben. Man wird zeitweise in das Zürich der 40ger Jahre versetzt, als das gesuchte Bild spurlos verschwindet.

Mir hat der Roman, besonders durch die Genremischung, sehr gut gefallen. Er ist spannend und abwechslungsreich geschrieben. Wer neben einer Liebesgeschichte auch ein bißchen Krimi und historischen Roman haben möchte, dem würde ich das Buch sehr empfehlen. Auch an alle andere kann ich eine uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen.

Veröffentlicht am 30.06.2019

Ziemlich kindisches Verhalten

My Dearest Enemy
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Der Roman "My dearest Enemy" dreht sich um die langjährige Feindschaft zwischen den beiden Medizinern Daisy Bell und Luke Thatcher.

Nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Medizinstudium kehren beide ...

Der Roman "My dearest Enemy" dreht sich um die langjährige Feindschaft zwischen den beiden Medizinern Daisy Bell und Luke Thatcher.

Nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Medizinstudium kehren beide in ihre Heimatstadt Hamilton zurück um die Hausarztpraxis von Dr. McCormicks zu übernehmen. Da sich der alte Arzt nicht für einen er beiden Bewerber entscheiden kann, stellt er sie beide in seiner Praxis ein.

Erst kurz vor dem Arbeitsbeginn erfährt Daisy die für sie schockierenden Neuigkeiten. Zum Einen war es schon immer ihr Traum eine eigene Hausarztpraxis zu führen und zum Anderen ist Luke für sie kein Unbekannter. Mit ihm verbindet sie seit Schultagen ein stetiger Wettkampf, wer der Beste ist, was fast zu einer tiefen Feindschaft ausartet.

Daisy versucht nun mit allen Mitteln ihren Konkurrenten auszustechen und schreckt im Laufe der Geschichte auch vor immer kindischen Einfällen zurück. Am Anfang war es noch ganz lustig zu lesen, aber im Laufe der Zeit war ich immer mehr von Daisys Verhalten immer stärker genervt. Es wurde einfach nur noch lächerlich und unglaubwürdig. So ein albernes Verhalten von einer erwachsenen Ärztin ist für mich einfach nur Schwachsinn.

Ich war wirklich froh, als ich es zu Ende gelesen habe und kann es auch überhaupt nicht empfehlen.