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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.01.2020

Alexandra Raus 3. Fall

Schonungslos offen
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Die Kommissarin Alexandra Rau und ihr Assistent Isidor Rogg bekommen es in ihrem neusten Fall mit einem Serientäter zu tun, der scheinbar wahllos Menschen entführt bzw. ermordetet.

Da gibt es den Fall ...

Die Kommissarin Alexandra Rau und ihr Assistent Isidor Rogg bekommen es in ihrem neusten Fall mit einem Serientäter zu tun, der scheinbar wahllos Menschen entführt bzw. ermordetet.

Da gibt es den Fall des jungen Sinto, die verschwundene junge Vietnamesin, eine erdrosselte Studentin und eine junge Ärztin, die nach einer Nachtschicht spurlos auf dem Nachhauseweg verschwindet. Auf dem ersten Blick gibt es keine Gemeinsamkeit zwischen den Fällen aber die beiden Polizisten wird recht schnell klar, dass sie es mit einem Serientäter zu tun haben. Das es auch gleiche mysteriöse Fälle in der Schweiz gibt, macht die Ermittlungen nicht einfacher. Schließlich geraten Alexandra und Isidor immer mehr unter Druck den Täter schnell zu finden, als der Minister droht ihnen beiden den Fall zu entziehen. Während Alexandra weiter nach Beweisen und dem Täter sucht, hat dieser längst Alexandra ins Visier genommen und versucht sie nach und nach in den Wahnsinn zu treiben.

Die Geschichte wird zum einen aus Sicht von Alexandra und ihren Kollegen geschildert und zum anderen aus Sicht des Täters. Dieser schreibt eine Art Tagebuch, wo er in Sitzungen mit einem Psychiater aus seinem Leben und den Taten berichtet.

Irene Matt schreibt flüssig und spannend und schafft es geschickt, die beiden Ebenen miteinander zu verweben. Nach und nach erkennt der Leser die Zusammenhänge zwischen den beiden Fällen.

Alexandra Rau und ihr Kollege Isidor Rogg kommen für mich authentisch und sympatisch rüber. Während die ziemlich kleine Schrift im Buch ziemlich gewöhnungsbedürftig ist und manchmal das Lesen ein wenig erschwert hat, hat mir der Schreibstil von Irene Matt gut gefallen. Das Buch ist spannend geschrieben und weist einige überraschende Wendungen auf.

Veröffentlicht am 19.01.2020

Schuld aus der Vergangenheit

Das Ritual des Wassers
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"Das Ritual des Wassers" von Eva Garcia Saenz ist der 2. Fall um den Inspector "Kraken".

Dieses Mal muss er den Mord an einer alten Bekannten aufklären, die in einem alten historischen Wasserkessel ertränkt ...

"Das Ritual des Wassers" von Eva Garcia Saenz ist der 2. Fall um den Inspector "Kraken".

Dieses Mal muss er den Mord an einer alten Bekannten aufklären, die in einem alten historischen Wasserkessel ertränkt wird. Schnell wird klar, dass es eine Verbindung zu einem Ferienlager von 1992 gibt, an dem Kraken mit seinen Freunden teilgenommen hat. Nach und nach geschehen weitere Morde, die alle irgendwie mit der Freizeit 1992 zusammenhängen.

Für den Leser bleibt die Spannung die ganze Zeit erhalten, da die Autorin es geschickt schafft, zwei Zeitebenen miteinander zu verweben. Zum einen die Gegenwart zum anderen das Ferienlagen aus den 90ger Jahren. Schafft es Kraken noch rechtzeitig den scheinbaren Serienmörder zu fassen oder liegt der Schlüssel doch in der Vergangenheit begraben?

Der Autorin gelingt es gekonnt, immer mal falsche Spuren zu legen, so dass für mich die Auflösung - besonders für die Vorkommnisse in dem Ferienlager ziemlich überraschend kam. Es war für mich zwar nicht unbedingt ein Thriller, aber auf jeden Fall ein Krimi, der mich gut unterhalten konnte.
Ich freue mich daher auch bereits auf den dritten Fall "Die Herren der Zeit", der Ende März 2020 veröffentlicht wird.

Veröffentlicht am 29.12.2019

Wenn das Herz verrückt spielt

Als ob du mich liebst
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Auf den ersten Blick scheint das Buch "Als ob Du mich liebst" von Michelle Schrenk eine normale Liebesgeschichte zu sein, aber nach und nach erfährt der Leser, dass sich viel mehr dahinter verbirgt. Somit ...

Auf den ersten Blick scheint das Buch "Als ob Du mich liebst" von Michelle Schrenk eine normale Liebesgeschichte zu sein, aber nach und nach erfährt der Leser, dass sich viel mehr dahinter verbirgt. Somit berührt das Buch einen auf ganz besondere Art und Weise.

Jass ist eine junge Frau, die eigentlich nur ein ganz normales Leben haben möchte und vieles an Gefühlen nachholen will. Dafür hat sie eine spezielle Liste, die sie zusammen mit Kale in den nächsten drei Monaten abarbeiten möchte.

Zunächst scheint dies ein wenig kindisch und albern, aber nach und nach erfährt der Leser, welches dramatisches Schicksal dahintersteckt und woher Jass diesen unbändigen Drang nach Leben und Selbstständigkeit hat. Auch Kale ändert im Laufe der Zeit sein Verhalten und aus Spaß wird langsam
Realität und Kale wird erwachsener.

Durch das Buch begreift man wieder einmal, dass sich das Leben von einer auf die andere Sekunde komplett ändern kann und man jeden Augenblick so gut wie möglich genießen soll. Zum Abschluss des Buches erzählt die Autorin Michelle Schrenk, dass die Grundidee auf einer wahren Begebenheit basiert und auch die "echte" Jass erzählt von ihren Beweggründen ihre Geschichte aufzuschreiben.

Veröffentlicht am 29.12.2019

Nichts ist spannender als das wahre Leben

Der Mensch ist böse
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Julian Hannes Jarow beschäftigt sich in seinem Buch "Der Mensch ist böse" mit 13 wahren Kriminalfällen, die sich mit unterschiedlichen Arten von Verbrechen beschäftigen. Teilweise konnten sie gelöst werden, ...

Julian Hannes Jarow beschäftigt sich in seinem Buch "Der Mensch ist böse" mit 13 wahren Kriminalfällen, die sich mit unterschiedlichen Arten von Verbrechen beschäftigen. Teilweise konnten sie gelöst werden, und teilweise sind sie bis heute ungeklärt. Es sind auch Fälle dabei, die ein großes Echo in der Presse hervorgerufen haben wie bspw. der Fall der verschwundenen Maddie McCann oder der Fall der verschwundenen Rebecca aus Berlin.

Julian Hannes Jarow stellt in jedem Kapital zunächst kurz den Fall vor, ehe er seine persönliche Einschätzung / Meinung dazuschreibt. Der Abschluss des Kapitels bildet jeweils eine kurze Erläuterung zu den polizeilichen Besonderheiten.

Er schafft es auf angenehme Art und Weise die Fälle authentisch darzustellen ohne zu reißerisch rüberzukommen. Man bekommt als Leser einen guten Überblick und kann sich eine eigene Meinung zu den Fällen bilden.

Für Fans von True Crime Storys kann ich eine klare Kaufempfehlung geben, denn nichts ist so spannend wie das echte Leben.

Veröffentlicht am 21.12.2019

Das Leben geht auch nach dem Schlaganfall weiter

Das Leben ist großartig – von einfach war nie die Rede
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Gaby Köster erzählt in ihrem neusten Buch "Das Leben ist großartig - von einfach war nie die Rede" von den Schwierigkeiten, aber auch der Lebensfreude, die sie 10 Jahre nach ihrem Schlafanfall erlebt hat. ...

Gaby Köster erzählt in ihrem neusten Buch "Das Leben ist großartig - von einfach war nie die Rede" von den Schwierigkeiten, aber auch der Lebensfreude, die sie 10 Jahre nach ihrem Schlafanfall erlebt hat.

Auch wenn durch die körperlichen Einschränkungen, besonders auf der linken Seite, ihr oft genug Steine in den Weg legen, lässt sie sich nicht unterkriegen und erkämpft sich möglichst viel Selbstständigkeit und Freude zurück.

Gaby Köster erzählt in ihrem Buch genauso offen und "frech", wie man sie aus dem Fernsehen vor ihrem Schlaganfall kennt. Sie macht damit auch anderen Betroffenen Mut, ihr Schicksal nicht klaglos und vor allem kampflos hinzunehmen. Das Leben hat auch weiterhin schöne Momente, die einen für die Mühe entschädigen können. Sie ist eine starke Frau, die selber Höhen und Tiefen in ihrem Leben durchstehen musste, aber für die Aufgeben nie eine ernsthafte Option gewesen ist. Mich hat die Lebensfreude und Stärke von Gaby Köster wirklich beeindruckt.