Meine Rezension zu Hunting Souls 2
Hunting Souls (Romantasy-Dilogie, Bd. 2)Eigene Meinung
Ich habe mich persönlich sehr auf den zweiten Teil der Reihe gefreut. Als er dann endlich erschienen war, habe ich ihn direkt gekauft – und nun auch endlich gelesen. Ob er mich genauso begeistern ...
Eigene Meinung
Ich habe mich persönlich sehr auf den zweiten Teil der Reihe gefreut. Als er dann endlich erschienen war, habe ich ihn direkt gekauft – und nun auch endlich gelesen. Ob er mich genauso begeistern konnte wie Band eins oder eher nicht, erfährst du in dieser Rezension …
Wie bereits im ersten Band wird abwechselnd aus den Perspektiven von Katrina und Tate erzählt. Der Schreibstil bleibt angenehm flüssig und leicht lesbar. Es gibt weiterhin witzige Schlagabtäusche zwischen den Charakteren, aber zunehmend merkt man, dass sich die Stimmung verdichtet und ernster wird. Tina Köpke versteht es, die Spannung langsam aufzubauen – unter anderem durch kryptische Aussagen einer Wahrsagerin oder des Todes selbst, was ziemlich gut funktioniert.
Tate und Katrina sind durch einen missglückten Seelenzauber aneinander gebunden und müssen nicht nur aufeinander Acht geben, sondern dürfen sich auch nicht zu weit voneinander entfernen. Doch dieser Seelenzauber scheint fast noch das geringere Übel zu sein – denn in New Arcadia versucht offenbar jemand, eine Armee von Untoten aufzustellen. Zum ersten Mal seit langer Zeit müssen Jäger und Übernatürliche zusammenarbeiten – ein fast unmögliches Unterfangen.
Was mich dabei gestört hat, war der Umgang der Erwachsenen mit den beiden Protagonisten. Es wirkte so, als würden Katrina und Tate von den Älteren nicht ernst genommen – alles wurde belächelt oder heruntergespielt. Und plötzlich, als es zu gefährlich wird, ziehen die Erwachsenen die beiden aus dem Geschehen heraus und übernehmen selbst. Das ließ die Protagonisten deutlich jünger wirken, als sie eigentlich sind – und wirkte für mich unausgeglichen.
Zudem lag der Fokus deutlich stärker auf der Beziehung zwischen Tate und Katrina. Das ist zwar nicht völlig überraschend, wirkte aber etwas unausgewogen: Katrina ist eher zurückhaltend, während Tate emotionaler agiert – das fühlte sich stellenweise wie ein ungleiches Ping-Pong-Spiel an.
Auch emotional blieb mir der zweite Band hinter den Erwartungen zurück. Zwar gab es traurige und schockierende Momente, aber sie wirkten für mich zu kurz und dadurch weniger intensiv. Manches fühlte sich eher wie das Abhaken einer Liste an, statt wie emotional mitreißende Szenen. Dabei hat Hunting Souls das zuvor sehr gut gemacht. Hier konnte ich die Gefühle leider nicht ganz so mitfühlen.
Das Ende wiederum hat mich versöhnt. Die wichtigsten Fragen wurden geklärt, und nur einige – vermutlich eher nebensächliche – Dinge blieben offen.
Mein abschließendes Fazit
Ein Abschluss, der zu einer Dilogie gehört, die für mich stark begonnen hat, aber im zweiten Teil etwas nachgelassen hat. Das Ende war passend und stimmig, aber der Weg dorthin wirkte für mich stellenweise zu zäh. Es war schade, dass Tate und Katrina plötzlich so jung wirkten – vor allem, weil sie bis dahin so viel Verantwortung getragen hatten und dann doch an die Erwachsenen abgegeben haben. Auch der stärker in den Vordergrund gerückte Beziehungsaspekt wirkte auf mich etwas unausgewogen.
Der Showdown hingegen war spannend und emotional, auch wenn er nicht ganz die Tiefe der Vorgeschichte erreicht hat. Trotzdem mochte ich das Ende – es war rund, nachvollziehbar und ein würdiger Abschluss, auch wenn ein paar Fragen für mich offen blieben.
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