Hervorragend geschrieben
Mach nie die Augen zuDer christliche Roman "Mach nie die Augen zu", war das erste Buch, das ich von Elizabeth Goddard las. Ich war von Anfang an von diesem faszinierenden Werk gefesselt.
Harper Reynolds ist eigentlich eine ...
Der christliche Roman "Mach nie die Augen zu", war das erste Buch, das ich von Elizabeth Goddard las. Ich war von Anfang an von diesem faszinierenden Werk gefesselt.
Harper Reynolds ist eigentlich eine Tatortfotografin, die zur Zeit wegen einer posttraumatischen Belastungstörung eine Pause einlegen muss. Schon allein um zu sich zurückzufinden fotografiert sie die Schönheiten der Natur. In einem Wald von Wyoming lichtet sie gerade einen Grizzlibären ab, als sie auf der gegenüberliegenden Flussseite eine schockierende Beobachtung machen muss. Sie wird Zeugin, wie eine junge Frau brutal ermordet wird. Geistesgegenwärtig fotografiert Harper diese Tat und den Mörder. Als der Täter erkennt, dass er nicht nur beobachtet, sondern auch noch fotografiert wird, zielt dieser auf sie. Harper flüchtet in heller Panik, wobei sie ihre Kamera und die darauf befindlichen wichtigen Beweisaufnahmen verliert.
Als sie den Fall der Polizei meldet, glaubt man ihr zunächst nicht. Dies ändert sich jedoch, als die ermordete Person vermisst gemeldet wird.
Der dynamische Schreibstil der Autorin befeuert die atemberaubende Story, die mit ihrem klaren und bis ins letzte Detail logischen Aufbau überzeugend und unfassbar spannend ist. Perfekt ausgefeilt präsentierte, zu tiefst emotionale Situationen, viele packende Rätsel, die nur ganz langsam und allmählich während der Lektüre des Romans gelöst werden, bezeugen die ungeheure Erzählkunst dieser ganz offensichtlich hervorragenden Autorin. Es ist kaum möglich das Buch aus der Hand zu legen, zumal dem Leser auch
durch kluge Perspektivwechsel die Gedanken des Täter offen gelegt werden.
Die Nebenhandlungen des Romans sind ebenfalls faszinierend. Harper befindet sich mit ihrer Schwester Emily, die als eine junge Krimiautorin gefeiert wird, auf einem Campingplatz. Bei der Gelegenheit äußert Emily den Wunsch nochmals das Haus ihrer gemeinsamen Kindheit zu besuchen, wohingegen Harper keine große Lust dazu hat. Der eigentliche Grund sitzt
tief im Unterbewußtsein Harpers und wird den Leser in Erstaunen versetzen.
Harper begegnet in der Story auch ihrem Jugendfreund Heath. Beide verbindet, dass sie sich in Zeiten der Not stets aufeinander verlassen konnten und zueinander hielten. Als sie ihm nach langer Zeit wieder begegnet ist es so, als wären sie nie lange getrennt gewesen. Langsam beginnt es zwischen ihnen zu knistern - gibt es für die beiden verletzten Seelen eine womöglich gemeinsame Zukunft?
Ganz besonders gut gefielen mir an diesem außergewöhnlich gut gelungenen Roman auch die christlichen Botschaften und Passagen. Gerade sie machen die Story über den sehr spannenden und emotional mitreißenden Kontext in meinen Augen besonders wertvoll und tiefgründig.
Ich kann das Buch uneingeschränkt jedem empfehlen und bedanke mich sehr herzlich bei Francke Verlag für die Publikation dieses hervorragenden und wertvollen Romans.