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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.07.2025

bedrückende Stimmung

Hero
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"HERO" von Katie Buckley wird als eine "moderne Liebesgeschichte: romantisch und authentisch, kämpferisch und hochemotional" beworben. Entsprechend waren meine Erwartungen an das Buch - und dann war es ...

"HERO" von Katie Buckley wird als eine "moderne Liebesgeschichte: romantisch und authentisch, kämpferisch und hochemotional" beworben. Entsprechend waren meine Erwartungen an das Buch - und dann war es doch anders, als gedacht. Dieses Buch ist grundlegend feministisch und zeichnet ein sehr kritisches Bild auf viele heteronormative Beziehungen, in denen Frauen sich den Männern anpassen, ihre eigenen Interessen hinten anstellen und sich verbiegen, um gemocht zu werden. Dieses Buch setzt sich ehr kritisch mit dieser Prämisse auseinander.
Der Schreibstil liest sich angenehm und flüssig, er ist kurzweilig und trägt gut durch die teils schwere Handlung. Die Darstellung der wörtlichen Rede war für mich zunächst nicht so gut ersichtlich und ich habe etwas Gewöhnungszeit benötigt. Es gibt innerhalb der Erzählung viele Themenwechsel, die nicht immer sofort erkenntlich sind, wodurch ich das ein oder andere Mal ins Stocken geraten bin - aber diese Sprünge helfen zugleich die Erzählung sehr lebendig und vielschichtig zu halten. Einige Kapitel sind mit abstrakteren Mythen/Geschichten abgeschlossen, die die grundlegende Stimmung des Buches gut auffangen können.
Insgesamt habe ich das Buch gern gelesen, es hinterlässt jedoch auch eine bedrückende Stimmung.

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  • Gefühl
Veröffentlicht am 23.07.2025

Leseempfehlung!

Himmel ohne Ende
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Julia Engelmann kenne ich noch aus Zeiten des Peotry-Slams, damals fand ich ihre Texte angenehm zu hören, nur das gewählte Metrum hat mir nicht immer zugesagt. Daher war ich gespannt, wie sich dieser Text, ...

Julia Engelmann kenne ich noch aus Zeiten des Peotry-Slams, damals fand ich ihre Texte angenehm zu hören, nur das gewählte Metrum hat mir nicht immer zugesagt. Daher war ich gespannt, wie sich dieser Text, der literarischer ist, lesen wird. Hier und da lassen sich Textfragmente finden, sie stark an Engelmanns Slam-Texte erinnern, diese haben dann jedoch immer gut in den Rahmen dieses Romans gepasst und wirkten an keiner Stelle deplaziert.
Und tatsächlich war ich schon nach den ersten Seiten begeistert von Engelmanns Sprache und Schreibstil. Die Buchseiten sind Dank des flüssigen und leichten Stils nur so dahin geflogen - ich habe das Buch in kürzester Zeit durchgelesen.
Das liegt auch an Charlie, die eine tolle Protagonistin ist. Ich habe sie sehr gern begleitet und vor allem habe ich mich häufig an meine Zeit im Teenager-Alter zurückerinnert. Somit konnte ich mit den Gedanken mitfühlen und mich voll und ganz in Charlie hineinversetzen. Die Gedanken und Emotionen, allem voran Trauer und Teenage Angst waren authentisch und vielschichtig beschrieben.
Grundsätzlich habe ich die Handlung und auch die Charakterentwicklungen sehr gern verfolgt. Grundsätzlich habe ich alle Charaktere gemocht, viele entsprechen nicht der "Norm", sind dabei jedoch so authentisch sie selbst, dass sie wie aus dem Leben gegriffen scheinen.
Insgesamt ein Buch, dass ich sehr sehr gern gelesen habe und uneingeschränkt weiter empfehlen kann!

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Veröffentlicht am 19.07.2025

zwei Lebensszenarien

Im Leben nebenan 
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"Im Leben nebenan" von Anne Sauer ist in der Hörbuchfassung von Chantal Busse gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. ...

"Im Leben nebenan" von Anne Sauer ist in der Hörbuchfassung von Chantal Busse gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme der Sprecherin kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit war diese noch sehr angenehm zu hören. Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt. Aber auch in erhöhter Geschwindigkeit hat mir Busses Stimme gut gefallen.
Sowohl Buchcover, als auch der Klappentext haben mich sofort an diesem Buch gereizt. Es ist wunderbar gestaltet, auch der Titel macht neugiereig. Der Klappentext spielt dann auf eine ungewöhnliche "Was-wäre-wenn-Situation" an, die verschiedene Lebensentwürfe nebeneinander stellt.
Das Buch als solches habe ich dann tatsächlich innerhalb kurzer Zeit durchgehört. Sprache und Stil sind angenehm, leicht zu lesen/hören. Interessant fand ich die Verstrickung zwischen den beiden parallelen Welten. Diese sind entweder als "Toni" oder "Antonia" betitelt, so dass sich gut der Überblick behalten werden kann. Im Leben von "Antonia" gibt es ein Bewusstsein für das vergangene Leben als "Toni". Die "Toni"-Version läuft jedoch auch weiter, ohne, von "Antonia" zu wissen. Das scheint mir irgendwie eine Ungerechtigkeit, die auch bei der Protagonistin eine Hilflosigkeit hervorruft, andererseits das Leben vor dem Mutter-Sein ("ich war eine völlig andere") stilistisch hervorragend aufnimmt.
Ich habe beide Lebensentwürfe gern verfolgt, habe aber in beiden das Gefühl gehabt, dass Protagonistin An"toni"a nicht vollkommen sie selbst und glücklich sein kann. Das ist schade. Die Darstellung von Müttern war teils etwas eindimensional - neben dem Mutter-Sein war wenig Platz für restliche Persönlichkeit.
Insgesamt mocht ich dieses Buch sehr und habe es gern gelesen.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

flammengeboren

A Fate Forged in Fire – Aus Flammen geboren
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Die Grundprämisse des Buches hat mich sofort begeistern können: eine fantastische Story mit Drachen, die in einer matriarchalisch geprägten Welt stattfindet. Die Welt ist relativ komplex, das World-Building ...

Die Grundprämisse des Buches hat mich sofort begeistern können: eine fantastische Story mit Drachen, die in einer matriarchalisch geprägten Welt stattfindet. Die Welt ist relativ komplex, das World-Building als solches hat mir jedoch sehr gut gefallen und war nachvollziehbar. Ich fand es richtig schön in eine so komplexe und reich gestaltete Welt einzutauchen.
Protagonistin Aemyra war mir von Beginn an sympathisch, sie ist facettenreich und nicht zu flach charakterisiert. Teils war sie mir jedoch nicht weitsichtig genug und etwas zu naiv in ihren Vorstellungen, etwas Entwicklung habe ich in diesem ersten Teil jedoch schon sehen können. Auch die sich entwickelnde Beziehung zu Prinz Fiorean war in glaubhaftem Tempo dargestellt. Fiorean als Charakter fand ich dagegen weniger intensiv dargestellt, ich hätte mich über Kapitel aus seiner Perspektive gefreut, um seine Intentionen besser zu verstehen - vielleicht kommt das ja im folgenden Band. Auf jeden Fall ist er, und auch weitere Nebencharaktere weniger vielschichtig und intensiv dargestellt.
Gut fand ich auch die sich durchziehende Kritik an patriarchalen Gesellschaftsstrukturen und auch der Aufdrängung von Glauben ggü. anderen Religionsformen. In diesem Buch findet sich viel gut skizzierte Kritik, die zum Nachdenken anregt und sich tatsächlich auch gut auf unsere Welt außerhalb dieses Buches übertragen lässt.
Der Spannungsaufbau war meiner Meinung nach durchweg gelungen. Ich hatte zu keinem Moment den Eindruck, dass es in der Handlung Längen gab. Die Handlung war etwas vorhersehbar, das stört mich aber nicht, da ich den Ablauf in sich stimmig fand. Dank des spannenden Cliffhangers ist auch klar, dass der abschließende Teil der Dilogie auch unbedingt gelesen werden muss!

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Touch of Perish

Kingdom of the Black Crescent 1: Touch of Perish
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"Kingdom of the Black Crescent 1: Touch of Perish" von Autorin Lexy v. Golden (D.C. Odesza) ist mein erstes Buch der Autorin. Und ich muss sagen: es wird nicht das letzt bleiben!
Die Story spielt in einer ...

"Kingdom of the Black Crescent 1: Touch of Perish" von Autorin Lexy v. Golden (D.C. Odesza) ist mein erstes Buch der Autorin. Und ich muss sagen: es wird nicht das letzt bleiben!
Die Story spielt in einer alternativen Welt, in der es neben Menschen auch Vampire in verschiedenen Königreichen gibt. Menschen wie Vampire können besondere Gaben besitzen, die verschieden gefährlich sein können. Insgesamt ein sehr spannendes Setting, über das ich tatsächlich gern noch ein bisschen mehr erfahren hätte im Buch. Das grundlegende Worldbuilding gefällt mir jedoch sehr gut und hat mich für sich begeistern können - obwohl ich noch einige Fragen zur Welt offen habe.
Kaythara ist eine spannende Protagonistin, die mir schon von Beginn an sympathisch war. Ich finde sie ist eine starke und vielschichtige Person, die sich über das Buch hinweg weiter entwickeln konnte. Es gefällt mir, dass sie einen dunklen Humor hat und sich nicht einschüchtern lässt. Auch die weiteren Protagonisten und Nebencharaktere haben mir gut gefallen. Sie waren ebenfalls gut dargestellt, wenn auch weniger nahbar. Die beiden Prinzen, die um Kaythara werben bleiben in ihren wahren Motiven verschleiert, und auch die Kapitel aus ihren Perspektiven bringen bezüglich der zugrundeliegenden Motive nur wenig weiter.
Tatsächlich habe ich die Handlung sehr gern verfolgt, ich fand sie spannend und nicht zu vorhersehbar. Einige Wendungen kamen für mich tatsächlich unerwartet und haben die Handlung in eine komplett neue Richung gelenkt. Und tatsächlich fiebere ich nun schon auf den kommenden Band, denn ich muss wirklich unbedingt wissen, wie es weiter geht!

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