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Veröffentlicht am 25.10.2020

Hier bleibt leider viel Potenzial auf der Strecke!

Die Erwählten - Tödliche Bestimmung
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Vor zehn Jahren haben fünf Teenager mit dem Dunklen, einen starken Gegner besiegt, der die Menschheit bedroht und Tod und Verwüstung hinterlassen hat.
Auch zehn Jahre später werden Matt, Ines, Esther, ...

Vor zehn Jahren haben fünf Teenager mit dem Dunklen, einen starken Gegner besiegt, der die Menschheit bedroht und Tod und Verwüstung hinterlassen hat.
Auch zehn Jahre später werden Matt, Ines, Esther, Albie und Sloane noch gefeiert, doch besonders Sloane fällt es schwer, sich ein normales Leben aufzubauen. Die Schrecken, die sie vor ihrem Sieg durchleiden musste, sind noch immer präsent und als kurz nach dem Jahrestag ihres Sieges einer von den fünf Erwählten stirbt, entdecken sie etwas, das ihre Welt erneut auf den Kopf stellt.

"Die Erwählten - Tödliche Bestimmung" ist der Auftakt einer neuen Reihe von Veronica Roth, der aus der personalen Erzählperspektive von Sloane Andrews erzählt wird.

Sloane ist eine Protagonistin, die es mir leider nicht immer leicht gemacht hat. Ich fand sie ziemlich unnahbar und hart.
Gemeinsam mit Matt, Esther, Albie und Ines wurde sie ausgebildet, den Dunklen zu bekämpfen und zu besiegen. Eine Prophezeiung hat sie zur Erwählten gemacht und sie hat viel Schreckliches durchlebt, das ihr auch zehn Jahre später noch den Schlaf raubt. Sie und ihre Freunde sind zwar siegreich aus dem Kampf hervorgegangen, doch sie haben auf dem Weg dorthin auch viele Verluste einstecken müssen. Während ihre Freunde sich ein neues Leben aufgebaut haben, scheint Sloane sich nicht zu bewegen. Sie hat Schwierigkeiten, sich ein normales Leben aufzubauen, denn was soll man tun, wenn man bereits die Welt gerettet hat?
Ihre Ausbildung hat sie zur Kämpferin gemacht, doch mich hat es gestört, dass sie um manche Dinge, die sich vielleicht glücklich gemacht hätten, nicht stärker gekämpft hat. Sie ist impulsiv und stur, sehr intelligent und beschützt ihre Freunde. Ich konnte sie zum Ende hin immer besser verstehen, aber eine Sympathieträgerin war Sloane für mich nicht.
Ich fand es dann auch schade, dass wir nicht mehr über Matt, Ines, Albie und Esther erfahren haben. Auch die vier sind Erwählte und haben Seite an Seite mit Sloane gekämpft, da hätte ich sie gerne noch besser kennengelernt! Sie sind mir leider ein wenig blass geblieben, besonders weil ich den Eindruck hatte, dass in ihnen so viel mehr steckt, als auf den ersten Blick zu sehen ist!

Die Geschichte hat mir am Anfang sehr gut gefallen, auch wenn auf den ersten zweihundert Seiten noch nicht viel Spannung aufgekommen ist!
Sloane hat die Regierungsakten von vor zehn Jahren angefordert und die Lektüre dieser Akten hat ihr an manchen Stellen die Augen geöffnet. Als Leser haben wir einige dieser Akten ebenfalls zu lesen bekommen, denn die Akten haben sich vom Text abgehoben und neben diesen haben wir noch Auszüge aus Büchern und Zeitungen lesen dürfen. Ich fand es sehr spannend, dass wir so die Geschehnisse von vor zehn Jahren Stück für Stück zusammensetzen konnten!
Dann begann allerdings der zweite Teil des Buches, und es gab einen Ortswechsel, der mir ehrlich gesagt nicht ganz so gut gefallen hat, weil durch diesen alles bisher Erfahrene auf den Kopf gestellt wurde!
Veronica Roth spielt hier mit unterschiedlichen Dimensionen und Paralleluniversen, was ich so nicht erwartet hätte. Außerdem spielt die Magie eine wichtige Rolle, die über Pfeif- oder Summtöne ausgeübt werden kann, was ich sehr spannend fand!

Ich bin ein wenig zwiegespalten, denn einerseits ließ sich die Geschichte sehr gut lesen, aber andererseits habe ich das Gefühl, dass hier viel Potenzial auf der Strecke geblieben ist!
Man merkt früh, dass zwischen Sloane und den Dunklen etwas passiert ist, das immer noch Einfluss auf Sloane hat und vielleicht auch der Schlüssel ist, den man braucht, um Sloane zu verstehen.
Doch man erfährt sehr lange nicht, worum es sich hier handelt. Generell habe ich das Gefühl, dass Veronica Roth dem Leser sehr viele Informationen und Puzzleteile vorenthalten hat, die allerdings dafür gesorgt hätten, dass die Geschichte runder wird und man sie besser verstanden hätte! An manchen Stellen war ich dann auch echt frustriert, weil ich endlich erfahren wollte, was damals passiert ist! Warum erst ansprechend, wenn es dann doch unter den Tisch fällt? Zum Glück haben wir hier ein paar Antworten bekommen.
Auch wenn sich die Geschichte gut lesen ließ, passierte für meinen Geschmack zu wenig Spannendes! Besonders nach dem Ortswechsel hätte ich mir von den Erwählten, besonders von Essy, mehr Aktionismus gewünscht! Einzig Sloane hat die Dinge dann irgendwann mal in die Hand genommen und einiges hinterfragt, was die Handlung dann ins Rollen gebracht hat!
Am Ende kam die Spannung doch noch auf, denn es gab einige Wendungen, aber ich muss sagen, dass ich mir mehr Erklärungen gewünscht hätte, denn ich habe das Buch mit einem großen Fragezeichen über dem Kopf beendet, weil ich irgendwann nicht mehr hinterhergekommen bin und mir vieles zu wirr war.
Ich finde es echt schade, dass Veronica Roth mich nicht stärker begeistern konnte, denn vielversprechende Ansätze waren definitiv da! So kann ich nur hoffen, dass die Fortsetzung mir besser gefallen wird!

Fazit:
"Die Erwählten - Tödliche Bestimmung" von Veronica Roth hat mir leider nicht so gut gefallen, wie ich es mir erhofft habe!
Mit Sloane bin ich leider nur schwer warm geworden und die anderen Erwählten sind meines Erachtens sehr blass geblieben.
Ich hatte insgesamt das Gefühl, dass Veronica Roth viel Potenzial nicht ausgeschöpft hat, denn die Geschichte wurde erst zum Ende hin richtig spannend, obwohl sie sich immer sehr gut lesen ließ!
Am Ende hätte ich mir mehr Erklärungen gewünscht, weil mir dann doch vieles zu wirr war. Der Weltentwurf hat mir allerdings echt gut gefallen und so freue ich mich sehr auf die Fortsetzung!
Dennoch hatte ich mir von diesem Auftakt mehr erhofft und vergebe drei Kleeblätter.

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Veröffentlicht am 19.10.2020

Für mich der stärkste Band und ein großartiger Abschluss der Duty & Desire Trilogie!

Duty & Desire – Verdächtig nah
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Schon seit Danika Greer zum ersten Mal gesehen hat, fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Doch der unnahbare Lieutenant ist ihr Ausbilder und somit tabu.
Erst eine Nahkampfübung sorgt dafür, dass sie den jeweils ...

Schon seit Danika Greer zum ersten Mal gesehen hat, fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Doch der unnahbare Lieutenant ist ihr Ausbilder und somit tabu.
Erst eine Nahkampfübung sorgt dafür, dass sie den jeweils anderen nicht mehr aus dem Kopf bekommen.

"Verdächtig nah" ist der dritte Band von Tessa Baileys Duty & Desire Trilogie, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Danika Silva und Greer Burns erzählt wird.

Schon im ersten Band war die Anziehungskraft zwischen Danika und Greer deutlich zu spüren und die beiden waren auch der Grund, weshalb ich die Reihe unbedingt weiterlesen wollte, auch wenn mir der Auftakt nicht ganz so gut gefallen hat. Ich hatte einfach das Gefühl, dass ihre Geschichte gut werden wird, aber damit, wie gut sie mir dann gefallen würde, habe ich ehrlich gesagt nicht gerechnet!
Einmal angefangen, konnte ich das Buch absolut nicht mehr aus der Hand legen, weil Danika und Greer mir so unglaublich gut gefallen haben! Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen und die beiden haben mir von allen Paaren mit Abstand am Besten gefallen!

Danika ist eine sehr loyale junge Frau, die immer für andere da ist, während sie selbst kaum nach Hilfe fragt. Sie ist manchmal sehr hitzköpfig gewesen, was mir aber echt gut gefallen hat!
Lieutenant Greer Burns ist bei den Rekruten der Polizeiakademie von New York gefürchtet und bei seinen Kollegen hoch angesehen. Nachdem er vor Jahren seinen Partner im Dienst verloren hat, lässt er nichts mehr an sich heran, bis er Danika an besser kennenlernt. Er ist arrogant, teilweise schroff und ziemlich unnahbar, bis Danika ins Spiel kommt! Er ist ein Beschützer und hat auch freundliche Züge, insgesamt eine spannende Mischung!

Danika und Greer schleichen schon seit Jahren umeinander herum und kurz bevor Danika ihre Ausbildung beendet, kommen die beiden sich bei einer Nahkampfübung endlich näher!
Ich fand es klasse, dass Danika Greers harte Schale knackt, und ich habe so sehr mit den beiden mitgefiebert, weil die Chemie zwischen den beiden großartig war und sie es sich nicht einfach gemacht haben! Es gab so viele Stellen, wo die beiden mich zum Lachen gebracht haben, und ich habe ihre Geschichte einfach nur genossen!
Bei Greer wurde ein sehr spannendes Thema angesprochen, dass Tessa Bailey dann leider nicht so stark verfolgt hat, wie ich es mit gewünscht hätte. Das ist dann aber auch mein einziger Kritikpunkt, ansonsten konnte mich das Buch einfach nur begeistern!

Fazit:
Ich hatte die Hoffnung, dass "Duty & Desire - Verdächtig nah" von Tessa Bailey großartig werden könnte, aber damit, wie sehr mir die Geschichte gefallen würde, hätte ich dann ehrlich gesagt nicht gerechnet!
Einmal angefangen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, denn Greer und Danika haben mir so unglaublich gut gefallen! Ich habe das Buch innerhalb eines Tages verschlungen und bin echt begeistert!
Für mich ist der dritte Band der mit Abstand stärkste Band einer Reihe, die mir mit jedem Band besser gefallen hat, und so vergebe ich für diesen großartigen Abschluss verdiente fünf Kleeblätter!

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Veröffentlicht am 18.10.2020

Hat mir deutlich besser gefallen als der Auftakt!

Duty & Desire – Verboten sinnlich
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Als Jack Garrett auf die hübsche Katie McCoy trifft und sie ihm einen Korb gibt, ist es um Jack geschehen und sein Interesse geweckt!
Noch am ersten Abend kommt es zu einem Kuss, der sie beide nicht kalt ...

Als Jack Garrett auf die hübsche Katie McCoy trifft und sie ihm einen Korb gibt, ist es um Jack geschehen und sein Interesse geweckt!
Noch am ersten Abend kommt es zu einem Kuss, der sie beide nicht kalt lässt, doch am nächsten Morgen kommt der Schock, denn Katie ist Jacks neue Ausbilderin an der Polizeiakademie.

"Verboten sinnlich" ist der zweite Band von Tessa Baileys Duty & Desire Trilogie, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Katie McCoy und Jack Garrett erzählt wird.

Jack Garrett haben wir im ersten Band schon als Mitbewohner von Charlie Burns kennenlernen dürfen. Er ist in einem Bordell aufgewachsen und betäubt seine Erinnerungen mit Alkohol, doch welche Erinnerungen ihn quälen, erfahren wir erst nach und nach. Mit seinem Aussehen und Charme ist er ein Frauenheld und an der Polizeiakademie von New York ist nur dank einer verlorenen Wette. Es ist für ihn kein Lebenstraum, Polizist zu werden und dementsprechend nachlässig geht er die Ausbildung an.
Von Katies offener Art ist er sofort fasziniert, und als sie ihm einen Korb gibt, ist sein Jagdinstinkt geweckt.
Die Irin Katie McCoy ist für zwei Wochen in New York. Sie hat bereits olympisches Gold im Luftgewehrschießen gewonnen und ist nun Ausbilderin an der Waffe. Für sie war das Schießen immer ein Hobby, nur ihr Vater hat Katies Talent erkannt und sie zum Training ermuntert, was für Katie trotz ihres Erfolgs eher Fluch als Segen war. In New York ist sie zum ersten Mal seit Langem frei und sie will diese Zeit mit Dingen füllen, die sie vorher noch nie gemacht hat. Unter anderem eine Affäre mit einem New Yorker beginnen.

Der erste Band hat mir nicht ganz so gut gefallen, weshalb es auch echt lange gedauert hat, bis ich zum zweiten Band gegriffen habe. Anfangs war es mir wieder sehr oberflächlich und vulgär, aber Katie und Jack konnten mich wirklich überraschen! Jack hat keine leichte Vergangenheit, mit der er sich auseinandersetzen muss und auch sein Alkoholmissbrauch ist ein sehr ernstes Thema, das Tessa Bailey gut ausarbeitet. Auch Katie hat schon einen Schicksalsschlag erleben müssen, der ihr Leben immer noch beeinflusst.
Mir hat besonders am Anfang die Mischung aus der lockeren Stimmung von Katie-erobert-New-York und der Annäherung von Jack und Katie gefallen, aber man bemerkte schon da die ernsten Themen, die unter der Oberfläche geschwelt und dann auch immer mehr Raum eingenommen haben, was mir aber auch gut gefallen hat! Im ersten Band hat mir besonders die Tiefe gefehlt und das war hier zum Glück nicht der Fall!

Jack und Katie haben mir beide sehr gut gefallen und besonders Jack konnte mich überraschen! Im ersten Band hat man ihm als jemanden kennenlernen, dem gefühlt nichts wichtig ist. So hatte ich ihn auf jeden Fall in Erinnerung. Nun hat er mit Katie jemanden gefunden, für den es sich zu kämpfen lohnt und das hatte auch Auswirkungen auf sein komplettes Leben!
Ich fand es klasse, dass die beiden sich schon angenähert hatten, als sie herausgefunden haben, dass Katie für die Dauer ihres New-York-Aufenthalts die Ausbilderin von Jack und eine Affäre somit verboten ist. Aber für meinen Geschmack hätten die beiden sich noch ein wenig länger an dieses Verbot halten können, denn von diesem hat man leider nur wenig gemerkt und hier hätte man meines Erachtens auch mehr draus machen können! Letzten Endes ging es mir dann auch ein wenig schnell mit den beiden, dennoch haben sie mir sehr gut gefallen!
Der zweite Band hat mir deutlich besser gefallen als der Auftakt und ich freue mich schon so sehr auf Greer und Danika, dass ich sofort den dritten Band beginnen werde!

Fazit:
"Duty & Desire - Verboten sinnlich" von Tessa Bailey hat mir deutlich besser gefallen als der Auftakt!
Ich hatte richtig viel Spaß mit Katie und Jack und die beiden haben mir auch so gut gefallen!
Die angesprochenen Themen haben mir ebenfalls sehr gut gefallen und ich fand, dass das Buch deutlich stärker in die Tiefe ging als der erste Band!
Ich vergebe vier Kleeblätter und fange sofort mit dem dritten Band an!

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Veröffentlicht am 13.10.2020

Großartig!

Splitter aus Silber und Eis
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Jedes Jahr zum Julfest wird das schönste zwanzigjährige Mädchen des Reiches Aurum als Sakral dem Prinzen des Winters übergeben.
Im Gegenzug verschont er die Ländereien Aurums vor seinem winterlichen Zorn ...

Jedes Jahr zum Julfest wird das schönste zwanzigjährige Mädchen des Reiches Aurum als Sakral dem Prinzen des Winters übergeben.
Im Gegenzug verschont er die Ländereien Aurums vor seinem winterlichen Zorn und darf nicht ins Reich des Ewigen Frühlings einfallen.
Prinzessin Veris wusste seit frühster Kindheit, dass die Chance besteht, in ihrem Jahr als Sakral ausgewählt zu werden, und trägt diese Last, um ihr Volk vor dem Prinzen des Winters zu schützen.
Doch wird es ihr gelingen, zu überleben?

"Splitter aus Silber und Eis" ist ein Einzelband von Laura Cardea, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Prinzessin Veris Arbor von Burg Goldwacht in Aurum und Prinz Nevan Monracon aus dem Wintereich erzählt wird.

Jedes Jahr wird das schönste zwanzigjährige Mädchen als Sakral ins Winterreich geschickt und keines ist bisher nach Aurum zurückgekehrt.
Auch Veris tritt die Reise ins Reich des Winters an, um ihr Volk zu schützen, aber auch, um vielleicht einen Weg zu finden, die Welt von dem Prinzen zu befreien.
Doch je mehr Veris über den Prinzen erfährt, desto grüblerischer wird sie. Kann sie sein kaltes Herz zum Schmelzen bringen?

Veris ist auf den ersten Blick die typische Prinzessin: Hochmütig, verwöhnt und starrköpfig.
Doch ich habe sie unterschätzt, denn sie ist auch mitfühlend, klug und stark, eine Kämpferin, die mich oft überraschen konnte!
Nevan hat schon ein langes Leben hinter sich und der hitzköpfigen Prinzessin gelingt es tatsächlich, seinen eintönigen Alltag zu durchbrechen und Gefühle, wenn auch besonders Verärgerung in ihm zu wecken.
Er ist ein wenig arrogant und ebenso stur wie Veris!
Ich hatte besonders viel Spaß dabei zu verfolgen, wie die beiden versuchen, sich zu arrangieren!
Denn wenn einer sich in etwas verbissen hat, dann war es sehr amüsant zu sehen, wie der andere sich daran die Zähne ausbeißt! Ein sehr unterhaltsames Katz-und-Maus-Spiel!
Ich mochte die beiden insgesamt total gerne, weil sie eben nicht so sind, wie es auf dem ersten Blick scheint, sondern viel mehr in ihnen steckt!

Besonders die Liebesgeschichte konnte mich dann auch komplett überraschen, weil diese sich völlig anders entwickelt hat, als ich es erwartet habe!
Der Klappentext verrät ja schon ein wenig und dementsprechend habe ich damit gerechnet, dass Veris und Nevan sich sehr schnell annähern würden, doch dem ist überhaupt nicht so und gerade das konnte mich total begeistern!

Die Geschichte spielt zum Großteil in Wenturien, dem Reich des Winters, das wir im Laufe der Geschichte auch sehr gut kennenlernen dürfen! In der Klappe des Buches ist eine wunderbare Karte zu finden, sodass ich mich sehr gut zurechtgefunden habe!
Veris stammt aus Aurum, dem Reich des Ewigen Frühlings, das sich mit dem milden Wetter und den vielen Blumen stark von Rhîgos, dem Reich des Prinzen mit dem vielen Schnee und Eis unterschiedet.
Blumen sind im gesamten Buch immer wieder zu finden, mal offensichtlich mal versteckt, was mir ebenfalls echt gut gefallen hat!
Veris ist ein Mensch, während der Prinz und seine Untertanen Fae sind, die sich nicht nur mit ihren spitzen Ohren, sondern auch durch das verstärkte Gehör und die Magie von den Menschen unterscheiden.

Aber nicht nur die Welt und die Charaktere, auch die Handlung hat mir sehr gut gefallen! Am Anfang brauchte es für meinen Geschmack ein wenig, bis die Geschichte in Fahrt gekommen ist. Man weiß zu Beginn einfach noch nicht, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird, aber je mehr ich gelesen habe, desto besser hat es mir auch gefallen, bis ich das Buch zum Schluss nicht mehr aus der Hand legen konnte!
Eine Wendung, die Veris betrifft, konnte mich total überraschen und hat mir erst nicht so gut gefallen, weil sie für mich aus dem Nichts kam. Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass die eine oder andere Frage noch eine Antwort bekommen hätte, aber das sind meine einzigen beiden Kritikpunkte, ansonsten hat mir das Buch richtig gut gefallen und ich würde mich freuen, wenn wir noch einmal in diese märchenhafte Welt eintauchen dürfen!

Fazit:
"Splitter aus Silber und Eis" von Laura Cardea hat mir richtig gut gefallen!
Die Geschichte von Veris und Nevan brauchte ein wenig, um mich packen zu können, doch sie hat mir immer besser gefallen, bis ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte!
Die märchenhafte Welt hat mir ebenfalls sehr gut gefallen und ich mochte es, dass nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint!
Besonders die Entwicklung der Liebesgeschichte konnte mich begeistern, auch weil ich die Wortgefechte von Veris und Nevan sehr unterhaltsam fand!
Bis auf Kleinigkeiten bin ich echt begeistert und vergebe starke vier Kleeblätter!

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Veröffentlicht am 11.10.2020

Bleibt hinter meinen Erwartungen zurück!

Die letzte Königin - Das schlafende Feuer
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Kalinda ist sehr behütet im Samiya-Tempel der Schwesternschaft aufgewachsen, bis ein Wohltäter kommt, um eine Forderung zu stellen.
Gemeinsam mit Natesa wird Kali von keinem anderen als Rajah Tarek auserwählt, ...

Kalinda ist sehr behütet im Samiya-Tempel der Schwesternschaft aufgewachsen, bis ein Wohltäter kommt, um eine Forderung zu stellen.
Gemeinsam mit Natesa wird Kali von keinem anderen als Rajah Tarek auserwählt, doch während Natesa als Kurtisane im Palast der Türkise leben wird, soll Kalinda die hundertste Rani des Rajahs werden. Für Kali beginnt ein gefährliches Leben voller Intrigen und Geheimnissen.

"Das schlafende Feuer" von Emily R. King ist der Auftakt ihrer vierteiligen Reihe um die letzte Königin und wird aus der Ich-Perspektive der achtzehn Jahre alten Kalinda erzählt.

Kalinda kam schon als Baby zur Schwesternschaft des Samiya-Tempels und ist dort sehr behütet aufgewachsen. Während alle Mädchen dort auch das Kämpfen lernen, plagten Kalinda oft Fieber, sodass sie ans Bett gefesselt war, bis Heilerin Baka ein Mittel fand, das Kalis Fieber im Zaum hält.
Als ein Wohltäter bezüglich der Forderung nach Samiya kommt, ist Kalinda nicht begeistert. Sie würde lieber in Samiya bleiben, um den Göttern zu dienen als ausgewählt zu werden, um einem Mann zu dienen, denn die Mädchen haben bei der Forderung kein Mitspracherecht.
Die Rolle der Frauen und die Unterdrückung war dann auch schon der erste Punkt, der mir in diesem Buch nicht gut gefallen hat.

Auch mit Kalinda hatte ich dann so meine Probleme. In einer Welt, wo Frauen unterworfen werden, steht sie mit erhobenen Haupt da, hinterfragt Dinge und widerspricht offen. Einerseits mutig und stark, aber wenn man bedenkt, dass sie im Palast der Türkise von vielen Menschen umgeben ist, die ihr schaden wollen, dann ist ihr Verhalten nicht immer sehr klug gewesen.
Sie soll die hundertste Rani des Rajahs werden, eines Mannes, den sie ablehnt, während sie sich schon auf der Reise zum Palast in den gut aussehenden und freundlichen Hauptmann Deven Naik verliebt hat.
Obwohl ich Deven wirklich gerne mochte, so hat die Liebesgeschichte mich nicht mitreißen können. Es ging mir mit Kalinda und Deven viel zu schnell, sodass ich ihre Gefühle nicht wirklich nachvollziehen konnte, und besonders Kalinda war mir dann auch viel zu unvorsichtig!
Im Palast ist jede Kurtisane neidisch auf die neueste Frau des Rajahs und auch die Ranis sind nicht begeistert von Kali, die als hundertste Rani eine besondere Rolle spielt.
In einem Turnier können sie Kali herausfordern, um ihr ihre Stellung streitig zu machen. Was spannend klingt, konnte mich dann aber auch leider nicht überzeugen, weil ich mir von dem Turnier deutlich mehr Spannung erhofft hatte. Kalinda nimmt die Gefahr gefühlt nicht ernst und lässt vieles einfach auf sich zukommen.

Die Geschichte spielt in Tarachand, einem Land, das mich anfangs ein wenig an Indien erinnert hat, aber das Setting würde ich zum Ende hin eher als orientalisch beschreiben. Angefangen beim Herrscher Rajah Tarek mit seinen fast einhundert Ehefrauen und noch mehr Kurtisanen.
Im Tarachandischen Reich spielt der Parijana-Glauben eine wichtige Rolle, in dem beispielsweise die Erdgöttin Ki, oder der Feuergott Enlil angebetet werden. Seit der Rajah die Bhutas jagt, bedrohen auch diese die Bevölkerung. Bhutas sehen aus wie Menschen, doch sie haben elementare Kräfte. So gibt es Luftwesen, Wasserwesen, Windwesen und Feuerwesen. Die Welt und die Atmosphäre haben mir gut gefallen.
Manche Wendung war vorhersehbar, mit wenigen konnte mich Emily R. King doch überraschen!
Leider konnte mich die Geschichte selten richtig packen, was ich sehr schade finde, weil ich eigentlich schon so viel Gutes über die Reihe gehört habe!

Fazit:
"Die letzte Königin - Das schlafende Feuer" von Emily R. King ist ein Buch, von dem ich leider deutlich mehr erwartet habe. Ich hatte schon so viel Gutes über die Bücher gehört, aber mich konnte die Geschichte kaum mitreißen! Besonders mit der Protagonistin Kalinda hatte ich meine Probleme und bin nicht mit ihr warm geworden. Obwohl ich Deven sehr mochte, konnte mich auch die Liebesgeschichte nicht begeistern. Ich vergebe gute zwei Kleeblätter.

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