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Chianti

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.08.2017

Restlos begeistert, genialer zweiter Band!

Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis
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Nachdem Feyre Prythian von der grausamen Herrscherin Amarantha befreit hat, kehrt sie gemeinsam mit Tamlin an den Frühlingshof zurück.
Doch die Erinnerungen quälen die beiden, denn so schnell lassen sich ...

Nachdem Feyre Prythian von der grausamen Herrscherin Amarantha befreit hat, kehrt sie gemeinsam mit Tamlin an den Frühlingshof zurück.
Doch die Erinnerungen quälen die beiden, denn so schnell lassen sich die Schrecken, die sie unter dem Berg erlebt haben, nicht vergessen.
Auch Feyres Vereinbarung mit Rhysand, dem High Lord des Hofs der Nacht, eine Woche im Monat bei ihm zu verbringen, schwebt drohend über ihnen.

"Flammen und Finsternis" ist der zweite Band von Sarah J. Maas Das Reich der Sieben Höfe Reihe und wird bis auf ein Kapitel komplett aus der Ich-Perspektive von Feyre erzählt.
Nachdem mir der Auftrag "Dornen und Rosen" so gut gefallen hat, hatte ich hohe Erwartungen an den zweiten Band, die dieser aber komplett erfüllen konnte!

Besonders die Charaktere und ihre Entwicklungen fand ich richtig gelungen!
Amarantha war Prythian fünfzig Jahre lang eine grausame Herrscherin und nach ihrem Tod müssen sich das Reich und die Fae noch von den Schrecken erholen. Auch Tamlin und Feyre haben mit den Erlebnissen unter dem Berg zu kämpfen. Besonders Feyre hat mich zu Beginn erschreckt, denn sie wirkte teilnahmslos und passiv, sodass man die starke Kämpferin in ihr kaum noch wahrnehmen konnte. Umso schöner fand ich es, dass sie sich im Laufe der Handlung immer mehr in ihr neues Leben hinein- und zu alter Stärke zurückgefunden hat.
Ich mochte Tamlin im ersten Band so gerne und habe ihn kaum wiedererkannt weil, er sich so sehr verändert hat und das leider nicht zum positiven. Er hat mich in diesem Band wirklich enttäuscht, aber das ist keine Kritik, denn ohne Tamlins Entwicklung wäre die Geschichte wahrscheinlich nicht so verlaufen, wie sie es getan hat und dabei konnte mich die Entwicklung der Handlung doch wirklich begeistern!

Rhysand tritt in den Fokus und ich fand es großartig, dass man ihn und sein Reich, den Hof der Nacht und dessen Bewohner besser kennenlernen durfte! In Rhysand steckt so viel mehr, als die Grausamkeit, die er alle Welt sehen lässt. Feyre und Rhys haben mir zusammen richtig gut gefallen, denn zwischen den beiden herrscht eine tolle Dynamik und so habe ich mit den beiden mitgefiebert!
Aber auch Mor, Amren, Cassian und Azriel, Rhysands Freunde und Verbündete sind mir richtig schnell ans Herz gewachsen.

Die Geschichte entwickelt sich ebenfalls spannend weiter, es gab viele Überraschungen und langweilig wurde es niemals. Ich habe jede Seite des Buches genossen und freue mich schon sehr auf den dritten Band, der auf jeden Fall verspricht spannend zu werden!

Fazit:
"Das Reich der Sieben Höfe - Flammen und Finsternis" von Sarah J. Maas konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur begeistern! Ich liebe die Entwicklung der Handlung und die Charaktere haben mir ebenfalls viel Freude bereitet.
Ich habe jede Seite des Buches genossen und vergebe verdiente fünf Kleeblätter für einen großartigen zweiten Band!

Veröffentlicht am 12.08.2017

Guter Auftakt mit Potenzial nach oben!

Königreich der Schatten: Die wahre Königin
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Vor siebzehn Jahren sind Sivo und Perla mit der neugeborenen Prinzessin Luna aus Relhok geflohen, als der Kanzler Lunas Eltern ermordete und so zum König wurde.
Seitdem leben die drei in einem sicheren ...

Vor siebzehn Jahren sind Sivo und Perla mit der neugeborenen Prinzessin Luna aus Relhok geflohen, als der Kanzler Lunas Eltern ermordete und so zum König wurde.
Seitdem leben die drei in einem sicheren Turm im Schwarzen Wald, den Luna noch nie alleine verlassen hat. Als sie sich das erste Mal davonstiehlt, begegnet sie Fowler, dessen Ziel die Insel Allu ist. Der einzige Ort, an dem es keine Finsterirdischen geben soll.

"Die wahre Königin" ist der Auftaktband von Sophie Jordans Königreich der Schatten Dilogie, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Luna und Fowler erzählt wird.
Luna ist die einzige Tochter des Königs von Relhok und nach seinem Tod eigentlich die wahre Königin. Doch Luna ist beschützt von Perla und Sivo in einem abgeschiedenen Turm aufgewachsen und kaum jemand ahnt, dass Luna am Leben ist. Obwohl sie in Sicherheit lebt, spürt Luna eine starke Sehnsucht zu der Welt vor den schützenden Mauern des Turms. Sie ist eine Protagonistin, die im Laufe der Handlung stärker wird und sich den Gefahren stellt. Sie hat von klein auf eine Behinderung, doch Luna macht das Beste aus ihrer Situation und so merkt man ihr ihre Schwäche kaum an.
Fowler hat in seinem Leben schon schwere Verluste hinnehmen müssen und am liebsten würde er niemanden mehr an sich heranlassen. Doch Luna wächst ihm immer mehr ans Herz und ich fand es schön zu sehen, wie er in ihrer Gegenwart auftaut.

Seit siebzehn Jahren regiert die schwarze Finsternis im Königreich Relhok. Bis auf eine Stunde Mitterlicht ist es den restlichen Tag über stockfinster. Doch nicht nur die Dunkelheit macht der Menschheit zu schaffen, auch die gefährlichen Finsterirdischen bedrohen das Leben der Menschen.
Der Weltentwurf hat mir richtig gut gefallen und hoffe, dass man im Folgeband mehr über die Ursprünge der schwarzen Finsternis und der Finsterirdischen erfahren wird.

Die Reise von Luna und Fowler steht im Fokus der Geschichte und durch die vielen gefährlichen Begegnungen mit Finsterirdischen und anderen Ungeheuern, die im Königreich Relhok ihr Unwesen treiben, wurde es so schnell nicht langweilig. Doch je näher das Ende rückte, desto mehr hat mir irgendwie die größere Handlung gefehlt, denn ich hatte den Eindruck, dass Luna und Fowler nicht wirklich vorangekommen sind. Trotzdem hat mir dieser Auftakt insgesamt ganz gut gefallen und ich bin definitiv neugierig, wie es mit den beiden weitergehen wird. Da ist so viel Potenzial in der Geschichte und ich hoffe, dass Sophie Jordan das im nächsten Band ausnutzen wird!

Fazit:
"Die wahre Königin" von Sophie Jordan ist ein guter Auftakt, bei dem ich noch Luft nach oben sehe.
Die Welt, die von der schwarzen Finsternis und den Finsterirdischen bedroht wird, hat mir richtig gut gefallen und auch Luna und Fowler mochte ich gerne. Jedoch hatte ich das Gefühl, dass die Handlung nicht wirklich voran gekommen ist und, dass das Potenzial, das in der Geschichte steckt, noch nicht komplett ausgeschöpft wurde.
Ich vergebe drei Kleeblätter und bin gespannt, wie die Reise von Luna und Fowler im zweiten Band weitergehen wird.

Veröffentlicht am 23.07.2017

Mitreißend!

Was auch immer geschieht
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Für einen Sommer kehrt Callie in ihre Heimatstadt zurück, um die Zeit mit ihrer Familie zu verbringen.
Nie hätte sie damit gerechnet, dass auch ihr Stiefbruder Keith wieder nach Hause kommt. Seit sieben ...

Für einen Sommer kehrt Callie in ihre Heimatstadt zurück, um die Zeit mit ihrer Familie zu verbringen.
Nie hätte sie damit gerechnet, dass auch ihr Stiefbruder Keith wieder nach Hause kommt. Seit sieben Jahren versucht Callie nicht mehr an den Mann zu denken, der ihren Vater auf dem Gewissen hat. Doch unter dem Hass, den Callie für Keith empfindet, lauern auch noch tiefere Gefühle, die Callie am liebsten verdrängen möchte.

"Was auch immer geschieht" ist ein Einzelband von Bianca Iosivoni, der aus der Ich-Perspektive von Callie Robertson erzählt wird.
Als ich das Buch angefangen habe, wollte ich eigentlich nur kurz reinlesen. Als ich das nächste Mal auf die Seitenzahl geschaut habe, hatte ich schon über hundert Seiten gelesen. Die Geschichte von Callie und Keith hat von Anfang an eine unglaubliche Sogwirkung auf mich ausgeübt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen!

Callie kehrt in ihr Elternhaus zurück, um den Sommer mit ihrer Schwester Holly zu verbringen. Doch auch ihr Stiefbruder Keith ist wieder da, den sie seit sieben Jahren nicht gesehen hat. Damals hat er den Autounfall verursacht, bei dem Callies geliebter Vater ums Leben kam, was Callie Keith bis heute nicht verziehen hat.
Man merkt deutlich, dass Callie noch lange nicht mit der Vergangenheit abgeschlossen und den Tod ihres Vaters noch nicht verarbeitet hat. An ihrem Hass zu Keith hält sie sehr lange fest, doch sie spürt auch die enorme Anziehungskraft, die zwischen ihnen herrscht und die sie in ein Gefühlschaos stürzt. Ich konnte die Gedanken und Gefühle von Callie sehr gut nachvollziehen und auch ihre Schlagfertigkeit hat mir gut gefallen! Auch Keith mochte ich richtig gerne, besonders seine Geduld und sein liebevoller Umgang mit Callie und Holly!

Die Entwicklung der Liebesgeschichte hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, weil das Tempo perfekt war. Callie hat Keith sieben Jahre lang aus tiefstem Herzen gehasst, was auch nachvollziehbar war. Doch nun entdeckt sie auch gute Seiten an ihrem Stiefbruder und beginnt endlich die Geschehnisse der Vergangenheit zu verarbeiten. Sie hat sich schon früher zu Keith hingezogen gefühlt und hätte nie damit gerechnet, dass diese Gefühle wieder aufblühen könnten. Die beiden haben mir zusammen richtig gut gefallen!

Es gab nur zwei Stellen im Buch, die mir nicht ganz so gut gefallen haben: Das erste Wiedersehen von Keith und Callie am Anfang des Buches und die Auflösung am Ende der Geschichte, die mir etwas zu schnell ging. Aber das sind nur zwei kleine Kritikpunkte, ansonsten hat mich die Geschichte durchgehend fesseln können und ich habe mit Keith und Callie mitgefiebert!

Fazit:
"Was auch immer geschieht" war mein erstes Buch von Bianca Iosivoni und wird definitiv nicht das letzte sein!
Die Geschichte von Keith und Callie hat mir richtig gut gefallen und hat eine unglaubliche Sogwirkung auf mich ausgeübt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil mich die Geschichte wirklich durchgehend fesseln konnte und deshalb vergebe ich verdiente fünf Kleeblätter!

Veröffentlicht am 22.07.2017

Berührende Geschichte!

Über mir der Himmel
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Vor gut zwei Monaten ist Lennies Schwester Bailey plötzlich und unerwartet gestorben.
Lennie, ihre Grama, ihr Onkel Big und Baileys Freund Toby wissen nicht, wie sie ohne die lebensfrohe Bailey weitermachen ...

Vor gut zwei Monaten ist Lennies Schwester Bailey plötzlich und unerwartet gestorben.
Lennie, ihre Grama, ihr Onkel Big und Baileys Freund Toby wissen nicht, wie sie ohne die lebensfrohe Bailey weitermachen sollen und versinken in ihrer Trauer. Bis Joe Fontaine in Lennies Leben tritt und sie sich langsam in ihn verliebt, aber auch zu Toby fühlt sie sich hingezogen.

"Über mir der Himmel" ist ein Einzelband von Jandy Nelson.
Nachdem ich "Ich gebe dir die Sonne" von ihr gelesen und geliebt habe, war ich sehr neugierig auf ihr Debüt, das aus der Ich-Perspektive der siebzehn Jahre alten Lennon, genannt Lennie, Walker erzählt wird.
Jandy Nelson hat einen ganz besonderen Schreibstil, sehr malerisch, an den ich mich erst wieder gewöhnen musste, der mir dann aber auch wieder sehr gut gefallen hat!

Seit Lennies Schwester Bailey unerwartet gestorben ist, wissen sie und ihre Familie nicht, wie sie mit ihrer Trauer umgehen sollen. Im Laufe des Buches erleben wir aber, wie die Familie Walker lernt mit ihrer Trauer zurechtzukommen und beginnt den Verlust zu verarbeiten.
Bailey und Lennie waren unzertrennlich, wobei Lennie sich als Beistellpferd bezeichnet, während ihre Schwester das wertvolle Rennpferd war. Im Laufe des Buches lernt Lennie, ohne ihre Schwester zu leben und aus dem Schatten von Bailey herauszutreten.

Lennie fällt es schwer mit ihrer Trauer umzugehen und davon bleibt auch die Liebesgeschichte nicht verschont. Lennie und Baileys Freund Toby fühlen sich in ihrer Trauer verbunden und sie werden von ihren Gefühlen übermannt, aber auch Joe Fontaine, der gerade erst in die Stadt gezogen ist, weckt in Lennie Gefühle.
Das Liebesdreieck wurde schon im Klappentext angedroht und wie erwartet, hat es mir in der Geschichte anfangs nicht gefallen. Was mir dann aber gefallen hat, war, wie Jandy Nelson es aufgelöst hat!

Auch die Kunst kommt in "Über mir der Himmel" nicht zu kurz, denn Lennie schreibt Gedichte, wo sie geht und steht, die wunderbar abgebildet und in die Geschichte eingearbeitet worden sind. Außerdem spielt Lennie Klarinette, während Joe und seine Brüder musikalisch sehr begabt sind. Ich mochte es, welche Rolle die Musik in diesem Buch gespielt hat!

Fazit:
In "Über mir der Himmel" schreibt Jandy Nelson über die ernsten Themen Trauer und Verlust. Wir erleben wie eine Familie mit ihrer Trauer umgeht und lernt mit dem Verlust umzugehen.
Ich mochte die Geschichte von Lennie wirklich sehr und wäre das Liebesdreieck nicht gewesen, dann hätte ich die volle Punktzahl vergeben.
Jandy Nelson schreibt Bücher, die mich wirklich berühren können und so gibt es sehr gute vier Kleeblätter!

Veröffentlicht am 18.07.2017

Gelungenes Drehbuchdebüt!

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind: Das Originaldrehbuch
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Der Magizoologist Newt Scamander hat gerade eine Reise um die Welt hinter sich, auf der er die seltensten magischen Tierwesen gesucht und erforscht hat.
Kaum ist er in New York angekommen, wird sein verzauberter ...

Der Magizoologist Newt Scamander hat gerade eine Reise um die Welt hinter sich, auf der er die seltensten magischen Tierwesen gesucht und erforscht hat.
Kaum ist er in New York angekommen, wird sein verzauberter Koffer vertauscht und einige seiner fantastischen Kreaturen können entkommen und sorgen für Unruhe in der Stadt.

"Fantastic Beasts and Where to Find Them - The Original Screenplay" ist das Drehbuchdebüt von J. K. Rowling. Insgesamt soll die Filmreihe fünf Filme umfassen.
Bisher habe ich noch kein Drehbuch gelesen, nur Theaterskripte, und brauchte ein wenig Zeit, um mich in dem Buch zurechtzufinden. Die Szenen sind oft ziemlich kurz und besonders am Anfang hat es mich etwas gestört, dass man so schnell von einem Ort zum anderen und auch die Perspektiven gewechselt hat.
Am Ende des Buches gibt es ein Glossar, das die Regieanweisungen erklärt, was ich wirklich hilfreich fand! Außerdem muss ich die schöne Gestaltung erwähnen, denn es gibt viele Zeichnungen der Tierwesen.

Den Film habe ich noch nicht gesehen, aber das möchte ich nun unbedingt ändern, denn die Geschichte von Newt Scamander konnte mich immer mehr packen! Ich hatte keinerlei Schwierigkeiten mir die Geschehnisse vorzustellen und freue mich jetzt schon auf den Film!
Besonders Newt mochte ich gerne und fand ihn besonders im Umgang mit seinen geliebten magischen Tierwesen toll, eben weil man gemerkt hat, dass er diese über alles liebt.
Aber auch die Schwestern Tina und Queenie Goldstein haben mir richtig gut gefallen!

Die Handlung spielt in New York 1926 und wir bekommen einen spannenden Eindruck in die amerikanische Zauberergemeinschaft, die sich doch sehr von der englischen unterscheidet.
Ich bin gespannt, was wir in den Fortsetzungen noch erfahren werden, denn es verspricht spannend zu werden! Gellert Grindelwald bedroht Europa, wovon man auch in Amerika etwas mitbekommt.

Fazit:
"Fantastic Beasts and Where to Find Them" ist ein gelungenes Drehbuchdebüt von J. K. Rowling! Ich habe zwar ein wenig Zeit gebraucht, um mich in der Geschichte zurechtzufinden, auch weil ich bisher noch keine Drehbücher gelesen habe, aber je mehr ich gelesen habe, desto besser hat mir die Geschichte um Newt Scamander gefallen!
Ich vergebe vier Kleeblätter und freue mich schon sehr auf den Film und die Fortsetzungen!