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Veröffentlicht am 29.04.2017

Etwas schächer, als Band 1

Dark Heroine - Autumn Rose
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Nach dem Tod ihrer Großmutter muss sich Autumn Rose in der Welt der Menschen zurechtfinden, die der jungen Sage das Leben alles andere als leicht machen. Auch das Auftauchen von Prinz Fallon macht Autumns ...

Nach dem Tod ihrer Großmutter muss sich Autumn Rose in der Welt der Menschen zurechtfinden, die der jungen Sage das Leben alles andere als leicht machen. Auch das Auftauchen von Prinz Fallon macht Autumns Leben nicht leichter, denn die Atheneas verheimlichen ihr etwas über den Tod ihrer Großmutter...

"Autumn Rose" ist der zweite Band von Abigail Gibbs Dark Heroine Reihe, bei der noch weitere Bände in Planung sind, aber konkrete Erscheinungsdaten stehen aktuell leider noch nicht fest.
Das Buch wird zum Großteil aus der Ich-Perspektive von Autumn Rose Al-Summers erzählt, aber auch in die Sicht von Fallon Athenea durfte man eintauchen.

Als ich die Geschichte begann, wurde ich gleich überrascht! Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass der zweite Band zeitlich nach dem ersten Band ansetzen würde, doch dieser beginnt ebenfalls mit der Entführung von Violet Lee, die die Geschehnisse im ersten Band erst ins Rollen gebracht hat.
Wir lernen nun die Sage Autumn Rose kennen, die noch sehr unter dem Tod ihrer Großmutter leidet und versucht, sich in ihrem neuen Leben bei ihren menschlichen Eltern zurechtzufinden, zu denen sie keinen guten Draht hat. Zu Beginn des neuen Schuljahres taucht mit Fallon Athenea ein Mitglied der Königsfamilie auf, die Autumn die Wahrheit über den Tod ihrer Großmutter verschweigt.

Während der erste Band in der zweiten Dimension spielt, der Welt der Vampire, lernen wir nun die erste Dimension kennen, die der Sage und der Extermino, die sehr starke Kräfte aus ihrem Blut und der Natur ziehen und Zauber wirken können. Ich finde den komplexen Weltentwurf der Dark Heroines Reihe richtig spannend und habe mich sehr darüber gefreut, mehr über die Welten zu erfahren!

Autumn ist eine spannende Heldin, auch wenn bereits ein wenig Spannung vorweg genommen wurde, weil man durch das Lesen des ersten Bandes bereits wusste, dass sie die erste Dunkle Heldin ist. Es hat mir aber gefallen zu verfolgen, wie das unsichere Mädchen, das Autumn zu Beginn der Geschichte war, immer stärker wurde und langsam in ihre Rolle hineinwächst. Fallon hat mir eigentlich auch gut gefallen, allerdings habe ich das Gefühl, dass er ein wenig untergegangen ist, denn ich hätte gerne noch mehr über ihn erfahren!

Auch die Liebesgeschichte konnte mich nicht komplett begeistern. Zwischen Autumn und Fallon herrscht von Anfang an eine tolle Chemie, doch Autumn weiß, dass Fallon und die gesamte Königsfamilie ihr die Wahrheit über den Tod ihrer Großmutter verschweigen und kann sich deshalb nicht komplett auf Fallon einlassen. Dann kam ein Punkt in der Geschichte und die beiden waren auf einmal zusammen. Da bin ich ehrlich gesagt nicht wirklich mitgekommen, weil noch so viel unausgesprochenes zwischen den beiden stand und ihre frische Beziehung auch irgendwie hinter den anderen Geschehnissen zurückstecken musste.

Die Geschichte ließ sich gut lesen, auch wenn die erste Hälfte etwas langatmig war. Wir lernen Autumn und ihre Situation genauer kennen und das war auch völlig in Ordnung so, weil mir Autumn richtig gut gefallen hat.
Ich habe allerdings auf den Moment hingefiebert, wo die Geschichten von Violet und Autumn zusammenlaufen würden. Der erste Band endete ja ziemlich offen und ich war gespannt, wie es mit Violet weitergehen würde. Allerdings bin ich dann etwas enttäuscht wurden, weil ich mehr erwartet hätte!
Wo die Geschichte vorher sehr langatmig war, ging es mir zum Schluss hin viel zu schnell! Eine wichtige Szene aus dem ersten Band wurde im zweiten Band nur kurz zusammengefasst und hat mir echt gefehlt. Es gibt viele spannende Ansätze, doch irgendwie werden nur wenige weiterverfolgt, wie die Bedrohung durch die Extermino und ich habe den Eindruck, dass die Geschichte nicht viel weiter ist, als nach dem ersten Band, denn auch der zweite Band endet mir zu offen.

Fazit:
Der zweite Band von Abigail Gibbs Dark Heroines Reihe begann wirklich vielversprechend, doch "Autumn Rose" war am Anfang etwas langatmig, während mir die Geschehnisse am Ende viel zu schnell gingen. Ich hätte besonders vom Ende viel mehr erwartet und hoffe wirklich, dass die Folgebände nicht mehr lange auf sich warten lassen, denn die Geschichte um Violet Lee und Autumn Rose gefällt mir eigentlich richtig gut!
Ich möchte gerne mehr über die Dark Heroines lesen und vergebe gute drei Kleeblätter für einen zweiten Band, von dem ich mir ein wenig mehr erhofft habe.

Veröffentlicht am 23.04.2017

Toller Auftakt

Dark Heroine
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Violet Lee wird von Vampiren entführt, nachdem sie gerade bezeugt hat, wie diese mitten in London einen Massenmord begangen haben.
Als Tochter des Verteidigungsministers ist Violet eine wichtige politische ...

Violet Lee wird von Vampiren entführt, nachdem sie gerade bezeugt hat, wie diese mitten in London einen Massenmord begangen haben.
Als Tochter des Verteidigungsministers ist Violet eine wichtige politische Gefangene, die die Vampire nicht so schnell wieder gehen lassen werden...

"Dinner mit einem Vampir" ist der erste Band von Abigail Gibbs Dark Heroine Reihe, der aus den Ich-Perspektiven von Violet Lee und Kaspar Varn erzählt wird.
Ich hatte mal wieder richtig Lust auf eine Vampirgeschichte und da "Dinner mit einem Vampir" schon ewig auf meiner Wunschliste stand, konnte ich nicht widerstehen.

Violet ist eine taffe Protagonistin, die niemals aufhört zu kämpfen. Als sie von den Varns entführt wird, muss sie sich als einziger Mensch an dem Königshof der Vampire zurechtfinden, wobei sie erst mal verarbeiten muss, dass es überhaupt Vampire gibt. Doch Violet setzt sich mit ihrer neuen Situation immer besser auseinander und beginnt sogar sich bei den blutsaugenden Wesen wohlzufühlen. Was nicht zuletzt an Kaspar lag, dem Sohn des Königs.
Kaspar mochte ich eigentlich von Anfang an echt gerne, auch wenn er sich zu Beginn Violet gegenüber wie ein richtiger Idiot benommen hat. Doch man merkte deutlich, dass die Kleine ihm immer wichtiger wurde und das zeigte sich auch in seinem Verhalten ihr gegenüber.
Bei Violet hat es mich ein wenig gestört, dass sie oft sehr unentschlossen wirkte. Mal dachte man, dass ihre Entscheidung endlich feststeht, bis sie wieder ins Zweifeln gekommen ist. Trotzdem mochte ich sie gerne und hoffe, dass wir Kaspar und Violet im zweiten Band wieder sehen werden!

Die Geschichte hat mir, bis auf ein paar Kleinigkeiten, auch richtig gut gefallen, denn diese ist bis auf ein paar Klischees wirklich originell und wurde immer komplexer.
Der Anfang und der Mittelteil waren an manchen Stellen zwar etwas langatmig, aber die Geschichte nahm zum Ende hin immer mehr an Fahrt auf und wurde nochmal richtig spannend!

Fazit:
"Dinner mit einem Vampir" von Abigail Gibbs ist ein toller Auftakt der Dark Heroines Reihe!
An manchen Stellen war mir die Geschichte etwas zu langatmig, aber insgesamt konnte mich diese echt packen, auch weil es zum Ende hin nochmal richtig spannend wurde! Auch Violet und Kaspar haben mir als Protagonisten sehr gut gefallen!
Ich vergebe vier Kleeblätter und werde direkt mit dem zweiten Band weitermachen!

Veröffentlicht am 18.04.2017

Pageturner!

Karma Girl
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Carmen Cole findet an ihrem Hochzeitstag heraus, dass ihr Verlobter sie nicht nur mit ihrer besten Freundin betrügt, sondern dass die beiden auch noch Superheld und Erzschurkin sind.
Zutiefst gekränkt, ...

Carmen Cole findet an ihrem Hochzeitstag heraus, dass ihr Verlobter sie nicht nur mit ihrer besten Freundin betrügt, sondern dass die beiden auch noch Superheld und Erzschurkin sind.
Zutiefst gekränkt, demaskiert die Journalistin die beiden. Von da an macht sie es sich zur Aufgabe auch die wahren Identitäten anderer Superhelden und Bösewichte aufzudecken und landet schließlich in Bigtime, wo sie die Identitäten der Fearless Five und der Terrible Trinity herausfinden soll...

"Karma Girl" ist der Auftakt von Jennifer Esteps fünfteiliger Bigtime Reihe, der aus der Ich-Perpektive der Journalistin Carmen Cole erzählt wird.

Jennifer Estep zählt mittlerweile zu meinen liebsten Autorinnen, einfach weil mich bisher jedes ihrer Bücher begeistern konnte. So habe ich mich sehr auf "Karma Girl" gefreut - zu Recht, denn auch mit diesem Auftakt konnte sie mich packen!

In der Welt der Bigtime Reihe hat jede Stadt seine eigenen Superhelden, die Menschen in Not helfen und auch gegen die ortsansässigen Superschurken kämpfen.
Der Anfang zog sich für meinen Geschmack noch etwas, aber die Geschichte nahm zunehmend an Fahrt auf, bis ich das Buch absolut nicht mehr aus der Hand legen konnte - ein wahrer Pageturner!

Nicht nur die Geschichte war sehr spannend und actiongeladen, ich mochte auch Carmen wirklich gerne, weil sie eine mutige Protagonistin ist, die sich nicht verbiegen lässt und für das kämpft, was ihr wichtig ist! Der Betrug ihres Exverlobten hat sie schwer getroffen und sie beginnt Superhelden und Schurken zu demaskieren, damit nicht noch mehr Menschen durch die geheime Identität von Familienmitgliedern und Freunden verletzt werden können.
In Bigtime läuft eine Desmaskierung jedoch aus dem Ruder und Carmen muss sich einer Tragödie stellen, die ihr sehr nahe geht und sie hängt ihren Job erstmal an den Nagel. Allerdings hat sie nicht mit Malefica, der Anführerin der Terrible Trinity gerechnet, die sie dazu zwingt die Identität des attraktiven Striker, dem Anführer der Fearless Five aufzudecken.

Carmen ist mir schnell ans Herz gewachsen, aber auch die vielen Superhelden und Schurken von Bigtime haben mir viel Freude bereitet. Man merkt einfach, dass Jennifer Estep viel Liebe in die Charaktere gesteckt hat und ich hatte viel Spaß dabei gemeinsam mit Carmen über die wahren Identitäten von Striker, Fiera, Mr. Sage, Hermit und Malefica zu rätseln!

Fazit:
In "Karma Girl" entführt uns Jennifer Estep in die actiongeladene Welt von Superhelden und Erzschurken.
Die Geschichte nahm schon schnell an Fahrt auf und entwickelte sich immer mehr zu einem wahren Pageturner, aber nicht nur die Geschichte war sehr spannend, auch die vielen Charaktere haben mir richtig gut gefallen.
Ich vergebe verdiente fünf Kleeblätter und freue mich schon jetzt auf den zweiten Band "Hot Mama"!

Veröffentlicht am 17.04.2017

Gelungener Auftakt mit kleinen Längen

Ewig - Wenn Liebe erwacht
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Nachdem Aurora über hundert Jahre geschlafen hat, wird sie vom Kuss des gut aussehenden Prinzen Rodric geweckt. Sie findet sich in einem gebrochenen Königreich wieder, das alle Hoffnung auf Besserung an ...

Nachdem Aurora über hundert Jahre geschlafen hat, wird sie vom Kuss des gut aussehenden Prinzen Rodric geweckt. Sie findet sich in einem gebrochenen Königreich wieder, das alle Hoffnung auf Besserung an ihr Erwachen gehängt hat. Doch kann Aurora diesen Hoffnungen wirklich gerecht werden?

"Wenn Liebe erwacht" ist der Auftakt von Rhiannon Thomas Ewig Dilogie, die auf dem Märchen von Dornröschen beruht. Das Buch wird aus der personalen Erzählperspektive von Prinzessin Aurora erzählt.

Wie ist es Dornröschen wohl ergangen, nachdem sie von einem unbekannten Prinzen wachgeküsst wurde? Mit dieser spannenden Frage setzt sich Rhiannon Thomas in "Wenn Liebe erwacht" auseinander. Ich habe mir ehrlich gesagt nie große Gedanken darüber gemacht, was wohl mit den Prinzessinnen passiert, nachdem sie ihr Happy End bekommen haben und so war ich sehr gespannt darauf, wie die Autorin das bekannte Märchen weiterspinnen wird!

Aurora hat einhundertundzwei Jahre geschlafen und nachdem sie erwacht, findet sie sich in einer ihr vollkommen unbekannten Welt wieder. Alle Menschen, die sie kannte, sind schon vor langer Zeit gestorben. Kaum erwacht, muss sie erkennen, dass sie nur eine Schachfigur in einem Machtkampf ist, denn dem Königreich Alyssinia geht es nicht gut und ihre Hochzeit mit dem Prinzen Rodric soll dem Volk wieder Hoffnung geben. Doch Aurora kennt den Prinzen gar nicht, auch wenn alle sagen, dass nur der Kuss ihrer wahren Liebe Aurora hätte aufwecken können.

Aurora ist eine sehr spannende Protagonistin, die mir richtig gut gefallen hat! Ihr ganzes bisheriges Leben wurde ihr vorgeschrieben, was sie zu tun und zu lassen hat und im Laufe der Handlung beginnt Aurora ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Man merkte ihr deutlich an, wie schwer es ihr fällt, sich mit ihrer neuen Situation anzufreunden, denn Aurora möchte das richtige tun und auch den Vorstellungen entsprechen, die alle an sie haben. Sie merkt aber schon bald, dass das wahre Leben nichts mit einem Märchen gemein hat.
An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass sie ihre Meinung stärker vertreten hätte, weil sie sich oft den Vorgaben anderer gefügt hat. Ich bin mit ihrer Entwicklung aber insgesamt sehr zufrieden und freue mich schon darauf zu erfahren, wie es mit Aurora im zweiten Band weitergehen wird!

Fazit:
Mit "Ewig - Wenn Liebe erwacht" ist Rhiannon Thomas ein spannender Auftakt gelungen!
Ich war sehr gespannt darauf, wie die Autorin das Märchen Dornröschen weiterspinnen würde und bin mit der Geschichte sehr zufrieden. Auch Aurora hat mir als Protagonistin gut gefallen, weil sie im Laufe der Handlung eine tolle Entwicklung durchgemacht hat.
Ich freue mich sehr auf den zweiten Band und vergebe gute vier Kleeblätter an diesen Auftakt, der für mich noch ein bisschen Luft nach oben hatte!

Veröffentlicht am 16.04.2017

Großartige Aufmachung und berührende Briefe!

Ich wollte nur, dass du noch weißt ...
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"Ich wollte nur, dass du noch weißt" enthält eine Sammlung nie verschickter Briefe, die anonym auf Emily Trunkos Tumblr-Seite Dear My Blank eingesendet wurden.

In Kategorien wie Liebes Ich, Liebe Welt, ...

"Ich wollte nur, dass du noch weißt" enthält eine Sammlung nie verschickter Briefe, die anonym auf Emily Trunkos Tumblr-Seite Dear My Blank eingesendet wurden.

In Kategorien wie Liebes Ich, Liebe Welt, Liebe, Freunde, Familie, Herzschmerz, Unerwiderte Liebe, Verrat, Verlust und Danke finden sich viele Briefe, die mich - manche mehr, manche weniger - allesamt berühren konnten.
Diese Briefe und die Emotionen stammen aus dem wahren Leben und man konnte sich mit vielen Dingen wirklich identifizieren. Viele der Briefe konnten mich außerdem zum Nachdenken anregen.

Die gesamte Aufmachung des Buches ist absolut gelungen und es macht einfach Spaß durch das Buch zu blättern! Es gibt auf jeder Seite passende Illustrationen zu den Briefen und manche von diesen Briefen sind handgelettert. Hier steckt viel Liebe zum Detail zwischen den Seiten!

Fazit:
Die nie verschickten Briefe aus Emily Trunkos "Ich wollte nur, dass du noch weißt" konnten mich - manche mehr, manche weniger - allesamt berühren, denn sie stammen aus dem wahren Leben und regen zum Nachdenken an. Die gesamte Gestaltung des Buches fand ich ebenfalls großartig, denn in dieser steckt viel Liebe zum Detail. Ich vergebe sehr gute vier Kleeblätter!