Spannend und emotional
Dynasty of Hunters, Band 2 - Von dir gezeichnetIch hab mich sehr auf den zweiten Teil von Dynasty of Hunters gefreut und konnte wieder sofort gut in die Geschichte eintauchen. Wie bereits im ersten Buch hat mich auch der Schreibstil der Autorin in ...
Ich hab mich sehr auf den zweiten Teil von Dynasty of Hunters gefreut und konnte wieder sofort gut in die Geschichte eintauchen. Wie bereits im ersten Buch hat mich auch der Schreibstil der Autorin in diesem Buch wieder gefesselt - flüssig, bildlich und leicht poetisch. Kein Wunder also, dass ich das Buch nur so verschlungen habe!
Ich fand es toll, dass es nun einen weiteren Hauptcharakter gibt, aus deren Sichtweise erzählt wird. So bekam die Geschichte noch mehr Tiefe und die Person, die ich eigentlich nicht mochte, wurde mir nach und nach immer sympathischer. Generell fand ich die Charakterentwicklung faszinierend. Laurent war mir zum Beispiel bereits im ersten Teil sehr unsympathisch, aber ich hätte nie gedacht, was sich da noch für Abgründe auftun könnten. Seine Wandlung wurde großartig beschrieben und gesteigert, sodass man es beim Lesen vor dem geistigen Auge sehen konnte, wie er immer gewissenloser wurde.
Und dann gibt es da natürlich noch Amber. Ganz ehrlich? Sie ist zu meiner heimlichen Heldin der Geschichte geworden!
Nur mit Laelia war ich hier und da nicht ganz glücklich. Ihr Charakter wirkt im direkten Vergleich hier schwächer als im ersten Teil, was ich schade fand. Und damit meine ich nicht, dass sie zeitweise gebrochen und verzweifelt und dementsprechend schwach war, sondern dass mir bei ihrem Charakter teilweise etwas zu sehr an der Oberfläche gekratzt wurde. Zwischendurch konnte ich ihre Gefühle, die in ihr zweifellos tobten, nicht richtig mitfühlen, da sie mir persönlich nicht so 100%ig vermittelt wurden. Gleichzeitig gab es aber auch großartige Momente, wo mich ihre Emotionen total mitgerissen haben, zum Beispiel bei der Verlobungsfeier. Das war ganz großes Kino!
Nichtsdestotrotz hab ich die Geschichte inhaliert und war etwas traurig, als ich bei der letzten Seite angekommen war. Was für ein Ende! Wobei, so richtig glücklich war ich mit einem Ereignis am Ende allerdings nicht, doch vermutlich war es einfach nötig und wichtig. Denn es verdeutlichte, was bedingungslose Freundschaft bedeutet. Uff, vielleicht hab ich da ein Tränchen verdrückt.