Profilbild von ChiyoReads

ChiyoReads

Lesejury Star
offline

ChiyoReads ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit ChiyoReads über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.05.2026

Liebe diese Reihe

Codex Alera 5
0

Das Buch zieht einen wieder einmal in seinen Bann wie nur wenige andere. Ich musste mich regelrecht dazu zwingen, es gelegentlich aus der Hand zu legen, weil selbst die ersten paar hundert Seiten praktisch ...

Das Buch zieht einen wieder einmal in seinen Bann wie nur wenige andere. Ich musste mich regelrecht dazu zwingen, es gelegentlich aus der Hand zu legen, weil selbst die ersten paar hundert Seiten praktisch keine einzige wirklich langweilige Szene zulassen.

Ich bin zwar noch nicht ganz durch, aber das spielt eigentlich keine große Rolle: Das Buch ist einfach durchweg stark. Besonders das erste Aufeinandertreffen von Tavi (Tavar) und Varg mit Angehörigen seines Volkes zeigt eindrucksvoll, wie Tavi seinen scharfen Verstand nutzt, um Situationen schnell zu erfassen und gezielt zu seinem Vorteil zu beeinflussen. Gleichzeitig wird deutlich, wie sehr er in seiner Rolle als Anführer – und vor allem als Kämpfer – über sich hinauswächst. Seine Entwicklung wirkt dabei fast beängstigend konsequent: vom Umgang mit der Steinschleuder über die Ausbildung als Kursor mit Klingenwaffen bis hin zu den Elementaren.

Schon im Kampf gegen Navaris im vierten Teil hat er sich beachtlich geschlagen, doch inzwischen wirkt er noch einmal deutlich stärker und gefestigter – obwohl kaum Zeit vergangen ist und er zwischendurch eher mit ganz anderen Herausforderungen zu kämpfen hatte.

Vor allem aber gewinnt er zunehmend an Selbstvertrauen und wächst spürbar in seine Fähigkeiten hinein. Einem solchen Anführer würde selbst ein einfacher Bauer mit einer Forke ohne Zögern in den Krieg folgen.

Viel Spaß beim Lesen – ich freue mich auch schon darauf, heute Abend weiterzumachen

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.05.2026

Kann Band 5 nicht erwarten!

Codex Alera 4
0

Die Auseinandersetzung mit den Canim dauert unvermindert an. Seit zwei Jahren hält Tavi mit seiner Legion die Stellung, ohne dass eine Seite nachgibt. Als endlich Unterstützung eintrifft, keimt kurz Hoffnung ...

Die Auseinandersetzung mit den Canim dauert unvermindert an. Seit zwei Jahren hält Tavi mit seiner Legion die Stellung, ohne dass eine Seite nachgibt. Als endlich Unterstützung eintrifft, keimt kurz Hoffnung auf – doch diese wird sofort getrübt: Ein neuer Kommandeur soll Tavi ersetzen und entpuppt sich als Werkzeug der Fürstin Aquitania, der die Legion eher schadet als hilft. Tavi muss sich fragen, ob er ihn stoppen kann, bevor alles in einer Katastrophe endet.

Gleichzeitig erhält Fidelias den Auftrag, Tavi zu beseitigen. Doch seine Loyalität wird auf die Probe gestellt: Führt er den Befehl aus oder stellt er sich gegen Aquitania?

Tavi wächst weiter über sich hinaus und trifft Entscheidungen, die das Schicksal seiner Männer bestimmen. Besonders eindrucksvoll sind seine Opferbereitschaft für Varg und der Moment des „Juris Macto“. Auch seine Entwicklung zum geborenen Anführer tritt klar hervor, während er zunehmend über seine Herkunft erfährt.

Fidelias überzeugt erneut durch Charakterstärke und entscheidet sich gegen Aquitania. Crassus und Max tragen während Tavis Abwesenheit große Verantwortung, während Miles nur eine Nebenrolle spielt. Gaius Sextus zeigt seine ganze Entschlossenheit, Alera zu schützen, während Amara und Isana zunehmend kritisch betrachtet werden.

Fazit: Band 4 steigert Spannung und Intensität noch einmal deutlich und ist ein weiterer starker Teil der Reihe. Besonders die Entwicklung der Figuren und die stetig wachsende Bedrohung machen das Buch sehr packend.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.05.2026

Das habe ich nicht kommen sehen

Codex Alera 3
0

Wow – ich hätte wirklich nicht erwartet, dass mich politische Ränkespiele und strategische Schlachten so in den Bann ziehen können. Jim Butcher gelingt es erneut, mich tief in die Machtstrukturen, Intrigen ...

Wow – ich hätte wirklich nicht erwartet, dass mich politische Ränkespiele und strategische Schlachten so in den Bann ziehen können. Jim Butcher gelingt es erneut, mich tief in die Machtstrukturen, Intrigen und emotionalen Verflechtungen dieser Welt hineinzuziehen. Die Reihe sollte man unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen, sonst verliert man in den komplexen Beziehungen schnell den Überblick.

Besonders spannend ist die Entwicklung von Tavi, der zunehmend über sich hinauswächst. In diesem Band werden außerdem wichtige Teile seiner Vergangenheit offenbart – ein zentrales Geheimnis kommt ans Licht und lässt frühere Ereignisse in einem völlig neuen Kontext erscheinen. Seine Gefährtin Kitai tritt zwar wieder auf, bleibt diesmal jedoch eher im Hintergrund. Auch bekannte Figuren wie der Elementwirker Max, seine Tante Isana, sein Onkel Bernard sowie Amara, die Kursorin, sind erneut dabei. Für Amara erfüllt sich dabei offenbar endlich ein lang gehegter Wunsch.

Die Motive der Figuren werden erneut sehr ausführlich und nachvollziehbar dargestellt, wodurch ihr Handeln jederzeit verständlich bleibt. Gerade Isana, die zuvor eher distanziert wirkte, gewinnt deutlich an Tiefe und zeigt überraschende Verbindungen.

Der Machtkampf um den Titel des Ersten Fürsten spitzt sich weiter zu: Sowohl Fürst Kalarus als auch das Herrscherpaar aus Aquitanien verfolgen ihre eigenen Pläne, während Tavi und seine engsten Verbündeten immer tiefer in ein Geflecht aus Spionage und Intrigen geraten. Der Autor schafft es dabei kontinuierlich, neue Wendungen einzubauen und die Handlung dadurch unberechenbar zu halten. Einzelne Handlungsstränge werden geschickt zusammengeführt und ergeben ein großes, episch inszeniertes Kriegsgeschehen voller politischer und persönlicher Gefahren. Brutale Auseinandersetzungen und taktische Kriegsführung gehören dabei fest zur Welt der Aleraner – idyllisch ist dieses Setting keineswegs.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.05.2026

Eine gelungene Fortsetzung

Codex Alera 2
0

Wer nach dem fulminanten Auftakt von Codex Alera glaubt, bereits alles erlebt zu haben, wird von „Im Schatten des Fürsten“ regelrecht überwältigt werden. Der zweite Band steigert Spannung, Emotionen und ...

Wer nach dem fulminanten Auftakt von Codex Alera glaubt, bereits alles erlebt zu haben, wird von „Im Schatten des Fürsten“ regelrecht überwältigt werden. Der zweite Band steigert Spannung, Emotionen und Dramatik noch einmal deutlich und zieht einen von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen in seinen Bann.

Seit zwei Jahren lebt Tavi inzwischen in Alera Imperia, wo er zum Kursor ausgebildet wird. Trotz all seiner Fähigkeiten bleibt ihm eines weiterhin verwehrt: das Beschwören von Elementaren. In der Hauptstadt begegnet er neuen Verbündeten wie Max, Ehren und Gaelle, die schnell zu wichtigen Weggefährten werden. Doch nicht jeder akzeptiert Tavis Platz an der Akademie. Besonders Brencis sowie seine Gefolgsleute Renzo und Varien machen ihm das Leben schwer und lassen keine Gelegenheit aus, ihn zu schikanieren. Gleichzeitig wächst außerhalb der Mauern des Reiches eine weitaus größere Bedrohung heran: Die Vord rücken näher und verfolgen nur ein einziges Ziel – die Auslöschung allen Lebens. Erneut muss Tavi beweisen, wie viel Mut wirklich in ihm steckt, während Freund und Feind kaum noch voneinander zu unterscheiden sind.

Schon der erste Band war nervenzerreißend, doch dieser Teil legt in jeder Hinsicht noch einmal nach. Neben bekannten Figuren wie Bernard, Amara, Isana, Doroga, Kitai, Gaius und Fidelias treten zahlreiche neue Charaktere auf, die der Geschichte zusätzliche Tiefe verleihen. Besonders Max sticht hervor: loyal, warmherzig und ein echter Freund für Tavi. Seine Vergangenheit bleibt bislang geheimnisvoll und macht neugierig auf die kommenden Bände.

Auch über Tavis Herkunft erfährt man endlich mehr, wodurch sich erste Vermutungen über seinen Vater aufdrängen. Gleichzeitig geraten andere Figuren in existenzielle Konflikte: Bernard, Amara und Doroga kämpfen im Calderon-Tal ums Überleben, während Isana vor einer Entscheidung steht, die alles verändern könnte. Selbst Fidelias offenbart Seiten von sich, die man so niemals erwartet hätte. Die Einblicke in Araris’ Vergangenheit und Familie sind dabei besonders bewegend.

Tavi selbst entwickelt sich enorm weiter. Trotz seiner fehlenden Elementarkräfte beweist er eindrucksvoll, dass wahre Stärke nicht allein von Macht abhängt. Gerade deshalb fiebert man bei jeder seiner Entscheidungen mit. Auch Kitai erhält diesmal eine wesentlich größere Rolle, was der Geschichte zusätzlich guttut – ihre Dynamik mit Tavi gehört ohne Zweifel zu den Highlights des Romans.

Fazit: „Codex Alera 2: Im Schatten des Fürsten“ ist packend, emotional und gewaltig inszeniert. Der Roman liest sich unglaublich flüssig und entfaltet einen solchen Sog, dass man ihn kaum aus der Hand legen kann. Sowohl Haupt- als auch Nebenfiguren wirken lebendig und verleihen der Handlung ständig neue Energie. Wer einmal in diese Reihe eintaucht, wird kaum widerstehen können – am besten stehen die restlichen Bände bereits griffbereit im Regal.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.05.2026

Pokemon trifft auf Rom

Codex Alera 1
0

Schon lange hat mich keine Fantasy-Reihe mehr so gefesselt wie Codex Alera. In den vergangenen Monaten habe ich viele aktuelle Fantasy-Romane gelesen, doch oft fehlte mir entweder die Atmosphäre, die Spannung ...

Schon lange hat mich keine Fantasy-Reihe mehr so gefesselt wie Codex Alera. In den vergangenen Monaten habe ich viele aktuelle Fantasy-Romane gelesen, doch oft fehlte mir entweder die Atmosphäre, die Spannung oder einfach das gewisse Etwas, das einen dazu bringt, jede freie Minute weiterlesen zu wollen. Hier war das komplett anders.

Was mich von Beginn an begeistert hat, ist die unglaublich cineastische Erzählweise. Jim Butcher beschreibt Schauplätze, Kämpfe und Stimmungen so lebendig, dass man die Handlung nicht nur liest, sondern regelrecht vor sich sieht. Viele Szenen wirkten auf mich wie Sequenzen aus einem aufwendig produzierten Fantasy-Film – dynamisch, bildgewaltig und voller Energie.

Dabei schafft es der Roman, Spannung dauerhaft aufrechtzuerhalten, ohne künstlich dramatisch zu wirken. Die Kapitel enden oft genau an den richtigen Stellen, sodass man automatisch weiterlesen möchte. Trotzdem fühlt sich das nie billig oder konstruiert an, sondern sehr natürlich in den Verlauf der Geschichte eingebunden.

Besonders gelungen fand ich die Figuren. Obwohl Tavi klar im Mittelpunkt steht, dreht sich die Handlung nicht ausschließlich um ihn. Stattdessen begleiten wir immer wieder unterschiedliche Charaktere mit eigenen Zielen, Konflikten und Sichtweisen. Genau diese Wechsel sorgen dafür, dass die Welt größer und lebendiger wirkt. Es gibt kaum eine Figur, die belanglos erscheint – selbst Nebencharaktere hinterlassen Eindruck.

Auch das Magiesystem hat mir überraschend gut gefallen. Die Idee, Kräfte über verschiedene Elemente zu nutzen, ist zwar im Fantasy-Genre nicht neu, wird hier aber außergewöhnlich stimmig umgesetzt. Die Fähigkeiten wirken nachvollziehbar, haben klare Grenzen und fühlen sich nie wie ein beliebiges Mittel zum Zweck an. Gerade in den Kampfszenen entsteht dadurch ein enormes Tempo und eine starke Bildkraft.

Die oft erwähnten römischen Einflüsse empfand ich übrigens eher als Bereicherung. Zwar orientieren sich viele militärische Begriffe und Strukturen an der Antike, doch das verleiht der Welt eine eigene Identität, anstatt störend zu wirken. Nach kurzer Zeit gehört dieser Stil einfach selbstverständlich zur Atmosphäre des Romans.

Positiv überrascht war ich außerdem davon, wie ausgewogen der Ton des Buches ist. Die Geschichte wird stellenweise düster und brutal, ohne sich in unnötigen Gewaltdarstellungen zu verlieren. Härtere Szenen dienen der Handlung und erzeugen Spannung, statt lediglich schockieren zu wollen.

Am meisten beeindruckt hat mich letztlich aber, wie mühelos sich das Buch lesen lässt. Trotz des Umfangs fliegt man förmlich durch die Seiten, weil die Handlung konstant interessant bleibt und kaum Längen entstehen. Genau so stelle ich mir moderne Fantasy vor: spannend, atmosphärisch, bildgewaltig und voller mitreißender Figuren.

Für mich definitiv eines der unterhaltsamsten Fantasy-Bücher der letzten Jahre – und eine Reihe, bei der ich sofort Lust hatte, direkt zum nächsten Band zu greifen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere