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Chrihart

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Vom Verständigen auf einen gemeinsamen Nenner

GRRRIZZLY
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Starke Bilderbuchseiten dafür, wie man eine gemeinsame Lösung findet und auf den anderen eingehen kann

In dem Bilderbuch „GRRRIZZLY" von Hervé Le Goff, im Von Hacht Verlag erschienen, stehen zwei Bären ...

Starke Bilderbuchseiten dafür, wie man eine gemeinsame Lösung findet und auf den anderen eingehen kann

In dem Bilderbuch „GRRRIZZLY" von Hervé Le Goff, im Von Hacht Verlag erschienen, stehen zwei Bären im Mittelpunkt, ein Braunbär und ein Waschbär. Der aktive Waschbär macht begeistert Vorschläge für die Tagesgestaltung und hat immer neue Ideen, die er dem Freund in den schillerndsten Farben ausmalt. Der lethargische haarige Braunbär hat allerdings keine Lust dazu, ist mürrisch, meckert und findet an allem das berühmte Haar in der Suppe.

Er kann sich nicht gut auf Neues einlassen. Die unterschiedlichen Charaktere sind besonders gut gelungen, denn sie sind so gut befreundet, dass sie trotz unterschiedlicher Bedürfnisse gerne Zeit miteinander verbringen wollen. Schön ist, dass sie es am Ende auch schaffen und der Tag dann doch noch schön wird.

Die leuchtenden Illustrationen gefallen mir ausgesprochen gut. Sie sind immer im Wechsel in totalen Einstellungen (long shots) und in nahen Einstellungen (close-ups) gestaltet. Die pessimistische Sicht des Braunbären wird als Close-up und mit wenigen Farben dargestellt und das, was z. B. negativ am Vorschlag mit dem Trockenwehen lassen sein könnte: die unangenehme kalte Brise bei triefenden nassen Haaren. Die optimistische Sicht des Waschbären wird als Long Shot und in den schönsten Farben und im sonnigen Licht dargestellt und das, was positiv an dem Vorschlag sein könnte: dass man schnell wieder trocken ist und eine traumhafte Aussicht von dem umwehten Berg herunter ins Tal hat.

Die jungen Leser können bildhafte Eindrücke von einer Diskussion bekommen. Der eine hat das Argument dafür, der andere ein anderes dagegen. Und am Ende steht die Einigung auf etwas, das für beide in Ordnung ist und eine rosige Landschaft, die in schönes Abendlicht getaucht wird, mit den beiden ungleichen Freunden darin.

Denn nach einigen gescheiterten Versuchen ändert der Waschbär seine Kommunikation, um den Freund zum Mitmachen zu bewegen. Nachdem er Vorschläge gemacht hat, fragt er, was denn bitte schön der Braunbär möchte. Beim Vorlesen kann man gut in den Dialog mit den jungen Zuhörern kommen. Darüber, was man mag und, was nicht. Dass man auch mal unterschiedlicher Meinung sein darf.

In diesem Buch, das mit wenig Text auskommt, gibt es nur auf jeder zweiten Doppelseite kurze Sätze. Stattdessen kann man die Bilder auf sich wirken lassen und selbst Worte für die wunderbar ausdrucksstarken Zeichnungen finden und die großartig stimmungsvollen Szenen beschreiben, in denen das gemeinsame genussvolle Erleben dargestellt wird.

Fazit: Ein Bilderbuch mit eigenwilligen Figuren und zauberhaften Bildern über das Verständigen auf einen gemeinsamen Nenner.

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Veröffentlicht am 23.08.2025

Agentin Asta übersetzt und ermittelt - Nürnberger Prozesse lebendig erzählt

Die Dolmetscherin
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Mitreißender Geschichtsroman um die Agentin und Dolmetscherin Asta. Sie ermittelt gegen die Nazis und gerät immer mehr zwischen die Fronten.

Mit Asta ist dem preisgekrönten Titus Müller eine faszinierende ...

Mitreißender Geschichtsroman um die Agentin und Dolmetscherin Asta. Sie ermittelt gegen die Nazis und gerät immer mehr zwischen die Fronten.

Mit Asta ist dem preisgekrönten Titus Müller eine faszinierende Figur gelungen! In seinem Buch mit dem Titel „Die Dolmetscherin“, das im Heyne Verlag erschienen ist, arbeitet sie 1945 als Dolmetscherin im Kurhotel Palace in Mondorf-les-Bains. Dort hält die US-Armee Nazi-Größen gefangen und verhört sie. Göring gibt sich wie ein König und bringt insgesamt 16 Koffer mit. Er ist höhnisch, herablassend und arrogant, keineswegs demütig. Asta übersetzt bei den Verhören, reist dann mit nach Nürnberg zu den Prozessen und wird jeden Tag im Gerichtssaal die Aussagen ins Englische simultan übersetzen. Sie kämpft mit jeder Menge Widrigkeiten. Verständlich ist ihre Wut über das Herausreden und Verharmlosen der Schuldigen. Keine leichte Aufgabe, als Dolmetscherin neutral zu bleiben.

Spannend finde ich bei der Figur Asta, dass sie für verschiedene Geheimdienste arbeitet und dabei aber ihre eigene Rechnung offen hat. Sie ist Göring als Kind begegnet. Eine Verwandte, die für sie eine Art Mutterersatz war, wurde zu Tode gefoltert. Asta ist mutig und entschlossen, die Täter hinter Gitter zu bringen. Sie trifft im Kurhotel Leo. Er interessiert sich ebenso wie sie für bestimmte Informationen. Die Anziehung zwischen den beiden ist offensichtlich. Er hat zwar einen Sohn, aber seine Frau hat nicht auf ihn gewartet und sich in seiner Abwesenheit einem anderen zugewendet. Leo kümmert sich neben seinem Auftrag in Nürnberg um Robert, so weit das möglich ist. Ein tröstlicher Abschnitt, als Robert in die Schule kommt und er sich über den Besuch seines Vaters freut. Leo und sie bringen sich in Gefahr und die Spannung wächst.

Es kommen viele Figuren zu Wort bzw. ihre Perspektive wird eingenommen. Die Erzähl-Perspektiven sind genial ausgewählt und sehr eindrücklich. Ich finde es spannend, wie der Transport der Gefangenen beschrieben wird und auch das Geschehen im Gericht. Es gibt viele Details und ich konnte die Bilder der Szenen deutlich vor mir sehen. Alles ganz präzise recherchiert und mittendrin finden wir die fiktive Asta, die über sich hinauswächst für das hehre Ziel. Göring will, dass Asta eine Nachricht herausschmuggelt. Ist es eine verschlüsselte Botschaft? Asta hat etwas zu verlieren und auch die Beziehung zu Leo macht sie angreifbar. Sie wird von allen Richtungen unter Druck gesetzt.

Klar wird auch, dass der gefährliche Nazi Naujocks buchstäblich über Leichen geht. Der Prozess geht inzwischen ans Eingemachte. Das Buch nimmt Fahrt auf und das Erzähltempo erhöht sich. Titus Müller erzählt gekonnt die harten Fakten, verpackt in einer brillanten Geschichte um die Dolmetscherin und Agentin Asta, die einem so nahe ist, als wäre sie eine Nachbarin oder eine Freundin. Das berührt und bringt einen zum Nachdenken. Ab wann ist man ganz auf der falschen Seite? Ab wann gibt es kein Zurück mehr? Wird Asta in der Notlage wirklich zur Verbrecherin, wie die, die sie verabscheut und bekämpft? Können Leo und Asta die Entführung von Göring aus der Haft noch verhindern? Der letzte Teil ist ein großartiger Showdown. Alle Fäden werden geschickt zusammengeführt.

Fazit: Am Ende steht die Erkenntnis, dass Hass nicht mit Hass beantwortet werden darf. Mir gefällt, dass auch noch erklärt wird, welche historischen Fakten wie in die Geschichte eingebunden wurden. Insgesamt ein beeindruckendes und informatives Buch über die traumatische deutsche Geschichte, das sich faszinierender Weise ganz leicht lesen lässt.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Debütroman - einzigartig wie Knallkrebse

Knallkrebse
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Der Debütroman Knallkrebse von Christian Mitzenmacher, in der Frankfurter Verlagsanstalt erschienen, hat einen außergewöhnlichen Titel. Was hat also der Titel mit der Geschichte zu tun? Knallkrebse sind ...

Der Debütroman Knallkrebse von Christian Mitzenmacher, in der Frankfurter Verlagsanstalt erschienen, hat einen außergewöhnlichen Titel. Was hat also der Titel mit der Geschichte zu tun? Knallkrebse sind nämlich Garnelen, die mit ihren Scheren einen lauten Knall erzeugen und so ihre Beute (Würmer, kleine Fische) betäuben. Ich bin sehr gespannt der Geschichte gefolgt, die die Lesenden unter anderen auch nach Frankreich führt, aber bevor der Schauplatzwechsel Licht in einige unklare Verhältnisse bringt, erzählt der Autor die Geschichte eines zunächst eher oberflächlichen Zweckbündnisses, das aber dann im Laufe der Geschichte zu einer intensiven Freundschaft führt und wie in jeder guten Geschichte müssen Tom und Farid einige Hindernisse gemeinsam durchstehen, bis sie sich als echte Freunde bezeichnen können.

Farid (Flüchtling) und Tom (deutscher Physikstudent) könnten unterschiedlicher nicht sein und doch gibt es irgendwann auch bei ihnen die berühmten Schnittmengen und ein tiefes gegenseitiges Mitgefühl. Die Lesenden lernen nebenbei sehr viel über das Thema Flucht. Tom erzählt in einigen Abschnitten Farids Geschichte in dessen Beisein nach und Farid ergänzt sie dann. Diese Fluchterlebnisse können natürlich eine Freundschaft auch auf die Probe stellen.

Dieser ungewöhnliche Roman hat mir gut gefallen. Als Leser wird man direkt in die Handlung und die Gedanken von Tom hineingeworfen. Erst allmählich lernt man die Protagonisten kennen. Es gibt viele kurze Sätze und Dialoge, diese geben dem Text ein schnelles Tempo. Die Szenen kann man sich gut vorstellen, es sind einzelne Schlaglichter auf die Hauptfiguren: Tom, Farid, Laura, Lukas, Yev, Sofie, Pari. Ich fand es erstaunlich und fast etwas befremdlich, dass Tom als Anfangsmotivation angibt, einen Flüchtling zu begleiten, nur um seinen Lebenslauf optimieren zu wollen.

Es bleibt spannend, wie sich die Mosaiksteine zu einem Bild zusammensetzen. Die Figuren entwickeln sich. Dass Farid zeitweise so niedergeschlagen ist, weil er nichts tun kann, ist kaum für den Leser zu ertragen. Sehr gut beschrieben sind die Szenen, in denen Farid eine Art Depression entwickelt. Das Thema ist ein wichtiges, eine der traurigen Fassetten der Vertriebenen und Verfolgten, die ihre Angehörigen und Lieben zurücklassen müssen. Und so aktuell, wo gerade jetzt viele wieder abgeschoben werden und der Nachzug der Angehörigen gestoppt wird. Farid hat Pari zurückgelassen. Was ist aus ihr geworden? Farids Vater taucht überraschend auf. Auch er hat die Flucht geschafft und scheint ebenso wie Farid ein netter Kerl zu sein, aber nervlich wesentlich stabiler zu sein als der Sohn.

Fazit: Am Schluss kommen alle Figuren wieder zusammen und es gibt einen positiven Ausblick. Der Schreibstil war durchweg angenehm zu lesen und im Laufe der Geschichte gibt es viele Stellen, die einen nachdenklich zurücklassen. Ein Buch, das erst allmählich seine Wirkung entfaltet. In jedem Fall lohnenswert zu lesen.

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Veröffentlicht am 12.07.2025

Emotional verstricktes Ermittlerpaar löst ersten Fall

Professor Jordan und das Geräusch von nassem Herbstlaub im Sommer
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Der Reihenauftakt besitzt Tiefe, Spannung, Drama und Romantik. Es geht in diesem Buch um Freundschaft, Verlust und Schmerz, die Wahrheit und um die Liebe. Mir gefällt die Figur des Professors ausnehmend ...

Der Reihenauftakt besitzt Tiefe, Spannung, Drama und Romantik. Es geht in diesem Buch um Freundschaft, Verlust und Schmerz, die Wahrheit und um die Liebe. Mir gefällt die Figur des Professors ausnehmend gut: Er ist kauziger als alle anderen Professoren, chronisch schlecht gelaunt, hat geheimnisvolle Freunde, liebt abenteuerliche Reisen ins Ausland, hat nur fünf Studenten, trägt einen Borsalino-Hut, liegt mit seinem Chef im Clinch, raucht irische Zigaretten, trinkt schottischen Whiskey, liest an den freien Tagen im Morgenmantel in seiner Bibliothek, legt die Füße auf den Schreibtisch und macht in den Pausen ein Nickerchen... So einen politisch inkorrekten Typen sucht man in der heutigen Buchlandschaft vergebens.

Sein Auftreten ist also verschlossen und zuweilen grimmig. Er ist außerdem der neuesten Technik gegenüber kritisch eingestellt. Professor Jordan erinnert den Leser mitunter an den Abenteurer Indiana Jones. Victoria Michailowna ist aus der Ukraine und raubt den Männern den Atem, so schön ist sie. Ihre Augen sind eisblau und ihre Beweggründe im ersten Moment nicht zu ergründen. Die Schwester gehört zu den zahlreichen Toten in dem Buch. Das Ermittlerpaar muss in dem Buch mit dem Titel Professor Jordan und das Geräusch von nassem Herbstlaub im Sommer, im Casaubon Verlag erschienen, seinen ersten Fall lösen. Dabei geht es um Mythologie und künstliche Intelligenz. Beides Fächer und Projektinhalte an der Universität in Darmstadt, an der Professor Jordan unterrichtet.

Der Autor Matthias Besier hat sein Debüt unter einem Pseudonym geschrieben. Ihm gelingt es, die Spannung bis zum Schluss zu halten und den Leser so zu fesseln, dass man die Geschichte in wenigen Tagen zu Ende liest. Es gibt viele falsche Fährten und einige überraschende Wendungen. Bis zum Finale in Venedig – das Paar ermittelt in verschiedenen Ecken der Welt – bleibt die Lösung für den Leser im Dunkeln. Jordan ist der geheimnisvollen Frau verfallen, auch sie ist nicht abgeneigt, doch so viel sei im Vorfeld verraten, ein Happyend ist vorerst nicht vorgesehen. Vielleicht im nächsten Band? Derweil haben die zwei alle Hände voll zu tun, dem Bösewicht nicht selbst ins Netz zu gehen. Denn dieser spielt gerne mit seinen Opfern und sie stehen ebenfalls auf seiner Liste. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Kann man den Bösewicht überhaupt noch stoppen?

Fazit: Ein vielschichtiger Krimi mit einem ungewöhnlichen Ermittlerteam und einer besonderen Liebesgeschichte. Obwohl Professor Jordan sich zunehmend im großen Gefühl verliert, bleibt die Geschichte kitschfrei. Die Mischung aus Nervenkitzel, komplexen Charakteren und der Entwicklung einer romantischen Anziehung fesselt.

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Veröffentlicht am 03.07.2025

Darüber, wie man Mut fasst - So macht das Freibad Spaß!

Schwimmbad
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Kurzmeinung: Eine unwiderstehliche Mischung aus geballtem Wissen, sinnlichem Erleben und einer unschlagbaren Geschichte über das Thema Angst überwinden

Natürlich kennt fast jeder Freibäder, aber in so ...

Kurzmeinung: Eine unwiderstehliche Mischung aus geballtem Wissen, sinnlichem Erleben und einer unschlagbaren Geschichte über das Thema Angst überwinden

Natürlich kennt fast jeder Freibäder, aber in so einer umfassenden Art nicht unbedingt, hier lernt jeder noch etwas. Der Illustratorin Eilika Mühlenberg ist pünktlich zur Hitzewelle ein besonderes Meisterstück gelungen. Im Gerstenberg Verlag ist das von ihr gestaltete Bilderbuch „Schwimmbad“ erschienen. Es ist umfangreicher als die üblichen Bilderbücher und ist sowohl Sachbuch als auch Erzählbuch.

Wie in anderen Wimmelbüchern auch, jede Doppelseite funktioniert nämlich wie ein Wimmelbuch, entdecken die geübten Bilderbuch-Leser die durchgehende Geschichte, die mit Papa, Tomi und Lino an der Kasse beginnt. Sie ziehen sich in der Umkleidekabine um, sehen sich verschiedene Schwimmstile an, unternehmen Schwimmversuche, gehen nach einer Weile lieber ins Nichtschwimmerbecken, tauschen die Rollen und zögern beim Springen. Dann haben sie Spaß im Ruhebereich, Erlebnisbad und bei den Rutschen. Bis zum finalen Abbrausen unter der Dusche und dem Haare föhnen hat Tomi doch noch ein paar Schwimmstöße gelernt und will demnächst unbedingt wieder ins Schwimmbad gehen.

Dabei beweist Mühlenberg viel Witz und Beobachtungsgabe sowie ein untrügliches Gespür für Situationskomik. Auf der Eistafel gibt sie einigen Eissorten lustige Fantasienamen und zu den echten Schwimmabzeichen kombiniert sie welche, die es geben sollte. Bei all dem linearen Erzählen werden immer wieder auch neue Aspekte behandelt und Fragen beantwortet wie: Wie sah ein Schwimmbad früher aus? Was gibt es für technische Apparaturen im Keller des Bades? Sogar solche Fragen wie: Wie hat die Malerin Katherine Bradfort das Thema Schwimmen dargestellt? Und wie hat Mühlenberg selbst mit verschiedenen Techniken das Buch illustriert? Zum Beispiel erfährt man, dass sie mit Wellpappe-Abdruck gearbeitet hat, Aquarellfarben mit Salz kombiniert und mit Wachsstiften in feuchte Farbe gezeichnet hat.

Gearbeitet hat sie auch mit Foto-Collagenelementen. Da stößt der Betrachter auf grün schimmernde Fliesen, flauschige Handtücher, pralle Rettungsringe und grau gestrichene Filteranlagen, die perfekt ins Bild integriert worden sind. Sie hat wunderbar ansprechende Bilder für den Spaß im Wasser und alles drumherum gefunden. In den Grün-, Blau und Orangetönen schwelgt sie mit Stift und Pinsel und lässt das Wasser sich in Fontänen ergießen, es schillern und spritzen. Sie nähert sich dem Thema Wasser experimentell und erschafft ein sinnliches Erlebnis für die Betrachter. Ein Tipp: Wer die Originale sehen möchte, die Illustrationen werden vom 14.07. bis zum 23.07.2025 während der Kinder- und Jugendbuchwochen in der Stuttgarter Stadtbibliothek ausgestellt.

Das Buch kommt wie ein Silent Book ohne viele Worte aus. Einige Wörter hat Mühlenberg als Schilder eingefügt oder sie hat Wörter in Wortfeldern zusammengestellt, zum Beispiel zum Thema Bademode und Tauchen. Die Kinder bekommen neue ästhetische Bildwelten und Wortfelder an die Hand gegeben, um selbst ins Erzählen zu kommen und so ihren Sprachschatz zu erweitern. Da merkt man, dass sie zum Fach Kommunikationsdesign auch Kunstpädagogik studiert hat.

Fazit: Absolut empfehlenswert!

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