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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2025

Spannend, Spannend, Spannend!

Aargauer Vergeltung
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Von Ina Haller habe ich schon einige Regionalkrimis gelesen. Sie habe mich blendend unterhalten und mich fleißig rätseln lassen. Als ich ihr neues Werk „Aargauer Vergeltung“ gesehen habe, da habe ich gleich ...

Von Ina Haller habe ich schon einige Regionalkrimis gelesen. Sie habe mich blendend unterhalten und mich fleißig rätseln lassen. Als ich ihr neues Werk „Aargauer Vergeltung“ gesehen habe, da habe ich gleich zugegriffen. Das ca. 272 Seiten starke Werk ist Ende Januar im Verlag emons erschienen. Das emons-typische Cover hat mich gleich fasziniert. Das Blutrot der Blätter umgeben von den weißen Eiskristallen vor dem grauen Hintergrund lenken meinen Blick sofort auf den Titel. Neugierig starte ich in die Geschichte.
Eine junge Autorin stirbt. Ihr Name ist Melissa Sonderegger und sie hat gerade mit ihrem Debütroman die Bestsellerlisten gestürmt. Davon träumt jeder Autor. Exakt wie die Tote in ihrem Krimi starb Melissa an einer Vergiftung. Andrina fragt sich, ob das ein Zufall ist. Als die Verlagsräume verwüstet werden und eine Kollegin von ihr verschwindet, ist ihr schnell klar, dass das kein Zufall ist.
Von der ersten bis zur letzten Seite gelingt es Ina Haller, meinen Geist mit ihrer Geschichte zu beschäftigen. Einmal mit dem Lesen gestartet, gelingt es mir nicht, das Buch wieder aus der Hand zu legen und so lese ich „Aargauer Vergeltung“ an einem Abend durch. Doch keine Angst. Die Autorin hat ihren Kriminalroman in 20 Kapitel unterteilt. Es ist durchaus möglich, das Werk in mehreren Teilen zu lesen. Es gelingt mir nur nicht.
Früh präsentiert mir Ina Haller die tote Melissa Sonderegger. Ihren Spannungsbogen pflegt sie geschickt mit immer neuen Informationen, die mich regelmäßig neu denken lassen. Sie beschäftigt mich nebenbei mit vielen Themen der Bücherwelt, z. B. mit Fragen nach dem Urheberrecht, Künstlicher Intelligenz oder Chat Gpt. Relativ früh habe ich zwar die richtige Ahnung, dass Melissa ihr Buch vielleicht nicht selber geschrieben hat, doch die Auflösung der Autorin haut mich vom Hocker.
Alles in allem hat Ina Haller mit „Aargauer Vergeltung“ einen Regionalkrimi aus der Schweiz auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Krimis zum Miträtseln liebt, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 5 kriminell gute Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 18.02.2025

Gelungen!

Plotpourri
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Von Alexandra Scherer habe ich bereits den hervorragenden Regionalkrimi „Eiskalter Tod“ gelesen. Als ich „Plotpourri, Kauzige Kreaturen“ entdeckt habe, habe ich gleich zugegriffen. Die Autorin hat die ...

Von Alexandra Scherer habe ich bereits den hervorragenden Regionalkrimi „Eiskalter Tod“ gelesen. Als ich „Plotpourri, Kauzige Kreaturen“ entdeckt habe, habe ich gleich zugegriffen. Die Autorin hat die Sammlung von Kurzgeschichten im Jahr 2020 herausgebracht und nun gibt es auch das eBook dazu.

Es ist eine bunte Sammlung von Erzählungen, die mich mit vielen Themen beschäftigen. Jede einzelne hat mich beschäftigt. Dies ist keine Kurzgeschichtensammlung zum nebenbei weg lesen. Dafür sind sie zu schade. Ich empfehle, die einzelne Geschichte zu lesen und diese wirken zu lassen. Alexandra Scherer hat etwas zu erzählen. Sie erzählt von Göttern, von der Liebe, von Einzelschicksalen, von unerwarteten Wendungen und dramatischen Erlebnissen. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Mit „Plotpourri, Kauzige Kreaturen“ hat die Autorin Alexandra Scherer eine gelungene Mischung Kurzgeschichten auf den Büchermarkt gebracht, die zum Nachdenken anregen. Gerne spreche ich eine Leseempfehlung aus für alle, die neugierig auf neue Gedanken sind. Von mir bekommt die Autorin verdiente 4 Lesesterne.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Mörderisches Bardolino!

Salute - Die letzte Fahrt
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Den Kriminalroman “Salute, Die letzte Fahrt” hat Friedrich Kalpenstein im Februar 2025 gemeinsam mit dem Verlag Edition M herausgebracht. Das Cover passt gut in die Reihe, zum Genre und zur Geschichte.
Paul ...

Den Kriminalroman “Salute, Die letzte Fahrt” hat Friedrich Kalpenstein im Februar 2025 gemeinsam mit dem Verlag Edition M herausgebracht. Das Cover passt gut in die Reihe, zum Genre und zur Geschichte.
Paul Zeitler spaziert morgens an der Uferpromenade am wunderschönen Gardasee entlang und wundert sich über einen Hundebesitzer, der in voller Montur ins Wasser springt. Er sieht genauer hin und entdeckt eine Leiche. Es ist der Bootsbauer Vincenzo Morelli und Paul ist sich sicher, das war kein Unfall. Dazu kommt, dass Morelli eine Menge Geld bei sich trug und hoch verschuldet war. Paul fragt sich, wer wollte Morelli daran hindern, seine Schuld zu bezahlen?
Diese Frage hat mich mindestens ebenso beschäftigt, wie Paul Zeitler und so bin ich neugierig in den neuen Gardaseekrimi von Friedrich Kalpenstein gestartet. Schnell habe ich mich in den gewohnt flüssigen Schreibstil eingelesen und flugs bin ich in Bardolino gelandet. Pauls Café Monaco kenne ich schon aus „Salute, Der letzte Espresso“ und so habe ich mich gleich heimisch gefühlt. Gefreut habe ich mich über alte Bekannte. Ich war ebenso erstaunt wie Paul, dass seine Ex-Frau Kerstin mit einem Wohnmobil am Gardasee Urlaub macht. Solo.
Friedrich Kalpenstein beschreibt die Gegend, die Menschen und die Gepflogenheiten am Gardasee so bezaubernd, dass ich mich beim Lesen erhole und mich fühle, als sei ich persönlich in Bardolino. Vom ersten bis zum letzten Wort genieße ich diese Erzählung im vollem Umfang. Es fällt mir schwer, das Buch zwischendurch mal aus der Hand zu legen, denn ich möchte immer unbedingt wissen, was denn als nächstes passiert.
Der eigentliche Krimi startet schnell. Der Autor hält die Spannung durchgängig und glänzt an den richtigen Stellen mit unerwarteten Wendungen. Diese setzt er sorgfältig ein, so wirken sie am besten. Im letzten Viertel legt er richtig los und führt mich durch einen fulminanten Showdown, der total spannend ist und meine offenen Fragen beantwortet.
Alles in allem hat der Autor Friedrich Kalpenstein mit “Salute, Die letzte Fahrt” einen Kriminalroman auf den Büchermarkt gebracht in dem einfach alles stimmt. Dafür bekommt er von mir 5 Lesesterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Brilliant, Spannend, Unterhaltsam!

Ostfriesennebel
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Den Regionalkrimi “Ostfriesennebel” hat Klaus-Peter Wolf im Januar gemeinsam mit dem Verlag Goya LiT herausgebracht. Es handelt sich um den 19. Band mit der Ermittlerin Ann Katrin Klaasen. Das zur Reihe ...

Den Regionalkrimi “Ostfriesennebel” hat Klaus-Peter Wolf im Januar gemeinsam mit dem Verlag Goya LiT herausgebracht. Es handelt sich um den 19. Band mit der Ermittlerin Ann Katrin Klaasen. Das zur Reihe passende Cover ist auf Anhieb als ein Teil der erfolgreichen Reihe erkennbar.

Ann Katrin Klaasen ist irritiert. Vor ihr sitzt Carina Oberdieck. Die zweifache Mutter erklärt ihr, ihr Mann sei nicht ihr Mann. Ihr Mann sei tot. Für Ann klingt das völlig verrückt. Ihr Instinkt sagt ihr jedoch, dass an dieser Geschichte etwas dran ist. Auch wenn ihr die Leiche fehlt. Am nächsten Tag wird die Leiche einer jungen Frau auf den Eisenbahngleisen gefunden. Da fragt sie sich, ob beide Fälle vielleicht miteinander zu tun haben.

Von Klaus-Peter Wolf liebe ich all seine Helden. Neben der Ostfriesenreihe habe ich die vollständige Reihe “Rupert Undercover” und “Ein mörderisches Paar” gehört. Das Erscheinen von “Ostfriesennebel” konnte ich kaum abwarten. Kaum hatte ich das Hörbuch in der Hand, da habe ich es schon angeschmissen. Alles andere musste an dem Abend warten. Als Hörbuchsprecher ist der Autor ein Unikat. Niemand kennt seine Figuren so gut wie er. Niemand kennt all ihre Stärken und Schwächen so gut wie er und niemand kann sie so gut in Szene setzen wie er. Als Hörbuchsprecher ist Klaus-Peter Wolf ein besonderes Erlebnis.

Vom ersten bis zum letzten Ton habe ich mit diesem Hörbuch jede Menge spannende Stunden erlebt. Gewohnt detailreich und mit viel Lokalkolorit geschmückt führt der Autor mich durch seinen Kriminalfall. Ich lerne Wollenweber vom BKA genauso kennen wie Charakterzüge seiner bekannten Figuren, die ich so noch nicht kannte. Besonders gelacht habe ich über die Szenen von Rupert, Beate und Ruperts Schwiegermutter.

Im Kriminalfall glänzt Klaus-Peter Wolf mit einem sauberen Spannungsbogen und unerwarteten Wendungen. Am Ende löst er sauber auf und meine Fragen sind beantwortet.

Alles in allem hat der Autor mit “Ostfriesennebel” ein echtes Meisterstück auf den Büchermarkt gebracht, das Fans und alle die es werden wollen sicherlich begeistern wird. Von mir bekommt der Autor verdiente und frisch polierte Lesesterne. Besser geht das nicht.

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Erholsam, Unterhaltsam, Lesenswert!

Das kleine Berghotel am Wasserfall / Schreib mir einen Brief
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Nach einem anstrengenden Arbeitstag habe ich zu “Schreib mit einen Brief” von Heidi Troi gegriffen. Den Roman hat sie im Februar 2025 herausgebracht. Schon ein Blick auf das Cover beruhigt meine angegriffenen ...

Nach einem anstrengenden Arbeitstag habe ich zu “Schreib mit einen Brief” von Heidi Troi gegriffen. Den Roman hat sie im Februar 2025 herausgebracht. Schon ein Blick auf das Cover beruhigt meine angegriffenen Nerven. Es wirkt warmherzig und friedlich auf mich. Gespannt mache ich mich an das Lesen.

Im Internet lernen sich die beiden Hauptfiguren Sina und Jason als Bunny und Blackpanther kennen. Sie tauschen sich miteinander aus und es entwickelt sich eine Brieffreundschaft, in der sie sich ihre geheimen Gedanken anvertrauen. In einem sind sie sich sicher. Kennenlernen wollen sie sich auf keinen Fall. Nun wären wir hier nicht in einer Liebesgeschichte von Heide Troi, wenn das auch so klappen würde. Es dauert gar nicht lange und beide Protagonisten treffen sich im kleinen Berghotel. Sie erkennen sich nicht gleich, doch dauert es nicht allzu lange, bis es soweit ist.

Vom ersten bis zum letzten Buchstaben liest sich der Roman von Heidi Troi leicht und locker. Ihr Schreibstil ist bildhaft, so dass ich mir alles gut vorstellen kann. Diesen Roman habe ich in zwei Abenden gelesen, das lag schlicht daran, dass ich am ersten Tag einfach zu müde war.

Mit einer gelungenen Mischung aus Unterhaltung, Romantik, einem Hauch Nostalgie und ein wenig Gesellschaftskritik hat die Autorin Heidi Troi mit “Schreib mir einen Brief” einen Liebesroman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Von mir bekommt sie dafür verdiente 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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