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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.06.2026

Nicht so gruselig

Das Gutshaus im Nebel
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Ende Februar 2026 hat die Autorin Katja Angenent gemeinsam mit dem Verlag emons: den Mystery-Roman „Das Gutshaus im Nebel“ herausgebracht. Auch wenn das Cover den Zusatz Kriminalroman trägt halte ich Mystery ...

Ende Februar 2026 hat die Autorin Katja Angenent gemeinsam mit dem Verlag emons: den Mystery-Roman „Das Gutshaus im Nebel“ herausgebracht. Auch wenn das Cover den Zusatz Kriminalroman trägt halte ich Mystery für das passendere Genre. Dann passen der Titel und das Cover gut zur Geschichte.
Es ist das Jahr 1882. Die junge Charlotte Jäger staunt nicht schlecht. Sie bekommt eine Stellung angeboten, wo sie nicht nein sagen kann. Sie soll einen heranwachsenden Adelsjungen auf dem Gut Valarian betreuen. Als Lehrerin ist sie dafür qualifiziert und das Geld kommt ihr gelegen. Kaum dort angekommen fragt sie sich jedoch, ob das so die richtige Entscheidung gewesen ist, die sie getroffen hat.
Ich lese gerne und viel. Am liebsten Regionalromane. Gerne mache ich Ausflüge in das Mystery-Genre und das macht mir meistens großen Spaß.
Der Start in die Geschichte ist mir gut gelungen. Der Schreibstil von Katja Angenent liest sich leicht und locker. Ich kann ihren Worten gut folgen und mir alles gut vorstellen. Gemeinsam mit Charlotte bemühe ich mich auf Gut Valarian anzukommen. Der Adelssprössling macht es ihr alles andere als einfach, er brilliert in der Rolle des Stinkstiefels im Mini-Format. Der Herr des Hauses ist mir auch nicht sympathischer. Es gibt merkwürdige Verbote. Charlotte darf das Anwesen nicht verlassen, in der Dunkelheit nicht in den Garten, sie hört merkwürdige Geräusche und sieht sich selbst auf einem Foto. Dafür bekommt sie herrliche Kleidung bereitgestellt und eine Angestellte zur Hand, die ihr zeigen soll, wie sich eine Dame zu kleiden und zu frisieren hat. Als ihr suggeriert wird, sie sei geisteskrank, neigt Charlotte dazu, sogar das zu glauben.
Mir geht das ein wenig zu weit. Nun wissen wir alle, dass es eine logische Erklärung für all diese Vorkommnisse geben muss und geben wird. Und die gibt es auch. Nach und nach löst Angenent das Rätsel um diese Villa im Nebel. Dabei wird mir leider nicht gruselig und das ist schade. Es gibt viele andere Geschichtenerzähler, die das schaffen.
Alles in allem hat Katja Angenent mit „Ein Gutshaus im Nebel“ einen Mystery-Roman auf den Büchermarkt gebracht, der mich nicht überzeugt hat. Von mir bekommt die Autorin 3 verdiente Lesesterne, denn diese Geschichte hat mich trotz meiner Kritik gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 25.06.2026

Mörderisches Erzgebirge!

Finsteres Erzgebirge
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Ende Februar 2026 hat die Autorin für Spannungsliteratur Danielle Zinn gemeinsam mit dem Verlag emons: den Kriminalroman „Finsteres Erzgebirge“ auf den Büchermarkt gebracht. Das Cover passt gut in das ...

Ende Februar 2026 hat die Autorin für Spannungsliteratur Danielle Zinn gemeinsam mit dem Verlag emons: den Kriminalroman „Finsteres Erzgebirge“ auf den Büchermarkt gebracht. Das Cover passt gut in das Genre und in die Reihe. Es handelt sich um den 3. Teil der Reihe mit dem Hauptkommissar Alexander Berghaus und seiner Kollegin Anne Keller. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Mit Vorkenntnissen macht es mehr Spaß.
Meiner Meinung nach hat Danielle Zinn mit ihrer Krimireihe aus dem Erzgebirge einer der besten Reihen auf den Büchermarkt gebracht. Sie ist eine unglaublich gute Erzählerin und kennt das Erzgebirge auch in seinen dunkelsten Tagen.
Alexander Berghaus und Anne Keller sind zwei Protagonisten, die es nicht leicht miteinander haben. Anne Keller ist in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen und dennoch Polizistin geworden. Beide verbindet eine Liebe, die alles andere als einfach ist. Anne ist im 9. Monat schwanger und es ist unklar, ob Alexander der Vater ist, oder ob das Kind die Folge einer Vergewaltigung ist. Annes Kindheit steht oft zwischen ihnen und belastet den Alltag. Das hat Folgen auch für die Arbeit von Berghaus. In diesem Teil kommt er an einen Punkt, wo er sich entscheiden muss. Für Anne oder für den Kommissar in ihm. Mit seiner getroffenen Entscheidung muss er leben. Ob er will oder nicht. Ich bin gespannt, wie sie sich auf seine weitere Entwicklung auswirkt.
Der Krimi spielt in Crottendorf, einem Ort im Erzgebirge. Bei einem Hexenfeuer verschwindet ein Mädchen spurlos und das soll nicht das letzte sein. Alexander Berghaus wird von Seite zu Seite nervöser, denn seine Tochter ist in dem gleichen Alter, wie das oder die verschwundenen Mädchen. Gemeinsam mit Anne Keller kämpft er einen Wettlauf gegen die Zeit.
Vom ersten bis zum letzten Buchstaben ist diese Erzählung unglaublich spannend. Über knapp 350 Seiten habe ich das Gefühl, ich sei mitten im Geschehen und es liegt mit an meiner Konzentration, ob Alexander und Anne die Mädchen rechtzeitig finden.
Mein Fazit: Mit „Finsteres Erzgebirge“ ist Danielle Zinn ein Regionalkrimi gelungen, der mit zu den besten gehört, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Hier passt alles. Hier stimmt alles. Wer also Lust auf ein paar spannende und unterhaltsame Lesestunden im Erzgebirge hat, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 5 auf Hochglanz polierte Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 18.06.2026

Humorvoll, Spannend, Unterhaltsam!

Salute - Das letzte Foto
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Im Juni 2026 hat der Autor Friedrich Kalpenstein gemeinsam mit dem Verlag Edition M den Kriminalroman „Salute, Das letzte Foto“ auf den Büchermarkt gebracht. Es ist der vierte Teil mit dem Ex-Polizisten ...

Im Juni 2026 hat der Autor Friedrich Kalpenstein gemeinsam mit dem Verlag Edition M den Kriminalroman „Salute, Das letzte Foto“ auf den Büchermarkt gebracht. Es ist der vierte Teil mit dem Ex-Polizisten und Cafébetreiber Paul Zeitler und dem Commissario Lanza. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Mit Vorkenntnissen macht es mehr Spaß. Das Cover passt gut in die Reihe und zur Geschichte.
Der Fotograf Domenico Spina ist tot. Er wird auf einem Felsvorsprung gefunden. Gesprungen, gestoßen oder abgestürzt? Das sind die Fragen die Lanza beschäftigen, als er sich vor Ort ein Bild macht. Er ist sich schnell sicher, dass der Fotograf nicht abgestürzt ist. Paul Zeitler kann es nicht lassen und unterstützt Lanza wo er kann. Ob er will oder nicht.
Von Friedrich Kalpenstein habe ich schon einiges aus der Prost-Reihe gelesen. Die Salute-Reihe kenne ich von ihrer Geburtsstunde an. Sie ist einfach klasse. Dieser Teil unterscheidet sich ein wenig von den ersten drei Teilen. Sie spielt im größeren Teil außerhalb des Cafés Monaco, das Paul Zeitler betreibt. Dafür komme ich den Genuss, dass der Autor Bardolino und Umgebung so gelungen beschreibt, dass ich mich im Urlaub fühle und die wunderschöne Landschaft direkt vor mir sehen kann. Sehr geschmunzelt habe ich über die Szenen mit den Radfahrern. Der Autor legt ihnen Gedanken und Kommentare in die Szenen, die mir durchaus bekannt vorkommen. Später freue ich mich über die fotografischen Kenntnisse von Spinas Nichte und Paul Zeitlers Hobby. Das Fotografieren von Menschen, die nicht wissen, dass sie fotografiert werden.
Vom ersten bis zum letzten Buchstaben ist es dieser humorvolle Regionalkrimi wert, gelesen zu werden. Über ca. 331 Seiten versorgt der Autor Friedrich Kalpenstein den Leser mit einem feinen Wortwitz, einem spannenden Rätsel, das sauber aufgelöst wird und einem atmosphärisch starkem Lokalkolorit. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band, wenn es wieder heißt „Salute“. Von mir bekommt der Autor 5 verdiente und auf hochglanzpolierte 5 Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 10.06.2026

Kriminell gut!

Der Bulle auf St. Pauli
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Im März 2026 hat der Autor Ben Westphal gemeinsam mit dem Verlag emons: den Kriminalroman „Der Bulle auf St. Pauli“ auf den Büchermarkt gebracht. Es handelt sich um den sechsten Teil mit dem Rauschgiftfahnder ...

Im März 2026 hat der Autor Ben Westphal gemeinsam mit dem Verlag emons: den Kriminalroman „Der Bulle auf St. Pauli“ auf den Büchermarkt gebracht. Es handelt sich um den sechsten Teil mit dem Rauschgiftfahnder im Ruhestand Gerd Sehling. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Mit Vorkenntnissen macht es mehr Spaß.
Gerd Sehling macht das beste aus seiner freien Zeit. Er hilft seiner Freundin Dörthe im Familiencafé Hang Loose und nebenbei arbeitet er als True-Crime-Rauschgiftfahnder auf der Hamburger Reeperbahn. Bei einer von seinen lebendigen Führungen fällt ihm ein Drogenkurier vor die Füße und verliert einen Rucksack voll mit Drogen. Gerd ist klar, da steckt mehr dahinter und er folgt seiner Spürnase.
Von Ben Westphal habe ich schon einige Kriminalromane gelesen. Bei jedem einzelnen habe ich das Gefühl ich bin mittendrin statt nur dabei. Der Autor ist ausgebildeter Kriminalbeamter und seit 2006 im Rauschgiftdezernat tätig. Bei jedem einzelnen Buchstaben über ca. 384 Seiten habe ich das Gefühl, er weiß genau, wovon er schreibt.
Schnell habe ich den Einstieg in den neuen Krimi gefunden. Von Beginn an ist das Tempo hoch. Der Autor erzählt in verschiedenen Erzählsträngen, die sich nachher alle miteinander verdichten. Jedes Mal, wenn ich gerne weiterlesen möchte, dann wechselt er in einen anderen Erzählstrang und ohne nachzudenken kann ich mit gutem Gewissen schreiben, das es richtig spannend ist. Ich kann gar nicht aufhören zu lesen, denn immer möchte ich einfach nur wissen, wie es denn jetzt weitergeht.
Alles in allem hat Ben Westphal mit „Der Bulle von St. Pauli“ einen durchgehend spannenden Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Ein Krimi, der seinem Leser den Atem raubt. Wer Lust auf ein paar kriminell gute Lesestunden auf St. Pauli hat, der ist hier goldrichtig. Von mir bekommt der Autor 5 verdiente Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 03.06.2026

Spannend, Regional, Humorvoll!

Küstenstille
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Im März 2026 hat die Autorin Petra Tessendorf gemeinsam mit dem Verlag emons: den Regionalkrimi „Küstenstille“ herausgebracht. Es ist der vierte Teil mit dem Ermittler Paul Lupin. Das Cover passt gut zur ...

Im März 2026 hat die Autorin Petra Tessendorf gemeinsam mit dem Verlag emons: den Regionalkrimi „Küstenstille“ herausgebracht. Es ist der vierte Teil mit dem Ermittler Paul Lupin. Das Cover passt gut zur Geschichte und n das Genre.
Da ich sehr gerne Regionalkrimis lese und mir nach einem Ausflug an die Ostsee war, habe ich zu „Küstenstille“ von Petra Tessendorf gegriffen. Die Vorgängerbände kenne ich nicht und so kann ich mit Fug und Recht behaupten, dieser Krimi kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Der Kunstsammler Hermann Allweis stürzt tödlich. Seine Schwester will das so nicht hinnehmen. Sie glaubt nicht an einen Unfall und bittet Johann Lupin, den Tod genauer zu untersuchen. Johann beschäftigt sich intensiv mit seinem Fall und der Kunstszene an der Ostsee. Er beschäftigt sich mit verschollenen Bildern, alten Geschichten und verrückten Geheimnissen. Er fragt sich, ob der Tod von Hermann Allweis etwas mit einer alten Geschichte zu tun hat, die vor ca. einhundert Jahren begann…
Es hat nicht lange gedauert, da habe ich mich in den Schreibstil der Autorin eingelesen. Er liest sich flüssig, leicht und locker. Mit modernen Worten beschreibt Petra Tessendorf in einer klaren Sprache die Gegend und Gewohnheiten der Menschen in der Ostseeregion zutreffend und leicht pointiert.
Der Krimi startet mit dem Tod von Allweis früh. Die Ermittlungen laufen, wie in Regionalkrimis üblich, eher gemächlich ab, bis der Fall sauber abgeschlossen ist. Zwischenzeitlich serviert die Autorin gerne mal eine falsche Spur oder eine unerwartete Wendung an der richtigen Stelle, so dass der Leser durchaus gefordert ist und mitdenken darf.
Paul und Johann Lupin haben mich gerne mal schmunzeln lassen. Das ist etwas, was ich an Regionalkrimis liebe.
Alles in allem hat Petra Tessendorf mit „Küstenstille“ einen Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf ein paar unterhaltsame Lesestunden an der Ostsee hat und in einem Krimi auch mal schmunzeln möchte, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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