Unterhaltsam und Lesenswert!
Rosen im AsphaltIm Mai 2026 hat die Autorin Felicitas Fuchs gemeinsam mit dem Verlag Heyne den historischen Roman „Rosen im Asphalt“ herausgebracht. Auf dem Cover sind zwei Frauen zu sehen, die sich gut verstehen. Es ...
Im Mai 2026 hat die Autorin Felicitas Fuchs gemeinsam mit dem Verlag Heyne den historischen Roman „Rosen im Asphalt“ herausgebracht. Auf dem Cover sind zwei Frauen zu sehen, die sich gut verstehen. Es sind die beiden Hauptprotagonistinnen Linda und Irmi.
Felicitas Fuchs ist ein Pseudonym der Autorin Carla Berling. Von ihr habe ich schon einige Erzählungen gelesen. Zuletzt „Die Akte Schneeweiß“. Da mir das Werk gut gefallen hat, habe ich mich auf „Rosen im Asphalt“ gefreut. Ich denke, es ist nicht zu viel verraten, wenn ich hier schon schreibe, dass es besser ist. Das aktuelle Werk startet in Hamburg im Jahr 1956 und endet im Jahr 2016.
Linda wird in schwierigen Umständen in Heimen groß. Ihre Mutter Belinda lässt sie kurz nach ihrer Geburt zurück. Irmi wächst als armes reiches Mädchen in einer Villa auf, in der es an vielem mangelt. Beide Frauen laufen sich in einer schwierigen Situation über den Weg und eine Freundschaft entsteht, in der sie sich gegenseitig Halt und Zuversicht geben.
Gekonnt führt Felicitas Fuchs durch die Geschichte. Ihren Schreibstil empfinde ich als flüssig und bildhaft. Schnell finde ich Zugang zur Story und zu den beiden Frauen. Gut gelingt es der Autorin die Zeitgeschichte mit einzubauen. Ohne dass ich es direkt bemerke, erlebe ich am Rande die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse der Jahre 1956-2016 mit. Der Fokus dieses Romans liegt jedoch auf den beiden Frauen und so lerne ich sie nach und nach besser kennen. Beide gefallen mir gut. Gemeinsam mit ihnen erlebe ich die Höhen und Tiefen ihres Lebensweges und manches nimmt mich ganz schön mit.
Alles in allem hat Felicitas Fuchs mit „Rosen im Asphalt“ einen historischen Roman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Im Vordergrund steht die fiktive Geschichte der beiden Frauen Linda und Irmi. Wer Lust auf ein paar unterhaltsame Lesestunden und auf einen Ausflug in die Jahre 1956-2016 hat, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.