Profilbild von Christiane_liest

Christiane_liest

Lesejury Star
offline

Christiane_liest ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Christiane_liest über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.05.2026

Unterhaltsam und Lesenswert!

Rosen im Asphalt
1

Im Mai 2026 hat die Autorin Felicitas Fuchs gemeinsam mit dem Verlag Heyne den historischen Roman „Rosen im Asphalt“ herausgebracht. Auf dem Cover sind zwei Frauen zu sehen, die sich gut verstehen. Es ...

Im Mai 2026 hat die Autorin Felicitas Fuchs gemeinsam mit dem Verlag Heyne den historischen Roman „Rosen im Asphalt“ herausgebracht. Auf dem Cover sind zwei Frauen zu sehen, die sich gut verstehen. Es sind die beiden Hauptprotagonistinnen Linda und Irmi.

Felicitas Fuchs ist ein Pseudonym der Autorin Carla Berling. Von ihr habe ich schon einige Erzählungen gelesen. Zuletzt „Die Akte Schneeweiß“. Da mir das Werk gut gefallen hat, habe ich mich auf „Rosen im Asphalt“ gefreut. Ich denke, es ist nicht zu viel verraten, wenn ich hier schon schreibe, dass es besser ist. Das aktuelle Werk startet in Hamburg im Jahr 1956 und endet im Jahr 2016.

Linda wird in schwierigen Umständen in Heimen groß. Ihre Mutter Belinda lässt sie kurz nach ihrer Geburt zurück. Irmi wächst als armes reiches Mädchen in einer Villa auf, in der es an vielem mangelt. Beide Frauen laufen sich in einer schwierigen Situation über den Weg und eine Freundschaft entsteht, in der sie sich gegenseitig Halt und Zuversicht geben.

Gekonnt führt Felicitas Fuchs durch die Geschichte. Ihren Schreibstil empfinde ich als flüssig und bildhaft. Schnell finde ich Zugang zur Story und zu den beiden Frauen. Gut gelingt es der Autorin die Zeitgeschichte mit einzubauen. Ohne dass ich es direkt bemerke, erlebe ich am Rande die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse der Jahre 1956-2016 mit. Der Fokus dieses Romans liegt jedoch auf den beiden Frauen und so lerne ich sie nach und nach besser kennen. Beide gefallen mir gut. Gemeinsam mit ihnen erlebe ich die Höhen und Tiefen ihres Lebensweges und manches nimmt mich ganz schön mit.

Alles in allem hat Felicitas Fuchs mit „Rosen im Asphalt“ einen historischen Roman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Im Vordergrund steht die fiktive Geschichte der beiden Frauen Linda und Irmi. Wer Lust auf ein paar unterhaltsame Lesestunden und auf einen Ausflug in die Jahre 1956-2016 hat, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.05.2026

Skurril, Nordisch, Spannend!

Hart Backbord
1

Im Februar hat Arnd Rüskamp den Küstenkrimi Hart Backbord gemeinsam mit dem Verlag emons: auf den Büchermarkt gebracht. Das Cover passt perfekt zur Geschichte und in das Genre. Es handelt sich um den achten ...

Im Februar hat Arnd Rüskamp den Küstenkrimi Hart Backbord gemeinsam mit dem Verlag emons: auf den Büchermarkt gebracht. Das Cover passt perfekt zur Geschichte und in das Genre. Es handelt sich um den achten Teil der Reihe mit der Ermittlerin Marie Geisler. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Als Küstenkind schlägt mein Herz für die raue See. Das Cover hat mich sofort angesprochen und ohne weiter nachzudenken, habe ich zugegriffen. Ein paar unterhaltsame Lesestunden im Küstenflair konnte ich gerade gut gebrauchen.
Nach getaner Arbeit starte ich bei Schwarztee mit der Geschichte und finde mich auf einem Ausflugsschiff in der Flensburger Förde wieder. Eine rechtsextreme Regionalpartei kapert dieses Schiff und unter den Geiseln befindet eine hochrangige Politikerin. Marie und ihre Freundin Frauke ermitteln mit aller Kraft, doch alles scheint sich gegen sie zu wenden, bis Marie um das Leben ihrer Familie fürchten muss, die sich ebenfalls auf diesem Schiff befindet.
Rau wie die See. Klar wie der Horizont. Ein Schuss friesischer Humor. Mit diesen drei Sätzen möchte ich den Schreibstil von Arnd Rüskamp beschreiben. Schnell habe ich mich eingelesen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge. Ich finde verschiedene Erzählstränge, die sich immer exakt an den Stellen abwechseln, wo ich unbedingt weiterlesen möchte. Das facht die Spannung an und somit lese ich die ca. 288 Seiten an zwei Abenden. Ganz am Ende gönnt mir der Autor ein schallendes Lachen. Es ist der letzte Absatz im Epilog, der mir eine helle Freude bereitet.
Alles in allem hat Arnd Rüskamp mit „Hart Backbord“ einen Küstenkrimi herausgebracht, der unterhaltsam und lesenswert ist. Der geneigte Leser sollte über eine ordentliche Portion schwarzen Humor und ein grundlegendes politisches Interesse mitbringen. Von mir bekommt der Autor 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.05.2026

Giftgrün, Schwarzhumorig, Lesenwert!

Gärten, Gift und kalte Rache
1

Im März 2026 hat die Autorin Klaudia Blasl den Kriminalroman „Gärten, Gift und kalte Rache“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover passt hervorragend zur Geschichte und stimmt den Leser ...

Im März 2026 hat die Autorin Klaudia Blasl den Kriminalroman „Gärten, Gift und kalte Rache“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover passt hervorragend zur Geschichte und stimmt den Leser bereits auf die wichtigsten Inhalte ein. Es ist der dritte Teil mit den Hobbyermittlern Berta und Pauline. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
In Oberdistelbrunn ist sanfter Tourismus angesagt. Der Ort setzt auf Insektenvielfalt und Biodiversität. Doch dann beginnt mit einem toten Hund und mehreren Leichen eine Mordserie, die den beschaulichen Ort erschüttert. Die Dörfler denken an Selbstjustiz und die Polizei hat keine brauchbaren Hinweise. Da sind Berta und Pauline gefragt…
Eine Autorin, die einen Giftpflanzengarten betreibt, die macht mich neugierig. So schlage ich das Buch auf und fange an zu lesen. Es dauert nur ein paar Sätze und ich beginne zu schmunzeln. Der Schreibstil von Klaudia Blasl wirkt kurzweilig, schwarzhumorig und pointiert auf mich. Die Dialoge halten mich über ca. 316 Seiten bei guter Laune und ich lerne viel wissenswertes über Pflanzen. Vor allem über ihre giftigen Seiten. Gelernt habe ich in dieser Geschichte viel über Christrosen, Alpenveilchen und Narzissen und einiges davon habe ich bereits am Wochenende meinen Eltern weitergegeben, als meine Mutter mir stolz ihren frisch bepflanzten Garten gezeigt hat.
Der Krimi selbst ist von der Autorin geschickt gestaltet. Ich empfinde ihn zu jeder Zeit als spannend. Zuerst folge ich mit Berta und Pauline vielen Hinweisen. Die meisten davon führen uns in die Irre. Die Auflösung am Ende ist sauber und beantwortet meine Fragen.
Berta und Pauline wirken sympathisch auf mich. Sie erinnern mich an Miss Marple.
Alles in allem hat Klaudia Blasl mit dem Kriminalroman „Gärten, Gift und kalte Rache“ eine Erzählung auf den Büchermarkt gebracht, die es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf skurrile Persönlichkeiten, einen giftgrünen Humor und viel Pflanzenkunde hat, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 4 verdiente giftgrüne Lesesterne und eine eiskalte Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.05.2026

Lecker, Unterhaltsam, Lesenswert!

Die Schwartau-Schwestern - Die Süße des Lebens
1

Im April 2026 hat Romy Herold gemeinsam mit dem Verlag blanvalet den historischen Roman „Die Schwartau Schwestern, Die süße des Lebens“ herausgebracht. Hinter dem Pseudonym Romy Herold verbergen sich die ...

Im April 2026 hat Romy Herold gemeinsam mit dem Verlag blanvalet den historischen Roman „Die Schwartau Schwestern, Die süße des Lebens“ herausgebracht. Hinter dem Pseudonym Romy Herold verbergen sich die Autoren Eva-Maria Bast und Jorn Precht.
Das Cover ist liebevoll und detailreich gestaltet. Vorne leuchten die roten Erdbeeren eindrucksvoll über dem roten Schriftzug Schwartau. Im Inneren finden sich viele Bilder aus der Geschichte der Marke Schwartau. Der Aufkleber „Spiegel Bestseller-Autorin“ weist darauf hin, dass Romy Herold bereits viele Leser von ihren Geschichten überzeugt hat.
Der Roman startet im Jahr 1898 und endet im Juli 1928. In diesen Jahren ist viel passiert. Die Schwestern Emma und Tilde sind der Meinung, ihre selbstgemachte Erdbeermarmelade darauf wartet von Jedermann entdeckt zu werden. Engagiert machen sie sich auf den Weg von Rostock nach Schwartau und gründen einen Betrieb, den heute noch jeder kennt. Was sich wie eine klassische Erfolgsgeschichte liest, ist auch eine. Nur ist der Weg nicht einfach sondern erlebnisreich und herausfordernd. Die Schwestern müssen jede Menge Hindernisse überwinden und kämpfen mit schwierigen Zeiten, z. B. dem ersten Weltkrieg.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig. Schnell habe ich Zugang zu diesem Werk gefunden. Über ca. 512 Seiten habe ich es gerne gelesen. Es ist mir leichtgefallen, mir das Gelesene vorzustellen. Das Buch selbst ist in mehrere Teile unterteilt, die mit den Zeiten gekennzeichnet sind, in denen sie spielen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und so kann der Leser entweder viele Kapitel am Stück lesen oder gerne mal am Kapitelende unterbrechen.
Die Schwestern sind sehr unterschiedlich und haben dennoch viele Gemeinsamkeiten. Ich habe beim Lesen viele Sympathien für beide entwickelt.
Noch schöner hätte ich es gefunden, wenn ein wenig mehr Zeitgeist seinen Weg in den Roman gefunden hätte. Romy Herold findet über den Untergang der Titanic nur wenige Sätze und die Kriegszeiten lesen sich wie in einem Herzkino-Film am Sonntagabend.
Alles in allem hat Romy Herold mit „Die Schwartau Schwestern, die Süße des Lebens“ einen historischen Roman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Er konzentriert sich auf die Entstehung der Marke Schwartau. Von mir gibt es leckere 4 Lesesterne und eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.04.2026

Mörderisch!

Wenn die Nordsee schweigt
1

Ende Februar 2026 hat der Autor für Spannungsliteratur Hannes Nygaard den Regionalkrimi „Wenn die Nordsee schweigt“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover passt gut zur Geschichte. Es ...

Ende Februar 2026 hat der Autor für Spannungsliteratur Hannes Nygaard den Regionalkrimi „Wenn die Nordsee schweigt“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover passt gut zur Geschichte. Es ist der 20. Fall mit dem Kultkommissar Große Jäger. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

Seit ich lesen kann, liebe ich es, Kriminalromane zu lesen. Mein Herz schlägt schon lange für Regionalkrimis und sehr gerne lese ich aus dem Hause emons:. Da frage ich mich, wie es sein kann, dass es eine Krimireihe gibt, die ich noch nicht kenne und die den 20. Teil auf den Büchermarkt bringt. Selbst der Autor ist mir neu und das wundert mich genauso. Deshalb habe ich gleich zugegriffen, als mir diese Erzählung in die Hände gefallen ist.

Dieser Kriminalroman startet ungewöhnlich. In einem Pflegeheim an der Küste sterben schwer kranke Patienten. Diese Patienten sind entstellt. Ihnen fehlt eine Nase, ein Auge oder etwas anderes. Die Pflegerin, die schiefe Uschi, hat einen Buckel und ihr Helfer eine wenig rühmliche Vergangenheit. Dazu liegt er mit nasser Kleidung im Bett und hat dafür keine passable Erklärung. Die Verletzungen der Toten weisen auf eine Katze als Täter hin. Ehe Große Jäger sich versieht gibt es einen weiteren Toten außerhalb des Pflegeheims und die Meldung, es sei ein Geist gesehen worden.

Gemeinsam mit dem Kommissar Große Jäger bemühe ich mich um Abstand zu dem Gelesen und denke ganz pragmatisch, dafür müsste es eine ganz normale Erklärung geben. Die gibt es auch, allerdings müssen Große Jäger und ich dafür vielen Hinweisen folgen. Der Autor geizt damit nicht und viele davon führen uns in die Irre. Doch so soll es in einem guten Krimi sein. Schnell gibt es einen Verdächtigen, doch der hat immer ein wasserdichtes Alibi. Recht zügig habe ich die richtige Idee im Kopf, dennoch denke ich stets, es kann auch alles ganz anders sein.

Alles in allem hat Hannes Nygaard mit „Wenn die Nordsee schweigt“ einen ungewöhnlichen Fall auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Mir hat dieser Krimi viel Spaß gemacht, da er meine grauen Zellen gefordert hat. Wer Lust auf ein spannendes Rätsel im bester Küstenatmosphäre hat, der ist hier richtig. Von mir bekommt der Autor 4 verdiente Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere