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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.07.2025

Spannend, Mittelalterlich, Fesselnd!

Bärnauer Schatten
1

Von Yvette Eckstein habe ich bereits „Wen die Specht holt“ und „Der Tod spielt auf der Luisenburg“ gelesen. Beide Regionalkrimis haben mir viel Spaß gemacht und so habe ich mich auf „Bärnauer Schatten“ ...

Von Yvette Eckstein habe ich bereits „Wen die Specht holt“ und „Der Tod spielt auf der Luisenburg“ gelesen. Beide Regionalkrimis haben mir viel Spaß gemacht und so habe ich mich auf „Bärnauer Schatten“ gefreut, den die Autorin gemeinsam mit dem Verlag emons: im Juni 2025 herausgebracht hat. Es handelt sich um den 3. Teil mit dem Hauptkommissar Johann Kranzfelder und seiner Kollegin Klara Stern. Der Krimi kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Das Cover ist einfach toll und passt gut in das Genre und in die Reihe.
In Bärnau herrscht Ausnahmezustand. Das berühmte Mittelalterfest lässt Gaukler, Ritter, Edelfrauen und Halunken zusammenkommen. Alle haben gute Laune bis Renate Meindl gefunden wird. Und zwar tot. Die Meindl hatte nur wenig Freunde und gehörte zur „Knopf-Dynastie“. Die Liste der Verdächtigen ist länger, als Kranzie lieb ist und so gestalten sich die Ermittlungen als nicht ganz einfach.
Jedes Kapitel startet mit einem Spruch über den Knopf. Ich hatte keine Ahnung, dass es so viele Sprüche über Knöpfe gibt. Für Nordlichter, die im Dialekt nicht so beheimatet sind, erklärt die Autorin sie auch in Hochdeutsch. Vielen Dank, liebe Yvette. Ganz nebenbei lerne ich noch, dass der Gruß „Servus“ negativ behaftet ist. Lesen bildet.
Vom ersten bis zum letzten Buchstaben habe ich diesen Krimi sehr gerne gelesen. Er hat alles, was ein Regionalkrimi so haben sollte. Die ca. 236 Seiten haben mich hervorragend unterhalten. Zu jeder Zeit habe ich den Kriminalfall als spannend empfunden. Zu guter Letzt löst die Autorin sauber auf und meine Fragen sind beantwortet. Was bleibt ist die Frage, kommt da noch mehr, Yvette?
Alles in allem hat die Autorin Yvette Eckstein einen Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf Cosy Crime, ein ungewöhnliches Setting, einen spannenden Fall und viel Lokalkolorit hat, der ist hier genau richtig. Aus diesem Grund bekommt die Autorin von mir 5 verdiente Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Erfrischen fies, gut erzählt!

Nordseerätsel
1

Von Heike Denzau habe ich bereits den Regionalkrimi „Nordseegeheimnis“ und den Mystery-Krimi „Dämonen der Speicherstadt“ gelesen. Da liegt es für mich nahe, einen genaueren Blick auf ihr neues Werk zu ...

Von Heike Denzau habe ich bereits den Regionalkrimi „Nordseegeheimnis“ und den Mystery-Krimi „Dämonen der Speicherstadt“ gelesen. Da liegt es für mich nahe, einen genaueren Blick auf ihr neues Werk zu werfen, das die Autorin im Juni 2025 gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht hat.

Inhaltlich beschäftigt Heike Denzau mich mit einem Rätsel. Ich rätsele sehr gerne und mein Ehrgeiz ist erst dann richtig geweckt, wenn es kniffelig wird. Der Inseldetektiv Raphael Freersen bekommt einen Auftrag von Hermann Suhrkamp. Suhrkamp behauptet, ein Familienmitglied wünscht ihm dem Tod und möchte diesen vorzeitig herbeiführen. Um den Täter zu entlarven hat Suhrkamp ein Ratespiel á la Agathe Christie entworfen. Dem Sieger winkt 100.000€ Preisgeld. Raphael soll mitspielen und die Familienmitglieder beobachten. Das verspricht Spannung, denn die lieben Familienmitglieder versuchen alles, um sich gegenseitig auszutricksen. Während des Spiels häufen sich dann die mysteriösen Begebenheiten und der Tod spielt mit.

Raphael Freersen kenne ich als absoluten Anti-Helden. Er trinkt zu viel, er raucht zu viel, Frauen dienen seiner Abwechslung und das Wort Rücksicht ist im fremd. In diesem Teil wirkt er zahm. In „Nordseegeheimnis“ hat er sich zum ersten Mal ernsthaft verliebt und seine charakterliche Veränderung lese ich in „Nordseerätsel“ mit Vergnügen. Ich drücke ihm mit seiner Ava die Daumen.

Mit großer Freude lese ich als Piepmatz-Liebhaber von seiner Nymphensittichdame Waltraud. Es ist mir ein Rätsel, wie Waltraud ihr Herrchen überlebt, doch irgendwie sind die beiden putzig miteinander. Den Hinweis, dass es sich bei Waltraud um eine Nymphensittichdame handelt, hätte ich mir frühzeitig bei ihrer Erwähnung gewünscht. Das macht ihre Zuordnung dem neu einsteigenden Leser leichter.

Das Rätsel ist gut gemacht und hat nicht nur Raphael sondern auch mich intensiv beschäftigt. Alleine hätte ich es nicht gelöst, denn dafür ist Vorortrecherche nötig. Heike Denzau hat sich mächtig ins Zeug gelegt und führt gekonnt durch ihren Krimi. Den Schreibstil empfinde ich als leicht und locker. Den Krimi zu jeder Zeit als spannend. Es ist ein fesselndes Leseerlebnis und die ca. 335 Seiten vergehen wie im Flug.

Alles in allem hat Heike Denzau mit „Nordseerätsel“ einen Küstenkrimi auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Sie beschäftigt den Leser mit einem Rätsel, einem Geheimnis und einer Familie, die mir wirklich nicht sympathisch ist. Hercule Poirot wäre stolz auf den Inseldetektiv Raphael Freersen und jeder, der Agatha Christie kennt, wird seinen Spaß mit „Nordseerätsel“ haben. Von mir bekommt die Autorin verdiente 4 Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Spannend, Unterhaltsam, Erzgebirge!

Glutrotes Erzgebirge
1

In der Hitzewelle habe ich Ablenkung gesucht und mein Blick fiel auf den Kriminalroman „Glutrotes Erzgebirge“ von Danielle Zinn. Die Autorin hat ihr Werk am 22. Mai 2025 gemeinsam mit dem Verlag emons: ...

In der Hitzewelle habe ich Ablenkung gesucht und mein Blick fiel auf den Kriminalroman „Glutrotes Erzgebirge“ von Danielle Zinn. Die Autorin hat ihr Werk am 22. Mai 2025 gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover und der Titel passen gut zur Geschichte. Der Titel und der Name der Autorin sind gut lesbar.
Ich lese sehr gerne Krimis, Danielle Zinn kenne ich noch nicht und so mache ich mich gespannt an die Geschichte. Gedanklich mache ich mich auf den Weg in das Erzgebirge und begebe mich nach Crottendorf. Ein Ort, von dem ich noch niemals etwas gehört habe. Ausgerechnet hier taucht ein Brief mit folgendem Inhalt auf: „Ich weiß, was damals wirklich passiert ist!“. Mich erinnert das an eine Horror-Serie aus meiner Jugendzeit, in der es hieß „Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast!“. Da ging es um Mord. Und hier wohl auch, denn ich befinde mich in einem Kriminalroman. Auch wenn der Ort klein und unscheinbar ist.
Hauptkommissar Alexander Berghaus, seine Kollegin Anne Heller und der übereifrige Praktikant Deon ermitteln mit aller Kraft. Die Hinweise sind widersprüchlich und es scheint, als würde sich das Team verzetteln. Schnell ist klar, die beiden Opfer sind Geschwister und das führt zu vielen weiteren Fragen.
Vom ersten bis zum letzten Buchstaben empfinde ich diese Erzählung als spannend. Ebenso wie das Team bin ich lange ahnungslos, was den Täter angeht. Erst kurz vor Schluss ist auf einmal alles klar. Da ist es fast zu spät und ein mega spannender Countdown startet.
Alles in allem hat Danielle Zinn mit „Glutrotes Erzgebirge“ einen spannend und unterhaltsamen Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf ein paar Lesestunden im Erzgebirge hat und gerne rätselt, der ist hier gut aufgehoben. Von mir bekommt die Autorin verdiente 4 Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 03.07.2025

Spannend, Düster, Fesselnd!

Der Trailer
1

Am 4. Juli 2025 hat der Autor Linus Geschke den ersten Teil der Donkerbloem-Trilogie „Der Trailer“ gemeinsam mit dem Verlag Piper herausgebracht. Linus Geschke kenne ich bereits aus „Das Loft“, „Die Verborgenen“ ...

Am 4. Juli 2025 hat der Autor Linus Geschke den ersten Teil der Donkerbloem-Trilogie „Der Trailer“ gemeinsam mit dem Verlag Piper herausgebracht. Linus Geschke kenne ich bereits aus „Das Loft“, „Die Verborgenen“ und „Wenn sie lügt“. Da ich ein echter Geschke-Fan bin, habe ich mich sehr auf „Der Trailer“ gefreut. Der Titel ist dunkel und düster. Er zeigt ein Teil eines Trailers, der nur wenig beleuchtet ist. Auf mich wirkt es unheimlich, düster und geheimnisvoll. Den Titel und den Namen des Autors kann ich gut lesen.

Vor vielen Jahren verschwindet eine junge Studentin von einem Campingplatz in den Ardennen spurlos. 15 Jahre später nimmt die Kommissarin Frieda Stahnke den Fall wieder auf. Sie nimmt an einem True-Crime Podcast teil und richtet sich an die Öffentlichkeit. Was sie nicht ahnt ist, dass sie damit weitere Morde auslösen wird. Und dann ist da noch Wout. Ein verurteilter Stalker und Barbesitzer aus Köln. Er war zeitgleich mit Lisa im Camp Donkerbloem. Doch Stalker reden nicht mit der Polizei.

Vom ersten bis zum letzten Buchstaben habe ich diese Erzählung für mega spannend befunden. Linus Geschke zieht mich mit aller Macht in seine Geschichte. Ich empfinde sie als düster, dunkel und unheimlich. Je mehr ich lese, desto neugieriger werde ich auf den Fortgang und so folge ich der Kommissarin Frieda Stahnke bei ihren Ermittlungen. Das Lesetempo ist hoch. Die Spannung auch. Linus Geschke versteht es meisterhaft mich an den richtigen Stellen mit unerwarteten Wendungen in eine neue Richtung zu lenken und so folge ich ihm durch sein Werk „Der Trailer“. Er überrascht mich mit dem Täter, denn lange habe ich gedacht, es sei ein ganz anderer. Und genau das ist es, was ein Werk von Geschke ausmacht. Wer es nicht zu Ende gelesen hat, der kann so viele Ideen haben, wie er möchte. Es kommt sicherlich ganz anders.

Alles in allem hat Linus Geschke mit „Der Trailer“ einen Thriller auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Jeder, der Spannungsliteratur liest und unerwartete Wendungen liebt, der wird dieses Werk ebenso spannend finden wie ich. Dazu kommt eine fesselnde und leicht zu lesende Erzählweise und das Lesevergnügen ist perfekt. Von mir bekommt der Autor verdiente 5 Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.07.2025

Spannend, Atmosphärisch, Fesselnd!

Liestaler Wut
1

Gemeinsam mit dem Verlag emons: hat Ina Haller den Regionalkrimi „Liestaler Wut“ Ende Mai 2025 auf den Büchermarkt gebracht. Von Ina Haller habe ich schon einige Krimis gelesen und so stand „Liestaler ...

Gemeinsam mit dem Verlag emons: hat Ina Haller den Regionalkrimi „Liestaler Wut“ Ende Mai 2025 auf den Büchermarkt gebracht. Von Ina Haller habe ich schon einige Krimis gelesen und so stand „Liestaler Wut“ oben auf meiner Wunschliste. Das traumhaft schöne Cover täuscht den Leser. Es geht weder beschaulich noch romantisch zu. Der Titel des Buches und der Name der Autorin sind gut lesbar. Es handelt sich um den 7. Band der Reihe mit Samantha Kälin. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Mit Vorkenntnissen macht es mehr Spaß.

In der Liestaler Altstadt findet Samantha einen bewusstlosen Mann, der später im Spital stirbt. Es stellt sich heraus, dass eine Pilzvergiftung die Ursache ist. Es dauert nicht lange, da wird seine Freundin mit einer Überdosis Schlafmittel entdeckt. Der Fall scheint gelöst, doch in Samanthas Umfeld passieren merkwürdige Dinge und sie glaubt, dass da noch etwas ganz anderes dahinter steckt.

Neugierig beginne ich mit der Lektüre. Schnell hat mich der bildhafte und leicht zu lesende Schreibstil von Ina Haller ins beschauliche Stedtli geführt. Vom ersten Moment an habe ich die Erzählung als spannend empfunden. Immer bin ich neugierig, wie sich die Geschichte weiterentwickelt und so lese ich die ca. 263 Seiten in nur 2 Abenden. Neben einem sauberen Krimistrang, bei dem ich fleißig am rätseln bin, beschäftigt die Autorin mich mit einem Mord in Afrika, der eine neue Richtung in den Kriminalroman bringt.

Samantha hat es auch in diesem Fall nicht leicht. Die Autorin mutet ihr einiges zu und so muss sie nicht nur ordentlich einstecken, sie muss auch um ihr Leben fürchten. Da wird mir beim Lesen Angst und Bange und ich erinnere mich daran, dass ich mich nur in einer Geschichte befinde.

Alles in allem hat Ina Haller mit „Liestaler Wut“ einen Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Spannend und atmosphärisch erzählt sie den 7. Teil aus ihrer Samantha-Reihe gekonnt souverän und das macht Lust auf mehr. Von mir bekommt die Autorin verdiente 4 Lesesterne und eine Leseempfehlung für alle, die es gerne kriminell spannend mögen.

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